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    6 Kühler für unter 26 EUR im Test


    In diesem Roundup widmen wir uns Kühlern des niedrigen Preissegments. 26 € stellen hier unser Maximum dar. Wir haben auch versucht einige Wünsche unserer Leser zu berücksichtigen soweit es uns möglich war. Deshalb finden sich in diesem Test der Thermaltake TR2-R1 und der Cooler Master Hyper TX3 wieder. Der Thermaltake ist auf Wusch des Users Zidane mit dabei und wurde auch von ihm gestellt, während der Cooler Master Hyper TX3 schon länger von einigen Lesern gewünscht war. Auch ein Boxed Kühler fand endlich den Weg über unser Testsystem. Nach dem unser erstes Modell noch einen eigenen Tempsensor mit sich brachte, der eine genaue Messung unmöglich machte, hat das Modell des AMD Phenom II X6 1055T keinen Sensor mehr. Hier darf man aber nicht vergessen, dass AMD drei unterschiedliche Modelle des Boxed Kühlers hat und dieses das stärkste Modell darstellt. Während unser Modell für 125 W TDP zugelassen ist und mit zwei Heatpipes daher kommt, bieten die Boxed-Kühler der niedrigen TDP-Klassen keine Heatpipes, sondern bestehen aus Alu-Blöcken. Ein Modell ist für bis zu 95 W TDP zugelassen, das kleinere Modell für bis zu 65 W TDP. Die teuersten Modelle sind der Akasa X4 und der Gelid Tranquillo. Beide kratzen an der 26 € Marke.

    In diesem Roundup werden wir zwei positive Überraschungen erleben. Kühler, die mehr leisten, als ihr Preis eigentlich vermuten lässt. Auch der Boxed-Kühler mag vielleicht ein wenig überraschen, wer weiß. Allgemein zeigt sich nach nun mehr 38 getesteten Kühlern, dass günstige Modelle durchaus mit gutem Gewissen zu empfehlen sind, sofern man diese nicht gerade auf Hochleistungsprozessoren setzen möchte, die eine hohe TDP mit sich bringen.

    Da wir mittlerweile doch eine ganze Reihe an Kühlern getestet haben und man langsam den Überblick verlieren kann, fügen wir hier und in allen kommenden Tests eine Tabelle ein. Auf dieser Tabelle sind die wichtigsten Informationen wie auch direkte Links zu den Tests eingefügt. Wir wünschen allen viel Spaß beim lesen.

    Danksagungen
    Unser Dank gilt den jeweiligen Herstellern wie auch Caseking für die Bereitstellung der Testsamples. Auch dem User Zidane ein Dankeschön für die Bereitstellung des Thermaltake Kühlers. [BREAK=Testsystem]

    Die Konfiguration unseres Testsystems war ein langwieriger Prozess, was vor allem an der Auswahl der CPU lag. Die ursprünglichen Test-CPUs zeigten fehlerhafte Temperaturangaben. "Inaccurate Temperature Measurement", Erratum #319 lässt grüßen, zumindest was das C2-Stepping betrifft. C3 sollte davon eigentlich nicht betroffen sein laut AMD Revision Guide, was wir hier allerdings nicht bestätigen können. Vorwiegend durch diesen Umstand wurde die Fertigstellung des ersten Roundups verzögert. Die endgültige Test-CPU wurde ein AMD Athlon 64 X2 6400+ Black Edition mit dem guten alten 90 nm F3-Stepping - das letzte, bei dem die internen Dioden noch verlässliche Werte lieferen, ehe die Probleme mit dem K8 G1-Stepping begannen - mit dem wir sämtliche TDP-Klassen simulieren können.

    Unser Testsystem:
    AMD Athlon 64 X2 6400+ BE
    ASRock 780GXH/128
    2 x 1 GB MDT DDR2-800
    BeQuiet L7 350W
    Wärmeleitpaste: Arctic Cooling MX-2


    Wie wir die TDP-Klassen simulieren
    140 W TDP = 3,2 Ghz bei 1,55 V
    125 W TDP = 3,2 Ghz bei 1,45 V
    89 W TDP = 2,6 Ghz bei 1,35 V
    65 W TDP = 2,2 Ghz bei 1,20 V

    Die Lautstärke messen wir mit einem dB(A)-Messgerät aus einem frontalen Abstand zum Lüfter von 1 cm. Kühler, deren Lüfter in der Mitte angebracht sind, werden aus 1 cm vor den Kühllamellen bemessen. Kühler mit Doppellüfter, messen wir vor dem vorderen Lüfter. Daher erscheinen die Werte mit im Schnitt über 40 dB(A) recht hoch. Allerdings verfügen wir leider nicht über einen schallisolierten Raum und können nur so Nebengeräusche weitestgehend ausschließen. Anzumerken ist hier aber, dass in einem subjektiv völlig lautlosen Raum immer noch 35 dB(A) gemessen werden. Hier sollte man bedenken, dass Hersteller in schallarmen Räumen üblicherweise aus ca. 1 m Entfernung ihre Lüfter frei schwebend messen. Das sind allerdings keine realistischen Werte, die man auf die Praxis beziehen kann.

    Als kleine Hilfe kann man sich zur Orientierung folgendes vor Augen halten, wenn man ein geschlossenes Gehäuse verwendet:

    < 40 dB(A) - nicht wahrnehmbar
    40-42 dB(A) - extrem leise
    42-44 dB(A) - leicht wahrnehmbar
    44-46 dB(A) - leise aber hörbar
    46-48 db(A) - hörbar
    48-50 dB(A) - deutlich wahrnehmbar
    > 50 dB(A) - laut

    Wer extrem geräuschempfindlich ist, wird auch mit einer Lautstärke von 39 dB(A) nicht so wirklich glücklich sein. Insgesamt ist es immer von der subjektiven Wahrnehmung abhängig, wie stark man eine gewisse Lautstärke empfindet. Allgemeingültig ist diese Orientierungshilfe nicht, spiegelt aber grob das allgemeine Empfinden wider.

    Die Umgebungstemperatur beträgt bei den Messungen 28°C. Das erscheint recht viel, ist aber bei einem offenen Testaufbau - wie wir ihn verwenden - realistischer mit einem geschlossenem Gehäuse zu vergleichen. Sommerliche Wetterverhältnisse treiben die Temperaturen in den Gehäusen noch höher, weshalb wir empfehlen immer eine Reserve von ca. 5°C zu addieren.

    Die Messungen der Zieltemperatur sind langwierig, geben aber einen Wert wieder, der am interessantesten sein dürfte. Im Zeitalter der PWM-Steuerung, welche sich oft an einer Zieltemperatur orientiert, zeigt eben dieser Test, was Kühler wirklich können. Da nicht jeder Lüfter eine PWM Steuerung mit sich bringt, verwenden wir eine Lüftersteuerung die den Lüfter exakt so regelt, dass eine Temperatur von 55°C gehalten wird. Bleibt diese Temperatur dann tatsächlich konstant, wird die Lautstärke ermittelt. So kann man gut vergleichen, welcher Kühler welche TDP-Klasse leise kühlen kann. Da hochwertige Lüfter natürlich kleine TDP-Klassen sehr gut kühlen können und oft die 55°C gar nicht erst erreicht werden, notieren wir hier immer die erreichte Maximaltemperatur separat in der Tabelle. Natürlich wird auch der geringste gemessene Lautstärkenwert in die Tabelle eingetragen. [BREAK=Akasa AK-968 X4]



    Technische Daten:
    Preis: ca. 26 €
    Maße (BxHxT): 10,9 cm / 13,5 cm / 9 cm
    Gewicht: ca. 458 g
    Lüfter: 92 mm
    Lüfterdrehzahl: 600-2500 1/min
    Lüfteranschluss: 4-Pin
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Turmkühler
    Sockel: 939, AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1366
    Nebengeräusche: sehr leises Surren und Klackern
    Art der Lüfterbefestigung: spezielle Klammerung

    Einbau:
    AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
    Intel: Pushpins, Mainboard-Ausbau nicht nötig

    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einem Tütchen

    Schwierigkeit bei AMD-Systemen: sehr einfach


    Das Design des Akasa X4 ist schlicht und bietet keine technisch interessanten Elemente. Die Finnen besitzen auf der Lüfterseite lediglich eine gewellte Form. Diese soll - wie auch bei Noctua - das Eindringen der Luft zwischen die Finnen erleichtern und für weniger Verwirbelungen sorgen. Die abgerundete Form am Heck der Finnen hat keinen praktischen Nutzen und dient lediglich der Optik. Die mittlere U-Heatpipe ist etwas enger angelegt, was der besseren Wärmeabgabe in die Finnen zugute kommt. Interessant ist, dass die Finnen erst recht weit über dem Boden anfangen. Akasa hätte hier etwa 1 cm bei der Höhe einsparen können ohne auf Kühlleistung verzichten zu müssen. Eine Änderung der Halterung wäre ebenfalls nicht notwendig. Allerdings hätte man insgesamt 6 cm an Heatpipelänge einsparen und dadurch auch eine kleinere Verpackung verwenden können. Kostenersparnisse, die man sicherlich im Preis hätte wiederfinden können. Die Verarbeitung ist ordentlich, wenn auch nicht wirklich gut. Die Finnen lassen sich leicht verbiegen und der gesamte Kühler wirkt leicht verzogen. Bei genauerer Betrachtung scheinen die Heatpipes nicht ganz im 90° Winkel nach oben zu stehen. Ob das beabsichtigt ist oder nicht, können wir nicht sagen. Einen Sinn hätte die Neigung allerdings nicht, dazu ist sie zu gering.

    Die Lüfterhalterung besteht aus einem großen Block mit einem Klammersystem für 80 mm Lüfter. Akasa montiert hier aber einen 92 mm Rundlüfter, welcher in jedes 80 mm Haltesystem passt. Ähnliche Rundlüfter findet man aktuell sehr häufig bei 140 mm Lüftern, die in Haltesysteme für 120 mm Lüfter passen. Die Halterung selbst umschließt den kompletten vorderen Teil des Kühlblocks und hält den Lüfter etwa 0,5 cm vor den Kühlfinnen. Durch diesen geschlossenen Rahmen und dem Abstand wird in dem Zwischenraum ein Luftdruck aufgebaut, der sich über die gesamte vordere Fläche des Kühlers verteilt und so auch überall zwischen die Finnen fließt. Dies steigert die Kühlleistung gegenüber einem normal aufgesetzten Lüfter, welcher eben nur im Kreisrahmen der Lüfterblätter Luft durch die Finnen drückt. Einen großen Unterschied macht es allerdings nicht. Der Rahmen lässt sich entfernen, da er einfach nur am Kühler mit Plastiknippeln festgeklammert ist. Nach dem Entfernen ist gut zu erkennen, dass man am Kühlkörper auch normale Halteklammern für 92 mm Lüfter anbringen kann.

    Der Lüfter selbst erreicht sehr hohe Drehzahlen und kann dementsprechend sehr laut werden. Das Lager gibt ein hörbares Surren und Klackern von sich, welches schon bei mittleren Drehzahlen ein begleitendes Geräusch zum Luftrauschen ist. Der Lüfter kann aber auch recht leise agieren und erfreut mit einer genügsamen Lautstärke bis 89 W TDP. Darüber hinaus muss der Lüfter recht hoch drehen und wird bei 125 W TDP unangenehm laut. Ein Manko ist die leichte Unwucht des Lüfters, welche in sich in Vibrationen widerspiegelt, die sich aber noch in Grenzen halten.






    Fazit
    Der Akasa X4 ist zu teuer für das was er bietet und leistet. Akasa krankt leider an seinen Lüftern, die bisher nicht wirklich überzeugen konnten. Ähnliches werden wir auch bei einem Kühler im kommenden Roundup erleben. Schade ist auch, dass die Qualität leider nicht ganz optimal ist, wenn auch nicht schlecht. Es gibt bessere Lüfter in seiner Preisklasse, sodass der Kühler nur bedingt zu empfehlen ist. Die Kühlleistung an sich kann aber überzeugen, denn kühlen kann man damit jede CPU, die aktuell verkauft wird, und die Temperatur bleibt dabei immer im unkritischen Bereich. Wem Lautstärke egal ist, kann mit dem Kühler jede CPU begrenzt übertakten.[BREAK=AMD Boxed X6 1055T]



    Technische Daten:
    Preis: -
    Maße (BxHxT): 9,5 cm / 6,3 cm / 9,2 cm
    Gewicht: ca. 370 g
    Lüfter: 65 mm
    Lüfterdrehzahl: 4500 1/min
    Lüfteranschluss: 4-Pin
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Top-Blow Kühler
    Sockel: AM2, AM2+, AM3
    Nebengeräusche: starkes Surren
    Art der Lüfterbefestigung: Die komplette Plastikabdeckung dient als Lüfterhalterung

    Einbau:
    AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
    Intel: nicht möglich
    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste voraufgetragen

    Schwierigkeit bei AMD-Systemen: sehr einfach


    Aktuell wird der AMD Boxed-Kühler von AVC hergestellt. Ebenso die Modelle für die kleineren TDP-Klassen. Während sich die Unterschiede zwischen dem Modell für bis zu 65 W TDP und dem Modell bis 95 W TDP lediglich auf die Größe des Kühlblocks beschränken, ist das Modell bis 125 W TDP gänzlich anders aufgebaut. Die Bodenplatte besteht aus reinem Kupfer, auf der zwei Heatpipes aufliegen. Die Verarbeitung des Bodens ist bescheiden und sehr rau. Darüber hinaus sind die Heatpipes senkrecht nach oben angeordnet und liegen sehr eng beieinander. Ein klares Anzeichen dafür, dass der Kühler auf sehr hohen Luftdurchsatz ausgelegt ist. Auch ein deutliches Anzeichen dafür sind die Heatpipes. Sie gehen seitlich aus dem Kühlblock hinaus und führen erst sehr weit oben wieder in den Kühler hinein. Dadurch wird die Wärme direkt unterhalb des Lüfters und damit im Bereich des stärksten Luftstroms abgegeben. Einfach aber effektiv. An den Seiten der Heatpipes ist die Plastikabdeckung mit dem Lüfter überstehend. Dadurch soll ein Luftstrom seitlich am Kühler entstehen, welcher die Heatpipes vor kühlt und auch zum Chipsatz einen Luftstrom erwirkt.

    Der kleine 65 mm Lüfter ist eine wahre Turbine. Selbst gedrosselt mehr als deutlich hörbar und im Grunde kaum leise zu bekommen. Ein hohes Surren gesellt sich noch zum hohen Luftrauschen, den der Lüfter erzeugt. Die Drehzahl ist mit über 4000 1/min aberwitzig und weit ab von den Drehzahlen anderer Lüfter, die bei Kühlern dabei sind. Die Halterung des Lüfters ist sehr speziell und erlaubt es nicht andere Lüfter zu montieren. Wer dies wünscht muss basteln. Die Ausnahme wären andere 65 mm Lüfter, die man in die Plastikabdeckung klammern könnte. Jedoch ist die Auswahl an solchen Lüftern sehr begrenzt bis kaum vorhanden.





    Fazit
    Der Boxed-Kühler leistet das was er soll: er kühlt eine CPU der 125 W TDP-Klasse immer so weit, dass sie im unkritischen Bereich bleibt. Die Lautstärke spielt hierbei keine Rolle. Der Boxed-Kühler ist in keinem Fall als leise zu bezeichnen, weder im Idle-Betrieb und schon gar nicht unter Last. Wer sich an der Lautstärke nicht stört und eine sichere Kühlung haben möchte, kann beim Boxed-Kühler bleiben. Wer auch nur ein bisschen Wert auf die Lautstärke legt, sollte zu einem anderen Kühler greifen.[BREAK=Cooler Master Hyper TX3]



    Technische Daten:
    Preis: ca. 14 €
    Maße (BxHxT): 9 cm / 13,9 cm / 7,6 cm
    Gewicht: ca. 470 g
    Lüfter: 92 mm
    Lüfterdrehzahl: 800-2800 1/min
    Lüfteranschluss: 4-Pin
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Turmkühler
    Sockel: 754, 939,AM2, AM2+, AM3, 775, 1156
    Nebengeräusche: leises Surren
    Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 92 mm

    Einbau:
    AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
    Intel: Pushpins, Mainboard-Ausbau nicht nötig

    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Spritze

    Schwierigkeit bei AMD-Systemen: sehr einfach


    Die kompakte Größe und der sehr geringe Preis machen den Cooler Master Hyper TX3 zu einem beliebten Kühler. Zuerst sollte man sich noch einmal den Preis vor Augen halten, denn mit nur ca. 14 € kann man nicht allzu viel erwarten. Und doch, Cooler Master hat ein paar kleine Überraschungen parat. Zum einen ist die Anzahl der Heatpipes hervorzuheben. Drei Stück findet man in dieser Preisklasse nur sehr selten, zumal diese per Direct Touch auf der CPU liegen. Letzteres kostet Cooler Master Lizenz-Gebühren, welche man allgemein gerne vermeidet. Auch bei der Halterung hat sich Cooler Master etwas einfallen lassen. Während üblicherweise die meisten CPU-Kühler mit einer Klammer als Halterung nur so montiert werden können, dass der Lüfter nur nach oben blasen kann, lässt sich der Hyper TX3 in alle Richtungen drehen. Die Klammer hat ein abnehmbares Ende, wodurch man diese zwischen die Heatpipes hindurch stecken kann. Simpel, aber oft ist das Einfachste das Beste. Die Verarbeitung des Kühlers ist im akzeptablen Rahmen. Auch hier sollte man sich wieder den Preis vor Augen führen. Die Finnen sitzen nicht 100%ig gleich und der Boden zeigt die typischen Rillen zwischen den Heatpipes und dem restlichen Boden.

    Cooler Master legt einen 92 mm Lüfter bei, welcher an den Ecken des Rahmens kleine Schaumstoffauflagen besitzt. Diese sollen den Lüfter ein wenig entkoppeln, was bei hohen Drehzahlen auch nötig ist. In geringen Drehzahlen ist der Lüfter sehr leise und Nebengeräusche seitens des Lagers treten kaum bis gar nicht auf. Lediglich ein leises Surren macht sich bemerkbar. Der weitläufige Drehzahlbereich sorgt in Verbindung mit dem Kühler für akzeptable Temperaturen bei jeder CPU auf dem Markt. Dadurch ist Cooler Master immer auf der sicheren Seite. Bei sehr hohen Drehzahlen macht sich allerdings noch eine recht hohe Vibration bemerkbar. Diese wird durch die schon genannten Schaumstoffpolster etwas gemindert.






    Fazit
    Der Cooler Master Hyper TX3 ist ein gelungenes Paket. Gute geregelt kann der Kühler sehr leise arbeiten und so CPUs mit einer TDP-Klasse von bis zu 89 W sehr leise kühlen. Erst darüber wird der Lüfter langsam aufdringlich und muss an Drehzahl und folglich an Lautstärke zulegen. Wirklich nervig wird er dann aber noch nicht, nur gut hörbar. An seine absolute Grenze stößt er bei uns in der 140 W TDP-Klasse. Hier muss der Lüfter voll aufdrehen und mit über 66 db(A) vor sich hin brüllen. Trotzdem schafft er es die CPU auch hier gerade so im unkritischen Bereich zu halten und sogar unsere Zieltemperatur von 55° zu erreichen. Der Cooler Master Hyper TX3 schlägt seinen preislichen Konkurrenten, den Arctic Cooling Freezer 64 Pro, in absolut allen Bereichen und dies teils überdeutlich. Für kleines Geld ist der Cooler Master Hyper TX3 ein kleines Kraftpaket das auch sehr leise zu Werke gehen kann. Eine absolute Empfehlung.[BREAK=Gelid Tranquillo]



    Technische Daten:
    Preis: ca. 24 €
    Maße (BxHxT): 7,4 cm / 15,3 cm / 12,5 cm
    Gewicht: ca. 645 g
    Lüfter: 120 mm
    Lüfterdrehzahl: 750-1500 1/min
    Lüfteranschluss: 4-Pin
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Turmkühler
    Sockel: 754, 939, 940, AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1366
    Nebengeräusche: sehr leises Rattern und Surren
    Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 120 mm

    Einbau:
    AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
    Intel: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Spritze, Gelid Aufkleber

    Schwierigkeit bei AMD-Systemen: Sehr einfach


    Auf den ersten Blick wirkt der Gelid Tranquillo nicht anders als sehr viele andere Turmkühler am Markt. Erst auf den zweiten Blick stellt man die kleinen Feinheiten fest, welche für die sehr gute Kühlleistung sorgen. Die Seiten des Kühlers sind zum größten Teil geschlossen. Das sorgt für einen durchgehenden Luftstrom im Kühler, da seitlich keine Luft verloren geht. Letzteres ist ein Manko vieler Kühler und kann einiges an Leistung kosten. Dabei ist es produktionstechnisch ein leichtes die Ränder zu falzen und damit auch zur gesamten Stabilität der Finnenkonstruktion beizutragen. Die Finnen selbst haben ebenfalls eine durchdachte Form. Der ganze Kühlkörper hat eine leichte V-Form, wodurch der Luftstrom optimiert wird. Während die meisten Lüfter mit einem Rückfluss der Luft aufgrund des Widerstandes bei den Finnen kämpfen müssen, sorgt die V-Form dafür, dass die Luft in die Mitte ausweichen kann und hier der Luftdruck steigt. Dadurch wird die Luft aber - sobald sie zwischen die Finnen gelangt - wieder V-Förmig nach außen gedrückt. Eine einfache aber effektive Technik, um den Luftstrom möglichst optimal über die gesamte Kühlfläche zu verteilen. Damit nach oben möglichst wenig Luft verloren geht, packt Gelid einen geschwungenen Deckel darauf. Die Unterseite der V-Form bleibt aber offen und kann somit ein wenig Luft zu den Spannungswandlern befördern und die kleinen Finnen des Kühlerbodens mit Luft befächern. Alles in allem eigentlich Kleinigkeiten, die aber den günstigen Gelid Tranquillo zu einer sehr guten Leistung verhelfen. Zum Abschluss bleibt noch die Verarbeitung, die sicherlich nicht auf dem Niveau von Prolimatech oder Noctua steht, aber alles in allem als gut zu bezeichnen ist. Trotz allem Positiven: ist es schade, dass es Gelid versäumt hat für AMD eine Halterung zu entwickeln, welche es erlaubt, den Kühler nach hinten blasend zu montieren.

    Der beiliegende Lüfter arbeitet in einem recht hohen Drehzahlbereich und kann damit individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Dabei kann der Gelid Lüfter durchaus sehr leise zu Werke gehen. Trotz der Möglichkeit zur geringen Lautstärke, verursacht der Lüfter eine recht eigene Geräuschkulisse. Neben dem Luftrauschen - wie bei allen anderen Lüftern auch - gesellt sich zudem ein Surren. Dieses Surren entspricht immer ziemlich exakt dem Luftrauschen und erzeugt so eine recht einzigartige Geräuschkulisse, die aber nie aufdringlich oder störend ist. Positiv fällt auf, dass der Lüfter kaum Vibrationen erzeugt, gleich bei welcher Drehzahl er betrieben wird.






    Fazit
    Das Gesamtpaket "Gelid Tranquillo" kann voll und ganz überzeugen. Die Kühlleistung ist für diese Preisklasse extrem hoch, ohne dabei laut werden zu müssen. Während sich seine preislichen Kontrahenten mit schnell drehenden Lüftern behelfen müssen, um brauchbare Kühlleistungen in den höheren TDP-Klassen zu erreichen, bleibt der Gelid Tranquillo deutlich ruhiger. Genau betrachtet, schlägt sich der Gelid nicht mit seinesgleichen, sondern greift direkt Kühler an, die preislich in einer völlig anderen Gewichtsklasse spielen. Abgesehen von der falschen Ausrichtung des Kühlers auf AMD Systemen, was leider viele vom Kauf abschrecken wird, ist der Gelid Tranquillo einer der wenigen Kühler, die wir uneingeschränkt empfehlen können. Für 24 € bekommt man aktuell nirgends so viel Leistung wie beim Gelid Tranquillo.[BREAK=Thermaltake TR2-R1]



    Technische Daten:
    Preis: ca. 8 €
    Maße (BxHxT): 10,2 cm / 8,4 cm / 12,2 cm
    Gewicht: ca. 480 g
    Lüfter: 92 mm
    Lüfterdrehzahl: 1300 1/min
    Lüfteranschluss: 3-Pin
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Top-Blow Kühler
    Sockel: 754, 939, 940, AM2, AM2+, AM3 (Für andere Sockel gibt es separate Varianten des Kühlers)
    Nebengeräusche: leises Schleifen und hörbares Rasseln
    Art der Lüfterbefestigung: Spezielle Verschraubung für 92 mm Lüfter (siehe Text)

    Einbau:
    AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
    Intel: in dieser Version, nicht möglich
    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste ist voraufgetragen

    Schwierigkeit bei AMD-Systemen: sehr einfach


    Der Kühlkörper ist sehr einfach aufgebaut und aus einem Block gefertigt. Der Kühlerboden ist recht dick und kann die Wärme nur schlecht weiter leiten, zumal es nicht gerade viele Kühlfinnen gibt. Die Finnen selbst sind ebenfalls relativ dick. Dünnere Lamellen und eine höhere Anzahl wären optimal. Auch wäre es von Vorteil, wenn man den Boden dünner gestaltet hätte. Die gesamte Konstruktion wirkt recht veraltet und ist in dieser Form schon seit den AMD K8 Zeiten bei anderen Herstellern kaum noch zu finden. Lediglich für OEM-Systeme werden Kühler dieser Art noch recht häufig als Ersatz für Boxed-Kühler verwendet. Die Verarbeitung ist insgesamt gut. Leider ist der Boden nicht perfekt geschliffen, sondern fühlt sich recht rau an.

    Der verwendete Lüfter ist kein typischer 92 mm Lüfter, sondern kommt mit einer Bauhöhe von 38 mm anstatt der üblichen 25 mm daher. Durch die größeren Lüfterblätter kann so mit einer geringeren Drehzahl mehr Luft geschaufelt werden. Der frei hängende Lüfter hat aber hier nicht den typischen Nachteil wie andere Modelle. Durch eine wellenförmige Umrandung in passender Höhe wird keine Luft zur Seite weggedrückt. Das ist positiv für den Luftfluss. Der Lüfter selbst arbeitet sehr leise, schleift und rasselt aber. Er bietet auch nur eine sehr geringe maximale Drehzahl und scheint auch nicht dafür konzipiert worden zu sein sich gut regeln zu lassen. Einerseits startet der Lüfter bei 5 V gar nicht erst und bei 7 V ist die Drehzahl schon sehr gering. Der Lüfter ist verschraubt, allerdings sind die Bohrungen für kleinere Schrauben gedacht als man diese üblicherweise bei 92 mm Lüftern verwendet. Daher kann man einen anderen 92 mm Lüfter nicht so einfach befestigen und man muss hier Unterlegscheiben verwenden, damit die Schrauben nicht durch die Bohrungen hindurch rutschen. Insgesamt hätte man mit höheren Drehzahlen bessere Temperaturen erreichen können ohne die Lautstärke zu sehr anheben zu müssen.






    Fazit
    Der kleine Thermaltake ist lediglich für CPUs bis 65 W TDP ausreichend. Darüber hinaus ist es nicht mehr möglich die CPU in jedem Fall im unkritischen Bereich zu halten. Die gesamte Kühlerkonstruktion, einschließlich des Lüfters, ist dafür einfach zu schwach. Der Spire StarCore kostet ähnlich wenig und schafft insgesamt bessere Ergebnisse. Jedoch ist jedem zu empfehlen, ein paar Euro drauf zu legen um einen gute allgemeine Kühlleistung zu gewährleisten, einschließlich einer durchgehend geringeren Lautstärke. Wer allerdings nur einen Ersatz für seinen Boxed-Kühler sucht und nur eine 65 W oder gar 45 W CPU sein eigenen nennt, kann zugreifen. Für höhere TDP-Klassen ist der Thermaltake TR2-R1 nicht geeignet.[BREAK=Xigmatek Nepartak]



    Technische Daten:
    Preis: ca. 26 €
    Maße (BxHxT): 10 cm / 13,4 cm / 6,3 cm
    Gewicht: ca. 644 g
    Lüfter: 92 mm
    Lüfterdrehzahl: 1200-2800 1/min
    Lüfteranschluss: 4-Pin
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Turmkühler
    Sockel: AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1366
    Nebengeräusche: leises Klackern und hohes Surren
    Art der Lüfterbefestigung: Gumminippel

    Einbau:
    AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
    Intel: Pushpins, Mainboard-Ausbau nicht nötig

    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einem Tütchen

    Schwierigkeit bei AMD-Systemen: sehr einfach



    Xigmatek stattet den Nepartak mit 8 mm Heatpipes aus, was recht außergewöhnlich ist für Kühler, die auf 92 mm Lüfter zugeschnitten sind. Wie üblich bei Xigmatek sind die Heatpipes per Direct Touch angebunden. Der Wärmetransport sollte demnach deutlich über Modellen mit 6 mm Heatpipes liegen. Allerdings muss sich die Wärme auf einer recht geringen Fläche verteilen, da die Finnen keine wirklich große Kühlfläche bieten. Zumindest im Verhältnis zu der theoretischen Leistung der Heatpipes. Seitlich sind die Finnen nach unten abgeknickt, wodurch der Eindruck entsteht, die Finnen seien generell nach hinten abfallend aufgebaut. Xigmatek wirbt mit dieser Technik für einen besseren Luftfluss. Einen praktischen Effekt konnten wir aber nicht erkennen und auch nicht erklären. Die seitlich entweichende Luft wird nun schlichtweg etwas nach unten gedrückt. Allerdings nicht so stark, dass irgendwelche Bauteile einen Nutzen davon hätten. Auch die eingebrachten Löcher in diesen schrägen Seiten haben lediglich einen optischen Effekt. Die Verarbeitung des Bodens ist wieder nicht optimal. Der Boden ist nicht völlig eben und die Heatpipes schließen nicht perfekt mit dem restlichen Boden ab. Warum dies anscheinend ein generelles Problem des Erfinders der Direct Touch Technik ist, bleibt uns verschlossen. Zumal es sich nachteilig auf die Kühlleistung auswirkt. Ansonsten ist die Verarbeitung gut und gibt keine Makel auf.

    Der Lüfter wird mit Gumminippeln befestigt, die alle Vibrationen des Lüfters gut auffangen. Diese Nippel sind allerdings nur schwer an den Kühler zu bekommen und verbiegen oft die Kühllamellen ein wenig. Nicht tragisch, aber etwas ärgerlich. Der Lüfter selbst kann von nahezu lautlos bis sehr laut werden und lässt sich so gut nach Bedarf regeln. Auffällig ist die extrem geringe Lautstärke bei minimaler Drehzahl. Jedoch kann man diese nur bei einer CPU mit maximal 65W TDP wirklich nutzen. Darüber hinaus braucht der Kühlkörper einen höheren Luftstrom um die geringe Kühlfläche zu kompensieren. Bei höheren Drehzahlen fällt ein leichtes Klacker aber vor allem ein recht hochfrequentes Surren auf. Letzteres ist auf Dauer recht unangenehm anzuhören. Im niedrigeren bis mittleren Drehzahlbereich fallen diese Geräusche allerdings komplett weg und man kann kein Lagergeräusch mehr wahr nehmen außer dem Luftrauschen.






    Fazit
    Der Xigmatek Nepartak ist leider kein besonders herausragendes Gesamtpaket. Die 8 mm Heatpipes wirken eindrucksvoll, verpuffen aber an der geringen Kühlfläche und dem etwas unsauber verarbeiteten Boden. Die Kühlleistung ist für diese Preisklasse gut, wird aber durch eine hohe Lautstärke erkauft. Wirklich leise kann der Xigmatek Nepartak, wie viele Kühler mit 92 mm Lüftern, nur bis zu einer TDP-Klasse von 89 W arbeiten. Darüber hinaus, und wiederum typisch für diese Art von Kühlern, braucht man höhere Drehzahlen, die sich wiederum in einer höheren Lautstärke niederschlagen. Zu guter Letzt bleibt ein Kühler der alles kann, aber in nichts herausragt.[BREAK=Kühlleistungen bei 65 W TDP]

    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung




    7 V Lüfterspannung



    12 V Lüfterspannung


    [BREAK=Kühlleistungen bei 89 W TDP]

    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung



    7 V Lüfterspannung



    12 V Lüfterspannung



    [BREAK=Kühlleistung bei 125 W TDP]
    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung




    7 V Lüfterspannung



    12 V Lüfterspannung


    [BREAK=Kühlleistung bei 140 W TDP]

    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung




    7 V Lüfterspannung



    12 V Lüfterspannung


    [BREAK=Lautstärke 5 V, 7 V und 12 V Lüfterspannung]





    [BREAK=Lautstärke bei Zieltemperatur 55 °C]
    Umgebungstemperatur 28 °C

    Lautstärke bei 65 W TDP




    Lautstärke bei 89 W TDP



    Lautstärke bei 125 W TDP



    Lautstärke bei 140 W TDP

    [BREAK=Alle Kühler auf einen Blick]
    Begriffserklärung

    Max TDP leise
    Darunter verstehen wir alle Kühler, die in der jeweiligen TDP-Klasse eine Höchstlautstärke von 42 db(A) erreichen und dabei unterhalb von 55° C bleiben.

    Leicht hörbar
    Darunter verstehen wir alle Kühler, die in der jeweiligen TDP-Klasse mehr als 42 db(A) aber maximal 46 db(A) erreichen und dabei unterhalb von 55° C bleiben.

    Max TDP
    Darunter verstehen wir TDP-Klassen, die der jeweilige Kühler unterhalb von 55° halten kann bei maximaler Drehzahl des Lüfters.

    Preis
    Sofern vorhanden nehmen wir den dritten Preis aus Geizhals. Wenn der Kühler nicht bei Geizhals gelistet ist, setzen wir keinen Link, sondern schreiben einen Preis der vom Hersteller empfohlen wird. Wenn eine CPU nicht lieferbar ist, schreiben wir: n.l. für nicht Lieferbar.

    Kühler Höhe Blasrichtug Mainboardausbau nötig Bauart Max TDP leise Max TDP leicht hörbar Max TDP generell Preis
    AMD Boxed X6 1055T 6,3 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - - Siehe Text 0 €
    Akasa AK-968 X4 13,5 cm Oben Nein Turmkühler - 89 W 140 W ca. 26 €
    Akasa Nero AK-967 16 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 36 €
    Arctic Cooling Freezer 64 Pro 12,7 cm Hinten Nein Turmkühler 65 W 65 W 125 W ca. 15 €
    Cooler Master Hyper TX3 13,7 cm alle Richtungen Nein Turmkühler 65 W 89 W 140W ca. 14€
    Coolink Corator DS 15,5 cm Hinten Ja Doppel-Turmkühler 125 W 125 W 140 W ca. 47 €
    Corsair H50 siehe Text siehe Text Ja Wasserkühlung - 125 W 140 W ca. 65 €
    EKL Alpenföhn Matterhorn 15,8 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 51 €
    EKL Alpenföhn Panorama 6,6 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 89 W 89 W ca. 20 €
    Gelid Tranquillo 15,3 cm Oben Nein Turmkühler 89 W 125 W 140W ca. 24 €
    Nexus FLC-3000 10,5 cm Hinten Nein geneigter Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 48 €
    Noctua C12P SE14 11,4 cm Top-Blow Ja Top-Blow Kühler 89 W 89 W 125 W ca. 57 €
    Noctua NH-D14 16 cm Hinten Ja Doppel-Turmkühler 140 W 140 W 140W ca. 68 €
    Noctua U9B SE2 12,5 cm Oben (siehe Text) Ja Turmkühler 89 W 89 W 140W ca. 46 €
    Prolimatech Megahalems 15,9 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 43 €
    Prolimatech Samuel 17 4,5 cm o.Lüfter Top-Blow Ja Top-Blow Kühler 65 W 89 W 89 W ca. 38 €
    Scythe Big Shuriken 5,8 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 89 W 89 W ca. 23 €
    Scythe Grand Kama Cross 14 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler 125 W 140 W 140 W ca. 29 €
    Scythe Katana 3 14,3 cm Hinten Nein geneigter Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 17 €
    Scythe Mugen 2 15,8 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 125 W 125 W 140 W ca. 31 €
    Scythe Samurai ZZ 9,4 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 65 W 125W ca. 18 €
    SilenX ixtrema 120-HA1 15,6 cm Hinten Nein Turmkühler - - 125 W n.l.
    SilenX iXtrema 98-HA1 11,1 cm Hinten Nein Turmkühler - - 89 W n.l.
    Spire CoolGate 13, cm Oben Nein Turmkühler - 89 W 89 W ca. 20 €
    Spire StarCore 7,7 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 65 W 89 W ca. 7 €
    Thermaltake TR2-R1 8,4 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 65 W 65 W ca. 8 €
    Thermaltake ISGC-300 16,1 cm Oben Ja Turmkühler 89 W 89 W 140 W ca. 35 €
    Titan Fenrir 15,6 cm Oben Ja Turmkühler - - 140 W ca. 40 €
    Titan NK95/HS 11 cm Top-Blow Ja Top-Blow Kühler 65 W - 89 W n.l.
    Titan Skalli 15,2 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 24 €
    Xigmatek Nepartak 13,4 cm Oben Nein Turmkühler 89 W - 140W ca. 26 €
    Xigmatek Balder S1283 15,9 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 140 W ca. 36 €
    Xigmatek Thor`s Hammer 16 cm Oben Nein Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 40 €
    Xilence 4All.R3 10 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 125 W n.l.
    Xilence M606 15,5 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 44 €
    Zalman 8700 6,7 cm Hinten Nein Top-Blow Kühler 65 W 89 W 125 W ca. 30 €
    Zalman 9900 15,2 cm Hinten Nein Turmkühler - - 140 W ca. 47 €
    [BREAK=Fazit]


    Nach mittlerweile 38 getesteten Kühlern kann man einige Dinge festhalten: einmal machen sehr viele Hersteller bei der Konstruktion unverständliche Fehler, die zudem leicht auszumerzen wären, und zum anderen ist klar zu erkennen, dass der durchschnittliche Anwender sicherlich kein Kühlmonster in seinem Rechner benötigt, um die Temperaturen im unkritischen Bereich zu halten und dabei noch leise zu kühlen. Fast alle getesteten Kühler können bis zu 89 W TDP sehr leise zu Werke gehen und dies nicht nur Idle, sondern auch unter Volllast. Dies wird durch diesen Test weiter untermauert. Besonders zwei Kühler konnten uns mit ihrer Leistung überraschen.

    Die zwei großen Überraschungen in diesem Test dürften klar der Gelid Tranquillo und der Cooler Master Hyper TX3 sein. Der sehr günstige Cooler Master Hyper TX3 schlägt den direkten preislichen Konkurrenten Arctic Cooling Freezer 64 Pro klar in allen Bereichen. Lediglich bei 65 W TDP herrscht ein Gleichstand. Darüber hinaus deklassiert der Cooler Master Hyper TX3 den Arctic Cooling mit Leichtigkeit. Auch die Halterung des Cooler Master Hyper TX3 ist sehr positiv ausgefallen. Ein einfacheres Klammer-System, welches auf AMD Systemen die Wahl der Ausrichtung in die Hände des Nutzers legt, ist uns bisher noch nicht unter gekommen. Dabei zeigt Cooler Master wie einfach so etwas zu bewerkstelligen ist. Für 14 € eine Glanzleistung und eine absolute Empfehlung.

    Der Gelid Tranquillo ist eine weitere große Überraschung. Für kaum 24 € erhält man einen Kühler, der es bei der Leistung und der Lautstärke mit deutlich teureren Kühlern aufnehmen kann. Es ist erstaunlich, dass Gelid bisher eher unbekannt in unseren Gefilden ist, denn an der Leistung kann es sicherlich nicht liegen, ebenso wenig am Preis. Man könnte fast vermuten, dass er gerade wegen des geringen Preises gemieden wird. Günstig wird leider allzu oft mit dem Begriff „leistungsschwach“ gleichgesetzt. Das einzige Manko ist leider die Tatsache, dass der Gelid Tranquillo auf AMD-Systemen nur nach oben blasend montiert werden kann. Wir raten Gelid hier dringend die Halterung zu überarbeiten, um den Kühler drehen zu können. Dann wäre der Kühler für AMD-Nutzer ein Geheimtipp. Intel Nutzer, die einen leisen und guten Kühler suchen, können hier bedenkenlos zugreifen.

    Der Xigmatek Nepartak ist kein schlechter Kühler und macht seine Arbeit so wie man es für den Preis erwarten würde. Leider geht er beim Vergleich zum Gelid Tranquillo unter. Nichtsdestotrotz schlägt er sich gegen das restliche Testfeld gut und zeigt keine wirklichen Schwächen; außer eben wieder das Problem mit der Montage. Auch der Xigmatek Nepartak bläst leider nur nach oben statt nach hinten. Ähnliches gilt für den Akasa X4. Die Leistung liegt im zu erwartenden Bereich und auch ansonsten gibt es nur wenig Schwächen. Allerdings ist der Cooler Master Hyper TX3 derart stark, dass es kaum eine Rechtfertigung gibt, den Aufpreis zum Akasa X4 zu zahlen. Lediglich bei 140 W TDP kann der Akasa sich absetzen. Nur in diesem TDP-Bereich sollte man generell einen stärkeren Kühler verwenden.

    Zu guter Letzt haben wir noch den Thermaltake TR2-R1, welcher leider sehr schwach abschneidet. Ohne Heatpipes und mit einer veralteten Konstruktion kann er sich nicht mal gegen den gleich günstigen Spire StarCore durchsetzen. Der Boxed-Kühler zeigt im Gegenzug was in ihm steckt. Laut, sehr laut kann er werden, die Leistung hingegen überrascht. Selbst bei 140 W TDP kann er bei unserem sehr fordernden Testsystem die Temperatur knapp unter 60° C halten. Allerdings lebt der Kühler auch rein von der extrem hohen Drehzahl des kleinen Lüfters.

    Immer häufiger zeigt sich das man auch abseits der bekannten Modellen sehr gute Kühler finden kann. Auch muss es nicht immer ein Kühler für 50 € sein. Im Gegenteil, einige günstige Modelle sind sehr stark, wenn nicht gar überlegen. Die Spreu vom Weizen trennt sich besonders ab der 125 W TDP Klasse. Hier versagen viele Kühler, wenn es um den leisen Betrieb geht. Nur: nicht jeder betreibt solche Watt-Monster und daher gilt "Augen auf beim Kühlerkauf"!

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    Geändert von Nero24. (17.08.2013 um 22:41 Uhr)

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