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Thema: Intel X25-V

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    Intel X25-V

    Titelbild Intel X25-V


    Was? Ein Artikel mit einem Intel-Produkt auf Planet 3DNow!, der AMD-Bastion schlechthin? Blasphemie!

    Nunja, ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Denn erstens ist Intel aufgrund von einigen Themenabenden kein Neuankömmling bei uns, sondern gern gesehener Gast, und zweitens beschäftigen wir uns heute mit einem Produkt, für welches es keine AMD-Alternative gibt: Eine SSD. Seit Marktreife von SSDs (Solid State Drive) ist Intel immer vorn dabei, wenn es um Leistung geht. Gute Technik und anfängliches Schwächeln der Controller-Konkurrenz (speziell JMicron) haben Intel den einen oder anderen Euro in die Kassen gespült, wenngleich SSDs zum Marktstart ein sündhaft teures Vergnügen waren.

    Mit der Zeit wurden SSD-Laufwerke erschwinglicher, obwohl man in einem Dilemma steckte: Ein neues Laufwerk mit ausreichender Kapazität, um sowohl das Betriebssystem als auch Nutzerdaten aufzunehmen, schlug mit Preisen zu Buche, für die andere User einen kompletten PC inklusive Bildschirm kaufen. Kleinere, preiswertere (und dennoch flotte) der auf der Flash-Technik basierenden Laufwerke gab es anfangs nicht.

    Geändert hat sich dies, als Intel, Kingston und OCZ Mitte 2010 Laufwerke mit 32 bzw. 40 GByte Kapazität vorstellten, die im Preisrahmen um etwa 100 Euro zu haben waren. Groß genug, um das Betriebssystem, einige Anwendungen und vielleicht noch ein paar eigene Dateien aufzunehmen, dafür aber preislich in einem erschwinglichen Rahmen - so wurden SSDs massentauglich gemacht.

    Im heutigen Artikel beschäftigen wir uns ein wenig mit Intels X25-V mit 40 GByte Speicherkapazität, deren Praxiseinsatz sowie den Vor- und Nachteilen des Gerätes.

    Viel Vergnügen beim Lesen!
    [break=Impressionen von Intels X25-V]
    Intel X25-V


    Intels X25-V kommt in einer kleinen, handlichen Box daher - die natürlich in blau gehalten ist.

    Intel X25-V


    Die Rückseite der Verpackung enthält einige Hinweise - unter anderem, dass das Bild von der realen SSD abweichen kann.

    Intel X25-V


    Entfernt man die Umverpackung, so erblickt der Käufer eine SSD in Antistatikfolie in einem weiteren Pappkarton.

    Intel X25-V


    Neben der SSD befinden sich noch einige Schrauben, ein Aufkleber, eine kurze Bedienungsanleitung in Papierform sowie eine CD mit einem Garantie- und Installationsguide in der Verpackung.

    Intel X25-V


    Für viele wird dieses Teil wichtig werden: In einem herkömmlichen PC-Gehäuse werden fast ausschließlich 5,25"- und 3,5"-Schächte verbaut. Da eine SSD im 2,5"-Format gefertigt wird, muss in den meisten Gehäusen ein Adapter verwendet werden, um das Flashlaufwerk zu verbauen. Genau diesen Adapter liefert Intel mit - inklusive der Schrauben, die zur Befestigung benötigt werden.

    Intel X25-V


    Intel X25-V


    Die SSD in Großformat. Das Laufwerk wird in einem Metallgehäuse geliefert, welches auf der Oberseite Produktinformationen bereithält und an der Unterseite ohne Schnörkel auskommt.

    Intel nutzt für die Intel X25-V MLC-Speicher (Multi-Level Cell), welcher in 34 nm Strukturen gefertigt wird. Als maximale Leserate gibt Intel bis zu 170 MByte/s an, geschrieben werden kann lt. Hersteller mit bis zu 35 MByte/s. Weitere Informationen zu den Spezifikationen des Laufwerks bietet der Hersteller auf der Produktseite an.
    [break=Die Technik hinter Solid State Drives]
    Solid State Drives, kurz SSDs, sind nicht mehr neu. Seit ein paar Jahren begleiten sie vor allem Enthusiasten und sind dank sinkender Preise mittlerweile auch aus dem Midrange-Segment nicht mehr wegzudenken. Während dieser Entwicklungszeit haben sich dutzende Webseiten mit der Technik der SSD, den Problemen, den Geschwindigkeitsvorteilen und der Alltagstauglichkeit der Laufwerke beschäftigt.

    Wir möchten unsere Leser deshalb nicht mit dem fünfhundertsten Aufguss der siebenundneunzigsten Problematik langweilen. Es wurde in den Weiten des Internets schon über jede erdenkliche Situation berichtet, weshalb wir an dieser Stelle einfach auf die wichtigsten Fakten hinweisen wollen. In erster Linie sei dabei die Seite AnandTech genannt, für die mit ProphetCHRIS und soulpain bereits zwei Netzteiltester von Planet 3DNow! Reviews geschrieben haben bzw. noch immer schreiben.

    Anand Lal Shimpi, Inhaber von AnandTech, ist seit der ersten Stunde der SSD dabei und hat zahllose Wissensartikel über die Flash-Laufwerke geschrieben. Seiner Feder entstammen dutzende Performance-Analysen genauso wie sehr tiefgründige Artikel über den Aufbau und die technischen Details einer SSD. Aus einer Vielzahl von Artikeln dürfte besonders ein Werk hervorzuheben sein: The SSD Anthology: Understanding SSDs and New Drives from OCZ

    Darin wird auf verständliche Art und Weise erklärt, was eine SSD schnell macht, warum sie mit zunehmender Lebensdauer langsamer wird (sofern keine Gegenmaßnahmen wie TRIM oder Garbage Collection ergriffen werden), worin die Schwierigkeiten bei den Controllern liegen und welche Lebenserwartung eine SSD haben kann. Kurzum: Für den Technik-affinen, aber noch nicht sonderlich gut informierten Leser ist dieser Artikel absolut lesenswert, da er beinahe alle wichtigen Informationen bereithält, die man als geneigter SSD-User wissen möchte und manchmal auch sollte.

    Zudem finden sich auf AnandTech.com auch zahlreiche Artikel, die sich um die Performance der einzelnen SSD-Modelle kümmern. Welches Modell ist das Beste für meinen Einsatzzweck, wo hole ich die optimale Leistung oder wer stellt den Preis-/Leistungstipp her? All diese Fragen werden in der Kategorie SSD/HDD beantwortet, weshalb sich ein Besuch durchaus lohnt. Und wer einmal in die Tiefen der SSD-Materie abgetaucht ist, der wird erkennen, warum wir einfach auf AnandTech verweisen statt selbst einen Wissensartikel zu schreiben: Wir könnten es schlichtweg nicht besser machen!
    [break=Das Testsystem]
    Während wir für diverse Testgebiete (Mainboards, Gehäuse, Netzteile etc.) festgelegte Testszenarien erarbeitet haben und verwenden, haben wir für Festplatten bzw. SSDs kein festgelegtes Testprozedere. Vor dem heutigen Test musste also die Frage geklärt werden, was wir testen und auch, welche Hardware zum Einsatz kommt.

    In unsere Überlegungen ist eingeflossen, dass Intels X25-V ein Kompromiss aus Geschwindigkeit, Features und vor allem dem Preis ist. Demzufolge ist ein vergleichender Test mit High End-Festplatten à la WD VelociRaptor oder Spitzen-SSDs nicht der richtige Weg. Wir haben uns daher entschieden, unseren Probanden dort zu testen, wo er erstens in Sachen Formfaktor passt, zweitens eine Festplatte ersetzt, die meistens ebenfalls einen Kompromiss aus Leistung und Leistungsaufnahme darstellt und drittens ein sinnvolles Upgrade zur Standardausstattung darstellt: In einem Laptop.

    Unser Testlaptop HP DV7-2225sg bietet folgende Eckdaten:
    • Intel Core 2 Duo T6600
    • 2x 2048 MByte DDR3-800
    • ATI Radeon HD 4650
    • 2x 320 GByte Western Digital WD3200BEKT (SATA, 7.200 u/min, 16 MByte Cache)


    Für die Messung der Leistungsaufnahme kommt unser bewährtes Voltcraft Energy Monitor 3000 zum Einsatz.

    Auf der Software-Seite haben wir es mit folgender Konfiguration zu tun:

    verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
    Windows 7 Home Premium
    64 Bit, aktueller Stand
    DirectX
    11
    Grafikkartentreiber
    Catalyst 9.7
    Chipsatz-/Mainboardtreiber
    aktuelle Version des Herstellers
    PCMark Vantage
    Advanced, Build 1.0.2
    HDTune
    2.55
    AVG Anti Virus
    aktuelle Version

    [break=Der Einbau]
    Bevor wir mit unseren vergleichenden Benchmarks loslegen konnten, mussten wir zuerst sicherstellen, dass sowohl die original verbaute Festplatte als auch die neu zu verbauende Intel-SSD auf die gleichen Daten zurückgreifen. Die Festplatte musste also auf die SSD geklont werden.

    Intel X25-V


    Unser noch jungfräulicher Test-Laptop. HP verbaut in diesem Modell zwei identisch große Festplatten, wovon eine durch unsere SSD ersetzt werden sollte.

    Intel X25-V


    Intel X25-V


    Gott sei Dank hat HP mitgedacht und an der Unterseite eingraviert, welches Laufwerk wo verbaut ist. Laufwerk 1 stellt dabei das Systemlaufwerk dar, von dem gebootet wird. Genau dieses wollten wir tauschen.

    Intel X25-V


    Es hieß also im ersten Schritt, beide Western Digital-Festplatten freizulegen. Beide deshalb, weil wir zuerst die zweite Platte gegen die SSD tauschen mussten, damit wir Laufwerk 1 auf die Solid State Disk klonen konnten.

    Intel X25-V


    Auf diesem Bild sieht man den "Rahmen", auf dem die SSD verbaut wurde. Kleine Gummipuffer an jedem Ende sorgen für eine entkoppelte Montage - mit SSD zwar nicht mehr relevant, eine andere Befestigungsmöglichkeit im Laptop besteht jedoch nicht.

    Intel X25-V


    Fertig montiert sah das Ganze dann so aus. Rein in das Gerät und den Klonvorgang starten.

    Intel X25-V


    Mittels Acronis True Image Home wurde das Bootlaufwerk geklont. Anschließend wurde die SSD wieder entfernt und die originale Festplatte als Laufwerk 2 verbaut. Nun konnten die Tests sowohl mit der Festplatte als auch später mit der SSD starten.
    [break=Benchmarks]
    Für die Messung der Schnittstellenperformance nutzen wir das kostenlose Tool HDTune in der Version 2.55. HDTune lässt eine sehr detaillierte Sicht der Dinge zu, wobei wir uns auf die Kernaspekte der Burst-Rate sowie durchschnittlichen Transferrate konzentrieren.

    HDTune


    Intel X25-V HDTune Average


    Mehr als zweieinhalb Mal so hoch fällt die durchschnittliche Transferrate der Intel-SSD gegenüber der herkömmlichen Festplatte aus.

    Intel X25-V HDTune Burst


    Überraschung jedoch bei der Burst-Transferrate. Hier liegt die HDD deutlich vor dem Flashlaufwerk.



    Der PCMark Vantage bietet verschiedene Suiten, die unterschiedliche Bereiche des PCs testen. Wir nutzen im heuten Test die Productivity- sowie die HDD-Suite und können somit ein detailliertes Ergebnis erzielen.

    PCMark Vantage


    Intel X25-V PCMark Vantage Productivity


    Intel X25-V PCMark Vantage HDD


    Die Productivity-Suite profitiert enorm von schnellen Anwendungsstarts, weshalb das deutlich höhere Ergebnis der SSD nicht überrascht. Bei Anwendungen hat die Infrastruktur des Systems in Form von Prozessor und RAM natürlich noch einen entscheidenden Einfluss. Wird dieser Einfluss eliminiert und ausschließlich die Festplatte gestresst, so fällt der Unterschied noch deutlicher aus - stellvertretend hierfür steht das Ergebnis in der HDD-Suite.

    Doch was bedeutet das in der Praxis?

    Intel X25-V Bootzeit


    Vom Druck auf den Power-Button bis zum fertig geladenen Windows-Desktop (genauer gesagt bis zur Bereitschaft des Virenscanners) vergeht mit einer SSD wesentlich weniger Zeit. Und das, obwohl beide Laufwerke erst die Postsequenz des BIOS durchlaufen müssen, wo es keine Rolle spielt, ob eine HDD oder eine SSD im System steckt - die Zeit also bei beiden Exemplaren gleich lang ist. Erst mit dem Beginn des Windows-Ladevorgangs kann ein Unterschied gemessen werden, der insgesamt mit über 40 Prozent weniger Zeit deutlich mess- und natürlich auch spürbar ist.

    Intel X25-V Virenscan


    Beim Virenscan des Betriebssystem-Laufwerks konnten wir immerhin noch einen Unterschied von fast fünf Minuten bzw. knapp 15 Prozent ausmachen.
    [break=Benchmarks - Fortsetzung]
    Als nächstes haben wir getestet, wie lange es dauert, bis eine Änderung an den Laufwerkseigenschaften für alle Dateien und Ordner übernommen wird. Wir haben dafür die Laufwerkseigenschaften geöffnet und den Haken bei "Zulassen, dass für Dateien auf diesem Laufwerk Inhalte zusätzlich zu Dateieigenschaften indiziert werden" gesetzt. Ab dem Klick auf "Übernehmen" haben wir die verstrichene Zeit gemessen.

    Intel X25-V Dateiindizierung aktivieren


    Mit rund sechs Prozent weniger verbrauchter Zeit setzt sich die SSD auch hier in Front.

    Doch damit nicht genug. Für den folgenden Test haben wir den Haken einfach wieder entfernt und erneut gemessen, wieviel Zeit vergeht, bis die Änderung auf alle Dateien und Ordner des Laufwerks angewendet wurde.

    Intel X25-V Dateiindizierung deaktivieren


    Überraschung: In diese Richtung ist die Änderung auf der herkömmlichen HDD schneller abgearbeitet als auf der Intel-SSD. Diesmal fällt der Unterschied mit rund acht Prozent sogar etwas höher aus.

    Intel X25-V Ordner kopieren


    Beim Kopieren eines etwa 4,5 Gigabyte großen Ordners vom physischen Laufwerk 2 auf das Laufwerk mit dem Betriebssystem kommt die lineare Transferrate der HDD voll zur Geltung und verweist die SSD auf Rang zwei - mit deutlichem Rückstand. Hinzu kommt die mit 35 MByte pro Sekunde seitens Intel angegebene, relativ niedrige Schreibrate der X25-V. Das Ergebnis dieses Tests sollte sich mit zunehmendem Füllgrad der Laufwerke aber verändern. Die SSD muss unter Umständen erst Zellen löschen, um neue Daten aufnehmen zu können und hat damit länger zu tun, die lineare Transferrate der HDD fällt mit zunehmendem Füllgrad aufgrund der Positionierung des Schreibkopfes auf den Platters ab.



    Interessant ist natürlich auch die Leistungsaufnahme. Denn die kann bei Laptops nicht niedrig genug sein, hält dadurch doch schließlich der Akku länger. Wir haben deshalb die Leistungsaufnahme des Laptops sowohl mit HDD als auch mit SSD gemessen, wobei sich das Gerät im Netzbetrieb (ohne Akku) befand, um mögliche Einstellungen in Bezug auf Stromsparmodi zu umgehen.

    Intel X25-V Leistungsaufnahme Idle


    Mit gerade einmal 0,6 Watt Differenz können wir einerseits der SSD keinen nennenswerten Vorteil bescheinigen, andererseits können wir der HDD eine gute Leistungsaufnahme bescheinigen.

    Intel X25-V Leistungsaufnahme Load


    Unter Last, während des HDTune-Benchmarks, schrumpft der Vorsprung der SSD auf nur noch 0,4 Watt zusammen. Insgesamt also ein eher bescheidener Vorteil der SSD gegenüber einer herkömmlichen HDD.
    [break=Fazit]
    Titelbild Intel X25-V


    Auf den letzten Seiten haben wir gesehen, dass eine SSD vor allem eines ist: Schnell. Wobei dies nicht auf alle Lebenslagen zutrifft. Denn wenn es um die lineare Transferrate geht, kann auch eine gute herkömmliche Festplatte durchaus mithalten. Vorteile hat eine SSD vor allem dann, wenn es um den lesenden Zugriff und die Zugriffszeiten geht. Hier führt kein Weg am mittlerweile etablierten Flash-Laufwerk vorbei. Doch zu welchem Preis?

    Eine SSD kann in Sachen Speicherplatz noch lange nicht mit herkömmlichen Festplatten mithalten. SSDs mit einer den Festplatten ebenbürtigen Kapazität (ab 500 GByte) sind auch heute noch nahezu unbezahlbar. Sinn machen diese Laufwerke hingegen für Betriebssysteme und häufig verwendete Daten. Denn genau an diesen Stellen kommt die kurze Zugriffszeit und die hohe Leserate voll zur Geltung, beispielsweise bei enorm verkürzten Bootzeiten.

    Was bei Desktop-PCs durch Nachrüsten einer einzelnen SSD durchaus mit einem vertretbaren Aufwand verbunden ist, wird bei Laptops schon deutlich schwieriger. Geräte, die zwei Laufwerke aufnehmen können, sind wesentlich rarer gesät als Geräte mit einer physischen Festplatte. Bei Laptops mit einer Festplatte steckt man dann in der Zwickmühle, dass man - um halbwegs arbeitsfähig zu bleiben - eine SSD mit hoher Kapazität benötigt, was deutlich im Geldbeutel zu spüren ist. Aber auch bei zwei vorhandenen Festplatten fällt der Platzunterschied enorm aus: Bei unserem HP Pavillion DV7-2225sg stehen nach dem Umbau statt 2x 320 GByte nur noch 1x 40 GByte und 1x 320 GByte - also über 40 Prozent - weniger Speicherplatz zur Verfügung. Und zu welchem Preis? Durch den Umbau erlischt unter Umständen die Garantie (herstellerabhängig) und die doppelte Bezahlung des Speicherplatzes (erst für die Anschaffung der herkömmlichen HDD und dann für den Kauf der SSD) schlägt auf den Geldbeutel. Interessierte Nutzer sollten sich also das angestrebte Einsatzszenario genau anschauen. Denn wie wir sehen konnten, ist nicht alles Gold, was glänzt. Eine SSD kann verdammt schnell sein und wer einmal mit einer SSD als OS-Herberge gearbeitet hat, der möchte sie wahrscheinlich auch nicht mehr missen. Aber nicht bei allen Anforderungen ist ein Flash-Laufwerk auch automatisch schneller.

    Der Testkandidat Intel X25-V konnte unseren HP-Laptop spürbar beschleunigen. Besonders die stark verkürzte Bootzeit und flotte Anwendungsstarts führen zu einer wesentlich "flüssigeren" Benutzung. Anhand der Benchmarks zeigt sich jedoch, dass die Intel X25-V nicht überall die bessere Lösung ist.

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