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    Enermax LuxuRay Review

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    Mit etwas Verspätung gab es Ende Dezember die Verlosung aus dem Enermax November-Gewinnspiel. Natürlich, wie beim Grünen Planeten gewohnt, live im Forum. Der dritte Preis des Gewinnspiels war eines der neuen Enermax Gehäuse, das LuxuRay. Herzlichen Glückwunsch noch mal an den Gewinner FireRider. Doch was ist das für ein Teil?

    Das LuxuRay gehört mit einem Preis von ca. 53,- Euro zu den günstigen Gehäusen und wir wollten es uns natürlich nicht nehmen lassen, dem Rest der Leser von Planet 3DNow! heute dieses Gehäuse ein wenig genauer vorzustellen. Danke nochmals an Enermax für die unkomplizierte Lieferung. Der Artikel sollte eigentlich schon im letzten Jahr erscheinen, aber wie das nun mal so ist zwischen Weihnachtsgans und Tischfeuerwerk, wurde leider nichts daraus.
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    [BREAK=Enermax LuxuRay - Technische Details & Zubehör]

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    Das Zubehör befindet sich in einer Box, die mit zwei Halterungen in einem der 3,5-Zoll-Laufwerkseinschübe festgemacht ist. In ihr befinden sich acht Halterungen für 3,5-Zoll-Laufwerke, ein Piezo-Lautsprecher, eine Tüte mit diversen Schrauben, ein paar Kabelbinder, zwei Klettverschlüsse mit Enermax Schriftzug und eine Einbauanleitung. Nicht gerade üppig, aber vollkommen ausreichend.

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    [BREAK=Enermax LuxuRay - Äußerlichkeiten] Die Hochglanzfront des LuxuRay besteht aus getöntem Acrylglas. Das schaut recht ansprechend aus, allerdings kommen hier auch schnell kleinste Kratzer, Staub und Fingerabdrücke zum Vorschein. Daher wäre es ratsam, beim späteren Einbau Handschuhe zu tragen. Der obere Teil kann bis zu fünf externe 5,25-Zoll-Laufwerke aufnehmen. Wer sich fragt, was sind das für weiße Stellen auf der fünften Laufwerksblende: Hier war ab Werk ein Aufkleber angebracht, der verschiedene mögliche Farbkombinationen zeigte, die der vorinstallierte Vegas Lüfter darstellen kann. Wie man sieht, ließ sich dieser Aufkleber jedoch nicht gänzlich lösen. Wir hätten sicherlich auch noch die Reste abbekommen, aber da wir wissen, wie solche empfindlichen Oberflächen auf Kratzen oder reiben reagieren, haben wir darauf verzichtet. Beim späteren Einbau der 5,25-Zoll-Laufwerke entfällt sowieso mindestens eine Blende, so dass dies nicht weiter auffällt.

    Unterhalb der Laufwerksschächte folgt das I/O-Panel. Im linken Teil sitzt ein Knopf, mit dem man die verschiedenen Beleuchtungsmöglichkeiten des Vegas Lüfters in der Front umschalten kann. Rechts finden wir den Ein-/Ausschalter sowie den Resetschalter. Dazwischen hat Enermax den eSATA, zwei USB 2.0 Anschlüsse und die obligatorischen Audio-IN-/ Out-Anschlüsse platziert.

    Zum Abschluss folgt eine Abdeckung mit Enermax Schriftzug, hinter der sich ein 120-mm-Lüfter verbirgt. Dieser Lüfter wurde von Enermax, in Anspielung auf die bunte Lichtershow der Spielerstadt Las Vegas, auf den Namen Vegas getauft und über den Schalter im I/O-Panel lassen sich diverse Farbkombinationen schalten.

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    Das linke Seitenteil kann optional zwei 120-mm-Lüfter zur weiteren Gehäusebelüftung aufnehmen, das rechte Seitenteil ist ansonsten clean. Beide Seitenteile sind Anwenderfreundlich mit Rändelschrauben befestigt und können so schnell entfernt werden. Im nachfolgenden Bild erkennt man das Belüftungskonzept des Enermax LuxuRay. Statt einem Gitter in der Front, hat die Frontblende beidseitig auf Höhe des Lüfters neun schräg verlaufende Belüftungsschlitze. Durch diese saugt der Lüfter die kühle Luft von außen ins Gehäuseinnere.

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    Einen weiteren optionalen Lüfter kann man im Gehäusedeckel unterbringen. Unter einem quadratischen Lüftergitter mit Staubfilter findet wahlweise ein 120-mm oder 140-mm Modell Platz. Mehr Möglichkeiten zum Einbau von Lüftern findet man im LuxuRay nicht. Aber bis zu fünf Lüfter sind auch vollkommen ausreichend. Für den sicheren Stand sorgen vier Gummifüße, die das Gehäuse vom Boden entkoppeln. Weiterhin hat Enermax dem LuxuRay unter dem Einbauplatz für das Netzteil einen auswaschbaren Staubfilter spendiert, der sich allerdings nur entfernen lässt, wenn man das Gehäuse auf die Seite legt. Im vorderen Teil sieht man in der Frontblende noch eine große Öffnung. Hier wird, neben den seitlichen Lüftungschlitzen, ebenfalls kühle Luft angesaugt.

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    Kommen wir noch zur Rückseite, bevor wir uns dem Innenleben widmen. Die Rückseite entspricht dem üblichen Standard. Oben sitzt ein 120-mm-Lüfter, der die erwärmte Luft aus dem Gehäuse befördert, unten das Netzteil. Das Lüftergitter ist nicht abnehmbar, was aber nicht ungewöhnlich ist. Nachteilig kann sich das nur auf etwaige Strömungsgeräusche auswirken. Die sieben schwarzen Slotblenden sind allesamt gelocht. Dies soll der besseren Belüftung dienen, hat aber vermutlich eher kosmetische Zwecke. Rechts neben den Slotblenden sind noch zwei gummierte Schlauchöffnungen für eine externe Wasserkühlung.

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    [BREAK=Enermax LuxuRay - Innenleben]Kommen wir zuerst zu den technischen Daten des Innenlebens. Für Grafikarten stehen dem Anwender 295 mm zur Verfügung, dann ragt das Ende der Grafikkarte aber auch schon in den Käfig für die 5,25-Zoll-Laufwerke. Der Platz für das Netzteil ist 290 mm groß. Hiervon muss allerdings noch der Platz abgerechnet werden, welchen die Kabel benötigen. Das Netzteil ruht auf vier Gummistopfen und ist somit vom Rest des Gehäuses entkoppelt. Für das Kabelmanagement stehen einem zwischen Mainboardträger und Seitenteil ca. 20 mm zur Verfügung. Der Innenraum des LuxuRay ist modern in schwarz lackiert. Scharfe Ecken und Kanten finden wir keine vor und die Lackierung ist ebenfalls einwandfrei. Der Mainboardträger bietet insgesamt drei große Kabeldurchführungen. Die Kanten sind nicht zusätzlich mit Gummi oder Kunststoff geschützt, aber dies ist hier auch nicht notwendig, da wie gesagt scharfe Kanten nicht vorzufinden sind. Auf dem Mainboardträger erkennt man bereits einige vorinstallierte Abstandshalter.

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    Bis zu fünf 5,25-Zoll-Laufwerke können werkzeuglos mit Schnellverschlüssen befestigt werden. Dazu wird einfach der Verschluss nach links gedreht und dann kann der ganze Schnellverschluß entnommen werden. Die Befestigung erfolgt zur Sicherheit von beiden Seiten.

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    Die 3,5-Zoll-Laufwerke werden in einen Käfig unterhalb der optischen Laufwerke um 90° Grad gedreht eingebaut. Das LuxuRay bietet Platz für fünf 3,5-Zoll-Laufwerke. Für die Kühlung der Laufwerke ist der davor installierte Vegas Lüfter zuständig. Auch an ein 2,5-Zoll-SSD-Laufwerk hat Enermax gedacht. Der Einbau dieses Laufwerks ist allerdings recht umständlich. Das Laufwerk wird unter dem Käfig für die 3,5-Zoll-Laufwerke eingebaut und von unten verschraubt. Angesichts der Tatsache, dass SSD-Laufwerke immer noch verhältnismäßig teuer sind und somit in der Regel nicht als Wechsellaufwerke benutzt werden, sondern eher für das Betriebssystem, wird man das Laufwerk wohl eher selten wechseln. Somit ist der umständliche Einbau sicherlich zu verschmerzen.

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    [BREAK=Enermax LuxuRay- Einbau]Der Einbau der Komponenten geht beim Enermax LuxuRay recht fix. Um die 5,25-Zoll-Lauwerke einbauen zu können, muss zuerst einmal die Frontblende entfernt werden. Hier kommt dann auch erstmals der dreifarbige 120-mm-Vegas Frontlüfter zum Vorschein. Nachfolgend ist der Lüfter im Detail sowie vier der insgesamt 14 Farbmodi, welcher der Lüfter darstellen kann, zu sehen:

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    (Quelle: Enermax)
    Das erste optische Laufwerk lässt sich noch ohne Modifikationen einbauen, für jedes weitere muss erst noch eine Metallblende herausgebrochen werden. An der Bruchstelle bleibt hier eine scharfe Spitze übrig. Dann wird das Laufwerk von vorn ins Gehäuse geschoben, mit den Schnellverschlüssen von beiden Seiten fixiert und dann kann man die Blende auch schon wieder vor die Front setzen.

    Für die 3,5-Zoll-Laufwerke hat Enermax Kunststoffhalterungen im Zubehör, welche seitlich an die Festplatten gesetzt werden. Das ganze ist nicht fest und bekommt erst Stabilität, wenn man die Festplatten in den Käfig schiebt. Eine Entkoppelung der Festplatten hat man somit natürlich nicht. Anschließend wird das Mainboard wie gewohnt auf die Abstandshalter gesetzt und verschraubt. Es folgt die Grafikkarte, die beim LuxuRay verschraubt wird. Dies ist aber dank der Rändelschrauben auch leicht und hält besser als die Schnellverschlüsse einiger anderer Hersteller. Beim ersten Einbau ist unter Umständen ein Schraubendreher nötig, da die Rändelschrauben ab Werk ziemlich fest angezogen sind. Zuletzt kommt das Netzteil an die Reihe und dann kann man auch schon alles verkabeln. Die 20 mm Platz zwischen Mainboardträger und Seitenteil sind ausreichend, um dort Kabel zu verstauen. Bei unserem Tagan Superrock TG680 mussten wir jedoch aufgrund mangelndem Kabelmanagement ein paar Kabel im Schacht für das SSD-Laufwerk und vor dem Netzteil verstauen. Fertig zusammengebaut schaut das ganze wie folgt aus:

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    [BREAK=Enermax LuxuRay- Temperaturmessungen]Wie immer kommen nur die ab Werk vorinstallierten Lüfter zum Einsatz, in diesem Fall also ein 120-mm-Lüfter in der Front und ein 120-mm-Lüfter auf der Gehäuserückseite.
    Hier erst mal das von uns verwendete Testsystem:Nach Einschalten des Systems warteten wir eine halbe Stunde, damit sich der Rechner im Idle-Modus akklimatisieren konnte. Danach nahmen wir die ersten Temperaturmessungen vor, welche mit HWMonitor sowie GPU-Z ausgelesen wurden. Diese sahen wie folgt aus:

    Idle-Temperaturen:

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    Dann starteten wir Prime95 und ließen es eine Stunde laufen, um den Rechner auf Temperatur zu bringen. Das Resultat sieht man in der nächsten Tabelle.

    Temperaturen unter Last:

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    [BREAK=Enermax LuxuRay - Fazit]
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    Kommen wir zum Fazit. Das Enermax konnte für den günstigen Preis von ca. 53 Euro voll und ganz überzeugen. Tadellose Verarbeitung, Platz für ein SSD-Laufwerke, auch wenn der Einbau des Laufwerks mehr als kompliziert ist. Bis SSD-Laufwerke jedoch die klassischen 3,5-Zoll-Laufwerke verdrängt haben, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Daher wird man das Laufwerk höchstens bei einem Defekt oder wechseln der Hardware wieder ausbauen. Dank der Acrylfront wirkt der Tower recht modern. Die 14 verschiedenen Farbkombinationen, welche der Vegas Lüfter darstellen kann sind Geschmackssache und wer dies gut findet, wird sicherlich auch eine passende finden. Anwender die nichts von farbigen Lüftern halten, können die LEDs natürlich auch ausschalten und es deutet dann nichts außer dem leisen Sauggeräusch darauf hin, dass hier ein Lüfter verbaut ist. Hier hat Enermax also gleich zwei Zielgruppen mit einer Klappe geschlagen. Der LuxuRay lässt sich auch bequem im Büro einsetzen, ohne dass die Kollegen gleich lästern wegen der Las Vegas Beleuchtung. Aber auch an die jüngere Generation, die es gern bunt mag, ist gedacht worden. Schwachpunkte sind die nicht entkoppelten 3,5-Zoll-Laufwerke, beim Festplattenzugriff machte sich dies deutlich bemerkbar.

    Was die Temperaturen und die sonstige Geräuschentwicklung betrifft kann der Enermax ebenfalls punkten. 61° Grad unter Vollast ist zwar recht hoch, aber hier sollte man auch bedenken, dass wir lediglich den Boxed Lüfter verwenden. Mit einem leistungsstärkeren Kühler sind da mehrere Grad Verbesserung möglich. Auch die Lautstärke, die mit nur 41 db(A) unter Last jetzt schon gut ist, wird dann nochmals geringer. Bei dem Preis können wir das Enermax LuxuRay auf jeden Fall bedenkenlos empfehlen.

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  2. Die folgenden 3 Benutzer sagen Danke zu Jörg Heptner für diesen nützlichen Beitrag:

    heimbuec (13.01.2011), MrBad (13.01.2011), SoEinWahnsinn (18.01.2011)

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