Ein weiteres Mal haben 6 Kühler den Weg in unser Testlabor gefunden. Dabei ist die Preisspanne der Kühler sehr breit gefächert und beträgt 8 EUR bis 65 EUR. Gerade mit dem kleinsten Modell in diesem Test, dem Spire StarCore, wollen wir sehen, ob diese günstigen Kühler überhaupt eine Daseinsberechtigung haben, oder ob es wirklich nichts weiter als ein billiger Ersatz für einen Boxed-Kühler darstellt. Ohne hier das Fazit vorweg zu nehmen, eine Daseinsberechtigung hat er allemal. Im gleichen Zug steht auch der Spire Coolgate 10 auf der Matte, welcher den Coolgate 9 ablösen soll und auch zur Kategorie der günstigen CPU-Kühler zählt. Er rangiert preislich auf Höhe des Scythe Katana 3, Xilence M604 und des Silenx HA92. Ob er diese schlagen kann, nur mit schwimmt oder unterliegt, werden wir hier auch feststellen.

Danach machen wir preislich einen größeren Sprung zum Thermaltake ISCG-300. Mit der neuen ISCG Reihe versucht Thermaltake wieder an vergangene Tage anzuknüpfen, denn seit langem bot Thermaltake keine konkurrenzfähigen Kühler mehr an oder stützte sich auf recht betagte Modelle. Mit dem EKL Alpenföhn Matterhorn will man ebenfalls in der oberen Riege mit spielen und bestückt diesen auch gleich mit einem Lüfter der neusten Serie, dem EKL Wing Boost. Gleich nach dessen erscheinen wurde er zu einem sehr beliebten Kühler, der recht früh eine weite Verbreitung gefunden hat. Daher waren wir neugierig ob diese Beliebtheit gerechtfertigt ist.

Auch ein älterer, sehr beliebter Kühler, fand den Weg in unser Testlabor. Der Prolimatech Megahalems muss sich hier den aktuellen Kühlern entgegenstellen und beweisen, dass sein guter Ruf gerechtfertigt ist. Entgegen den üblichen Schwergewichten die schnell mal 1 kg oder mehr auf die Waage bringen muss der Megahalems gerade mal mit 790 g zeigen was er kann. Zu guter Letzt muss das Corsair H50, eine in sich geschlossene Wasserkühlung, zeigen was es kann. Lohnt sich diese Konstruktion welche immerhin 65 EUR kostet, oder ist der Kühler eher ein Flop? Ist eine Wasserkühlung auf Single-Radiator Basis zu empfehlen, oder unterliegt die Kühlleistung aktuellen Top-Kühlern? Und wenn sie unterliegen sollte, gibt es trotzdem Kaufgründe?

Alles in allem eine Übersicht sehr unterschiedlicher Kühler mit unterschiedlicher Zielsetzung - alle natürlich auch verglichen mit unseren bisher getesteten Kühlern. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Danksagungen

Bedanken möchten wir uns hier beim Onlineversender www.Caseking.de, Corsair und Spire für die Bereitstellung der Testsamples.

Links zum Thema

[BREAK=Testsystem]

Die Konfiguration unseres Testsystems war ein langwieriger Prozess, was vor allem an der Auswahl der CPU lag. Die ursprünglichen Test-CPUs zeigten fehlerhafte Temperaturangaben. "Inaccurate Temperature Measurement", Erratum #319 lässt grüßen, zumindest was das C2-Stepping betrifft. C3 sollte davon eigentlich nicht betroffen sein laut AMD Revision Guide, was wir hier allerdings nicht bestätigen können. Vorwiegend durch diesen Umstand wurde die Fertigstellung des ersten Roundups verzögert. Die endgültige Test-CPU wurde ein AMD Athlon 64 X2 6400+ Black Edition mit dem guten alten 90 nm F3-Stepping - das letzte, bei dem die internen Dioden noch verlässliche Werte lieferen, ehe die Probleme mit dem K8 G1-Stepping begannen - mit dem wir sämtliche TDP-Klassen simulieren können.

Unser Testsystem:
AMD Athlon 64 X2 6400+ BE
ASRock 780GXH/128
2 x 1 GB MDT DDR2-800
BeQuiet L7 350W
Wärmeleitpaste: Arctic Cooling MX-2


Wie wir die TDP-Klassen simulieren
140 W TDP = 3,2 Ghz bei 1,55 V
125 W TDP = 3,2 Ghz bei 1,45 V
89 W TDP = 2,6 Ghz bei 1,35 V
65 W TDP = 2,2 Ghz bei 1,20 V

Die Lautstärke messen wir mit einem dB(A)-Messgerät aus einem frontalen Abstand zum Lüfter von 1 cm. Kühler, deren Lüfter in der Mitte angebracht sind, werden aus 1 cm vor den Kühllamellen bemessen. Kühler mit Doppellüfter, messen wir vor dem vorderen Lüfter. Daher erscheinen die Werte mit im Schnitt über 40 dB(A) recht hoch. Allerdings verfügen wir leider nicht über einen schallisolierten Raum und können nur so Nebengeräusche weitestgehend ausschließen. Anzumerken ist hier aber, dass in einem subjektiv völlig lautlosen Raum immer noch 35 dB(A) gemessen werden. Hier sollte man bedenken, dass Hersteller in schallarmen Räumen üblicherweise aus ca. 1 m Entfernung ihre Lüfter frei schwebend messen. Das sind allerdings keine realistischen Werte, die man auf die Praxis beziehen kann.

Als kleine Hilfe kann man sich zur Orientierung folgendes vor Augen halten, wenn man ein geschlossenes Gehäuse verwendet:

< 40 dB(A) - nicht wahrnehmbar
40-42 dB(A) - extrem leise
42-44 dB(A) - leicht wahrnehmbar
44-46 dB(A) - leise aber hörbar
46-48 db(A) - hörbar
48-50 dB(A) - deutlich wahrnehmbar
> 50 dB(A) - laut

Wer extrem geräuschempfindlich ist, wird auch mit einer Lautstärke von 39 dB(A) nicht so wirklich glücklich sein. Insgesamt ist es immer von der subjektiven Wahrnehmung abhängig, wie stark man eine gewisse Lautstärke empfindet. Allgemeingültig ist diese Orientierungshilfe nicht, spiegelt aber grob das allgemeine Empfinden wider.

Die Umgebungstemperatur beträgt bei den Messungen 28°C. Das erscheint recht viel, ist aber bei einem offenen Testaufbau - wie wir ihn verwenden - realistischer mit einem geschlossenem Gehäuse zu vergleichen. Sommerliche Wetterverhältnisse treiben die Temperaturen in den Gehäusen noch höher, weshalb wir empfehlen immer eine Reserve von ca. 5°C zu addieren.

Die Messungen der Zieltemperatur sind langwierig, geben aber einen Wert wieder, der am interessantesten sein dürfte. Im Zeitalter der PWM-Steuerung, welche sich oft an einer Zieltemperatur orientiert, zeigt eben dieser Test, was Kühler wirklich können. Da nicht jeder Lüfter eine PWM Steuerung mit sich bringt, verwenden wir eine Lüftersteuerung die den Lüfter exakt so regelt, dass eine Temperatur von 55°C gehalten wird. Bleibt diese Temperatur dann tatsächlich konstant, wird die Lautstärke ermittelt. So kann man gut vergleichen, welcher Kühler welche TDP-Klasse leise kühlen kann. Da hochwertige Lüfter natürlich kleine TDP-Klassen sehr gut kühlen können und oft die 55°C gar nicht erst erreicht werden, notieren wir hier immer die erreichte Maximaltemperatur separat in der Tabelle. Natürlich wird auch der geringste gemessene Lautstärkenwert in die Tabelle eingetragen.

[BREAK=Corsair H50]



Technische Daten:
Preis: ca. 63 EUR
Maße Radiator (BxHxT): 12 cm / 15 cm / 2,2 cm
Maße Pumpe (Durchmesser x Höhe) 5,7 cm / 7,2 cm (siehe Text)
Schlauchlänge: ca. 30 cm
Gewicht: ca. k.A.
Lüfter: 120 mm
Lüfterdrehzahl: ca. 800-1700 1/min
Lüfteranschluss: 4-Pin
Beleuchtung: nein
Aufbau: Geschlossene Wasserkühlung
Sockel: AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1366
Nebengeräusche Lüfter: keine relevanten Geräusche
Nebengeräusche Pumpe: dezent hörbares Brummen
Art der Lüfterbefestigung: 120mm Verschraubung

Einbau:
AMD: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
Intel: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig

Zusätzliches Zubehör: WLP, aufgetragen auf dem Kühlerboden

Schwierigkeit bei AMD-Systemen: Recht einfach. Über eine Backplate wird die eigentliche Halterung verschraubt, was recht einfach von der Hand geht da alle Komponenten sehr leicht und gut zu erreichen sind. Der Kühlkörper, welcher gleichzeitig die Pumpe darstellt, wird mit einer leichten Drehung eingefügt und dann nur noch festgeschraubt.


Das Corsair H50 ist eine geschlossene und wartungsfreie Wasserkühlung. Dabei besteht der Kühler aus drei Teilen, die fest miteinander verbunden sind: dem Radiator, den beiden Schläuchen und dem Kühlbock, welcher gleichzeitig die Pumpe enthält. Der Radiator passt eigentlich an jede Halterung im Gehäuse, an der 120 mm Lüfter befestigt werden können. Allerdings steht der Radiator an zwei gegenüberliegenden Seiten um 1,5 cm ab. Hier sollte jeder erst bei sich - vor allem bei sehr kompakten Gehäusen - überprüfen, ob wirklich genug Platz vorhanden ist. In sehr seltenen Fällen kann es hier zu Problemen kommen. In üblichen Tower-Gehäusen gibt es keine Probleme. Die Schläuche sind aus Kunststoff und lassen sich recht gut biegen. Mit knapp 30 cm Länge hat man genug Möglichkeiten den Radiator flexibel zu platzieren. Die Pumpe selbst ist - vom Mainboard aus gemessen - ca. 6,5 cm hoch. Allerdings gehen die Schläuche nach oben raus und können nicht zu stark im rechten Winkel geknickt werden, so dass man auf eine Gesamthöhe von etwa 7,2 cm kommt. Mit etwas Mut kann man die Höhe allerdings auf die 6,5 cm reduzieren, jedoch sind die Schläuche dann eben sehr stark geknickt, was den Durchfluss und damit die Kühlleistung etwas mindern kann. Die Verarbeitung des Ganzen hinterlässt einen sehr positiven Eindruck, auch wenn wir natürlich nichts über die Langlebigkeit des Systems sagen können.

Der beiliegende Lüfter kann sehr leise arbeiten wenn man ihn drosselt. Bei voller Drehzahl ist der Lüfter gut hörbar, aber selbst bei 140 W TDP muss der Lüfter keinesfalls auf vollen Touren laufen. Sehr schön ist die Tatsache, dass man den Lüfter auch auf extrem leise trimmen kann. Jedoch ist hier der Haken: während der Lüfter extrem leise arbeiten kann, ist die Pumpe bei nahezu geräuschloser Umgebung dezent wahrnehmbar. Haptisch wirkt er etwas billig, von einem objektiven Eigenschaften können wir jedoch nichts Negatives über den Lüfter sagen. Vibrationen kommen kaum zu Stande, Lagergeräusche haben wir keine wahrgenommen. Das billige Erscheinungsbild kommt durch die schlichte Form und die einfache, an alte Lüfter erinnernde, Oberflächenstruktur zustande. Man sollte sich eben nicht immer vom Äußeren täuschen lassen. Insgesamt lässt sich der Lüfter sehr gut regulieren, allerdings lediglich im Bereich 7-12 V. Unterhalb von 7 V dreht der Lüfter kaum langsamer. Trotzdem, der Lüfter überzeugt.






Allgemeines zur Kühlleistung
Die Kühlleistung in unserem Test ist sehr gut, aber nicht absolut Top. Das liegt allerdings an unserem Testsystem, das trotz offener Bauweise eigentlich die Innenraumtemperatur eines Gehäuses simulieren sollte. Anders als andere Kühler, welche die Innenraumluft des Gehäuses zum kühlen verwenden müssen, empfiehlt Corsair hier klar, die Luft von außen durch den Radiator blasen zu lassen. Dies sollte die Kühlleistung noch mal merklich erhöhen. Grob gesagt wäre das die Differenz zwischen Innenraumtemperatur und Außentemperatur was man dann noch zugute rechnen kann. Nachteilig jedoch ist hier, dass in üblichen ATX-Gehäusen hinten raus geblasen wird und die Schläuche des Corsair H50 nicht lang genug sind, um den Radiator vorne zu befestigen, wo üblicherweise die Luft rein geblasen wird. Hier muss jeder selbst entscheiden wie er den Luftstrom im Gehäuse auslegen möchte.

Fazit
Betrachtet man sich das Gesamtpaket Corsair H50, hat man am Ende einen Kühler, der sich zwischen der klassischen Wasserkühlung und einer normalen Luftkühlung positioniert. Die Kühlleistung variiert je nach Positionierung des Radiators zwischen gut und exzellent. Einen klaren Pluspunkt hat das Corsair H50 aber: mit Aufkommen immer kleinerer Gehäuse, die auch weniger Platz für Kühlkörper bieten, ist das Corsair H50 eine sehr gute Wahl, wenn es darum geht, in solch einem Gehäuse eine möglichst gute Kühlleistung bei der CPU zu erreichen. Denn selbst in kompakten Gehäusen wie dem Silverstone Sugo SG06 oder dem Lian Li V352 kann das Corsair H50 verbaut werden und erreicht Kühlleistungen weit jenseits der sonstigen Möglichkeiten in solch einem Mini-Gehäuse. Aber nicht nur hier zeigt das Corsair H50 seine Stärken, auch generell kann man jede CPU sehr leise kühlen. Einziger Wehrmutstropfen ist die die Tatsache, dass die Pumpe nicht lautlos arbeitet sondern in einem stillen Zimmer, wie z.B. im Schlafzimmer, dezent durch sein Brummen auffallen kann. Störend wirkt dies aber nur auf Menschen, die hier extrem empfindlich sind. Der Preis von knapp über 60 EUR erscheint hoch, allerdings bietet das Corsair H50 hier auch einiges als Gegenleistung, besonders die hohe Flexibilität der Konstruktion. Am Ende bleibt noch ein Lob für die ausführliche, und geradezu riesige Montageanleitung. Im Zuge dieser Punkte bleibt nur ein kleiner Kritikpunk:. trotz ausgefallener Konstruktion kann sich die Kühlleistung nicht von sehr hochwertigen und reinen Luftkühlern abheben. Selbst wenn man den nachteiligen Testaufbau einbezieht, dürfte die Kühlleistung kaum an einen Nocta D14 heranreichen, sofern man hier auch leise bleiben möchte. Allerdings kostet das zuletzt genannte Modell auch etwas mehr.

[BREAK= EKL Alpenföhn Matterhorn]



Technische Daten:
Preis: ca. 50 EUR
Maße (BxHxT): 13,8 cm / 15,8 cm / 10 cm
Gewicht: ca. 1067 g
Lüfter: 120 mm
Lüfterdrehzahl: 500-1500 1/min
Lüfteranschluss: 4-Pin PWM
Beleuchtung: nein
Aufbau: Turmkühler
Sockel: AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1366
Nebengeräusche: extrem leises Klackern
Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 120 mm Lüfter

Einbau:
AMD: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
Intel: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig

Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Spritze, Klammern für einen zweiten 120 mm Lüfter, Adapterkabel für eine direkte Lüftersteuerung von 12 V auf 7 V und von 12 V auf 5 V.

Schwierigkeit bei AMD-Systemen: Da das Montagesystem identisch mit dem des Xilence M606 ist, treten hier auch die gleichen Probleme bei AMD-Systemen auf. Man kommt nur sehr umständlich an die Rändelschrauben zur Befestigung heran. Erschwerend kommt beim EKL Alpenföhn Matterhorn noch hinzu, dass dessen Kühlkörper etwas ausladender ist. Bei Systemen auf Intel-Basis trifft dies aber auch hier nicht zu und die Verschraubung ist hier sehr gut zu erreichen


Etwas erstaunt waren wir schon, als wir den EKL Alpenföhn Matterhorn in der Hand hielten. Die Sockelhalterung wie auch der komplette Grundaufbau sind mit dem Xilence M606 völlig identisch. Lediglich der Boden wurde hier nicht eloxiert, so dass man deutlich den Kupferboden erkennen kann. Auch der Heatpipe-Aufbau ist identisch mit dem des Xilence M606. Allerdings hört die Gleichheit bei der Konstruktion der Finnen auf. Hier geht EKL andere Wege und versorgt die Konstruktion mit mehr Kühlfläche. Der Finnenaufbau ist versetzt, wodurch die Lamellenabstände im vorderen und hinteren Bereich sehr weit auseinander liegen. Das sorgt für eine bessere Luftdurchführung und eine theoretisch bessere Kühlleistung. Technisch ist der EKL Alpenföhn Matterhorn dem Xilence M606 überlegen und spiegelt dies auch leicht in unseren Tests wieder. Die Verarbeitung des Kühlers ist insgesamt hervorragend und braucht sich nicht vor den Produkten von Proliamtech zu verstecken. Diese hatten bisher den qualitativ besten Eindruck hinterlassen.

Auch der neue Wing Boost Lüfter von EKL ist ein Gegenstück zum Xilence 2CF Lüfter. Einziger Unterschied ist hier lediglich das verwendete Lager. Während Xilence auf ein Kugellager setzt, verwendet EKL bei ihrem Wing Boost ein hydraulisches Lager, welches eine längere Laufzeit und auch eine höhere Laufruhe mit sich bringen soll. Letzteres können wir nur bedingt bestätigen. Merkbare Unterschiede sind im direkten Vergleich kaum auszumachen, trotzdem hat der EKL Lüfter hier die Nase hauchdünn vorne. Identisch ist auch der Gummirahmen des EKL Wing Bosst, welcher Vibrationen schon im Keim ersticken soll und dies auch tut. Der Drehzahlbereich ist sehr weitläufig und kann sehr gut reguliert werden. Auf unterschiedliche Spannungen reagiert der Lüfter mit sehr differenzierten Drehzahlen, die nahezu linear mit steigender Spannung nach oben klettern. Das sorgt in Verbindung mit dem guten Kühlkörper für ein weitläufiges Einsatzgebiet. Damit wird der EKL Alpenföhn Matterhorn jeder Zielgruppe gerecht, sei es dem Übertakter oder dem Silent-Fan.






Fazit
Trotz der vielen Gemeinsamkeiten zum Xilence M606 kann sich der EKL Alpenföhn Matterhorn von diesem absetzen. Zwar liefert er sich mit dem Xilence M606 im Test mit der Zieltemperatur 55°C bis zur TDP-Klasse von 125 W ein Kopf an Kopf Rennen, zeigt jedoch bei 140 W TDP, dass er schlichtweg mehr Reserven aufgrund der größeren Kühlfläche hat. Auch beim direkten Vergleich der vollen Drehzahl, kann der EKL Alpenföhn Matterhorn sich absetzen und gewinnt hier immer mit einer Nasenlänge Vorsprung. Auch beim direkten Vergleich der vollen Drehzahl, kann der EKL Alpenföhn Matterhorn sich absetzen und gewinnt hier immer mit einer Nasenlänge Vorsprung. Insgesamt schlägt sich der EKL Alpenföhn Matterhorn sehr gut und spielt in der oberen Riege der Kühler locker mit. Seine Verarbeitung, Kühlleistung und das umfangreiche Zubehör rechtfertigen den recht hohen Preis von knapp 50 EUR.

[BREAK=Prolimatech Megahalems Rev. B]



Technische Daten:
Preis: ca. 43 EUR (Optionales Kit für AMD: ca. 10 EUR)
Maße (BxHxT): 13.0 cm / 15,9 cm / 7,4 cm
Gewicht: ca. 790 g
Lüfter: 120 mm (nicht im Lieferumfang enthalten)
Lüfterdrehzahl: 950 - 1500 1/min
Lüfteranschluss: 4-Pin PWM
Beleuchtung: nein
Aufbau: Turmkühler
Sockel: 775, 1156, 1366 (mit optional erhältlichem Kit: AM2, AM2+, AM3)
Nebengeräusche: keine
Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 120mm Lüfter

Einbau:
AMD: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
Intel: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig

Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste (Spritze PK-1)

Schwierigkeit bei AMD-Systemen: Relativ einfach trotz Backplate. Die Backplate wird hier als erstes verschraubt, dabei kann man aufgrund der Rändelschrauben auf Werkzeug verzichten. Nach der Befestigung der Halterung kann der Kühler mithilfe einer Querstrebe ebenfalls mit Rändelschrauben befestigt werden.


Der Megahalems ist eine kleine Legende und war lange Zeit der unangefochtene Kühler-König. Dabei wirkt er gar nicht so mächtig wie man es erwarten würde. Auch sein Gewicht spielt eher im oberen Mittelfeld mit als im Top-Segment. Trotzdem bietet der Megahalems noch ein paar technische Feinheiten wie zum Beispiel der geteilte Kühlkörper. Zur Mitte hin sind diese noch verjüngt. Letzteres sorgt für einen besseren Luftdurchfluss und damit für eine bessere Kühlung, sowie für ein verringertes Luftrauschen. Die exzellente Verarbeitung des Kühlerbodens trägt ebenfalls zum guten Wärmetransport bei. Sechs Heatpipes tun ihr übriges und sorgen für einen flotten Wärmetransport zu den Kühlfinnen. Des Weiteren wirkt der Megahalems im Aufbau unspektakulär und nicht anders wie viele andere Kühler auf dem Markt. Aber gerade die Einfachheit des Kühlers trägt zur guten Kühlleistung bei.

Prolimatech liefert, wie üblich, keinen eigenen Lüfter mit, so dass wir auf unseren Referenzlüfter zurückgreifen - dem be quiet! UCS Silent Wing. Aufgrund der sehr guten Luftführung des Prolimatech Megahalem, arbeitet der be quiet! UCS Silent Wing deutlich leiser als auf dem Prolimatech Samuel 17, dessen kompakter Aufbau für ein hörbares Luftrauschen sorgt. Damit ist der Prolimatech Megahalems in Verbindung mit dem be quiet! Lüfter, die leiseste Kühlkombination bei voller Lüfterdrehzahl in unseren bisherigen Tests. Allerdings kann der Megahalems sehr gut mit stärkeren Lüftern skalieren.






Fazit
Der König ist tot, lang lebe der König. Zumindest wenn man es nicht ganz so kritisch betrachtet, ist der Prolimatech Megahalems immer noch ein hervorragender Kühler, der sicherlich nicht in die Jahre gekommen ist. Die Leistungskrone musste er aber abgeben. Erstaunlich sind seine Ergebnisse, wenn man sich die Kühlfläche und das Gewicht vor Augen hält, denn rein nach diesen Gesichtspunkten müsste der Prolimatech Megahalems deutlich schwächer ausfallen. Das spricht für die Qualität des Kühlers. Das große „ABER“ kommt für AMD-Nutzer. Aktuell ist der Megahalems für ca. 43 EUR zu haben, dabei fehlt aber eine Sockelhalterung für AMD, was in Anbetracht der Verkaufszahlen von AMD, gerade im Retail-Markt, unverständlich ist. Dieses Kit kostet knappe 10 EUR extra und selbst dann steht man immer noch ohne Lüfter da. Alles in allem und mit einem guten Lüfter, landet man sehr schnell bei einem Gesamtpreis von fast 60 EUR, was dann doch ein sehr stolzer Preis ist. Die guten Kühlleistungen rechtfertigen den Preis in unseren Augen nicht ganz, zumal es etwas unfair wirkt als AMD-Nutzer mehr zahlen zu müssen als ein Intel-Nutzer, welcher eben ca. 10 EUR weniger hinlegen muss, um die guten Kühlleistungen nutzen zu dürfen. Demnach kann das Fazit nur lauten: Für Intel zu empfehlen, für AMD leider, aufgrund des Aufpreises für die fehlende Halterung, nicht.

[BREAK=Spire CoolGate 10 SP983S1-V2]



Technische Daten:
Preis: ca. 20 EUR
Maße (BxHxT): 9,3 cm / 13,1 cm / 8,5 cm
Gewicht: ca. 775 g
Lüfter: 92 mm Rundlüfter (Mit 80 mm Bohrungen)
Lüfterdrehzahl: ? - 2700 1/min
Lüfteranschluss: 3-Pin
Beleuchtung: nein
Aufbau: Turmkühler
Sockel: AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1366
Nebengeräusche: sehr leises Rattern
Art der Lüfterbefestigung: Schrauben (Bohrungen für 80 mm Lüfter)

Einbau:
AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
Intel: Pushpins, Mainboard-Ausbau nicht nötig

Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Spritze

Schwierigkeit bei AMD-Systemen: sehr einfach


Klein und kompakt trifft die Beschreibung am Besten. Der Spire CoolGate 10 löst aktuell seinen Vorgänger CoolGate 9 ab. Die Unterschiede sind überschaubar und beziehen sich eigentlich nur darauf, dass die Heatpipes und der Boden grau eloxiert wurden. Im Grunde ein rein optisches Update. Auffällig ist die Heatpipeführung, welche sehr weit vorne am Kühler ansetzt. Eine mittigere Platzierung wäre effektiver, da sich so die Wärme besser in den Kühlfinnen verteilen könnte. Auffällig wurde dies beim Testen der Zieltemperatur bei 125 W TDP. Obwohl der Kühler eigentlich gleichwertig mit einem Scythe Katana 3 und ähnlichen Kühlern dieser Größe sein sollte, schafft es der Spire CoolGate 10 nicht die angepeilten 55° zu erreichen. Beim anfassen des Kühlkörpers merkt man sehr schnell, dass der hintere Teil des Kühlkörpers spürbar kühler bleibt als der vordere. Das hätte man besser machen können. Die Verarbeitung des Kühlers an sich ist sehr gut und gibt keine Mängel auf.

Der Lüfter ist, wie beim Arctic Cooling Freezer 64 Pro, frei hängend und hat auch dessen Nachteile. Die Luft wird zum Teil vor dem Kühlkörper zur Seite weg gedrückt, so dass hier Leistung schlichtweg verschenkt wird. Ansonsten ist der Lüfter sehr kraftvoll und verursacht kaum relevante Lagergeräusche. Leider lässt sich der Lüfter nur bedingt drosseln, selbst auf 5 V ist der Lüfter kein Leisetreter, wenn auch nicht übermäßig laut. Hier sollte Spire nachbessern und neben hohen Drehzahlen auch sehr niedrige Drehzahlen anbieten.

Etwas andere Wege als üblich geht Spire bei der Lüfterhalterung. Auf Klammern wird verzichtet und auf eine Verschraubung gesetzt. Dem ist nichts Negatives abzugewinnen, allerdings ist es etwas unverständlich warum die Bohrungen lediglich für 80 mm Lüfter ausgelegt sind, wo der Kühlkörper doch eigentlich für 92 mm Lüfter ausgelegt wurde. Der von Spire verwendete 92 mm Lüfter hat zwar die passenden Bohrungen aufgrund seiner runden Bauform, jedoch erschwert Spire so den Lüfter gegen ein anderes Modell zu tauschen.






Fazit
Verstecken muss sich der Spire CoolGate 10 nicht, wirklich hervortreten kann er aber leider auch nicht. Bei 65 W TDP ist er etwas lauter als die Konkurrenz, bei 125 W TDP geht ihm die Puste aus. Lediglich bei 89 W TDP kann er zeigen was in ihm steckt. Hier liefert er sich ein Kopf an Kopf rennen mit den Scythe Katana 3 und dem Xilence 4All.R3. Daher ist der Spire CoolGate 10 leider etwas zwiespältig zu sehen. Mit einem geschlossenen Lüfter könnten die Kühlleistungen schon ganz anders aussehen, ebenso wenn Spire die Heatpipes mittiger anordnen würde. Derzeit schafft es der CoolGate 10 nicht ganz zu überzeugen, ein Fehlkauf wäre er aber nicht.

[BREAK=Spire StarCore SP854S3]



Technische Daten:
Preis: ca. 7 EUR
Maße (BxHxT): 8,1 cm / 7,7 cm / 7,3 cm
Gewicht: ca. 535 g
Lüfter: 80 mm
Lüfterdrehzahl: ? - 2250 1/min
Lüfteranschluss: 3-Pin
Beleuchtung: nein
Aufbau: Top-Blow Kühler
Sockel: 939, 940, AM2, AM2+, AM3
Nebengeräusche: Hochfrequentes Rattern wahrnehmbar
Art der Lüfterbefestigung: Schrauben

Einbau:
AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
Intel: Keine Halterung für Intel vorhanden

Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Spritze

Schwierigkeit bei AMD-Systemen: sehr einfach


Der bisher kleinste Kühler im Test ist sehr unscheinbar. Die Konstruktion erinnert an die vergangenen Tage der Boxed-Kühler und ist doch ein bisschen anders. Der Boden besteht zumindest aus einem Kupferkern und die Finnen laufen nicht in einer Reihe vom Boden nach oben, sondern von der Mitte weg in alle Richtungen. Der Abstand der Finnen zueinander ist mit 3 mm recht hoch und damit ganz anders aufgebaut als bei einem üblichen Boxed-Kühler, bei dem die Finnen meist extrem eng beieinander liegen um eine möglichst große Kühlfläche zu erreichen. Spire möchte hier wohl dafür sorgen, dass schon ein leichter Luftstrom in brauchbaren Kühlleistungen resultiert. Die generelle Verarbeitung ist kritiklos und verdient Lob. Trotz des geringen Preises gibt man sich hier sichtbar Mühe.

Der Lüfter passt leider nicht so ganz zum Kühler. Ein hochfrequentes Rattern ist immer leicht wahrnehmbar. Für sehr Empfindliche ist das sicherlich ein Ausscheidungskriterium, weniger sensible Ohren dürfte das Geräusch aber nicht stören. Insgesamt muss man aber auch hier auf den Preis des Kühlers verweisen: für 7 EUR bekommt man in der Regel lediglich einen guten Lüfter, sicherlich keinen Kühlkörper. Demnach ist dieser Kritikpunkt zu verschmerzen. Schlecht ist der Lüfter trotzdem nicht, denn auch mit über 2000 1/min bleibt der Lüfter leiser als viele andere und er kann recht leise zu Werke gehen. Leider stößt der Kühlkörper an seine physikalischen Grenzen und ist auf einen starken Luftstrom angewiesen.






Fazit
Der kleine Spire ist ein schwacher Kühler, welchen man sicherlich nicht auf eine CPU mit hoher TDP verwenden sollte. 89 W TDP sind in unserem Test seine Grenze und diese schafft er gerade so im unkritischen Bereich zu halten. Warum sollte man sich diesen Kühler also kaufen? Hält man sich nun den Preis vor Augen, die Kühlleistung wie auch Lautstärke bei 65 W TDP, sollte die Frage beantwortet sein. Hier kann der kleine Spire überzeugen. Er ist günstig, kühlt auch an heißen Tagen eine 65 W CPU völlig ausreichend und bleibt dabei noch relativ leise. Ein Boxed Kühler ist hier weit von seiner Leistung entfernt. Daher kann man dem kleinen Spire eine Empfehlung aussprechen wenn man einen günstigen Ersatz sucht und es leiser haben möchte.

[BREAK= Thermaltake ISGC-300]



Technische Daten:
Preis: ca. 35 EUR
Maße (BxHxT): 9,6 cm / 16,1 cm / 12,6 cm
Gewicht: ca. 697 g
Lüfter: 120 mm
Lüfterdrehzahl: 800-1300 1/min
Lüfteranschluss: 3-Pin (Manuelle Lüftersteuerung direkt angeschlossen)
Beleuchtung: nein
Aufbau: Turmkühler
Sockel: AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1366
Nebengeräusche: sehr leises Rattern (siehe Text)
Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 120 mm

Einbau:
AMD: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
Intel: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Spritze, Lüfterklammern für zwei 120 mm Lüfter

Schwierigkeit bei AMD-Systemen: Das Verschraubungssystem ist durchdacht und lässt sich relativ einfach handhaben. Dabei wird erst das Halterungsset am Kühler verschraubt, die Backplate am Mainboard. Das macht die Verschraubung insgesamt angenehmer als wenn man die Backplate direkt mit dem Kühler verschrauben muss damit diese auch hält.


Trotz seiner 16,1 cm Höhe hat Thermaltake viel Kühlfläche verschenkt. Anstatt die Kühlfinnen durchgehend zu verlegen, könnte man meinen, dass Thermaltake hier einfach 2 cm Kühlfläche weggelassen hat, so dass der Lüfter unten frei in der Luft hängt anstatt Luft durch eine Kühlfläche zu schaufeln. Das kommt am Ende zwar den Spannungswandlern zu Gute, verschenkt aber einfach viel Leistung. Warum Thermaltake sich für eine derartige Konstruktion entschieden hat, ist nicht zu verstehen. Eine Kostenfrage kann es kaum gewesen sein, denn Kühlfinnen kosten nur wenige Cent. Hier hätte Thermaltake auch den Weg eines niedrigeren Kühlers gehen können, zum Beispiel mit einem 92 mm Lüfter. Das hätte die Kühlleistung kaum geschmälert, denn die reine Höhe der Finnenanordnung beträgt bescheidene 9,5 cm. Zum Vergleich: ein Prolimatech Megahalems bietet auf einer Höhe von knapp 11,2 cm Kühlfinnen an. Die Konstruktion ist ansonsten einfach, aber effizient gehalten. Ein typischer Turmkühler ohne Spielereien. Thermaltake-typisch ist die Qualität sehr gut.

Die Lüfterblätter des Lüfters haben eine untypische Form und sehen eher wie Paddel aus. Auch die kleinen, scheinbar herausgebrochenen Ecken der Lüfterblätter wirken befremdlich, haben aber einen Zweck: die Ecken sollen dafür sorgen, dass weniger Verwirbelungen an der Kante zustande kommen und so das Luftrauschen gemindert wird. Gleiches gilt für die Form der Lüfterblätter. Das funktioniert in der Praxis recht gut. Einzig das Lager erzeugt ein leichtes Rattern. Im Test kam aber hinzu, dass bei sehr geringer Drehzahl eine Zeit lang ein recht lautes Rattern zustande kam, welches sich aber nach etwa einer Minute wieder legte. Dieser Effekt war aber nicht durchgehend reproduzierbar, so dass wir hier keine endgültige Aussage zum Grund dieses Verhaltens treffen können. Das ist schade, denn eigentlich kann der Lüfter überzeugen. Schade ist auch, dass der Lüfter nur einen 3-Pin Anschluss besitzt. Zwar ist eine manuelle Regelung über den angesteckten Drehschalter möglich, einen sinnvollen praktischen Nutzen hat man damit kaum. Das Kabel des Drehschalters ist schlichtweg zu kurz, um ihn nach draußen zu führen und kann demnach nur bei einem geöffneten Gehäuse wirklich genutzt werden. Auch die Tatsache, dass dieser nur über einen 2-Pin Anschluss verfügt, macht eine weitere Nutzung mit anderen Lüftersteuerungen kaum möglich. Das ist schade, zumal nahezu jedes Board einen 4-Pin PWM Anschluss zur Lüftersteuerung des CPU-Kühlers bietet.






Fazit
Erstaunlich gut schlägt sich der Thermaltake bei den TDP-Klassen bis 89 W. Hier ist er bisher der leiseste Kühler und kann voll und ganz überzeugen. Erst ab 125 W TDP macht sich die geringe Kühlfläche bemerkbar und der Lüfter muss deutlich an Drehzahl zulegen, was in einem recht geräuschvollen Arbeiten resultiert. Hier hätte der Thermaltake ISGC-300 die zusätzliche Kühlfläche dringend benötigt, um weiter an der Spitze zu bleiben. Ein Kritikpunkt ist der Lüfter mit der angeschlossenen manuellen Lüftersteuerung, die in der Praxis nicht wirklich gut nutzbar ist. Hier hätte Thermaltake mit einer Steuerung über Rückblende oder einer normalen 4-Pin PWM Steuerung deutlich mehr Kunden zufrieden gestellt. Es wurde einiges an Potential bei diesem Kühler verschenkt. Trotzdem: wer eine CPU mit zum Beispiel 95 W TDP möglichst leise kühlen möchte, kann hier klar zugreifen. Hier macht der ISGC-300 seine Sache hervorragend. Das Problem mit dem Lüfter-Geräusch dürfte ein Einzelfall sein und kein grundsätzliches Phänomen.

[BREAK=Kühlleistungen bei 65 W TDP]

Raumtemperatur 28 °C

5 V Lüfterspannung




7 V Lüfterspannung



12 V Lüfterspannung


[BREAK=Kühlleistungen bei 89 W TDP]

Raumtemperatur 28 °C

5 V Lüfterspannung



7 V Lüfterspannung



12 V Lüfterspannung



[BREAK=Kühlleistung bei 125 W TDP]
Raumtemperatur 28 °C

5 V Lüfterspannung




7 V Lüfterspannung



12 V Lüfterspannung


[BREAK=Kühlleistung bei 140 W TDP]

Raumtemperatur 28 °C


5 V Lüfterspannung




7 V Lüfterspannung



12 V Lüfterspannung


[BREAK=Lautstärke 5 V, 7 V und 12 V Lüfterspannung]






[BREAK=Lautstärke bei Zieltemperatur 55 °C]
Umgebungstemperatur 28 °C


Lautstärke bei 65 W TDP




Lautstärke bei 89 W TDP



Lautstärke bei 125 W TDP



Lautstärke bei 140 W TDP



[BREAK=Fazit]


Erstaunlicherweise stellen der teuerste und günstigste Kühler das beste Gesamtpaket dar. Der Spire Starcooler kann hier schlichtweg aufgrund seines Preises punkten und erzielt in kleinen TDP-Klassen gute Werte ohne dabei laut zu werden. Reserven bietet der Kühler allerdings nicht, was man in Anbetracht des Preises aber auch nicht erwarten durfte. Das Corsair H50 kann nicht unbedingt aus reiner Leistung überzeugen, die Kompaktheit des Kühlers macht ihn jedoch sehr interessant für kleine Gehäuse. Damit ist er aktuell ziemlich einzigartig, wenn hier nicht mittlerweile ein weiterer Hersteller, CoolIT, mit ähnlichen Kühlern den europäischen Markt zu erobern versucht. Aber auch Corsair schläft nicht und bietet inzwischen mit dem Corsair H70 ein neues und leistungsstärkeres Kühlsystem an, welches mit einem dickeren Radiator und einem flacheren Kühlblock (gleichzeitig auch Pumpe) daher kommt. Der Kampf in diesem recht neuem Marktsegment bleibt spannend und wir bleiben natürlich dran.

Aber wir wollen nicht die weiteren Kühler vergessen. Der Prolimatech Megahalems kann im Test ebenfalls überzeugen. Trotz seines Alters kann er es mit nahezu jedem Kühler aufnehmen und erreicht trotz Silent-Lüfters sehr gute Werte. Wer einen stärkeren Lüfter verwenden möchte, würde sicherlich eine höhere Leistung erzielen können. Klar geschlagen geben muss er sich dann nur dem Noctua D14, welcher mit stärkeren Lüftern ebenfalls bessere Leistungen erzielen könnte. Wehrmutstropfen bleibt eben der Aufpreis für AMD-Nutzer, die eine separate Halterung für knappe 10 EUR dazu kaufen müssen, um den Kühler nutzen zu können.

EKL bietet mit dem Alpenföhn Matterhorn ein sehr rundes Paket an. Man bekommt hier viel Leistung, ein umfangreiches Zubehör und die Möglichkeit alle Leistungsbereiche abzudecken. Egal ob man es extrem leise möchte, oder sehr leistungsstark. Aber selbst wenn man es Leistungsstark haben will, muss der EKL Alpenföhn Matterhorn keinesfalls laut werden. Einen Grund der gegen den Kauf dieses Kühlers sprechen könnte, würde man lediglich finden, wenn die kühlende CPU eine recht niedrige TDP-Klasse aufweist, welche unterhalb von 89W liegt. Denn damit könnte man diesen Kühler in keinster Weise fordern.

Der Spire Coolgate 10 enttäuscht etwas. Er unterliegt in der Gesamtansicht den preislichen Konkurrenten und ist nur bedingt zu empfehlen. Ein Fehlkauf ist er sicherlich nicht verglichen mit einem Boxed Kühler, aber es gibt auch keinen Grund ihn einem anderen Kühler direkt vorzuziehen. Ähnliches gilt für den Thermaltake ISCG-300, der sich bis 89 W TDP grandios in Szene setzt, dann aber aufgrund seiner künstlich verkleinerten Kühlfläche stark an Leistung verliert und nur noch ein hoch drehender Lüfter für eine gute Kühlleistung sorgen kann.

Artikel im Forum kommentieren...
Weitere Artikel...