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    Premiere: CPU-Kühler Prolimatech Genesis

    Prolimatech Start


    Der Name Prolimatech ist für viele Nutzer ein Garant für Hochleistungskühler und das nicht ohne Grund. Mit dem Megahalem erreichte Prolimatech nicht nur einen Achtungserfolg, sondern deklassierte bei seinem Erscheinen fast alle anderen Kühler nahezu mit Leichtigkeit. Nur wenige Alternativen konnten dagegen halten oder diesen gar übertrumpfen. Natürlich zogen andere Hersteller wieder nach und brachten ihrerseits Kühler auf dem Markt, die sich vor den Megahalems setzen konnten. Der Armageddon sollte das Blatt wieder wenden, konnte aber nicht ganz überzeugen. Trotz des Verwendung eines 140 mm Lüfters blieben die Kühlleistungen meist hinter dem Megahalems zurück. Mit dem Super Mega konterte Prolimatech ein weiteres Mal und zeigte der Konkurrenz wieder, wo der Hammer hängt. Kurz darauf brachte man noch den Samuel 17 auf den Markt, der weniger durch überragende Leistung glänzte, was die extrem kompakte Bauweise für HTPC`s schon verbietet, sondern durch seine sehr durchdachte Konstruktion.

    Nun war es lange still um Prolimatech und selbst der Super Mega wurde etwas kritisch beäugt. Ein paar Kupferfinnen sollten die Leistung stark steigern? Tests bewiesen zwar eine Leistungssteigerung, gerade bei hohen TDP-Werten, aber so ganz schien er die Masse nicht zu überzeugen. Dazu war er dem deutlich günstigerem Megahalems zu ähnlich. Mit dem heutigen Tag geht Prolimatech einen Schritt nach vorne und präsentiert einen wirklich neuen Hochleistungskühler, den Prolimatech Genesis. Die Bedeutung Genesis kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Entstehung/Ursprung. Man könnte hinein interpretieren das Prolimatech hier einen Neustart versucht, ein erneuter Angriff auf die Leistungsspitze. Man könnte aber auch meinen, dass Prolimatech mit dem Namen einen neuen Weg bei der Kühlertechnik suggerieren will. Quasi eine Abkehr von den üblichen Tower- und Top-Blow-Kühlern. Oder einfach ein Neuanfang im Kühlerdesign.

    Die Neuheiten sind offensichtlich. Die gesamte Kühlerkonstruktion geht weg vom üblichen Turm- und Doppelturm-Kühler. Zwar besteht der Kühler aus zwei Teilen, einer der Kühlblöcke ragt aber flach über die Ramslots. Eine weitere Neuheit, und das wurde auch endlich Zeit, ist die mitgelieferte Halterung für AMD-Sockel. Üblicherweise mussten AMD-Kunden diese, mit knappen 11€ alles andere als günstige Lösung, separat erstehen. Ein Grund, warum AMD-Kunden, Prolimatech Kühler bisher gerne gemieden haben. Die einzige Ausnahme stellte bisher der Prolimatech Samuel 17 dar, der ebenfalls eine Halterung für AMD-Sockel beiliegen hat. Aber wichtig sind die Kühlergebnisse. Ohne zu viel vorweg zu nehmen, wir müssen eingestehen das wir mit unserem Testsystem, den Kühler bei weitem nicht ausreizen können. Bei 140 W TDP erwacht der Riese überhaupt erst aus seinem Tiefschlaf. Mehr dazu im Test.

    Danksagung
    Ein großes Dankeschön gilt hier Caseking, die uns mit einem der sehr wenigen Samples versorgt haben.


    [BREAK=Testsystem]

    Die Konfiguration unseres Testsystems war ein langwieriger Prozess, was vor allem an der Auswahl der CPU lag. Die ursprünglichen Test-CPUs zeigten fehlerhafte Temperaturangaben. "Inaccurate Temperature Measurement", Erratum #319 lässt grüßen, zumindest was das C2-Stepping betrifft. C3 sollte davon eigentlich nicht betroffen sein laut AMD Revision Guide, was wir hier allerdings nicht bestätigen können. Vorwiegend durch diesen Umstand wurde die Fertigstellung des ersten Roundups verzögert. Die endgültige Test-CPU wurde ein AMD Athlon 64 X2 6400+ Black Edition mit dem guten alten 90 nm F3-Stepping - das letzte, bei dem die internen Dioden noch verlässliche Werte liefern, ehe die Probleme mit dem K8 G1-Stepping begannen -, mit dem wir sämtliche TDP-Klassen simulieren können.

    Unser Testsystem:
    AMD Athlon 64 X2 6400+ BE
    ASRock 780GXH/128
    2 x 1 GB MDT DDR2-800
    BeQuiet L7 350W
    Wärmeleitpaste: Arctic Cooling MX-2


    Wie wir die TDP-Klassen simulieren
    140 W TDP = 3,2 Ghz bei 1,55 V
    125 W TDP = 3,2 Ghz bei 1,45 V
    89 W TDP = 2,6 Ghz bei 1,35 V
    65 W TDP = 2,2 Ghz bei 1,20 V

    Die Lautstärke messen wir mit einem dB(A)-Messgerät aus einem frontalen Abstand zum Lüfter von 1 cm. Kühler, deren Lüfter in der Mitte angebracht sind, werden aus 1 cm vor den Kühllamellen bemessen. Kühler mit Doppellüfter messen wir vor dem vorderen Lüfter. Daher erscheinen die Werte mit im Schnitt über 40 dB(A) recht hoch. Allerdings verfügen wir leider nicht über einen schallisolierten Raum und können nur so Nebengeräusche weitestgehend ausschließen. Anzumerken ist hier aber, dass in einem subjektiv völlig lautlosen Raum immer noch 35 dB(A) gemessen werden. Hier sollte man bedenken, dass Hersteller in schallarmen Räumen üblicherweise aus ca. 1 m Entfernung ihre Lüfter frei schwebend messen. Das sind allerdings keine realistischen Werte, die man auf die Praxis beziehen kann.

    Als kleine Hilfe kann man sich zur Orientierung folgendes vor Augen halten, wenn man ein geschlossenes Gehäuse verwendet:

    < 40 dB(A) - nicht wahrnehmbar
    40-42 dB(A) - extrem leise
    42-44 dB(A) - leicht wahrnehmbar
    44-46 dB(A) - leise aber hörbar
    46-48 db(A) - hörbar
    48-50 dB(A) - deutlich wahrnehmbar
    > 50 dB(A) - laut

    Wer extrem geräuschempfindlich ist, wird auch mit einer Lautstärke von 39 dB(A) nicht so wirklich glücklich sein. Insgesamt ist es immer von der subjektiven Wahrnehmung abhängig, wie stark man eine gewisse Lautstärke empfindet. Allgemeingültig ist diese Orientierungshilfe nicht, spiegelt aber grob das allgemeine Empfinden wider.

    Die Umgebungstemperatur beträgt bei den Messungen 28°C. Das erscheint recht viel, ist aber bei einem offenen Testaufbau - wie wir ihn verwenden - realistischer mit einem geschlossenem Gehäuse zu vergleichen. Sommerliche Wetterverhältnisse treiben die Temperaturen in den Gehäusen noch höher, weshalb wir empfehlen immer eine Reserve von ca. 5°C zu addieren.

    Die Messungen der Zieltemperatur sind langwierig, geben aber einen Wert wieder, der am interessantesten sein dürfte. Im Zeitalter der PWM-Steuerung, welche sich oft an einer Zieltemperatur orientiert, zeigt eben dieser Test, was Kühler wirklich können. Da nicht jeder Lüfter eine PWM-Steuerung mit sich bringt, verwenden wir eine Lüftersteuerung, die den Lüfter exakt so regelt, dass eine Temperatur von 55°C gehalten wird. Bleibt diese Temperatur dann tatsächlich konstant, wird die Lautstärke ermittelt. So kann man gut vergleichen, welcher Kühler welche TDP-Klasse leise kühlen kann. Da hochwertige Kühler natürlich kleine TDP-Klassen sehr gut kühlen können und oft die 55°C gar nicht erst erreicht werden, notieren wir hier immer die erreichte Maximaltemperatur separat in der Tabelle. Natürlich wird auch der geringste gemessene Lautstärkenwert in die Tabelle eingetragen.


    [BREAK=Prolimatech Genesis]

    Prolimatech 1


    Technische Daten:
    Preis: 59,90 € (Caseking-Set mit zwei 140 mm Prolimatech Lüftern: 69,90 €)
    Maße (BxHxT): 14,6 cm / 16 cm / 21,7 cm
    Gewicht: ca. 800 g
    Lüfter: 2 x 140 mm (nur beim Casekingset)
    Lüfterdrehzahl: 1000 1/min (Lüfter nur beim Casekingset)
    Lüfteranschluss: 3-Pin (Lüfter nur beim Casekingset)
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Turm-Top-Blow Hybride
    Sockel: AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1155, 1366
    Nebengeräusche: keine Lagergeräusche
    Art der Lüfterbefestigung: Klammern für zwei 120 oder 140 mm Lüfter

    Einbau:
    AMD: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
    Intel: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Spritze (Casekingset: 2 x 140 mm Prolimatech Vortex Lüfter, 3-Pin Y-Adapter), spezielle Schrauben für erhöhten Anpressdruck (optional einsetzbar).

    Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen:
    Die AMD-Halterung ähnelt der bisherigen, optional erhältlichen Halterung, sehr. Die Backplate wird mit Rändelschrauben befestigt, was sehr einfach von der Hand geht. Danach wird der Kühler aufgesetzt und eine breite Querstrebe wird, ebenfalls mit Rändelschrauben, an der Backplate befestigt. Das alles ist sehr einfach zu handhaben und geht recht schnell von der Hand. Trotz der Größe des Kühlers, sind die Schrauben gut erreichbar. Alles in allem ein bewährtes, stabiles und gutes Haltekonzept.
    Zusätzlich liefert Prolimatech schwarze Schrauben mit, welche den Anpressdruck stark erhöhen können. Einerseits soll hier die Kühlleistung maximiert werden, auf der anderen Seite warnt Prolimatech auch vor deren Verwendung. Die Verwendung dieser Schrauben geschieht auf eigene Gefahr, was auf der Packung auch vermerkt ist. Im Test verwenden wir deshalb die normalen Schrauben.

    Diagramm


    Prolimatech weicht vom bisherigen Tower-Kühler Konzept ab und versucht sich in etwas Neuem. Der erste Eindruck des Kühlers ist deshalb etwas irritierend, und man stellt sich die Frage, ob das Konzept wirklich durchdacht ist. Hat man den Kühler verbaut, und schaut genauer hin, ist das Konzept aber schnell schlüssig. Anstatt eines Doppelturm-Kühlers, bei dem der zweite Block immer mit der Abwärme des ersten Blocks gekühlt werden muss, da der Luftstrom gar nichts anderes zulässt, wird hier jeder Block wirklich separat gekühlt. Der gekippte Block ragt über die Ramslots, lässt dabei aber mit einer Höhe von 5,7 cm viel Spielraum für hohe Ramkühler. Damit passen sogar die sehr hohen Corsair Dominator Riegel darunter, welche mit einer Höhe von 5,4 cm daher kommen. Lediglich die Kingston Hyper X Modelle mit Kühlfinnen, kommen mit einer Höhe von stattlichen 6,1 cm daher und machen eine Verwendung mit diesem Kühler unmöglich. Alles in allem passen aber alle gängigen Ram Riegel unter den Kühler. Diese werden dann natürlich auch direkt mit gekühlt. Auch wenn die Abluft des Kühlers aufgewärmt ist, bleibt diese dennoch kühler als die Abwärme der Ram-Riegel selbst. Ein Kühleffekt ist demnach durchaus vorhanden.

    Der liegende Kühlblock ist identisch mit dem stehenden Kühlblock. Die sechs Heatpipes sind U-Förmig angelegt und enden jeweils in beiden Blöcken. Dabei lässt Prolimatech im mittleren Bereich eine etwas größere Fläche frei, wodurch die Luft schnell entweichen kann. Zudem macht die Nabe des Lüfters einen guten Luftdurchfluss im Mittleren Bereich, wie bei allen Kühlern, nahezu unmöglich. So liegen die Heatpipes genau in dem Bereich, wo der Lüfter am meisten Druck aufbauen kann. Die beiden Kühlblöcke sind mit gerade mal 2,5 cm recht dünn, was ein Vor- aber auch ein Nachteil sein kann. Vorteilhaft ist dies, da der Lüfter keinen hohen Luftdruck aufbauen muss um die Luft hindurch zu pressen. Dadurch kann ein leiser Betrieb gewährleistet werden. Der Nachteil ist die geringer ausfallende Kühlfläche. Letzteres hat allerdings nicht so viel Gewicht, da hier beide Kühlblöcke unabhängig voneinander gekühlt werden können. Wie gesagt, bieten das normale Turm- oder Doppelturmkühler nicht.

    Der stehende Teil des Kühlers ragt recht weit in die Richtung der Gehäuserückwand. Hier bieten sich dem Anwender mehrere Möglichkeiten der Lüfterbestückung an. Einmal die klassische, und von uns im Test verwendete, Variante, bei der wir den Lüfter vor dem Kühler anbringen und nach hinten blasen lassen. Da sich der Kühlkörper sehr nahe am Heck des Gehäuses ist, kann man so die Warmluft direkt hinaus blasen lassen. Die zweite Möglichkeit wäre, ein Lüfter, wie üblich, an der Gehäuserückwand zu montieren. Damit hätte man im Grunde 3 Lüfter am Kühler. Einer der auf dem liegenden Teil montiert ist, einer am stehenden und der Gehäuselüfter welcher derart nahe am stehenden Kühlkörper dran liegt, das dieser quasi als dritter saugender Lüfter her hält. Die dritte Variante wäre, den stehenden Teil semi-passiv zu kühlen, dass also der Gehäuselüfter an der Rückseite den stehenden Teil semi-passiv kühlt, während der liegende Teil mit einem Lüfter bestückt ist. Die letzte Möglichkeit ist die passive Kühlung des liegenden Teils und eine semi-passive des stehenden Teils. Wie man sieht, gibt es viele Möglichkeiten. Zu viele, um diese alle in unserem Test unter zu bringen, weshalb wir die klassische Variante gewählt haben. Der Versuch einer komplett passiven Kühlung scheiterte allerdings, da schon bei 65 W TDP die Temperatur bis auf 65° C anstieg.

    Natürlich hat diese gesamte Konstruktion auch einen Nachteil. Wenn der Lüfter beim stehenden Kühlblock auf klassische Weise montiert wird, ist der untere Teil des Lüfters recht nahe am liegenden Kühlblock. Ist auf diesem ebenfalls ein Lüfter montiert, stören sich beide Lüfter in höheren Drehzahlbereichen beim Luftfluss und es entsteht ein vernehmliches rauschen, das sich nicht vermeiden lässt. Auch bei geringen Drehzahlen stören sich beide Lüfter gegenseitig und die eigentlich sehr leisen Lüfter agieren mit etwas höherer Lautstärke. Für Silent Fetischisten ist dies aber kein Grund vom Kühler Abstand zu nehmen, da die Misere mit einer Semi-passiven Kühlung des stehenden Kühlblocks umgangen werden kann, ohne dass die Kühlleistung merklich abfällt. Ein weiterer Nachteil der gesamten Konstruktion ist natürlich die schiere Größe des Kühlers. Zum einen macht er einen schnellen Ausbau von Rams unmöglich, ein Kühlerausbau ist hier leider immer Pflicht, zum anderen ragt der Kühler bei so manchem Board über die rechte Seite hinaus. In sehr engen Gehäusen könnte er sogar mit optischen Laufwerken kollidieren. Dies sollte aber wirklich nur auf recht betagte Gehäuse zutreffen oder Gehäuse im Preissegment, welche unterhalb des Preises dieses Kühlers liegen. Und im Grunde sollte ein Gehäuse nicht weniger kosten als ein Kühler.

    Zu guter Letzt, schauen wir noch auf die Verarbeitung und die Kühlfinnen. Die Verarbeitung ist über jede Kritik erhaben. Alles sitzt fest. Der Boden ist nahezu perfekt und die Heatpipes komplett im Boden verlötet. Ein Garant für schnelle Wärmeübertragung in Richtung Kühlfinnen. Diese bieten im mittleren Bereich einen kleinen Einschnitt, der mehr zur Zierde dient als der Luft ein leichteres Eindringen zu ermöglichen. Leider hat Prolimatech auch hier wieder auf der Seite der Lüfter schmale Falzungen angebracht die den Luftstrom dezent behindern. Dabei hätte man getrost auf Falzungen verzichten können. Die Finnen sind schmal und liegen sehr stabil auf den Heatpipes. Auch ohne Falzungen wäre die Stabilität hervorragend.

    Oben


    Bei den Lüftern steht man vor der Wahl, ob 120 mm oder 140 mm Lüfter. Caseking bietet Sets mit 140 mm Lüfter an. Allerdings sollte man den Kühler nicht mit 120 mm Lüftern betreiben. Diese decken die Kühlfläche in keinster Weise ab, sondern lassen links und rechts, jeweils 1,2 cm freie Kühlfläche offen liegen. Bei stehendem Kühlkörper bläst ein 140 mm Lüfter zudem noch Luft direkt auf die Spannungswandler des Mainboardes. Beim Set von Caseking wurden uns zwei 140 mm Lüfter von Prolimatech mit geliefert. Dabei darf man sich aussuchen, ob man die Prolimatech Vortex 14 oder Vortex 14 LED nimmt. Während der Vortex 14 mit einfachen blauen Lüfterblättern daher kommt, bietet der Vortex 14 LED transparente rote Lüfterblätter, die beleuchtet werden. Die Maximale Drehzahl von 1000 1/min ist recht niedrig, reicht aber für den Kühler völlig. Selbst bei einer Drosselung auf 5 V und damit Drehzahlen bei um die 400 1/min, ist eine hervorragende Kühlung gewährleistet.

    Bei keiner Drehzahl entwickeln die Lüfter selbst erkennbaren Lagergeräusche. Die hohe Geräuschentwicklung bei maximaler Drehzahl entsteht einzig und alleine durch das Luftrauschen, wobei sich die Lüfter hier am Kühler gegenseitig die Luft absaugen. Aber darauf sind wir bereits weiter oben im Text eingegangen. Auffällig ist die fehlende Entkopplung der Lüfter, welche mittlerweile fast Standard ist, jedoch hier keine Rolle spielt. Die Lüfter verursachen schlichtweg keine merkbaren Vibrationen die man entkoppeln müsste. Schon gar nicht welche, die für die Lautstärke eine Rolle spielen. Kurz gesagt, sind die Lüfter von Prolimatech sehr gut, auch wenn Besonderheiten wie gummierte Rahmen oder extravagante Lüfterblätter fehlen.

    Seiten


    Seiten



    [BREAK=Kühlleistungen bei 65 W TDP]

    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung


    Allgemein


    7 V Lüfterspannung


    Allgemein


    12 V Lüfterspannung


    Allgemein


    [BREAK=Kühlleistungen bei 89 W TDP]



    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung

    Allgemein


    7 V Lüfterspannung

    Allgemein


    12 V Lüfterspannung

    Allgemein


    [BREAK=Kühlleistung bei 125 W TDP]



    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung

    Allgemein


    7 V Lüfterspannung

    Allgemein


    12 V Lüfterspannung

    Allgemein


    [BREAK=Kühlleistung bei 140 W TDP]



    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung

    Allgemein


    7 V Lüfterspannung

    Allgemein


    12 V Lüfterspannung

    Allgemein


    [BREAK=Lautstärke 5 V, 7 V und 12 V Lüfterspannung]

    Lautstärke in db(A) bei 5V Lüfterspannung

    Allgemein


    Lautstärke in db(A) bei 7V Lüfterspannung

    Allgemein


    Lautstärke in db(A) bei 12V Lüfterspannung

    Allgemein


    [BREAK=Lautstärke bei Zieltemperatur 55 °C]


    Umgebungstemperatur 28 °C

    Lautstärke bei 65 W TDP


    Allgemein


    Lautstärke bei 89 W TDP

    Allgemein


    Lautstärke bei 125 W TDP

    Allgemein


    Lautstärke bei 140 W TDP

    Allgemein


    [BREAK=Alle Kühler auf einen Blick]
    Begriffserklärung

    Max TDP leise
    Darunter verstehen wir alle Kühler, die in der jeweiligen TDP-Klasse eine Höchstlautstärke von 42 db(A) erreichen und dabei unterhalb von 55° C bleiben.

    Leicht hörbar
    Darunter verstehen wir alle Kühler, die in der jeweiligen TDP-Klasse mehr als 42 db(A) aber maximal 46 db(A) erreichen und dabei unterhalb von 55° C bleiben.

    Max TDP
    Darunter verstehen wir TDP-Klassen, die der jeweilige Kühler unterhalb von 55° halten kann bei maximaler Drehzahl des Lüfters.

    Preis
    Sofern vorhanden, nehmen wir den dritten Preis aus Geizhals. Wenn der Kühler nicht bei Geizhals gelistet ist, setzen wir keinen Link, sondern nennen den Preis, der vom Hersteller empfohlen wird. Wenn ein CPU-Kühler nicht lieferbar ist, schreiben wir: n.l. für nicht lieferbar.

    Kühler Höhe Blasrichtung Mainboardausbau nötig Bauart Max TDP leise Max TDP leicht hörbar Max TDP generell Preis
    AMD Boxed X6 1055T 6,3 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - - Siehe Text 0 €
    Akasa AK-968 X4 13,5 cm Oben Nein Turmkühler - 89 W 140 W ca. 28 €
    Akasa Nero AK-967 16 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 36 €
    Akasa Venom 16 cm Oben Nein Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 35 €
    Arctic Cooling Freezer 64 Pro 12,7 cm Hinten Nein Turmkühler 65 W 65 W 125 W ca. 16 €
    Cooler Master Hyper TX3 13,7 cm alle Richtungen Nein Turmkühler 65 W 89 W 140W ca. 13€
    Cooler Master V6GT 16,5 cm alle Richtungen Ja Turmkühler - 125 W 140 W ca. 47 €
    Cooler Master Hyper 101 11,7 cm alle Richtungen Nein Turmkühler - - 89 W ca. 17 €
    Cooler Master Hyper 212 Plus 15,9 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 23 €
    Cooler Master Vortex Plus 8,4 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler 89 W 89 W 125 W ca. 22 €
    Coolink Corator DS 15,5 cm Hinten Ja Doppel-Turmkühler 125 W 125 W 140 W ca. 48 €
    Corsair A50 15,9 cm Oben Nein Turmkühler - - 125 W ca. 25 €
    Corsair A70 16 cm Oben Nein Turmkühler - - 140 W ca. 31€
    Corsair H70 siehe Text siehe Text Ja Wasserkühlung - - 140 W ca. 79 €
    Corsair H50 siehe Text siehe Text Ja Wasserkühlung - 125 W 140 W ca. 60 €
    CoolIT Eco siehe Text siehe Text Ja Wasserkühlung - 125W 140W ca. 55 €
    EKL Alpenföhn Matterhorn 15,8 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 49 €
    EKL Alpenföhn Panorama 6,6 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 89 W 89 W ca. 20 €
    Gelid Tranquillo 15,3 cm Oben Nein Turmkühler 89 W 125 W 140W ca. 27 €
    Noiseblocker TwinTec 15,8 cm Oben Ja Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 57 €
    Nexus FLC-3000 10,5 cm Hinten Nein geneigter Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 48 €
    Nexus Low-7000 R2 7 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler 89 W 89 W 125 W 40€
    Noctua C12P SE14 11,4 cm Top-Blow Ja Top-Blow Kühler 89 W 89 W 125 W ca. 56 €
    Noctua NH-D14 16 cm Hinten Ja Doppel-Turmkühler 140 W 140 W 140W ca. 66 €
    Noctua U9B SE2 12,5 cm Oben (siehe Text) Ja Turmkühler 89 W 89 W 140W ca. 45 €
    Prolimatech Armageddon 16 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 43 €
    Prolimatech Megahalems 15,9 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 45 €
    Prolimatech Genesis 16 cm Hinten Ja Hybride 140 W 140 W 140 W UVP 59,90 €
    Prolimatech Samuel 17 4,5 cm o.Lüfter Top-Blow Ja Top-Blow Kühler 65 W 89 W 89 W ca. 39 €
    Prolimatech Super Mega 15,9 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 62 €
    Scythe Big Shuriken 5,8 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 89 W 89 W ca. 25 €
    Scythe Grand Kama Cross 14 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler 125 W 140 W 140 W ca. 29 €
    Scythe Katana 3 14,3 cm Hinten Nein geneigter Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 18 €
    Scythe Mugen 2 15,8 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 125 W 125 W 140 W ca. 34 €
    Scythe Samurai ZZ 9,4 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 65 W 125W ca. 18 €
    Silentmaxx BigBlock 16 cm Oben Ja Turmkühler 89 W 140 W 140 W 80 €
    Silentmaxx TwinBlock 16 cm Oben Ja Turmkühler 125 W 125 W 140W 100 €
    SilenX ixtrema 120-HA1 15,6 cm Hinten Nein Turmkühler - - 125 W n.l.
    SilenX iXtrema 98-HA1 11,1 cm Hinten Nein Turmkühler - - 89 W n.l.
    Spire CoolGate 13, cm Oben Nein Turmkühler - 89 W 89 W ca. 20 €
    Spire StarCore 7,7 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 65 W 89 W ca. 7 €
    Spire TherMax Eclipse II 15,2 cm Hinten Ja Turmkühler - - 140 W ca. 48 €
    Thermaltake TR2-R 8,4 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 65 W 65 W ca. 16 €
    Thermaltake ISGC-300 16,1 cm Oben Ja Turmkühler 89 W 89 W 140 W ca. 35 €
    ThermoLab Baram 2010 16 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W n.l.
    Titan Fenrir 15,6 cm Oben Ja Turmkühler - - 140 W ca. 38 €
    Titan NK95/HS 11 cm Top-Blow Ja Top-Blow Kühler 65 W - 89 W n.l.
    Titan Skalli 15,2 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 24 €
    Xigmatek Aegir 15,9 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 44 €
    Xigmatek Nepartak 13,4 cm Oben Nein Turmkühler 89 W - 140W ca. 24 €
    Xigmatek Balder S1283 15,9 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 140 W ca. 33 €
    Xigmatek Thor`s Hammer 16 cm Oben Nein Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 42 €
    Xilence 4All.R3 10 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 125 W n.l.
    Xilence M606 15,5 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 44 €
    Xilence M612 PRO 16,2 cm Hinten Ja Turmkühler 125 W 140 W 140 W UVP 59,90€
    Zalman 8700 6,7 cm Hinten Nein Top-Blow Kühler 65 W 89 W 125 W ca. 27 €
    Zalman 9900 15,2 cm Hinten Nein Turmkühler - - 140 W ca. 38 €
    Zalman X10 Extreme 16 cm Hinten Nein Turmkühler 125 W 125 W 140 W ca. 44 €

    [BREAK=Fazit]

    Prolimatech Genesis Ende



    Fazit
    Mittlerweile stagniert der Kühlermarkt, gerade im Bereich Design. Man traut sich kaum, neue Wege zu gehen und bleibt in der Regel bei klassischen Turm- oder Doppelturm Kühlern. Dass Prolimatech hier einen anderen Weg zu gehen versucht, muss man demnach hoch anrechnen. Dabei ist Prolimatech nicht der erste Hersteller, welcher mit einer derartigen Konstruktion auf den Markt kommt. Auch Cooler Master hatte in der Vergangenheit mit dem V10 eine ähnliche Konstruktion auf den Markt gebracht. Allerdings ist der V10 ein Hybrid aus Doppelturm und Topblow-Kühler. Jedoch, und aufgrund einer stark überladenen Konstruktion, mit wenig Erfolg. Der Prolimatech Genesis bleibt hier schlichter. Und das ist auch gut so, denn durch seine Einfachheit bleibt er vielseitig. Die Art und Weise, wie man ihn mit Lüftern bestücken kann, ist sehr umfangreich und für Bastler sehr interessant. Das Prolimatech jetzt eine Halterung für AMD direkt mitliefert, ist zu begrüßen, und eigentlich eine Sache, die längst hätte umgesetzt werden müssen.

    Die Kühlleistung ist grandios und wie eingangs erwähnt, können wir den Kühler nicht wirklich ausreizen. Dabei merkt man ihm an, das er eigentlich deutlich mehr kann. Bei 140 W TDP reichen ihm extrem langsam drehende Lüfter, um die CPU, auch bei sommerlichen Temperaturen, kühl zu halten. Erstaunlich ist auch, dass bei 140 W TDP zwischen 12 und 5 V Lüfterspannung gerade mal ein Temperaturunterschied von 4° C zustande kommt. Wieder ein klarer Hinweis auf die Kühlreserven des Prolimatech Genesis. Im Vergleich zur Konkurrenz schlägt sich der Prolimatech Genesis sehr gut. Den Noctua D14 kann er in Schach halten und dürfte ihn auch bei höheren TDP-Klassen weiter hinter sich lassen. Den Corsair H70 Kühler kann er leicht übertrumpfen, gerade in Bezug auf die Kühlleistung im Verhältnis zur Lautstärke.

    Die weiteren Vorteile sind natürlich die aktive Kühlung der Spannungswandler und der Rams. Nachteilig bei dieser Konstruktion ist aber der Luftstrom, welcher sich gegenseitig etwas behindert und für ein deutliches Luftrauschen bei höheren Drehzahlen sorgt. Trotzdem, den Prolimatech Genesis kann man wahrlich als Kühlmonster beschreiben, mit einer sehr hohen Verarbeitungsqualität und einer sehr großen Vielseitigkeit. Wer maximale Kühlleistung benötigt, sollte den Prolimatech Genesis unbedingt in Betracht ziehen.

    Geändert von Nero24. (17.08.2013 um 21:35 Uhr)

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