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    Enermax Hoplite Gehäuse im Test

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    In unserem heutigen Artikel stellen wir Euch das neue Enermax Hoplite vor. Hopliten waren im antiken Griechenland gut ausgerüstete, schwer gepanzerte Fußsoldaten, die in Phalanx-Formation die Hauptkampflinie hielten. Aber im Gegensatz zu z.B. Kavallerie war ihre Ausrüstung auch nicht so teuer, dass sie sich nur Reiche leisten konnten.

    Auf das Enermax Hoplite umgemünzt bedeutet dies dann wohl: das Hoplite schützt mit seinem "Panzer" die Hardware und es sollte jedem finanziell möglich sein ein Hoplite zu erwerben. Auf den nächsten Seiten werden wir uns also jetzt das Gehäuse ein wenig genauer für Euch ansehen.
    [BREAK=Enermax Hoplite - Technische Details & Zubehör]

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    Der Karton, in welchem das Hoplite uns erreichte, war im Vergleich zum Wettbewerb doch recht ernüchternd. Während fast alle Hersteller mittlerweile auch viel Geld in die Verpackung stecken und sich hier gegenseitig mit hochglanzbedruckten Kartonagen zu übertrumpfen versuchen, bleibt man bei Enermax auf dem Teppich. Hier ist der Karton lediglich braun und im Zwei-Farb-Druck bedruckt. Das erinnert ein wenig an die alte Fernsehwerbung: "wir stecken keinen Cent in die Werbung, sondern jeden Cent in unser Produkt". Ein weiterer Effekt ist, dass diese Umverpackung auf jeden Fall umweltfreundlicher ist.

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    Das Zubehör umfasst diverse Schrauben, alle fein säuberlich in extra beschrifteten Tütchen, einen Piezo-Lautsprecher, zwei Kabelbinder, zwei Klettbänder mit Enermax-Schriftzug und eine Einbauanleitung in Form eines Faltblatts.

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    [BREAK=Enermax Hoplite - Äußerlichkeiten (1)] Die Front des Gehäuses wirkt im ersten Moment sehr kantig und besteht hauptsächlich aus wabenförmigem Meshgitter und lackiertem Kunststoff, der sich allerdings besser anfühlt, als es auf den ersten Blick scheint. Den oberen Teil ziert ein silberfarbiges Enermax-Logo, darunter befinden sich insgesamt vier Einschübe für die 5,25"-Laufwerke.

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    Die Blenden können durch Druck an den Seiten entfernt werden und damit kein Staub ins Gehäuse dringen kann, sind sie von innen mit Staubschutzmatten versehen. Zum Reinigen sollte man allerdings nicht versuchen, die Staubmatten zu entfernen, da sie sich erst nach dem Umbiegen des Lochbleches lösen und es fraglich erscheint, wie oft dieser Vorgang wiederholt werden kann, ohne dass die Laschen dabei brechen. Aber es stellt kein Problem dar, die Matten kurz mit Druckluft auszupusten. An den Schnittkanten weist das Meshgitter einige scharfe Kanten auf. Gut gefällt uns hier, dass hinter den Kunststoffblenden nicht noch Metallblenden angebracht sind. So können die optischen Datenträger gleich von vorn ins Gehäuse geschoben werden. Ein Abnehmen der kompletten Frontblende ist ebenfalls nicht erforderlich.

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    Unterhalb der 5,25"-Schächte sitzt ein Tür-Modul, das sich, ähnlich wie bei den Blenden, durch Druck auf der linken Seite in Mitte der Aussparungen nach rechts öffnen lässt. Dahinter sitzt ein 120-mm-Vegas-Lüfter, der auch schon aus dem Enermax LuxuRay bekannt ist. Im Vergleich zum LuxuRay bietet der Lüfter im Hoplite allerdings nur zwei Farben und es können nur 11 verschieden Farbmodi über einen Druckknopf an der Oberseite des Moduls dargestellt werden. Mittels eines relativ kleinen Potentiometers lässt sich der Vegas-Lüfter zudem noch in der Drehzahl regeln. Der Lüfter verfügt über eine Memory-Funktion und speichert nach dem Herunterfahren des Rechners den zuletzt eingestellten Modus der Beleuchtung.

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    Eine nach oben entfernbare hauchdünne Meshmatte im Tür-Modul sorgt dafür, dass kein Staub durch den Lüfter ins Gehäuse gesaugt wird.

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    Unter dem Tür-Modul befindet sich schlussendlich noch eine Klappe, die uns erst bewusst wurde, nachdem wir das Gehäuse geöffnet hatten. Hinter dieser Klappe kann man in zwei herausziehbaren Schubfächern 3,5"-Laufwerke einbauen, die über Hot-Swap angeschlossen sind und somit ein Wechseln der Festplatten im laufenden Betrieb ermöglichen, sofern die passenden BIOS-Einstellungen gewählt wurden.

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    [BREAK=Enermax Hoplite - Äußerlichkeiten (2)] Das I/O-Panel sitzt leicht zugänglich im angeschrägten Gehäusedeckel. Hier befinden sich sauber gekennzeichnet ein eSATA-, zwei USB-3.0-Anschlüsse, Audio-In-/Out, der Ein-/Ausschalter, ein Resetschalter, sowie zwei Status-LEDs. Vor Staub sind die Anschlüsse an dieser Stelle allerdings leider nicht geschützt.

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    Interessant wird es im weiteren Verlauf des Gehäusedeckels. Hier ist, vor Staub durch eine Klappe geschützt, eine Dockingstation für 3,5"- und 2,5"-Laufwerke eingebaut. Enermax geht hier also noch einen Schritt weiter als das vor kurzem getestete Antec Dark Fleet DF-85, welches nur 2,5“-Laufwerke aufnahm. Allerdings hat die Lösung beim Hoplite einen kleinen Nachteil: da die Anschlüsse unter einer Klappe versteckt sind, drückt man mit dem Laufwerk erst einmal die Klappe nach unten und je nach Häufigkeit der Verwendung zerkratzt man sich hierbei den Kunststoff. Der zweite Nachteil gegenüber der Antec-Lösung: beim Hoplite stochert man quasi im Dunkeln, da man die Kontakte beim Einstecken der Laufwerke nicht sieht. Wenn man jetzt das Laufwerk noch ein wenig verkantet, dann könnten unter Umständen die Kontakte beschädigt werden. Im hinteren Teil des Deckels, welcher sich nach dem Lösen von zwei Rändelschrauben auf der Rückseite entfernen lässt, können unter einer Meshabdeckung optional zwei weitere 120/140-mm-Lüfter oder ein 120-mm-Dual-Radiator eingebaut werden.

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    Die Seitenteile sind nach außen gewölbt. Hiermit erreicht man beim rechten Seitenteil, das glatt ist, Stauraum hinter dem Mainboardträger zum Verstecken der Kabel. Im linken Seitenteil, das über ein Meshgitter verfügt, können zusätzlich zwei 120-mm-Lüfter eingebaut werden. Durch die ausgestellten Seitentüren haben Towerkühler bis zu einer maximalen Höhe von 178 mm im Hoplite Platz, sofern man keine Lüfter im Seitenteil installiert. Eine Aussparung oder einen Griff, um die Türen nach hinten abziehen zu können, sucht man vergebens, aber durch die Wölbung hat man dennoch genügend Grifffläche zur Verfügung. Befestigt sind die Seitenteile mit Rändelschrauben.

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    Die Rückseite bietet als einzige Besonderheit im oberen Teil eine rechteckige gummierte Kabeldurchführung. Hier werden die USB-3.0-Anschlüsse vom Frontpanel durchgeführt, um sie am I/O-Panel des Mainboards anschließen zu können. Unterhalb dieser Kabeldurchführung sitzt ein 120-mm-Lüfter. Im Gegensatz zu dem Vegas-Lüfter ist dieser Lüfter weder beleuchtet, noch in der Drehzahl über das Potentiometer in der Front regelbar. Unterhalb des Lüfters sind noch Kabeldurchführungen für die Schläuche einer Wasserkühlung vorhanden. Diese sind natürlich ebenfalls gummiert.

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    Neben sieben Slotblenden, die alle über Entlüftungsschlitze verfügen, befinden sich rechts davon weitere wabenförmige Luftdurchlässe. Für eine ausreichende Entlüftung hat man also offenbar gesorgt. Bleibt noch das Netzteil, das beim Enermax Hoplite auf dem Gehäuseboden befestigt wird.

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    [BREAK=Enermax Hoplite - Innenleben]Das Gehäuseinnere ist sauber in schwarz lackiert. Der Mainboardträger hat die typische Aussparung, damit verschraubbare CPU-Kühler ohne Ausbau des Mainboards gewechselt werden können, und bietet zusätzlich diverse Kabeldurchführungen für das Kabelmanagement. Die Durchführungen sind allesamt gummiert, damit die Kabel nicht womöglich am Stahl durchscheuern können. Das ist zwar sicherlich unnötig, weil die Verarbeitung im Inneren einwandfrei ist, aber es vermittelt dennoch ein Gefühl der Sicherheit.

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    Im vorderen Teil können bis zu vier 5,25“-Laufwerke werkzeuglos mit Schnellverschlüssen befestigt werden.

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    Die 3,5“- und bis zu zwei 2,5“-Laufwerke sind in einem separaten geschlossenen Käfig mit einer Metalltür, die durch eine Rändelschraube gesichert ist, untergebracht. Dies wurde vermutlich so umgesetzt, damit der Luftstrom des Frontlüfters zielgerichtet über die Festplatten geleitet wird, eine andere Erklärung hätten wir sonst nicht für den geschlossenen Käfig. Die Laufwerke sind um 90° versetzt eingebaut und sitzen auf gummierten Stegen.

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    Unterhalb dieses Käfigs sitzt das Hot-Swap-Modul für zwei 3,5“-Laufwerke. Die Stromversorgung der Laufwerke erfolgt über einen 4-Pin-Molex-Anschluss, weiterhin sind zwei 3-Pin-Anschlüsse für Lüfter in dem Modul integriert.

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    Das Netzteil wird beim Hoplite direkt auf dem Boden befestigt. Eine Entkopplung in Form von Kunststoffstützen oder gummierten Klebestreifen, wie man es von anderen Herstellern kennt, gibt es hier nicht. Damit das Netzteil nicht zum Staubsauger mutiert, ist auf der Gehäuseunterseite ein Staubfilter angebracht.

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    Oberhalb des Netzteils sitzen die Blenden für bis zu sieben Erweiterungskarten. Die Blenden sind aber leider nicht wieder verwendbar und müssen vor dem Einbau der Karten erst herausgebrochen werden. Darüber sitzt für die Gehäuseentlüftung der zweite 120-mm-Lüfter, der im Gegensatz zu dem Modell in der Front jedoch nicht extra beleuchtet ist.

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    [BREAK=Enermax Hoplite- Einbau]Für den Einbau der 5,25“-Laufwerke werden zuerst die Frontblenden entfernt, indem man sie einfach ausklippst. Dann werden die Laufwerke von vorn in die Schächte geschoben, wo sie auf Führungsstegen liegen. Für einen sicheren Halt werden sie anschließend noch mit den seitlichen Schnellverschlüssen fixiert, was sich allerdings als ein wenig fummelig herausstellte, wenn man nicht gerade kleine Finger hat, da die vordere Schraube zu weit vorne sitzt und man sie nicht richtig fassen kann.

    Vor dem Einbau des Mainboards sollte man die 3,5“-Laufwerke einbauen. Will man die Laufwerke in dem Hot-Swap-Käfig einbauen, werden sie einfach auf die Schubfächer geschraubt und dann von vorne ins Gehäuse geschoben, da hier aber keine aktive Kühlung der Platten erfolgt, haben wir uns dafür entschieden, sie in den normalen Käfig zu bauen. Hierzu entfernt man zuerst die Rändelschraube und dann kann die Tür nach links geöffnet werden. Die Platten werden seitlich in den Käfig geschoben und können dann von den Seiten verschraubt werden, was aber - wenn man den Rechner nicht zu LAN-Partys mitnehmen will - gar nicht notwendig ist, da die Festplatten sehr stramm auf den gummierten Führungen sitzen.

    Vor dem Einbau des Mainboards sollte man zuerst die Blenden für die Erweiterungskarten herausbrechen, danach wird das Mainboard dann auf die teilweise schon vorinstallierten Abstandshalter gesetzt und verschraubt. Beim Einbau der Grafikkarte mussten wir feststellen, dass die Schrauben fehlten, um die Karte zu befestigen. Das war jetzt kein Beinbruch, sollte aber eigentlich nicht passieren. Die maximale Länge für Erweiterungskarten darf im Hoplite 315 mm betragen. Nachdem sowohl die Grafikkarte, als auch das Netzteil ihren Platz gefunden hatten, ging es an das Verkabeln.

    Nach der Schelte der letzten Artikel haben wir uns bemüht, die Kabel diesmal ein wenig ordentlicher zu verlegen. Die Seitenteile des Hoplite sind zwar seitlich ausgewölbt, um zusätzlichen Platz für Kabel zu schaffen, aber bei unserem Netzteil ohne Kabelmanagement und diversen Anschlussmöglichkeiten war dies nicht ganz so einfach. Das rechte Seitenteil wölbte sich merkbar, nachdem wir fertig waren. Wir empfehlen hier also ganz klar, auf ein Netzteil mit Kabelmanagement zurückzugreifen. Fertig eingebaut sah das ganze dann wie folgt aus:

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    Weiter ging es mit den Temperaturmessungen, die für Erstaunen sorgten.
    [BREAK=Enermax Hoplite- Temperaturmessungen]
    Wie immer kommen nur die ab Werk vorinstallierten Lüfter zum Einsatz, in diesem Fall also ein 120-mm-Lüfter in der Front und ein 120-mm-Lüfter auf der Gehäuserückseite.
    Hier erst mal das von uns verwendete Referenzsystem, um die Werte mit früheren Reviews vergleichbar zu halten:Nach Einschalten des Systems warteten wir eine halbe Stunde, damit sich der Rechner im Idle-Modus akklimatisieren konnte. Danach nahmen wir die ersten Temperaturmessungen vor, welche mit HWMonitor sowie GPU-Z ausgelesen wurden. Diese sahen wie folgt aus:

    Idle-Temperaturen:

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    Dann starteten wir Prime95 und ließen es eine Stunde laufen, um den Rechner auf Temperatur zu bringen. Das Resultat sieht man in der nächsten Tabelle.

    Temperaturen unter Last:

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    [BREAK=Enermax Hoplite - Fazit]
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    Fangen wir diesmal mit den Temperaturen an. Beim Enermax Hoplite war es schon erstaunlich, dass die Temperaturen unter Last bei kleinster Lüfterdrehzahl niedriger waren als mit höchster Lüfterdrehzahl. Trotz mehrfacher Messungen, auch mit anderen Außentemperaturen, sind wir immer wieder zum gleichen Ergebnis gekommen. Eine logische Erklärung wäre hier nur, dass der Frontlüfter auf höchster Drehzahl soviel Luft in das Gehäuse transportiert, dass sich trotz diverser Meshgitter im Deckel und im Seitenteil Hitzestaus entwickeln, weil der Lüfter auf der Rückseite weniger Luft aus dem Gehäuse saugt, als vorn hineingeblasen wird.

    In der Gesamtbetrachtung verfehlt das Hoplite bei den Temperaturen die Top Ten nur um einen Platz, punktet dafür aber bedingt durch die niedrige Lüftereinstellung mit einer geringeren Lautstärke.

    An der Verarbeitungsqualität lässt sich nichts bemängeln. Keine scharfen Kanten oder Ecken und die Lackierung ist einwandfrei.

    Gut finden wir die Dockingstation im Deckel. Antec hatte hier die Vorreiterrolle übernommen, allerdings nur mit 2,5“-Laufwerken, Enermax geht jetzt einen Schritt weiter und bietet hier auch die Anschlussmöglichkeit für 3,5“-Laufwerke. Dies ist ein Feature, das wir zukünftig auf jeden Fall regelmäßig sehen werden, da die ersten Hersteller hier schon nachziehen. Handlungsbedarf besteht sicherlich noch bei der Umsetzung. Steckt man das Laufwerk von oben in die Dockingstation, drückt man mit dem Laufwerk die Klappe auf, die dabei auf Dauer zerkratzen wird.

    Bleibt noch der Preis, der bei derzeit ca. 90 EUR liegt. Zum Release war die Dockingstation im Toppanel noch einzigartig, mittlerweile hat auch Cougar ein Gehäuse mit Dockingstation zur CeBIT 2011 angekündigt und auch Thermaltake hat mittlerweile ein Gehäuse mit Dockingstation auf dem Markt, was gerade einmal die Hälfte des Hoplite kostet. Hier bleibt abzuwarten, wie die Käufer sich entscheiden werden und wie die anderen Hersteller reagieren.

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