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    ASUS Crosshair IV Formula vs. MSI 890FXA-GD70

    Titelbild zum ASUS Crosshair IV Formula vs. MSI 890FXA-GD70

    AMDs aktueller High-End-Chipsatz 890FX samt Southbridge SB850 ist nicht mehr taufrisch. Seit der offiziellen Vorstellung im April dieses Jahres sind schon einige Monate ins Land gegangen - Zeit, in der die Chipsatz-Kombination beim Kunden reifen konnte. Im Falle des 890FX-Gespanns ist dies fast wortwörtlich zu nehmen. Denn schließlich haben wir uns in unseren drei Artikeln über AMDs Thuban förmlich davon überzeugen können, welche enormen Leistungszuwächse doch durch neue BIOS-Versionen möglich sind.

    Diese Entwicklungszeit ist es, die zum Großteil dazu geführt hat, dass auf Planet 3DNow! erst jetzt ein Mainboard-Artikel zu lesen ist, der sich um AMDs Chipsatz dreht - bzw. zwei Mainboards, die auf dieses Paket setzen. Auf der einen Seite steht ASUS mit dem neuen Flaggschiff Crosshair IV Formula, welches in der OC-Gemeinde sehr beliebt ist. Auf der anderen Seite haben wir es heute mit MSIs 890FXA-GD70 zu tun, welches ebenfalls die Speerspitze der AMD-Mainboards bildet.

    Im heutigen Artikel sind wir jedoch einen etwas anderen Weg gegangen, als unsere Leser es gewohnt sind. Neben vielen üblichen Tests haben wir uns im Rahmen der Arbeiten zum Review auch stark mit den Übertaktungsmöglichkeiten beider Platinen beschäftigt - schließlich sind beide Mainboards nicht nur stark auf Overclocking ausgelegt, sondern werden auch aktiv durch beide Hersteller in dieser Richtung beworben. Da liegt es natürlich nahe, auch diesen Aspekt ausführlich zu beleuchten, was in einem Performancevergleich bei 4 GHz Prozessortakt mündete.

    Viel Vergnügen beim Lesen!
    [break=Lieferumfang: ASUS Crosshair IV Formula]
    Lieferumfang ASUS Crosshair IV Formula


    ASUS legt dem Crosshair IV Formula folgendes Zubehör bei:

    • 1x Treiber-DVD
    • 1x Handbuch (englisch)
    • 1x Slotblech (1x eSATA, 2x USB 2.0)
    • 1x ROG Connect-Kabel
    • 1x CrossFire-Brücke
    • 1x SATA 6 Gbps-Kabel
    • 2x SATA 3 Gbps-Kabel
    • 1x I/O-Blende
    • 1x Q-Connector-Kit
    • mehrere Kabelbinder
    • diverse Aufkleber


    Dem Mainboard liegt prinzipiell alles bei, was man für den Einsatz benötigt. Allerdings kann man das Zubehör als überschaubar titulieren, hier haben wir schon Mainboards mit deutlich größerem Lieferumfang gesehen.
    [break=Lieferumfang: MSI 890FXA-GD70]
    Lieferumfang MSI 890FXA-GD70


    In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:

    • 1x Treiber-DVD
    • 4x SATA-Datenkabel
    • 2x SATA Stromadapter
    • 1x IDE-Kabel
    • 1x CrossFire-Brücke
    • 1x USB-Slotblende (2 Anschlüsse)
    • 1x I/O-Blende
    • 1x M-Connector-Kit
    • 1x Handbuch (englisch)
    • 1x Schnellinstallationsanleitung
    • 1x Schnellanleitung


    In Bezug auf den Lieferumfang nehmen sich beide Hauptplatinen von ASUS und MSI nicht viel. Die Dokumentation fällt bei MSI deutlich umfangreicher aus, sonst gibt es kaum Unterschiede beim Packungsinhalt.
    [break=Spezifikationen: ASUS Crosshair IV Formula]
    ProzessorChipsatz
    • Northbridge: AMD 890FX
    • Southbridge: AMD SB850
    Speicher
    • 4x 240 Pin DDR3-Speicherslots (maximal 16 GByte)
    • 128 Bit Dual Channel-Architektur
    • unterstützt DDR3 800 / 1066 / 1333 / 1600 DIMMs
    VGA
    • kein integrierter Grafikchip
    PCI / PCIe Slots
    • drei PCIe x16 2.0-Steckplätze
    • unterstützt CrossFire (x16 / x16 oder x16 / x8 / x8)
    • ein PCIe x4 2.0-Steckplatz (physischer x16-Slot)
    • zwei PCI-Steckplätze
    Serial ATA
    • Southbridge SB850
      • 6x SATA 6 Gbps
      • unterstützt Raid 0 / 1 / 5 / 10
    • JMicron JMB363 Controller
      • 1x SATA 3 Gbps (schwarzer Anschluss)
      • 1x eSATA 3 Gbps
    IDE
    • kein IDE-Anschluss
    IEEE 1394
    • VIA VT6315N
    • unterstützt bis zu zwei Geräte
    Netzwerkadapter
    • Marvell 88E8059 Gigabit LAN
    • über PCIe angebunden
    • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mbit/s
    Audio
    • SupremeFX X-FI 8-Kanal High Definition Audio
    Lüfteranschlüsse
    • CPU-Lüfter
      • 1 Anschluss
      • 4 Pin PWM
      • regelbar (auch mit 3 Pin-Anschluss)
    • Gehäuselüfter
      • 7 Anschlüsse
      • 3 Pin
      • regelbar
    Interne I/O-Anschlüsse
    • 4x PCIe x16 (1x davon elektrisch x4)
    • 2x PCI
    • 7x SATA
    • 3x USB 2.0 Pfostenstecker (für 5 Ports)
    • 3x Pfostenstecker für Temperatursensoren
    • 1x IEEE1394a Pfostenstecker
    • 1x SPDIF out
    • 1x Front Panel
    Backpanel-Anschlüsse
    • 1x PS/2 Tastaturanschluss
    • 1x eSATA
    • 1x SPDIF out optisch
    • 1x IEEE1394a
    • 1x Audio (6 Anschlüsse)
    • 1x RJ-45 LAN
    • 2x USB 3.0 / 2.0
    • 7x USB 2.0 / 1.1 (ein Port davon für ROG Connect)
    • 1x ROG Connect-Button
    • 1x CMOS Clear-Button
    Formfaktor
    • ATX 305 x 245 mm
    RoHS*
    • RoHS-konform
    *RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
    [break=Spezifikationen: MSI 890FXA-GD70]
    ProzessorChipsatz
    • Northbridge: AMD 890FX
    • Southbridge: AMD SB850
    Speicher
    • 4x 240 Pin DDR3-Speicherslots (maximal 16 GByte)
    • 128 Bit Dual Channel-Architektur
    • unterstützt DDR3 800 / 1066 / 1333 / 1600 DIMMs
    VGA
    • kein integrierter Grafikchip
    PCI / PCIe Slots
    • zwei PCIe x16 2.0-Steckplätze
    • zwei PCIe x8 2.0-Steckplätze
    • unterstützt CrossFire (x16 / x16 oder x16 / x8 / x8 oder x8 / x8 / x8 / x8)
    • ein PCIe x4 2.0-Steckplatz (physischer x16-Slot)
    • ein PCI-Steckplatz
    Serial ATA
    • Southbridge SB850
      • 6x SATA 6 Gbps
      • unterstützt Raid 0 / 1 / 5 / 10
    • JMicron JMB363 Controller
      • 1x SATA 3 Gbps (blauer Anschluss)
      • 1x eSATA 3 Gbps
    IDE
    • ein IDE-Anschluss (via JMicron JMB363)
    • bis zu zwei Geräte mit UDMA 133 / 100 / 66 / 33
    IEEE 1394
    • VIA VT6315N
    • unterstützt bis zu zwei Geräte
    Netzwerkadapter
    • 2x Realtek RTL8111DL
    • über PCIe angebunden
    • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mbit/s
    Audio
    • Realtek 7.1 High Definition Audio CODEC ( ALC892 )
    Lüfteranschlüsse
    • CPU-Lüfter
      • 1 Anschluss
      • 4 Pin PWM
      • regelbar (auch mit 3 Pin-Anschluss)
    • Gehäuselüfter
      • 4 Anschlüsse
      • 3 Pin
      • regelbar
    Interne I/O-Anschlüsse
    • 5x PCIe x16 (2x elektrisch x8, 1x elektrisch x4)
    • 1x PCI
    • 7x SATA
    • 1x IDE
    • 3x USB 2.0 Pfostenstecker (für 6 Ports)
    • 1x Front Audio
    • 1x Front Panel
    • 1x SPDIF out
    • 1x COM-Port Pfostenstecker
    Backpanel-Anschlüsse
    • 1x PS/2 Tastaturanschluss
    • 1x PS/2 Mausanschluss
    • 1x Audio (6 Anschlüsse)
    • 2x RJ-45 LAN
    • 5x USB 2.0
    • 2x USB 3.0
    • 1x eSATA/USB-Kombiport
    • 2x SPDIF out (1x optisch, 1x coaxial)
    Formfaktor
    • ATX 305 x 245mm
    RoHS*
    • RoHS-konform
    *RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
    [break=Layout: ASUS Crosshair IV Formula]
    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    ASUS bietet beim Crosshair IV Formula ein stimmiges Farbkonzept an. Schwarz, rot und silber/weiß werden bei vielen Enthusiasten, die zudem Wert auf Optik legen, gut ankommen. Störend wirken da lediglich die gelben Aufkleber auf den SATA-Ports und auf der oberen Abdeckung am I/O-Panel. Zudem fällt die Kühlkonstruktion sofort ins Auge, die ASUS sehr außergewöhnlich gestaltet hat.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Im oberen rechten Bereich der Hauptplatine finden, wie mittlerweile überall, die Speicherslots ihren Platz. Um Dual-Channel zu nutzen, müssen entweder beide roten oder beide grauen Slots bestückt werden - oder aber alle vier. Neben den Speichersteckplätzen befindet sich der 24-polige ATX-Anschluss und auch drei der insgesamt acht Lüfteranschlüsse werden in diesem Bereich verbaut.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Zwischen dem I/O-Bereich und dem Prozessorsockel befindet sich sowohl die Spannungsversorgung der CPU als auch das obere Ende der Heatpipe-Konstruktion. Die Optik der Heatpipe weiß zu gefallen, wobei Optik bekanntlich nicht alles ist. In diesem Bereich platziert ASUS zudem den 12 Volt-ATX-Anschluss und den NEC-Chip, welcher die USB 3.0-Funktionalität bereitstellt. Diese ist nämlich nicht in die Southbridge integriert, die SB 850 kann "nur" USB 2.0 liefern.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Von den sieben laut ATX-Spezifikation möglichen Erweiterungsslots stehen auf dem Crosshair IV nur sechs zur Verfügung. Diese teilen sich in vier physische PCIe x16-Slots und zwei PCI-Steckplätze. Bei den PCIe-Steckplätzen werden aber nur der obere und der zweite von unten elektrisch mit vollen 16 Lanes beschalten. Der unterste Steckplatz wird elektrisch mit x4 beschaltet, der zweite Steckplatz von oben mit x8. Maximal können drei Erweiterungskarten mit Dual-Slot-Kühler verwendet werden, wobei diese dann die beiden PCI-Steckplätze blockieren. Der Einsatz von vier Grafikkarten ist lt. Spezifikationen nicht vorgesehen, wobei dies auch aus Platzgründen nicht realistisch ist. Immerhin müssten zwei Karten mit Single-Slot-Kühlern versehen sein und auch die Monitorausgänge dürften lediglich einen Steckplatz belegen.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Der Southbridgekühler macht optisch einiges her, wobei die Optik wie bereits erwähnt nicht alles ist. Leider hat der Kühler bei unserem Mainboard zwar Kontakt zum Chip, allerdings wackelt der Kühler bei leichter Belastung hin und her. Hier hätten wir - auch angesichts des Preises von über 170 Euro - etwas mehr Qualität erwartet. Dass wir damit nicht allein sind, zeigen diverse Berichte im Internet, deren Verfasser über hohe Mainboardtemperaturen aufgrund von schlechtem Kühlerkontakt sprechen.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Ein Blick auf die Rückseite offenbart die unterschiedliche Beschaltung der PCI Express-Slots. Anders als das Bild vermuten lässt, gibt ASUS den untersten Slot mit x4 als elektrischer Beschaltung an.
    [break=Layout: ASUS Crosshair IV Formula - Fortsetzung]
    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Unter dem untersten PCIe-Slot tummeln sich einige Buttons. Neben Start und Reset platziert ASUS hier noch den CORE_UNLOCKER- sowie den TURBO-Button. Anders als bei Mainbards mit 7xx-Chipsatz unterbindet AMD die Freischaltung von zusätzlichen Prozessorkernen im BIOS. Daher haben im Prinzip alle Mainboardhersteller eine Umgehungslösung in Form eines Buttons verbaut, der auf Knopfdruck die Freischaltung der Kerne übernimmt. Der Turbo-Button hingegen sorgt für automatisches Overclocking, ohne dass der User eingreifen muss.

    Links neben den Buttons befindet sich einer von insgesamt zwei Anschlussmöglichkeiten für FireWire-Geräte. Weiterhin wird links neben den PCIe-Slots der Audio-Chip platziert, etwas darunter befindet sich ein SPDIF out-Anschluss.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Auch in der rechten unteren Ecke werden einige Pfostenstecker platziert. Insgesamt können bis zu fünf zusätzliche USB-Ports angeschlossen werden, die Frontpanel-Anschlüsse werden hier platziert, BIOS-Chip und CMOS-Clear sind ebenso präsent wie zwei weitere Lüfteranschlüsse.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Ein für den Übertakter sehr wichtiger Bereich ist der neben den Speicherslots. Hier führt ASUS Messpunkte für alle gängigen Spannungen so nach außen, dass selbst bei voll bestücktem Mainboard bequem fast jede Spannung gemessen werden kann. Unsere Messungen haben zudem gezeigt, dass die Spannungen zwar zwischen Idle- und Lastzuständen schwanken, unter Last aber extrem stabile Werte liefern. Bei 1,45 Volt CPU-Spannung schwankt die VCore beispielsweise nur um 0,004 Volt. Ein exzellenter Wert.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Neben einem weiteren Lüfteranschluss finden wir auf der linken Mainboardseite einen VIA VT6315N-Chip vor. Dieser sorgt für die FireWire-Funktionalität auf dem Crosshair IV Formula.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Die eigenwillige Kühlkonstruktion im Seitenanblick. Im oberen Bereich saß die Konstruktion perfekt und hatte guten Kontakt zu den Mosfets. Auch in puncto Größe ist hier alles in Ordnung, selbst ein Noctua NH-D14 verursachte keine Probleme.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair IV Formula


    Abschließend darf ein Blick auf das I/O-Panel nicht fehlen. ASUS platziert nur einen PS/2-Anschluss, welcher für eine Tastatur genutzt werden kann. Weiterhin finden insgesamt neun USB-Ports ihren Platz, wovon zwei als USB 3.0 ausgeführt sind und einer exklusiv für ROG Connect gedacht ist. Auf dieses Feature gehen wir im Verlauf des Artikels noch etwas näher ein.

    Daneben befindet sich ein eSATA-Anschluss, ein Netzwerkport, ein optischer SPDIF out, ein FireWire-Port und die sechs Anschlüsse für Audio. Last but not least verbaut ASUS noch einen CMOS-Clear-Button, der auch im eingebauten Zustand für ein schnelles Zurücksetzen des BIOS sorgt.
    [break=Layout: MSI 890FXA-GD70]
    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    Im Gegensatz zu ASUS setzt MSI beim 890FXA-GD70 auf eine Farbkombination von schwarz, blau und silber/weiß. Beherrscht wird der erste Anblick durch den oberen Teil der Heatpipekonstruktion, welcher einerseits die Mosfets und andererseits die Northbridge 890FX beherbergt.

    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    In der oberen rechten Ecke finden wir auch beim 890FXA-GD70 vier Speicherslots vor, die bis zu 16 GByte DDR3 aufnehmen können. Wer Dual-Channel nutzen will, muss entweder beide schwarzen, beide blauen oder alle vier Slots bestücken. Ebenfalls in dieser Ecke platziert MSI den 24-poligen ATX-Anschluss. Am oberen Ende der vier Steckplätze befindet sich zudem der regelbare Anschluss für den CPU-Lüfter.

    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    Wie bereits erwähnt befindet sich unter dem Kühler sowohl die Northbridge 890FX als auch ein Teil der Spannungsversorgung des Mainboards. Anders als beim ASUS-Mainboard gab es hier im Verlauf des Tests keine Probleme mit dem Sitz der Konstruktion, MSI hat hier die Nase vorn. Zwischen Kühler und I/O-Panel sitzt außerdem noch der 12 Volt-ATX-Anschluss und einer von insgesamt fünf Lüfteranschlüssen.

    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    MSI bietet in Bezug auf die PCI Express-Steckplätze etwas mehr Flexibilität. Durch insgesamt fünf physische Slots ist sogar die Nutzung CrossFireX mit vier Grafikkarten theoretisch möglich - allerdings nur, wenn die unterste Grafikkarte mit einem Single-Slot-Kühler ausgestattet ist. Denn nur dann würde das Gesamte System noch in ein ATX-konformes Gehäuse passen.

    Der oberste und der zweite Slot von unten sind jeweils elektrisch mit x16 beschalten. Der mittlere Steckplatz bietet stets x4-Funktionalität, während die verbleibenden zwei Slots entweder mit x8 oder garnicht beschalten werden - je nach Grafikkartenkonfiguration.

    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    In der unteren rechten Ecke finden wir die Southbridge samt flachem Kühler vor. Kompatibilitäsprobleme mit langen Grafikkarten gibt es keine.

    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    Ein etwas seitlicher Blick, der die flache Bauform des Kühlers bestätigt. Zudem platziert MSI in dieser Ecke die BIOS-Batterie, die Pfostenstecker für das Front Panel, Pfostenstecker für USB-Ports, eine Port80 Diagnose-Anzeige und den OC Dial-Knopf. Mit diesem lässt sich mittels einfacher Drehung der Referenztakt übertakten und somit die Performance des Systems verbessern.

    Rechts und links neben OC Dial befinden sich Aufschriften auf dem Mainboard, bei denen man vermuten könnte, dass hier Komponenten fehlen. Sowohl Power und Reset als auch ein Green Power Button glänzen durch Abwesenheit - könnte man meinen. Diese Buttons sind jedoch durch Touchpads realisiert, die bei Berührung entsprechend funktionieren. Zwar eine nette Idee, die ein paar Cent in der Herstellung sparen dürfte, beim Alltagseinsatz aber relativ nutzlos ist. Andererseits kann man argumentieren, dass der Verzicht auf "richtige" Buttons jedem Käufer ein paar Cent bringt, dem Hardcore-Übertakter, der sein Board außerhalb des Gehäuses betreibt aber dennoch die notwendige Flexibilität zugesteht.
    [break=Layout: MSI 890FXA-GD70 - Fortsetzung]
    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    Auch beim MSI-Board ist der Platz unterhalb des untersten PCIe-Steckplatzes prall mit Pfostensteckern gefüllt. Neben einem weiteren Lüfteranschluss, Front Audio und zwei FireWire-Anschlüssen finden noch weitere USB-Ports ihren Platz.

    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    Zwischen den Erweiterungssteckplätzen und dem Rand des Mainboards tummeln sich geradezu die Zusatzchips. Neben einem Realtek ALC892 für Audio, zwei Realtek 8111DL-Netzwerkchips und einem VIA VT6315N für FireWire findet auch NECs USB 3.0-Lösung ihren Platz.

    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    Unter den Entriegelungen der PCIe-Steckplätze versteckt befindet sich ein Realtek RTM880N-793 Taktgenerator - der insgesamt vierte Chip aus dem Hause Realtek.

    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    Wie hier zwischen Prozessorsockel und Mosfetkühler zu sehen, befinden sich auf der Hauptplatine verteilt Messpunkte für die wichtigsten Spannungen. So schön diese Messpunkte auch für den Übertakter sind, so unschön sind sie im Falle des MSI 890FXA-GD70 platziert. Bei bestücktem und eingebautem Mainboard sind diese Punkte de facto nicht mit einem Multimeter erreichbar, sodass wir keine genauen Messungen durchführen konnten. Hier hätten wir zum Lötkolben oder mindestens zur Heißklebepistole greifen müssen, um nutzbare Verlängerungen an den Messpunkten zu fixieren. Und dieser Aufwand wäre dann doch etwas zuviel des Guten gewesen. Daher eine Anregung an MSI: Messpunkte ja, aber bitte an günstigeren Positionen.

    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    Aus dieser Perspektive lässt sich gut erkennen, wo die Northbridge und wo die Spannungsversorgung gekühlt wird. Der 890FX bekommt einen etwas breiteren Kühler spendiert als die Mosfets. Trotz wuchtig aussehendem Kühler gab es mit dem von uns verwendeten Noctua NH-D14 keinerlei Platzprobleme.

    Bild zum Layout MSI 890FXA-GD70


    Im Gegensatz zu ASUS bietet MSI sowohl für die Maus als auch für die Tastatur einen PS/2-Anschluss. Daneben gibt es einen CMOS-Clear-Button, zwei Netzwerkanschlüsse, sechs Audio-Ports, sowohl einen optischen als auch einen coaxialen SPDIF out und insgesamt acht USB-Ports. Von diesen acht Anschlüssen sind zwei als USB 3.0 ausgeführt, fünf als USB 2.0 und einer kann kombiniert auch als eSATA-Anschluss verwendet werden.
    [break=BIOS: ASUS Crosshair IV Formula]
    Wenden wir uns nun dem BIOS des ASUS-Mainboards zu.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Dass ASUS das Crosshair IV Formula hauptsächlich für den Übertakter konzipiert, wird beim Besuch des BIOS sofort klar. Ohne Umwege gelangt man sofort ins Extreme Tweaker-Menü, wo alle relevanten Einstellung zur Geschwindigkeit des Systems zu finden sind. Die zur Verfügung stehenden Multiplikatoren sind so umfassend, dass Otto Normalverbraucher nie deren Limit erreichen wird. Selbst mit 200 MHz Referenztakt sind theoretisch über 6 GHz CPU- und 5 GHz Northbridgetakt möglich - Werte, die 99 Prozent aller Übertakter wohl nie mit dem Crosshair IV Formula erreichen werden.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Die Zielgruppe von ASUS wird auch beim Blick auf die einstellbaren Spannungen verdeutlicht. Neben der Kern-, der Northbridge- und der Speicherspannung stehen weitere Einstellmöglichkeiten zur Verfügung, die keine Wünsche offen lassen. Jeder Aspekt des Systems lässt sich so steuern. Allerdings sind Spannungsoptionen mit bis zu sechs Nachkommastellen in unseren Augen etwas übertrieben. Zumal Differenzen zwischen einzelnen Werten wahrscheinlich nicht einmal messbar sind. Fraglich ist außerdem, ob diese extrem fein abgestuften Werte überhaupt durch die Spannungsversorgung umgesetzt werden können.

    Alle einstellbaren Spannungen bieten sowohl nach oben als auch nach unten ausreichend Spielraum. Jeder Nutzer, ob Übertakter oder Stromsparer, wird auf seine Kosten kommen.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Gegenüber dem Crosshair III Formula, welches wir im vergangenen Jahr getestet haben, wurde das Menü der Speichertimings zweigeteilt. Die grundlegenden Timings sind nun im Untermenü "DRAM Timing Configuration" beheimatet, alle Einstellungen zur Signalstärke sind im Untermenü "DRAM Driving Configuration" zu finden. User, die ihre Speicherriegel ans Limit der Leistungsfähigkeit bringen wollen, kommen hier voll auf ihre Kosten.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Alle Onboardgeräte lassen sich im eigens dafür angelegten Menü einstellen. Aber auch hier macht ASUS vor der Übertakter-Zielgruppe nicht halt. Denn mit Nutzung der Option "Onboard Device" lassen sich alle Onboardgeräte (bis auf den LAN-Port) mit einem Tastendruck deaktivieren - genau so, wie es ein Overclocker auf Rekordjagd in der Regel macht.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Im Voltage Monitor werden alle Spannungen angezeigt, wie sie derzeit an der Hardware wirken. Aber auch hier ist bei drei Nachkommastellen Schluss, von den einstellbaren sechs Nachkommastellen ist hier nichts zu sehen.
    [break=BIOS: ASUS Crosshair IV Formula - Fortsetzung]
    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Das "Temperature Monitor"-Untermenü hält einen Überblick über die wichtigsten Temperaturen bereit. Zudem lassen sich einige Grenzwerte definieren, bei deren Überschreitung das System abgeschaltet werden soll.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Im Power-Menü und dessen Untermenü "APM Configuration" werden alle Einstellungen rund um den Start, den Standby und die Abschaltung des PCs vorgenommen.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Im Power-Menü findet man noch ein weiteres Untermenü Namens "Fan Speed Control". Hier lassen sich alle angeschlossenen Lüfter steuern - unabhängig davon, ob Lüfter mit einem 4-PIN-PWM-Anschluss oder einem 3-PIN-Anschluss verwendet werden.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Ein weiteres Übertakter-Feature stellen die speicherbaren OC-Profile dar. Bis zu acht unterschiedliche Konfigurationen können so abgespeichert und auf Knopfdruck wieder geladen werden. Die Profile können zudem eindeutig benannt werden, sodass am Wortlaut ein Einsatzzweck erkennbar ist. Dabei gibt es jedoch zwei Dinge zu beachten: Erstens ist das Tastaturlayout in dieser Situation englisch und zweitens sollte man nach dem Wiederherstellen eines Profils unter Umständen noch einmal das BIOS aufsuchen. Wenn ein Profil mit aktiviertem AHCI geladen wird, während AHCI beim Laden deaktiviert ist (oder umgekehrt), so kann es vorkommen, dass die Bootreihenfolge nicht mehr stimmt. Ein erneuter Besuch des BIOS muss dann dieses Problem beheben.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Bild zum BIOS ASUS Crosshair IV Formula


    Und noch ein Feature für den Übertakter: Die Konfiguration des "Go Button Files". An dieser Stelle können die wichtigsten Einstellungen vorgenommen werden, die später im laufenden Betrieb per Tastendruck geladen werden können. So lässt sich das Maximum in jedem Benchmark erzielen.

    An dieser Stelle sind wir am Ende des BIOS-Überblicks vom ASUS Crosshair IV Formula angekommen. Insgesamt ist an der Marschrichtung von ASUS nichts zu deuten - alles für den Übertakter! Jemand, der sein System mit Standardeinstellungen betreiben will, der ist mit einer anderen Hauptplatine möglicherweise besser beraten. Denn schließlich bekommt man die OC-Features nicht ganz preiswert.
    [break=BIOS: MSI 890FXA-GD70]
    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    Anders als ASUS spendiert MSI dem BIOS des 890FXA-GD70 einen Startbildschirm, der die Struktur der Untermenüs präsentiert. Der User kann also wählen, in welches Menü er sich als erstes begibt - anders als beim Crosshair IV.

    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    In den "Standard CMOS Features" werden alle angeschlossenen Laufwerke angezeigt. Zudem wird hier die korrekte Zeit und das Datum eingestellt.

    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    "Integrated Periphals" heißt das Menü, welches alle Einstellmöglichkeiten der Onboardgeräte bereithält. An dieser Stelle gibt es keinen "globalen" Schalter wie bei ASUS, was aber nicht weiter stört.

    Auch wenn es auf diesem Foto nicht zu sehen ist: Auch das MSI 890FXA-GD70 kann die SATA-Geräte im AHCI-Modus betreiben, ebenso wie RAID und IDE möglich ist.

    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    Der "H/W Monitor" ist die Schaltzentrale, wenn es um Lüftersteuerung und die Temperaturüberwachung geht. Leider lassen sich nicht alle angeschlossenen Lüfter steuern, lediglich der Prozessorlüfter und zwei Gehäuselüfter lassen sich regulieren. Hier wäre ein Komplettpaket wie beim Crosshair IV wünschenswert.

    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    Temperaturen werden im eigens geschaffenen "Dr.MOS Health Status"-Menü angezeigt. Leider ist anhand der Bezeichnungen nicht ersichtlich, um welche Temperaturen es sich handelt. Wahrscheinlich werden hiermit verschiedene Mainboard-Temperaturen gemeint sein (Northbridge, Southbridge, Mosfet), sicher können wir uns jedoch nicht sein.

    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    "Green Power" hat MSI das Menü getauft, welches ein paar Einstellungen für die Spannungsversorgung bereithält. Jedoch sind die Anzeigen hier nicht ganz nachvollziehbar. Schenkt man den Spannungsangaben Glauben, so würde unsere CPU mit über zwei Volt betrieben und auch die 12 Volt-Schiene unseres Netzteils würde mit 13,4 Volt weit außerhalb der Spezifikationen laufen.
    [break=BIOS: MSI 890FXA-GD70 - Fortsetzung]
    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    Auch MSI bietet die Möglichkeit, verschiedene BIOS-Profile abzuspeichern und per Tastendruck wieder zu laden. Hier gilt das Gleiche wie bei ASUS: Das Tastaturlayout ist englisch (wie man am von uns erstellten 4 GHz-Profil sehen kann) und bei unterschiedlichen Einstellungen in Bezug auf AHCI kann ein weiterer BIOS-Besuch notwendig werden.

    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    Das "Cell Menü" ist MSIs Schaltzentrale rund um Taktraten, Spannungen und Speichertimings. Wie auch bei ASUS sind die Einstellmöglichkeiten nahezu unbegrenzt, das Limit stellt lediglich der verwendete Prozessor bzw. der verwendete Arbeitsspeicher dar.

    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    MSI stellt 13 verschiedene Spannungsoptionen zur Verfügung, die bei Übertaktern eigentlich keine Wünsche übrig lassen sollten. Wie gesagt - eigentlich. Die Umsetzung lässt aber leider zu wünschen übrig. Am Beispiel der CPU-Spannung äußert sich dies so, dass bereits ein Wert von 1,35 Volt rot markiert - also als zu hoch eingestuft wird - und zudem nicht dem entspricht, was in der Praxis (scheinbar) genutzt wird. Denn aufgrund der Erfahrungen mit dem ASUS Crosshair IV Formula gingen wir von 1,45 Volt VCore aus, die für 4 GHz benötigt werden. Eine entsprechende Einstellung führte allerdings zu der Problematik, dass wir rund 50 Watt mehr verbrauchten als mit dem ASUS-Mainboard und nach mehrminütiger Auslastung ein Shutdown des Systems erfolgte. Erst als wir die Spannung schrittweise verringerten und bei 1,35 Volt ankamen, konnten wir ähnliche Verbrauchswerte wie beim Crosshair IV erzielen und unsere kurzen Stabilitätstests liefen ohne Systemabschaltung durch. Es scheint also, als ob die Hauptplatine bei manueller Spannungseinstellung deutlich höhere Spannungen ansetzt als eingestellt. Dadurch, dass die Messpunkte schlecht erreichbar sind und CPU-Z auch nur CPU VID ausgibt (also der Wert, den die verwendete CPU als Standard nutzt), tappten wir in Bezug auf die real verwendete Spannung gänzlich im Dunkeln.

    Während unserer Tests verwendeten wir außerdem manuelle Einstellungen für die Speicher- und die Northbridgespannung. Auch hier konnten wir nicht wirklich nachvollziehen, welche Werte vom System genutzt werden, wenngleich die Abweichungen von Einstellung und Wirkung dem Gefühl nach nicht ganz so gravierend ausfielen. An dieser Stelle sollte von MSI mit künftigen BIOS-Updates nachgebessert werden, damit die vielversprechenden Overclocking-Anlagen auch fruchten können.

    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    Im Untermenü "CPU Specifications" werden die wichtigsten Eckdaten der verwendeten CPU angezeigt. Der User bekommt hier keinerlei Eingriffsmöglichkeiten.

    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    Bild zum BIOS MSI 890FXA-GD70


    "Advanced DRAM Configuration" heißt das Menü, in dem MSI alle Speichertimings zur Einstellung zur Verfügung stellt. Die wichtigsten Timings sind doppelt vorhanden - für Speicherkanal A und B. Wer also feste Werte hinterlegen will, der muss dies zweimal tun.
    [break=Das Testsystem im Überblick]
    Die verwendete Hardware auf einen Blick:
    • Prozessor: AMD Phenom II X6 1090T
    • Kühler: Noctua NH-D14
    • Arbeitsspeicher:
      • 4x 2 GByte OCZ PC3-12800 (DDR3-1333, 9-9-9-25 2T)
    • Grafikkarte: PowerColor ATI Radeon HD 5870 PCS+
    • Netzteil: Enermax Modu82+ 625 Watt
    • Festplatten:
      • Hitachi HDS722020ALA330 (SATA, 7.200 u/min, Daten)
      • Intel X25-M (SATA, Betriebssystem)
      • Western Digital WD6400AADS (SATA, 7.200 u/min, per USB bzw. eSATA angeschlossen)
    • Gehäuse: Antec P180 Midi-Tower
    • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000

    Auf der Software-Seite sieht das System so aus:

    verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
    Windows 7 Ultimate
    64 Bit
    DirectX
    11
    Grafikkartentreiber
    Catalyst 10.3
    Prozessortreiber
    aktuelle Version, nur bei Bedarf
    Chipsatz-/Mainboardtreiber
    aktuelle Version des Herstellers
    Prime95
    25.9, 64 Bit
    RightMark Audio Analyzer
    RMAA 6.1.2
    HDTune
    2.55
    Everest
    5.50, Build 2100
    WinRAR
    x64 3.93
    XMPEG
    5.03, Build 5.0.8.84
    XviD
    1.2.-127
    Avidemux
    2.4.3
    POV-Ray
    3.7, Beta 36 (64 Bit)
    Cinebench
    R10, 64 Bit
    Cinebench
    R11, 64 Bit
    Crysis
    Demo
    Crysis Benchmark Tool
    1.0.0.5
    UT3
    Demo
    UT3-Bench
    0.2.0.35
    Doom 3
    Demo
    FarCry 2
    integriertes Benchmark-Tool, 1.0.3.0
    3DMark Vantage
    Advanced, Build 1.0.1, ohne Feature Tests

    [break=Stabilitätstests]
    Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

    StabilitätstestVersion/Bemerkungen
    OCCT 3.1.0 PerestroikaLinpack, 8 Stunden über Nacht
    CrysisCPU-Benchmark, 8 Stunden im Loop
    großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von SATA zu eSATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von eSATA zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


    Während OCCT Linpack läuft, verschieben wir ein großes RAR-Archiv auf die verschiedenen Festplatten und unterziehen es nach jedem Vorgang einer CRC-Prüfung. Treten keine Fehler auf, wird der nächste Speicherort "angesteuert". Wurden alle Hürden genommen, starten wir den Crysis CPU-Benchmark und lassen den Loop gleichzeitig mit OCCT laufen.

    Die Erfahrungen mit AMDs Phenom II haben gezeigt, dass Abstürze sehr häufig beim Lastwechsel erfolgen. Daher verwenden wir als Stabilitätstest den in OCCT integrierten Linpack-Test, welcher mit unterschiedlicher CPU-Auslastung läuft. Zwischen 25 Prozent und 100 Prozent CPU-Auslastung werden verwendet und ständig gewechselt. Dieses Szenario kommt der Alltagsnutzung eines Systems sehr nahe. Wird eine Nacht in diesem Parallelbetrieb überstanden, haben wir nichts mehr zu meckern.

    Stabilität bei unseren Testkandidaten

    Unsere Stabilitätstests sind vor allem wichtig, um die Alltagstauglichkeit beim Betrieb innerhalb der Herstellerspezifikationen zu überprüfen. Daher haben wir alle Tests nur bei Standardeinstellungen in vollem Umfang durchgeführt. Dort gab es aber weder bei MSI noch bei ASUS Kritikpunkte, alle Tests wurden bestanden.
    [break=Cool'n'Quiet: ASUS Crosshair IV Formula]
    Cool'n'Quiet ASUS Crosshair IV Formula - Load


    Ohne aktivierte Stromsparmechanismen liegt die Betriebsspannung der CPU bei etwa 1,25 Volt - etwa 0,05 Volt niedriger als es AMD mit der VID von 1,30 Volt vorsieht. Das Ergebnis der Spannung hängt allerdings davon ab, ob CPU Load-Line Calibration aktiviert ist oder nicht. Denn mit aktiviertem Spannungsausgleich steigt die Spannung beim Wechsel von Idle zu Last, ist der Ausgleich deaktiviert, fällt die Spannung, wenn Last anliegt. Belässt es der Nutzer bei der AUTO-Einstellung, so ist CPU Load-Line Calibration deaktiviert. Gleiches gilt übrigens auch für die Spannung der integrierten Northbridge.

    Cool'n'Quiet ASUS Crosshair IV Formula - Idle


    Aktiviert man die Stromsparmechanismen, so taktet die CPU korrekt auf 800 MHz herunter. Die Spannung wird ebenfalls verringert, der Unterschied zwischen der Vorgabe von 1,225 Volt und dem Ist von 1,212 Volt fällt jedoch geringer aus, als dies bei Last der Fall ist.

    Der Referenztakt fällt bei ASUS 0,7 MHz zu hoch aus. Allerdings zieht sich diese Abweichung nicht komplett durch den Einstellbereich des Referenztaktes durch. Teilweise stimmt der reale Wert exakt mit dem eingestellten überein, teilweise weichen beide Werte um besagte 0,7 MHz ab.
    [break=Cool'n'Quiet: MSI 890FXA-GD70]
    Cool'n'Quiet MSI 890FXA-GD70 - Load


    Wie bereits bei den Bildern zum BIOS erklärt, kann CPU-Z lediglich die VID ausgeben - in unserem Fall 1,30 Volt. Das BIOS gibt die reale Spannung mit 1,304 Volt an - mangels zugänglicher Messpunkte lässt sich diese Angabe aber nicht überprüfen.

    Cool'n'Quiet MSI 890FXA-GD70 - Idle


    Auch bei aktivierten Stromsparmechanismen wird lediglich die VID von 1,225 Volt ausgegeben. Da im BIOS noch keine Stromspareinstellungen wirken, können wir keine Aussage zur real anliegenden Spannung treffen. Aufschluss hierüber werden unsere Messungen zur Leistungsaufnahme geben.

    MSI hält sich im Übrigen an die Vorgabe von 200 MHz Referenztakt. Auch beim Übertakten und somit bei der Nutzung von anderen Werten wird der Wert genutzt, der im BIOS eingestellt wird - ohne Abweichungen.
    [break=Onboard Sound Signal]
    Zu einem ausführlichen Mainboard-Review gehört selbstverständlich auch die Überprüfung der Signalqualität des Onboard-Sounds.

    Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

    RightMark Audio Analyzer


    Wir überprüfen unsere Testsamples mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

    TestRealtek High Definition Audio (Referenz)VIA High Definition AudioRealtek High Definition Audio
    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.01, -0.05+0.09, -0.10+0.01, -0.05
    Noise level, dB (A):-95.4-80.7-87.9
    Dynamic range, dB (A):94.080.788.0
    THD, %:0.00340.0960.0060
    IMD + Noise, %:0.0150.2090.018
    Stereo crosstalk, dB:-69.0-78.5-86.1


    Frequency response

    RightMark Audio Analyzer - Frequency response

    Noise level

    RightMark Audio Analyzer - Noise level

    Dynamic range

    RightMark Audio Analyzer - Dynamic range

    Intermodulation distortion

    RightMark Audio Analyzer - Intermodulation distortion

    Stereo crosstalk

    RightMark Audio Analyzer - Stereo crosstalk


    Die Bewertungen im Einzelnen:

    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.09, -0.10Very good+0.01, -0.05Excellent
    Noise level, dB (A):-80.7Good-87.9Good
    Dynamic range, dB (A):80.7Good88.0Good
    THD, %:0.096Average0.0060Very good
    THD + Noise, dB (A):-54.4Poor-75.5Average
    IMD + Noise, %:0.209Average0.018Very good
    Stereo crosstalk, dB:-78.5Very good-86.1Excellent
    IMD at 10 kHz, %:0.234Average0.016Very good
    General performance:-Good-Very good


    Die linke Bewertungsspalte gehört zur ASUS-Hauptplatine, dessen Onboard-Sound sich als VIA High Definition Audio im Gerätemanger meldet, die rechte Spalte gehört zum MSI 890FXA-GD70 und dessen Realtek-Sound. Anhand der Bewertungen (sowohl im Einzelnen als auch in der Gesamtwertung) wird klar, dass MSI eine über nahezu alle Teilbewertungen reichende, bessere Signalqualität erzielt. Sechs von acht Teilbewertungen fallen bei MSI besser aus als bei ASUS, die verbleibenden verbalen Beurteilungen zeigen einen Gleichstand.

    Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.
    [break=Benchmarks: HDTune (SATA, eSATA, USB)]
    Wie bereits mehrfach angedeutet, haben wir alle Benchmarks auch bei 4 GHz durchgeführt. Um dieses "4 GHz-Profil" auszutesten, sind wir schrittweise vorgegangen. Jede Einstellung auf dem Weg zu unserem Ziel wurde mit einem zwanzig Minuten dauernden LinX-Test auf Stabilität überprüft. Wurde dieser Test fehlerfrei absolviert, so ging es weiter. Herausgekommen sind letztlich folgende Einstellungen, die auf beiden Mainboards durch unseren Benchmarkparcours liefen:

    Overclocking-Werte


    Overclocking-Werte


    Benötigt werden für diese Werte knapp 1,45 Volt VCore, knapp 1,25 Volt VNB und etwa 1,6 Volt VDimm. Die restlichen Spannungen werden jeweils auf den AUTO-Werten belassen, die - sofern wir dies nachvollziehen können - den gleichen Werten entsprechen, die bei Standardtakt verwendet werden. Natürlich gab und gibt es zwischen beiden Hauptplatinen Differenzen in den genutzten Spannungseinstellungen, besonders vor dem Hintergrund der Spannungsproblematik beim MSI 890FXA-GD70. Die real genutzten Spannungen scheinen aber aufgrund der Messungen zur Leistungsaufnahme relativ ähnlich, weshalb wir den mit dem Crosshair IV Formula erzielten Messwerten von 1,45 Volt VCore, 1,25 Volt VNB und 1,55 Volt VDimm vertrauen.



    Für die Messung der Schnittstellenperformance nutzen wir das kostenlose Tool HDTune in der Version 2.55. HDTune lässt eine sehr detaillierte Sicht der Dinge zu, wobei wir uns auf die Kernaspekte der Burst-Rate sowie durchschnittlichen Transferrate konzentrieren. Seit unserem Umstieg auf Windows 7 können wir leider keine Informationen mehr aus der ausgegebenen Prozessorlast ziehen, da diese immer mit -1,0 Prozent bewertet wird.

    HDTune


    SATA-Performance

    HDTune: SATA Average


    Die durchschnittliche Transferrate ist unabhängig vom verwendeten Mainboard und der verwendeten Konfiguration. Hier scheint einzig und allein die Festplatte der limitierende Faktor zu sein.

    HDTune: SATA Burst


    Der Blick auf die Burst-Rate ist dagegen schon wesentlich interessanter. Einerseits lässt sich feststellen, dass die ASUS-Platine ohne Turbo-Modus schneller ist, mit aktiviertem Turbo hingegen nicht. Bemerkenswert daran ist aber der Fakt, dass das MSI 890FXA-GD70 mit aktiviertem Turbo CORE-Feature schneller wird, das ASUS Crosshair IV Formula hingegen langsamer.

    Eines haben aber beide Platinen gemeinsam. Mit unserem 4 GHz-Profil, welches ein deaktiviertes Turbo-Feature, dafür aber einen stark erhöhten HT-Takt beinhaltet, legt die Burst-Rate deutlich zu. Entweder kommt der Schub tatsächlich durch die schnellere Hypertransport-Verbindung zustande, die generell höhere Systemleistung sorgt für die Steigerung oder eine Mischung aus beidem lässt die Burst Rate steigen. Egal wie, übertakten wirkt sich also auch auf die SATA-Leistung aus.

    eSATA-Performance

    HDTune: eSATA Average


    Die eSATA-Performance zeigt ASUS wieder vor MSI - dieses Mal in allen Konfigurationen. Und es zeigt sich, dass in diesem Test auch MSI verliert, wenn Turbo CORE aktiviert wird.

    HDTune:eSATA Burst


    Auch beim eSATA-Burst ist das Crosshair IV ungeachtet der Konfiguration etwas schneller als das 890FXA-GD70. Interessant ist, dass die Normalkonfigurationen (Standardtakt, ohne Turbo) jeweils schneller sind als mit aktiviertem Turbo oder gar übertaktet.

    USB-Performance

    HDTune: USB Average


    De facto keine Unterschiede gibt es bei der durchschnittlichen USB-Transferleistung. Lediglich das 890FXA fällt beim Aktivieren von Turbo CORE etwas zurück.

    HDTune: USB Burst


    Gleiches gilt für den USB-Burst. Bis auf das Ergebnis vom MSI-Board mit aktiviertem Turbo-Feature liegen alle Ergebnisse gleichauf.
    [break=Benchmarks: Everest Memory]
    Everest von Lavalys hat sich in letzter Zeit zu einem populären Benchmark entwickelt. Viele nutzen ihn, die Versionsabhängigkeit ist nicht so ausgeprägt wie bei SiSoft Sandra und auch bei uns im Forum lassen sich viele Vergleichswerte finden. Aus diesem Grund nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark von Everest, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 5.00 mit Build 1.650 zum Einsatz.

    Everest


    Speicherdurchsatz: Lesen


    Die Ergebnisse mit 4 GHz CPU- und über 2,8 GHz Northbridge-Takt sind den übrigen Werten deutlich voraus. Eines zieht sich jedoch durch alle Konfigurationen: Das Crosshair IV ist minimal schneller als das 890FXA-GD70.

    Speicherdurchsatz: Schreiben


    Ein fast identisches Bild zeigt sich beim Write-Test. Unterschied: Mit unserem 4 GHz-Profil ist das MSI-Mainboard um 1 MByte/s schneller als die ASUS-Hauptplatine.

    Speicherdurchsatz: Kopieren


    Im Copy-Test zeigt sich das Crosshair IV von seiner besten Seite. Mit übertaktetem CPU ist das Mainboard um mehr als 250 MByte/s schneller, ohne Übertaktung lässt es das MSI ebenfalls deutlich hinter sich.

    Speicherlatenz


    Die Rangordnung in Bezug auf die Speicherlatenz ist ein Abbild des Copy-Tests.
    [break=Benchmarks: WinRAR, XMPEG, Avidemux, H.264]
    Auch bei WinRAR wird immer auf gleichem Weg getestet: Es wird ein ca. 4,5 Gigabyte großes RAR-Archiv mit gemischtem Inhalt geöffnet und anschließend der integrierte Benchmark laufen gelassen.

    WinRAR"


    WinRAR


    Beim Packen mit WinRAR kommen die Vorteile in puncto Speicherlatenz beim Crosshair IV voll zum Tragen.



    XMPEG + XviD / Avidemux + h.264

    Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere wiederum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.

    Wir haben mit der Wahl von XMPEG in Verbindung mit dem XviD-Codec sowie Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec versucht, diesen Querschnitt abzubilden. Während XMPEG mit dem aktuellen XviD-Codec kaum mehr als einen Prozessorkern beansprucht, nutzt Avidemux dank H.264-Codec jede zur Verfügung stehende Ressource. In beiden Fällen wandeln wir je ein Referenz-Video um und messen dabei die benötigte Zeit.

    XMPEG


    XMPEG + XviD


    Bei XViD zeigt sich ebenfalls ein leichter Vorteil für ASUS, besonders wenn es um die Aktivierung von Turbo CORE geht.



    Avidemux


    Avidemux + H.264


    Knapper geht es da schon beim Avidemux-Test zu, wobei die Rangordnung von ASUS vor MSI gleich bleibt.



    Da das Encodieren eines Videos einen Aspekt darstellt, das Abspielen eines Videos hingegen einen völlig anderen, spielen wir ein vorgefertigtes mit H.264-Codec erstelltes Video im Windows Media Player ab und messen mittels der Windows Leistungsanzeige die auftretende Prozessorlast.

    Perfmon


    CPU-Last Wiedergabe h.264-Video


    Ohne OC ist die Prozessorlast beim MSI deutlich besser als beim ASUS - mit OC hat das Crosshair IV wieder leicht die Nase vorn.
    [break=Benchmarks: POV-Ray, Cinebench R10 + R11]
    Auch der Punkt Rendering darf in unserem Parcours nicht fehlen. Für diesen Bereich nutzen wir drei Programme, die unterschiedliche Anwendungsgebiete haben.

    Auf der einen Seite kommt POV-Ray zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die dafür benötigte Zeit.

    POV-Ray


    POV-Ray


    Auch bei POV-Ray ist unsere Platine von ASUS jeweils Bruchteile von Sekunden schneller als die Platine von MSI.



    Auf der anderen Seite nutzen wir das bekannte Renderprogramm Cinebench in den Versionen R10 und R11. Cinebench basiert auf der Cinema 4D-Software von Maxon und liegt in einer 64 Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen. Wir lassen den Benchmark in der Verstion R10 hintereinander erst auf einem Prozessorkern und dann auf allen Kernen laufen, notieren die jeweiligen Ergebnisse sowie den Speedup-Faktor. Version R11 läuft auf allen Prozessorkernen und gibt ein Ergebnis in Punkten aus.

    Cinebench R10


    Cinebench R10 1 CPU


    Cinebench R10 x CPU


    Cinebench R10 Multiprocessor Speedup


    Im Cinebench R10-Test bestätigt sich die Rangordnung ein weiteres Mal. ASUS liefert mit dem Crosshair IV die schnellere Lösung ab, teilweise liegen einige hundert Punkte zwischen beiden Hauptplatinen. Dass das Bild im Speedup-Faktor etwas durcheinander gewirbelt wird, liegt daran, dass ASUS einen wesentlich besseren Turbo-Modus bietet, welcher umgekehrt schlecht für die Multiprozessor-Beschleunigung ist.

    Cinebench R11


    Auch im aktuellen Release R11 bestätigt sich das bisherige Gesamtbild.
    [break=Benchmarks: Crysis, UT3]
    Crysis


    Crysis ist ein DirectX 10-Spiel, welches einen integrierten CPU-Benchmark in 64 Bit bietet. Wir lassen diesen Benchmark mit Hilfe des kostenlosen "Crysis Benchmark-Tools" hintereinander in den Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 sowie 1920x1200 jeweils mit dem Detail-Level "High" laufen.

    Crysis


    Crysis 1280x1024


    Crysis 1600x1200


    Crysis 1920x1200


    Der erste Spiele-Test mit Crysis bietet einmal mehr ein eindeutiges Bild. Das Crosshair IV Formula ist immer einen Tick schneller als das 890FXA-GD70 - egal ob übertaktet oder nicht. Lediglich bei 1920 x 1200 und 4 GHz CPU-Takt scheinen wir das Grafikkartenlimit erreicht zu haben, hier sind beide Konfigurationen identisch schnell.



    UT3


    Unreal Tournament bzw. dessen Game-Engine ist ein Beispiel für gute Systemausnutzung. Hier spielt die Grafikleistung eine weniger gewichtige Rolle - stattdessen skaliert das Spiel mit der Anzahl der Prozessorkernen und ist somit ideal für einen Systemvergleich.

    UT3


    Findige Programmierer haben ein kleines, kostenloses Tool namens "UT3-Bench" geschrieben, welches wir für unsere Benchmarks nutzen. Auch hier nutzen wir die Auflösungen von 1280x1024, 1600x1200 sowie 1920x1200 und lassen den Benchmark mit der Map vCTF-Suspense_fly jeweils 60 Sekunden laufen. Vor den Durchläufen wird jedoch noch der von Haus aus eingebautet Frame-Limiter deaktiviert.

    UT3 1280x1024


    UT3 1600x1200


    UT3 1920x1200


    Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass Unreal Tournament 3 keine Paradedisziplin des MSI-Boards ist. Es wird vom ASUS-Probanden förmlich deklassiert, je nach Auflösung und Takteinstellung liegen 10 bis 30 FPS zwischen beiden Hauptplatinen.
    [break=Benchmarks: Doom 3, FarCry 2]
    Doom 3


    Doom 3 stellt unseren Vertreter der etwas älteren Spiele dar, was insgesamt zu einem guten Querschnitt durch die Spielewelt führt. Es wird mit "Ultra Details" getestet. Gewertet wird jeweils der zweite Durchlauf, da beim ersten Durchlauf starke Nachladeruckler auftreten und dadurch das Ergebnis verfälschen.

    Doom 3


    Doom 3 1024x768


    Doom 3 1280x1024


    Doom 3 1600x1200


    Doom 3 zeigt ebenfalls das Crosshair IV im Vorteil - allerdings nur sehr knapp.



    FarCry 2


    FarCry 2 hat ähnlich wie Unreal Tournament 3 den Ruf, eine gute Ressourcenauslastung zu besitzen. Das Spiel profitiert von Mehrkernprozessoren, bietet eine detailreiche Grafik sowie einen integrierten Benchmark und ist somit ideal für einen Prozessortest.


    FarCry 2


    FarCry 2 1280x1024


    FarCry 2 1600x1200


    FarCry 2 1920x1200


    FarCry 2 zeigt als letzter Spiele-Test noch einmal, dass ASUS die bessere Performance in Spielen bietet. Allerdings gilt das in diesem Test nur soweit, wie wir es mit Standardtakt zu tun haben. Mit unserem 4 GHz-Profil ist das MSI bei höheren Auflösungen leicht im Vorteil.
    [break=Benchmarks: 3DMark Vantage]
    Zum Abschluss unseres Benchmark-Parcours statten wir Futuremark noch einen Besuch ab. Obwohl die Benchmarks aus diesem Hause derzeit heftig umstritten sind (wir berichteten), gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten.

    Futuremark bietet mit 3DMark Vantage einen Benchmark an, der ausschließlich unter Windows Vista bzw. Windows 7 läuft. 3DMark Vantage lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen.

    3DMark Vantage Performance


    3DMark Vantage Performance


    3DMark Vantage Performance


    3DMark Vantage Performance CPU


    Der 3DMark Vantage stellt keine Ausnahme der Hirarchie dar. Das Crosshair IV Formula ist minimal schneller als das 890FXA-GD70.
    [break=Benchmarks: Leistungsaufnahme]
    Wie viel Energie verbraucht der aktuelle PC? Die Antwort auf diese Frage darf natürlich nicht fehlen. Aus diesem Grund messen wir die Leistungsaufnahme in bestimmten Szenarien mittels des Voltcraft Energy Monitor 3000. Dabei messen wir die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems. Aufgrund der bereits beschriebenen Probleme, die real anliegenden Spannungen beim MSI 890FXA-GD70 zu messen (nicht erreichbare Messpunkte, mangelnde Auslesemöglichkeiten) und somit auf wirklich benötigte Werte abzustimmen, haben wir uns entschieden, die Ergebnisse unseres 4 GHz-Profils nicht mit in die Diagramme aufzunehmen. Somit vermeiden wir eine ungleiche Behandlung der Probanden.

    Den Anfang macht ein Durchlauf des 3DMark Vantage im Performance-Preset. Hier messen wir mit einer Stoppuhr die Zeit vom Klick auf den Button "Run Benchmark" bis zur Ausgabe des Ergebnisses (der Durchlauf erfolgt ohne Feature Tests). Die in dieser Zeit verbrauchte Energie wird ins Verhältnis zur Zeit gesetzt und die durchschnittliche Leistungsaufnahme errechnet.

    Leistungsaufnahme 3DMark Vantage


    Wieder liegt ASUS vor MSI. Obwohl bei beiden Platinen das Ergebnis mit Turbo CORE schlechter wird, verbrauchen sie dennoch mehr Energie. Das Crosshair IV Formula weist hier trotz allem eine bessere Effizienz auf.

    Für die restlichen Messungen stellen wir keine besonderen Durchschnitts-Rechnungen an. Hier wird lediglich der Wert vom Messgerät abgelesen, bei welchem sich das System nach kurzer Zeit einpegelt.

    Leistungsaufnahme Prime95 64 Bit


    Satte 20 Watt Unterschied stehen während voller CPU-Auslastung zu Buche. Doch hier sind wir der Meinung, dass die im Normalzustand sehr niedrige Betriebsspannung der CPU beim Crosshair IV Formula ursächlich ist. Denn wie sich gezeigt hat, liegen unter Last nur etwa 1,25 Volt beim ASUS-Mainboard an, wobei das MSI-Pendant vermutlich näher an der Spezifikation von 1,30 Volt liegt (lt. BIOS-Anzeige 1,304 Volt).

    Leistungsaufnahme Idle ohne Cool'n'Quiet


    Im Idle-Betrieb liegen beide Platinen wieder sehr dicht beieinander, wobei das Crosshair IV noch immer leichte Vorteile hat.

    Leistungsaufnahme Idle mit Cool'n'Quiet


    Mit aktivierten Stromsparmechanismen liegen beide Probanden innerhalb von zwei Watt Differenz.

    Leistungsaufnahme während S3


    MSI bietet während des S3-Standby die bessere Leistungsaufnahme - hier liegt das 890FXA-GD70 deutlich vor dem Crosshair IV.

    Leistungsaufnahme abgeschaltet


    Abgeschaltet wird der Unterschied sogar eklatant groß. Die ASUS-Platine verbraucht hier mehr als drei Mal soviel Energie wie das MSI-Pendant. Gute Arbeit, MSI!
    [break=Erkenntnisse: ASUS Crosshair IV Formula]
    Auf dieser Seite haben wir einige Erkenntnisse zusammengetragen, die an anderer Stelle nicht in den Artikel gepasst haben, dennoch aber durchaus interessant sind.

    AspektErgebnis
    KondensatorenherstellerSolid State
    funktioniert S3ja
    funktioniert S1ja
    funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
    funktioniert Ruhezustandja
    Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F8)
    funktioniert AHCIja
    Default-Einstellung USB Legacy-SupportEnabled
    verwendeter TaktgeneratorICS9LPRS477CKL
    zum Test verwendete BIOS-Version0905
    v. 22.06.2010
    Produktseitewww.ASUS.com
    Preisab ca. 176 Euro


    Overclocking

    Ein kurzer Test, wie hoch der Referenztakt mit Speicher-Vollbestückung angehoben werden kann, darf natürlich nicht fehlen.

    ASUS Crosshair IV Formula: OC-Ergebnis


    Bis 340 MHz Referenztakt kamen wir relativ leicht. Spannungen vom Mainboard mussten dafür nicht verändert werden. Allerdings mussten wir für diesen Wert das Speicherverhältnis von 3:8 (DDR3-1066) verwenden, was in über 900 MHz Speichertakt resultierte und vermutlich noch höhere Taktraten verhinderte. Mit 1:2 (DDR3-800) bootet das Crosshair IV Formula nicht, wenn der Referenztakt in die Region um 300 MHz vordringt.

    Erfahrungen von anderen Übertaktern zeigen, dass 1:2 bei vielen auch in Verbindung mit hohen Referenztakten funktioniert - aber nicht bei allen. Funktioniert es, sind Ergebnisse von deutlich über 340 MHz möglich. Eine Vermutung ist, dass möglicherweise der verwendete Arbeitsspeicher und dessen SPD für eine Wechselwirkung mit dem Mainboard sorgt. Dies ist nicht unmöglich, da wir diverse Einstellungen anderer Übertakter, die kein Problem mit 1:2 hatten, ohne Erfolg ausprobiert haben. Hier besteht also noch Verbesserungspotenzial.

    DDR3-1600

    ASUS Crosshair IV Formula: DDR3-1600


    Die Einstellung für DDR3-1600 funktioniert beim Crosshair IV tadellos - selbst während unserer Thuban-OC-Tests in Verbindung mit einem hohen Northbridgetakt.

    OC-Recovery

    Stürzt ein System aufgrund zu hoher Übertaktung ab oder verweigert sogar komplett den Bootvorgang, dann ist eine funktionierende OC-Recovery-Funktion sehr willkommen. Im Idealfall bootet das System mit Default-Werten, die BIOS-Einstellungen sind allerdings noch so vorhanden, wie sie beim letzten Besuch gesetzt wurden. So erspart man sich im Falle eines Absturzes einen kompletten CMOS-Clear - lediglich die limitierende Einstellung muss abgemildert werden und ein neuer Versuch kann gestartet werden.

    Beim Crosshair IV gibt es selbstverständlich eine solche Funktion. Mit frühen BIOS-Versionen gab es allerdings das Problem, dass es gelegentlich dazu kommen konnte, dass nach einem Systemfreeze (Stillstand des Systems unter hoher Auslastung) und einem Reset die Northbridgespannung zu niedrig war, um das System wieder korrekt zu booten. Leider funktionierte in dieser Situation auch kein OC-Recovery, weshalb das System komplett abgeschaltet und neu gestartet werden musste. Mit neueren BIOS-Versionen ist diese Problematik behoben worden.

    ROG Connect

    Ein weiteres Feature für den Übertakter hört auf den Namen ROG Connect. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen USB-Kabel (ein spezielles Male-to-Male-Kabel) kann das Crosshair IV mit einem anderen Computer oder Laptop verbunden werden. Aktiviert man im BIOS zusätzlich ROG Connect und installiert auf dem zweiten Rechner die beiliegende Software, so kann man das ASUS-Mainboard vom Zweitrechner aus steuern. Starten, rebooten, ausschalten, Takt- und Spannungsveränderungen sind kinderleicht mit einigen Mausklicks durchzuführen - und das im laufenden Betrieb. Auch die Temperaturüberwachung und die Spannungsanzeige ist problemlos möglich.

    Jeder Übertakter, der einmal mit diesem Feature gearbeitet hat, wird es wahrscheinlich nicht mehr missen wollen. Für jeden anderen Nutzer wird ROG Connect sinnlose Spielerei sein. Denn abseits der Jagd nach Benchmarkrekorden fällt es ziemlich schwer, einen sinnvollen Einsatzzweck zu nennen.

    Treiber-"Vergesslichkeit"

    Ein negativer Aspekt hat uns während des gesamten Testzeitraumes geplagt. Im Testrechner steckt auch eine zusätzliche Soundkarte von Creative, die parallel zum Onboardsound betrieben wird. Grundsätzlich funktioniert diese Kombination problemlos, allerdings "vergisst" unsere Hauptplatine bei beinahe jedem Reboot Details zum Audiotreiber (Lautstärke bzw. Lautsprecherkonfiguration) oder aber den kompletten Treiber. Werden nur Details vergessen, so ist es mit der Einstellung der 5.1-Konfiguration, der Aktivierung der Bassumleitung und der Einstellung der Pegel getan. Ist das Gerät hingegen nicht mehr ansprechbar, so muss der Treiber deinstalliert werden, anschließend nach neuer Hardware gesucht, der Treiber installiert und ebenfalls alle Detaileinstellungen vorgenommen werden - unter Umständen nach jedem Windowsstart.

    Interessant wird es, wenn man weiß, dass sich dieses Phänomen über mehrere Treiber, mehrere BIOS-Versionen und auch zwei verschiedenen Soundkarten erstreckte. Sowohl eine SoundBlaster Audigy 2 ZS im PCI-Steckplatz als auch eine Creative Soundblaster X-Fi mit PCIe-Interface sind davon betroffen. Nutzt man hingegen die gleiche Windowsinstallation samt Hardwarekonfiguration in Verbindung mit MSIs 890FXA-GD70, so löst sich diese Problematik in Luft aus und alles läuft reibungslos. Mit diesem Wissen könnte man meinen, dass es sich um eine Art Inkompatibilität der ASUS-Hauptplatine mit Creative-Soundkarten handelt. Möglicherweise handelt es sich aber auch um etwas viel "irdischeres": Nachfragen bei ASUS haben ergeben, dass sich sowohl der PCI-Slot als auch der zweite PCI Express-Slot (PCIE_X8/X1_2) einen IRQ mit dem JMicron-Controller teilen müssen. Die Deaktivierung dieses JMicron-Controllers brachte eine deutliche Verbesserung der Situation, ganz verschwunden ist sie jedoch (noch) nicht. Insofern bleibt auch die Frage, inwieweit andere Erweiterungskarten in diesen Slots betroffen sein könnten.
    [break=Erkenntnisse: MSI 890FXA-GD70]
    Kommen wir nun zu den Erkenntnissen rund um MSIs 890FXA-GD70.

    AspektErgebnis
    KondensatorenherstellerSolid State
    funktioniert S3ja
    funktioniert S1ja
    funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
    funktioniert Ruhezustandja
    Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F11)
    funktioniert AHCIja
    Default-Einstellung USB Legacy-SupportEnabled
    verwendeter TaktgeneratorRealtek
    RTM880N-793
    zum Test verwendete BIOS-VersionV1.60
    v. 18.05.2010
    Produktseitewww.MSI.com
    Preisab ca. 162 Euro


    Overclocking

    MSI 890FXA-GD70: OC-Ergebnis


    Bei 330 MHz war bei unserem Probanden aus dem Hause MSI schlagartig Schluss. Bis dahin war keine Erhöhung der Betriebsspannungen notwendig und auch das Speicherverhältnis 1:2 funktionierte im Gegenzug zum Crosshair IV tadellos. Oberhalb von 330 MHz konnten wir aber auch mit verschiedenen Kombinationen aus Boardspannungen, Speichertakten und Speichertimings keine Verbesserungen mehr erzielen. Nichts desto trotz sind 330 MHz nicht zu verachten - schließlich reicht dieser Referenztakt selbst bei einem 1055T mit Multiplikator 14 für über 4,6 GHz - mehr als genug im Alltagsbetrieb.

    DDR3-1600

    MSI 890FXA-GD70: DDR3-1600


    Auch bei unserem Testkandidaten von MSI funktioniert die Einstellung für DDR3-1600 tadellos.

    OC-Recovery

    Im Gegensatz zum Crosshair IV Formula konnten wir während unserer Tests keinerlei Auffälligkeiten in Bezug auf OC-Recovery beim MSI-Board feststellen. Bei Abstürzen oder zu straffen Einstellungen griff dieses Feature zuverlässig.
    [break=Fazit]
    Titelbild zum ASUS Crosshair IV Formula


    An dieser Stelle möchten wir die Leser beglückwünschen, die sich durch die vergangenen fast 30 Seiten mit Bildern, Details und vor allem viel Text gekämpft haben. Für diese Leser wird das Fazit dieses Artikels keine neuen Erkenntnisse beinhalten. Für alle anderen wollen wir die Erfahrungen mit unseren zwei Probanden noch einmal kurz zusammenfassen.

    Zäumen wir das Pferd einmal von hinten auf und trennen bei beiden Platinen zwei Aspekte: Die Pflicht namens Normalbetrieb und die Kür namens Overclocking. In der Pflicht sehen wir das MSI 890FXA-GD70 in Front - und das nicht ganz unwesentlich. Die Stabilität stimmt, Lieferumfang und Features passen und im Alltagsbetrieb gibt sich die Hauptplatine keine Blöße. Die Aufteilung der PCI Express-Slots erlaubt dem Benutzer eine etwas höhere Flexibilität in Bezug auf Erweiterungskarten im Gegensatz zum Crosshair IV Formula. Hinzu kommt beim ASUS-Mainboard die beschriebene Treiber-Problematik, wahrscheinlich verursacht durch einen IRQ-Konflikt auf Hardware-Ebene zwischen JMicron-Controller, PCI-Slot und PCIE_X8/X1_2. Die Heatpipe wirkt beim 890FXA-GD70 besser verarbeitet, der Onboard-Sound bietet eine minimal bessere Signalqualität und der Preis spricht ebenfalls für die MSI-Platine.

    In der Kür, dem Overclocking, dreht sich das Bild hingegen um. Hier macht ASUS nahezu jeden Aspekt einen Tick besser als MSI. Obwohl beide Mainboards sehr ähnliche Gene mitbringen, ist ASUS in vielen Details voraus. Das fängt bei wesentlich besser platzierten Spannungsmesspunkten an, führt über die bessere Umsetzung einiger BIOS-Optionen, eine umfangreichere Lüftersteuerung, einen im OC-Test höheren Referenztakt und hört letztendlich bei einer minimal besseren Performance auf. Kritisieren müssen wir am Crosshair IV lediglich, dass das Speicherverhältnis 1:2 (DDR3-800) bei hohen Referenztakten nicht funktioniert (möglicherweise in Wechselwirkung mit dem verwendeten Arbeitsspeicher) und dass mit früheren BIOS-Versionen OC-Recovery teilweise nicht richtig funktionierte - was mittlerweile behoben ist.

    Wer nicht oder nur moderat übertaktet, dafür aber auf bedingungslose Alltagstauglichkeit Wert legt, der ist nach unseren Erfahrungen mit dem MSI 890FXA-GD70 etwas besser bedient. Wer aber die letzte Leistungsreserve aus seinem System kitzeln will, der kommt de facto nicht um das ASUS Crosshair IV Formula herum. Der Käufer erhält eine bedingungslos auf OC ausgelegte Hauptplatine, die im Alltagsbetrieb eine gute Figur macht, aber nicht ganz perfekt ist.

    Das fanden wir beim ASUS Crosshair IV Formula gut :)
    • sehr gute Stabilität, auch im übertakteten Zustand
    • sehr gute Performance
    • ein für Übertakter hervorragendes Feature-Set

    Das fanden wir beim ASUS Crosshair IV Formula nicht so gut :(
    • Probleme beim Betrieb von Creative-Soundkarten (wahrscheinlich IRQ-Konflikt)
    • die Signalqualität des Onboard-Sounds



    Das fanden wir beim MSI 890FXA-GD70 gut :)
    • sehr gute Stabilität, auch im übertakteten Zustand
    • gute Signalqualität des Onboard-Sounds
    • niedrigerer Preis im Vergleich zum Crosshair IV

    Das fanden wir beim MSI 890FXA-GD70 nicht so gut :(
    • Spannungsoptionen sind im BIOS merkwürdig gemappt
    • ungünstig positionierte Spannungsmesspunkte



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