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    MS-TECH MC-1200 Rev. C

    MS-TECH MC-1200

    MS-TECH ist ein eher unscheinbarer Hersteller von Computerzubehör, der aus dem Standardbereich kommend eigentlich für durchschnittliche Leistungen hier und da bekannt sein könnte. Man muss aber kein Premium-Produkt anbieten, um dem Kunden seine Wünsche zu erfüllen. So haben wir uns diesmal das MS-TECH MC-1200 in der Revision C vorgenommen, das für uns unscheinbar sein Dasein fristete. Doch der fortgeschrittene Revisionsstand verrät auch, dass es schon länger erhältlich ist. All das zusammen machte uns neugierig, wie man hier abseits des Rampenlichts DAS Gehäuse definiert.

    Wir sind gespannt, wie sich das Gehäuse im Test schlägt und wünschen allen Lesern viel Spaß auf den folgenden Seiten.

    Im Voraus möchten wir uns aber noch bei MS-TECH bedanken, die uns freundlicherweise ein Exemplar ihres Media-Center-Gehäuses für dieses Vorhaben überließen und sich dazu noch sehr viel Zeit nahmen, uns mit Informationen rund um die Revisionen aufzuklären.

    [BREAK=Daten und Fakten zum Gehäuse]
    Die folgenden Daten entspringen der Beschreibung von MS-TECH zum MC-1200, jedoch scheint sich durch Erscheinen einer neuen Revision etwas geändert zu haben. Wir haben alle Daten zusammengetragen und noch einige Bemerkungen hinzugefügt, wenn nötig.

    Informationen:
    • Das MC-1200 ist ein HTPC im Hi-Fi Baustein Maß mit integriertem 350-Watt-Netzteil.

    • Die Standfüße und das moderne Design machen das Gehäuse voll Wohnzimmertauglich.

    • Die Fernbedienung mit externem Infrarotempfänger dient zur besseren Bedienbarkeit des Betriebssystems.

    • Unterstützung für die Fernbedienung bieten Windows Media Center 2005, Windows Vista und Windows 7.

    • In das Gehäuse passen ausschließlich Low-Profile PCI-Steckkarten.


    Wichtig!
    Das im Lieferumfang enthaltene lila-farbene (bei Rev. C andersfarbige) 2-Pin Stromkabel ist ausschließlich für Mainboards gedacht die im ausgeschaltetem Zustand über keine USB Stromversorgung verfügen!

    Features & Eigenschaften:
    • HTPC Gehäuse

    • Für µATX Mainboards geeignet

    • maximale Höhe des CPU-Kühlers: 75 mm

    • Für Low-Profile Karten geeignet

    • 1 x 5.25" externer Laufwerkseinschub

    • 1 x 3,5“ interner Laufwerkseinschub

    • 4 x PCI Erweiterungsslots (LowProfile)

    • inkl. 350 Watt Netzteil (SFX 2.3)

    • mit Fernbedienung + integriertem USB Empfänger

    • Front Sound/Front USB

    • Standfüße

    • Wake on USB

    • Abmessungen: 34.30 cm x 42.00 cm x 10.30 cm (Länge x Breite x Höhe)

    • Gewicht: 4,8 kg


    Lieferumfang:
    • MC-1200 inklusive 350-Watt-Netzteil

    • Media Center Remote (Fernbedienung)

    • Batterien

    • 4 x HiFi-Füße

    • Stromkabel

    • MS-TECH Garantiekarte

    • Schrauben (12 Montageschrauben, vier längliche für die Installation der Festplatte und vier Stück für einen optional möglichen Lüfter)


    MS-TECH MC-1200

    Die unverbindliche Preisempfehlung MS-TECHs ist mit 99,90 Euro angesetzt, jedoch finden sich schon erste Listungen bei geizhals.at für einen Preis um die 80,00 Euro.

    [BREAK=Testsystem]
    Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Athlon II X2 240e mit 2 x 2,8 GHz und 45W TDP

    • CPU-Kühler: SilverStone Nitrogon NT07-AM2

    • Mainboard: SAPPHIRE IPC-AM3DD785G – AMD-785G-Chipsatz; ITX

    • Arbeitsspeicher: 1x2048MB Kingston (DDR3-1333)

    • Grafikkarte: SAPPHIRE Radeon HD 5570 mit 1024 MB Grafikspeicher (LowProfile)

    • Laufwerk: LG GSA-4040B

    • Festplatte: Samsung HD321KJ

    • Netzteile: verbautes MS-Tech-Netzteil mit 350 W und Xilence XP250.SFX mit 250 W


    Der Testparcours bedarf einer ganzen Reihe an Hilfsmitteln und Programmen:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte

    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm

    • HWMonitor v1.16.0 – Auswertung der internen Sensoren (Mainboard, Festplatte, Grafikkarte)

    • CoreTemp 0.99.7 - CPU-Temperaturmessung

    • HD tune - HDD-Testprogramm


    Messgeräte: Voltcraft Energy Check 3000, Voltcraft SL-100

    Zum Aufheizen des Systems kommen HD tune, Prime95 und FurMark zum Einsatz, während Letzteres nur bei Verwendung der SAPPHIRE Radeon HD 5570 auch genutzt wird. Für die Messungen ohne dedizierte Grafikkarte beschränken wir uns auf Prime95. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein.

    Die Messung der Werte für die Lautstärke erfolgt im Abstand von einem Zentimeter und wird für die einzelnen Flächen gemittelt in die Tabelle übernommen. Natürlich sind Messungen in einem so geringen Abstand nicht praxisnah, sorgen aber dafür, dass störende Nebengeräusche der Umgebung weitestgehend irrelevant für die Messung werden.

    Achtung: Aufgrund diverser Probleme mit dem AMD Athlon II X2 220, der zuallererst zum Einsatz kam, sich dann aber unerwartet mit defekten Temperatursensoren verabschiedete, mussten wir nach einer kleinen Suche auf den AMD Athlon II X2 240e wechseln. Dieser besitzt nominell weniger Abwärme bei gleicher Leistung und wird in Zukunft hoffentlich eine solide Basis sein. Den CPU-Kühler ersetzen wir zusätzlich durch den SilverStone Nitrogon NT07-AM2, sodass wir möglichst flach bauen und somit langfristig bessere Kompatibilität gewährleisten können. Da der Kühler normalerweise nicht kompatibel zu unserem Board ist, haben wir die betreffenden Stellen weggefeilt.

    [BREAK=Äußerlichkeiten – Teil 1]
    Das MS-TECH MC-1200 Rev. C gibt sich äußerlich eher dezent. Um einen besseren Eindruck zu machen, setzt der Hersteller hier auf eine Aluminium-Außenhaut auf einem Stahl-Chassis. Die gebürstete Oberfläche schützt vor Kratzern und platzt garantiert nicht ab, was an einer auffälligen Stelle sehr ärgerlich sein könnte.

    MS-TECH MC-1200

    Die Front wirkt sehr schlicht und aufgeräumt. Links erkennt man eine Klappe für ein optisches Laufwerk im 5,25“-Format nebst kleinem Druckpunkt zum Öffnen und Schließen. Mittig wirkt das kleine transparente Quadrat etwas befremdlich, stellt aber den Infrarotempfänger der mitgelieferten Fernbedienung dar. Rechts daneben aufgereiht finden sich diverse Multimedia-Knöpfe. Sie sollen als Shortcuts für das Microsoft Windows Media Center dienen. Die fünf stellen somit die Themenbereiche Musik, Foto, Video usw. dar. Daneben finden die beiden Status-LEDs für Power und die Festplattenaktivität ihren Platz. Es folgt neben dem kleinen Reset-Knopf noch ein großer Power-Knopf. Alle aufgezählten Knöpfe sind aus Aluminium gefertigt und unterstützen das hochwertige Ambiente. Einzig merkwürdig fallen, bis auf den Power-Knopf mit seinem tiefgehenden Taster, die Druckpunkte der Knöpfe auf. Beim Betätigen geben alle ein doch recht starkes Geräusch von sich. Die Spannung auf den Tastern ist deutlich spürbar. Unten rechts hat man noch zwei USB-2.0-Anschlüsse und die beiden Audio-Ports (Kopfhörer und Mikrofon) direkt im Zugriffsbereich. Trotz der vielfältigen Funktionen und Möglichkeiten im Frontbereich hat es MS-TECH geschafft, es gefällig wirken zu lassen. Nicht überladen oder zu verspielt…

    Die linke, rechte und obere Seite sind sehr unspektakulär. MS-TECH setzt hier auf ein geschlossenes Design und verzichtet auf Belüftungsöffnungen.

    MS-TECH MC-1200


    [BREAK=Äußerlichkeiten – Teil 2]
    MS-TECH MC-1200

    Die Rückseite des MC-1200 offenbart auf der linken Seite die Öffnung für die Mainboardblende und ein darüberliegendes Wabengitter zur Entlüftung in diesem Bereich. Für das Mittelteil muss man MS-TECH loben. Man hat sich Gedanken um das Be- und Entlüftungskonzept gemacht und lässt dem Nutzer die Wahl zwischen einer Wabengitterlösung oder einer bekannten Blende mit den Befestigungspunkten für Erweiterungskarten im Low-Profile-Design. Auf der rechten Seite erkennt man das integrierte Netzteil von MS-TECH. Der RoHS-Aufkleber verweist auf die bestehende Norm, weniger gefährliche Stoffe bei der Produktion einzusetzen.

    MS-TECH MC-1200

    Die Unterseite bietet vier Standfüße in Hi-Fi-Optik mit einem harten Schaumstoff als Unterlage. Dieser soll eine Entkopplung des Gehäuses von der Standfläche ermöglichen. Weiterhin setzt man zur Belüftung auf drei Wabengitter. Das erste ist auf Höhe der Backplate positioniert, lässt also Frischluft unter das Mainboard strömen. Das zweite (oben links auf der Bild) ist unter den Laufwerken und das dritte Gitter befindet sich direkt im vorderen Bereich des Gehäuses, wenn es steht. Bei Bedarf lässt MS-TECH den Einbau eines zusätzlichen Lüfters zu. Der Durchmesser ist von den Abmaßen des Mainboards abhängig. Die Bohrung für den Abstandshalter erblickt man nach kurzer Suche im Wabengitter. Falls man diesen nutzt, verkleinert sich der größtmögliche Durchmesser des Lüfters. Erst erschraken wir sogar, weil eine Bohrung teils unentgratet wirkt. Dies ist aber nicht anders möglich, da diese einen Haltepunkt für einen Mainboardabstandshalter darstellt.


    Auffällig sind noch die insgesamt sechs Schrauben an den Seiten. Diese sind in Verbindung mit vier weiteren an der Rückseite der Halt für die abzunehmende Haube. Nach dem Entfernen aller zehn Schrauben kann man diese nach hinten ziehen und durch eine Art Ausklinken, wie von Schubladen bekannt, entfernen.

    [BREAK=Innenraum – Teil 1]
    MS-TECH MC-1200

    Nach dem Öffnen blickt man auf einen aufgeräumten Innenraum. MS-TECH liefert zur Aufrechterhaltung der Ordnung Kabelbinder mit, sodass alle Kabel nach dem Entfernen der Gummis auch dauerhaft ordentlich verlegt werden können. Als Besonderheit muss man für die hier getestete Revision C erwähnen, dass man, im Gegensatz zu den vorangegangenen, den Innenraum schwarz lackiert hat.

    MS-TECH MC-1200

    Zuallererst fiel uns der zuvor schon erwähnte Platz für das Mainboard auf. Da nur sechs von sonst acht Abstandshaltern eingebaut sind, liegen separate Abstandshalter in der Tüte mit dem Montagematerial bei. Diese werden in die zusätzlich vorhandenen Bohrungen geschraubt, die uns im vorherigen Abschnitt auffielen.
    Direkt hinter der Frontblende finden sich die Platinen der durch die Front zugänglichen Knöpfe und des Sensors. Der Zugang für das Media Center erfolgt über eine Platine, die per internen USB-Port an das Mainboard angeschlossen wird. Für Mainboards ohne konstante 5-V-Versorgung ist ein Extrakabel für das Bedienfeld vorgesehen, um die Funktion auch in ausgeschaltetem Zustand zu gewährleisten. Zusätzlich verbindet man dieses Panel noch mit dem Power-Knopf, sodass dieser schaltet. Die Funktionalität ist gegeben. Ein Einschalten geschah ohne Probleme und auch die Steuerung des Microsoft Windows Media Centers stellte uns vor keinerlei Hindernisse. Mit angepassten Optionen ist eine vollkommene Unabhängigkeit von einer Tastatur und Maus gegeben, solange man im Media Center navigiert. Hierdurch kann sich das MS-TECH MC-1200 schon einmal äußerst positiv darstellen und MS-TECH verzichtet durch die eigene Lösung auf zusätzliche Kosten durch ein iMON-System, welches von der Konkurrenz häufig eingesetzt und dem Kunden in Rechnung gestellt wird. Zwar gibt es kein Display, aber vermisst haben wir es auch nicht.

    Um dem Gehäuse seine nötige Stabilität zu geben, verwendet MS-TECH neben der soliden Grundplatte aus Stahl im oberen Bereich die seitlich angebrachten Stützröhrchen. Durch ihr glänzendes Erscheinen fallen sie deutlich auf. Über die Stabilität braucht sich der geneigte Käufter beim MC-1200 keinerlei Gedanken machen. Im geschlossenen Zustand ist es schon zufriedenstellend und gewinnt mit verbauten Komponenten immer mehr in diesem Punkt. Wir können also alle Skeptiker beruhigen, es handelt sich in diesem Fall um keine Klapperkiste.

    MS-TECH MC-1200

    Das austauschbare Gitter, um Erweiterungskarten im Low-Profile-Design zu ermöglichen, stellte sich als ebenbürtiger Gegner im harten Kampf um die Öffnung dar. Ab Werk setzt MS-TECH hier auf Stabilität und so mussten wir kräftig anpacken und wackeln, bis sich die Befestigungspunkte aus Stahl aufbrechen ließen. Zwei Schrauben sowie Halteösen unten am Gehäuse fixieren die neue Blende. Dem Einbau unserer SAPPHIRE-Karte stand nun nichts mehr im Weg. Die maximale Bauhöhe eines CPU-Kühlers ist auf ca. 75 mm limitiert. Da in diesen Größenregionen aber meist Top-Blow-Kühler (Luftstrom von oben herunter in Richtung Mainboard) zum Einsatz kommen, muss man hier etwas Raum zum Ansaugen von Luft einberechnen und tiefer bauen. Sonst kommt es sehr wahrscheinlich auch zu Luftverwirbelungen im Ansaugbereich und störenden Nebengeräuschen. Allgemein gestaltete sich die Montage bis hierher sehr bequem.

    MS-TECH MC-1200

    Den Ausbau im ersten Erweiterungskartenslot quittierte die Blende aufgrund der geringen Materialstärke leider mit einer ungewollten Biegung. Das ist technisch kaum anders zu realisieren. Man kann es also nicht als wirklich negativ ansehen und zudem geht man oft davon aus, dass ein System eingebaut wird und mit diesem lange Zeit nichts mehr passiert.

    [BREAK=Innenraum – Teil 2]
    Wie wir uns im vorangegangen Abschnitt noch über die einfache Installation freuten, kam mit dem Einbau der Laufwerke eine unangenehme Seite zum Vorschein. MS-TECH sieht den Einbau eines optisches Laufwerks im 5,25“-Format und darunter einer 3,5“-Festplatte vor. Um beide einzusetzen, ist es notwendig, den Käfig dafür aus dem Gehäuse zu heben. Nach dem Entfernen der beiden Halteschrauben und einem Zug in Richtung Netzteil und einem anschließenden Herausheben ist diese Aufgabe recht schnell erledigt. Die Erreichbarkeit ist bei eingebautem Mainboard auch ohne weiteres gegeben.
    Die Position des optischen Laufwerks muss man bei ausgebautem Käfig nur grob einschätzen. Eine endgültige Einstellung lässt sich erst nach dem Wiedereinsetzen finden. Für die Festplatte hat man sich für eine einfache Entkopplung per vier kleiner Gummi-Puffer entschieden. Für die Fixierung liegen spezielle längliche Schrauben dem Montagematerial bei. Laut MS-TECH ist die Entkopplung ein weiteres Feature, dass die Revision C dem Kunden beschert.

    MS-TECH MC-1200

    Das Wiedereinsetzen des Käfigs gestaltete sich als schwierig. Im ersten Anlauf stand das Laufwerk zu weit nach vorne, so konnten wir den Käfig nicht in den untenliegenden Schienen versenken und nach vorne schieben. Nach leichtem Herumprobieren war aber diese Hürde gemeistert. Nun waren die Laufwerke an ihrem Platz und so konnten wir uns an die Verlegung aller nötigen Kabel wagen. Einzig negativ fällt der nur geringe Platz zwischen den Laufwerken und dem Netzteil auf. Hier muss man nur etwas auf eine günstige Positionierung achten. Ansonsten geht es sehr gut von der Hand und Ordnung stellt man mit den eingangs erwähnten Kabelbindern wieder her. Dünne Kabel wie die des Frontpanels kann man auch bei Bedarf unter dem Mainboard noch verlegen, dafür bietet es genug Platz.

    MS-TECH MC-1200 MS-TECH MC-1200

    Ein lösbarer Makel ergab sich bei der Verwendung unseres LG GSA-4040B. Die Feder, die sonst beim Einzug der Lade die Frontlade wieder zurückziehen soll, ist dem Schlitten des Laufwerks im Weg. So kommt es hier zum Klemmen und das Öffnen des Laufwerks ist nicht möglich. Jedes Laufwerk besitzt im Normalfall eine abnehmbare Front, weil man z.B. nicht nur eine Farbvariante anbietet und entfernt man diese vom Schlitten, sollte es folgend nicht mehr zu Problemen kommen. Die Laufwerkshersteller halten sich bei den Maßen nicht an einen Standard und somit kann man diesen Punkt nicht negativ anrechnen.

    MS-TECH MC-1200

    Auch wenn wir ein mITX- anstatt des vorgesehenen mATX-Mainboard verwendeten, können wir Entwarnung geben: Platzmangel sollte man im Normalfall nicht haben. Das Verlegen der Kabel wird nie zu einem Problem, da zwischen Mainboard und Laufwerkskäfig (hier speziell der untere Teil mit der Festplatte) genug Platz ist, sodass der ATX-Stecker samt aller anderen Kabel sauber herumgelegt werden kann.

    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]
    MS-TECH MC-1200


    Da wir unsere Testplattform etwas verändern mussten hinsichtlich CPU und Kühler, konnten wir leider noch nicht mit Vergleichswerten aufwarten. Die Temperaturen für das MS-TECH MC-1200 Rev. C sahen mit unserem Testsystem wie folgt aus:


    Während sich das System ohne die zusätzlich verbaute Grafikkarte nach einer halben Stunde Prime noch auf einem haltbaren Niveau hält, mussten wir leider später abbrechen. Im Auslieferungszustand lässt das Gehäuse keinen großen Hitzestau zu. Bei verbauter SAPPHIRE Radeon HD 5570 hielten wir bei Erreichen der von AMD empfohlenen maximalen Temperatur von 72°C für die CPU an und stoppten den Testlauf. Dies geschah nach ungefähr 13 Minuten anstatt den sonst üblichen 30 Minuten. Die Grafikkarte scheint in diesem Fall sogar eine Hitzemauer aufzubauen. Das Netzteil, das im Normalfall die warme Luft nach außen saugt, wird somit getrennt und es entsteht ein Bereich um den CPU-Sockel, der nur durch das danebenliegende Gitter entlüftet wird. Das reicht aber nicht aus und so würden wir in diesem Fall wenn dann nur zu Erweiterungskarten raten, die keine zusätzliche Wärme, wie eine Grafikkarte, einbringen. Eine TV-Karte wäre wohl hier die favorisierte Wahl des Endkunden. Wir haben aber nun nicht noch die zusätzlich eingebrachten Luftgitter am Boden des Gehäuses bestückt, um dann die Temperaturentwicklung mit zusätzlicher Lüftung zu beobachten. Hier könnte sich eine leichte Verbesserung einstellen. Ein Lüftergitter direkt über dem CPU-Sockel könnte das Belüftungsproblem lösen. In Rücksprache mit dem Hersteller wurde aber auch klar, dass dem Kunden hier die geschlossene, saubere Oberfläche wichtig ist. Ein Tribut der Leistung zu Gunsten der Optik.

    Wie immer nahmen wir diverse Werte zur Lautstärkemessung im Abstand von einem Zentimeter zum Gehäuse. Zwei bis vier Werte pro Fläche wurden dann gemittelt und finden sich in den folgenden Tabellen wieder:



    Obwohl die Werte erst einmal recht hoch erscheinen, muss man hier dem MC-1200 sogar etwas zugestehen. Die Konstruktion ist im zusammengebauten Zustand sehr stabil und die Entkopplung sorgt sogar dafür, dass die verbaute Samsung-Festplatte sich nicht so sehr bemerkbar macht, wie man es aus anderen Gehäusen teils gewohnt ist.

    [BREAK=Das Netzteil im Kurzcheck]
    MS-TECH MC-1200

    Neben der geänderten Innenraumfarbe hat man für die Revision C des MS-TECH MC-1200 etwas am Netzteil gearbeitet. Laut Aussage MS-TECHs stand hierbei die Lautstärke im Fokus und so tauschte man den Lüfter gegen ein leiseres Modell aus.
    Wir haben das Netzteil des MC-1200 gegen unser Xilence XP250.SFX antreten lassen. Dieses verspricht mit der 80+-Zertifizierung einiges und legt die Messlatte schon ein wenig hoch an. Doch schauen wir uns erst einmal unsere ermittelten Werte an.

    MS-TECH MC-1200

    MS-TECH MC-1200

    Uns war im Voraus schon klar, dass das mitgelieferte Netzteil natürlich etwas schlechter abschneidet. Es hätte aber durchaus schlimmer kommen können. MS-TECH setzt hier bewusst auf etwas Spielraum nach oben, jedoch hat man dadurch eindeutige Nachteile im Niedriglastbereich. Hierfür spricht vor allem das Ergebnis unter Last ohne die zusätzliche Grafiklösung. Die Leistungsaufnahme des Systems scheint hierbei noch nicht einmal die 20%-Marke des Netzteils, und somit nur einen relativ schlechten Wirkungsgrad, zu erreichen. Auf unsere Rückfrage, warum man kein kleineres Netzteil verwendet, entgegnete man uns, dass der Kunde lieber mehr Sicherheit nach oben möchte und somit doch eher zum Produkt mit dem größeren Leistungswert greift. Vielleicht findet sich also in späteren Revisionen, falls dies geschehen sollte, noch ein kleineres Netzteil seinen Platz im MC-1200. In Zeiten steigender Energiepreise ist in diesem Punkt aber der Kunde gefragt.

    [BREAK=Fazit]

    MS-TECH MC-1200

    Das MS-TECH MC-1200 Rev. C ist schon ein älteres Semester im Segment der HTPC-Gehäuse und scheint davon zu profitieren. Das Design ist klassisch und somit wohl ein Grund, warum man hier so lange daran festhält. Vor allem die Verwendung von gebürstetem Aluminium lässt es edel erscheinen.
    Die Stabilität und die Details sorgen dafür, dass es auf Anhieb gefällt. Es klappert nichts und bietet vor allem für die Festplatte mit der letzten Revision C eine brauchbare Lösung zur Entkopplung. "Einfach, aber funktionsfähig" ist hier das Motto. Ebenso verzichtet man auf großartige Lösungen für die Fernsteuerung per Fernbedienung und liegt trotzdem richtig. Das Ein- und Ausschalten, aber auch die Navigation mit dem Microsoft Windows Media Center ist möglich und wird schnell zur Lieblingsfunktion. So ausgerüstet ist es ein treuer Begleiter im Wohnzimmer oder wo man sich sonst einen Multimedia-PC wünscht.
    Natürlich muss man dem MC-1200 aber auch ein paar Schwächen zugestehen, denn ein perfektes Gehäuse gibt es schließlich nie. So müssen wir feststellen, dass vor allem die Be- und Entlüftung im Gehäuse ein schwierig zu gestaltendes Unterfangen werden kann. Eingebauten Erweiterungskarten und womöglich zusätzliche Hitzequellen sorgen hier für Probleme. Mit unseren 45 W TDP waren wir hier schon richtig und mehr kann nur mit besserer Kühlung bewerkstelligt werden.
    Der zweite Kritikpunkt ist erwartungsgemäß das Netzteil, das nur selten zufriedenstellend bewertet werden kann. MS-TECH ist hier leider keine Ausnahme und so muss man mit höheren Verbrauchswerten gegenüber höherpreisigen Produkten rechnen.

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