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    Mainboard - ASUS E35M1-I DELUXE / AMD E-Serie APU

    Fusion

    Bereits Anfang Januar präsentierte AMD die ersten Modelle der neuen Architektur, die unter der kryptischen Bezeichnung APU die Welt der energiesparenden PCs revolutionieren soll. Nach vielen Wochen herrscht allgemeine Ernüchterung bei den potenziellen Kunden. Die Produkte sind alle angekündigt, aber scheinbar nicht ausreichend lieferbar. So könnte man die Veröffentlichung der Zacate- und Ontario-APU durchaus als Papierlaunch bezeichnen.
    Knapp sechs Wochen hatte es gedauert, bis nun ein Mainboard verfügbar war. Lieferschwierigkeiten und Vertröstungen der Hersteller hatten ein Ende. ASUS gab uns schließlich die Rückmeldung, dass wir ein Exemplar ihres Top-Modells E35M1-I DELUXE mit dem aktuellen Topmodell der APUs, der E-350, bekommen. Die Vorfreude war natürlich groß, erwartet man sich doch nach den vielversprechenden Demos auf dem AMD Analyst Day eine relativ hohe Performance bei minimalem Energieverbrauch. In unserem Review haben wir uns nun die neue Plattform etwas genauer angesehen. Mit welchen Schwierigkeiten wir zu kämpfen hatten und ob die erste Generation der APUs wirklich schon das Gelbe vom Ei ist, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

    Wir wünschen allen Lesern viel Vergnügen!

    Natürlich möchten wir uns im Voraus noch einmal bei vielen Helfern dieses Tests bedanken. Zuallererst natürlich bei ASUS, die uns das Mainboard zur Verfügung gestellt haben und dieses sogar dauerhaft zu Testzwecken bei uns belassen. Da die Plattform für Multimedia-Anwendungen gedacht ist, stand uns die Firma CyberLink mit ihrem Sortiment zur Seite. Und zu guter Letzt wollen wir AMD nicht vergessen, die uns stetig bei Problemen mit Gegentests unterstützten und Lösungsvorschläge anboten, sowie auch langfristig die Entwicklungen verfolgten und uns über Fortschritte informierten.

    [BREAK=Testplattform]
    Für unseren heutigen Test nutzten wir zwei verschiedene Systeme:

    ASUS E35M1-I DELUXE:
    • Prozessor: AMD E-Serie APU E-350 mit 2 x 1,6 GHz
    • Grafiklösung: AMD Radeon HD 6310
    • Arbeitsspeicher: 2 x 2 GB DDR3-1333 (Kingston KVR1333D3N9/2G)
    • Festplatte: 2,5“ - Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB
    • Optisches Laufwerk: LG CH10LS20

    SAPPHIRE IPC-AM3DD785G:
    • Prozessor: AMD Athlon II X2 240e mit 2 x 2,8 GHz
    • Grafiklösung: ATI Radeon HD 4200 mit 128-MB-DDR3-Sideport-Speicher
    • Arbeitsspeicher: 2 GB DDR3-1333 (Kingston KVR1333D3N9/2G)
    • Festplatte: 2,5“ – Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB

    Für beide Systeme kam zur Stromversorgung das integrierte Netzteil eines Antec ISK 100 (90 Watt) zum Einsatz oder das Xilence XP250.SFX (250 Watt).

    Für diverse Tests wurde zum Vergleich das SAPPHIRE-Mainboard so eingestellt, dass es mit DDR3-1066 läuft, sowie mithilfe von K10STAT die CPU mit 1600 MHz betrieben. So konnten wir eine Vergleichsbasis aufstellen, um die Unterschiede zwischen K10 und APU herauszustellen.
    Folgende Software wurden für diesen Test genutzt:
    • Windows 7 Professional 64bit SP1
    • DirectX-Version: 11
    • Grafikkartentreiber: Catalyst 12.1
    • AMD System Monitor 0.91
    • CPU-Z Ver. 1.57
    • HWiNFO32 v3.7
    • Prime95 26.4, 32 Bit
    • LinX 0.6.4
    • HD Tune 2.55
    • RightMark Audio Analyzer RMAA 6.2.3
    • CyberLink PowerDVD 10 Build 2429
    • CyberLink PowerDirector 9 v2504
    • Flash Player ver. 10.2.154.12
    • Microsoft Internet Explorer 9 RC
    • Google Chrome 10 Beta (in diesen ist der Flash Player gleich integriert, trägt aber die gleiche Versionsnummer wie die sonst verwendete Version)
    • Mozilla Firefox 4.0 Beta 12
    • Mozilla Firefox 3.6.15
    • Futuremark PCMark Vantage v102_1901
    • pcattcp Ver. 2.01.01.14


    Die verwendete Version des Adobe Flash Players wurde uns direkt von AMD zugänglich gemacht und ist normalerweise nicht für die öffentliche Verwendung vorgesehen. Da Adobe aber leider Probleme mit der Hardwarebeschleunigung hatte, war die von uns verwendete Version nur darauf zugeschnitten, dass sie zuverlässige Ergebnisse in Verbindung mit der APU ermöglicht. Google integriert die gleiche Version in Chrome 10 und so konnten wir browserübergreifend vergleichen. Aktuell steht die Version 10.2.152.32 bei Adobe für den Microsoft Internet Explorer und andere Browser zum Download bereit.

    [BREAK=ASUS E35M1-I DELUXE – Technische Daten]

    Die ASUS-Website gibt ausführlich Auskunft über die Spezifikationen des E35M1-I DELUXE.
    • CPU: AMD CPU on Board ;Integrated AMD® Zacate™ E350 Dual-Core (TDP:18W) Processor
    • Chipset: AMD® FCH A50 (Hudson M1)
    • Memory: 2 x DIMM, Max. 8 GB, DDR3 1066/800 Non-ECC,Un-buffered Memory
    • Expansion Slots: 1 x PCIe 2.0 x16 (at x4 mode, with latch)
    • VGA: Integrated AMD® Radeon HD 6310
    • Supports DVI with max. resolution up to 1920x1200@60Hz
    • Supports HDMI with max. resolution up to 1920x1080@60Hz

    Storage Southbridge:
    • 5 x SATA 6.0 Gb/s ports
    • 1 x External SATA 6Gb/s
    • LAN: Realtek® 8111E PCIe Gigabit LAN controller
    • Audio: ALC892 8-Channel High Definition Audio CODEC
    • Supports DTS Surround Sensation Ultra-PC
    • USB NEC Controller:
    • 4 x USB 3.0/2.0 ports (2 ports at mid-board, 2 ports at back panel)
    • Chipset built-in:
    • 8 x USB 2.0/1.1 ports (4 ports at mid-board, 4 ports at back panel)

    ASUS Unique Features:
    • ASUS CrashFree BIOS 3
    • AI Suite II
    • TurboKey II
    • Mem OK!
    • Q-FAN
    • Anti-surge
    • DTS Surround Sensation UltraPC
    • ASUS@Vibe Support

    • Back Panel I/O Ports:
      • 1 x PS/2 Keyboard/Mouse Combo port
      • 1 x DVI
      • 1 x HDMI 1.3b
      • 1 x External SATA 6Gb/s
      • 1 x LAN(RJ45) port(s)
      • 2 x USB 3.0/2.0
      • 4 x USB 2.0/1.1
      • 1 x S/PDIF Out (optical)
      • 1 x Bluetooth 3.0 adapter
      • 2 x Wifi antenna ports
      • 3 x Audio jacks

      Internal I/O Connectors:
      • 1 x USB 3.0/2.0 connector(s) support additional 2 USB 3.0 ports
      • 2 x USB 2.0/1.1 connector(s) support additional 4 USB 2.0 ports
      • 1 x MemOK! Switch
      • 5 x SATA 6.0Gb/s connectors
      • 1 x CPU Fan connector(s)
      • 1 x Chassis Fan connector(s)
      • 1 x Chassis Intrusion connector
      • 1 x S/PDIF Out connector
      • 1 x 4-pin ATX 12V Power connector
      • 1 x 24-pin EATX Power connector
      • 1 x Front panel audio connector
      • 1 x System Panel connector
      • 1 x Turbo Key II switch

      BIOS: 32 Mb Flash ROM , AMI BIOS, PnP, DMI 2.0, WfM 2.0, ACPI 2.0a, SM BIOS 2.6
      Accessories:
      • User's manual
      • 1 x I/O Shield
      • 2 x SATA 6.0Gb/s cables
      • 2 x Wifi antennas
      • 1 x Support DVD

      Support Disc:
      • Drivers
      • Anti-virus software (OEM version)
      • ASUS Update
      • ASUS Utilities

      Form Factor:
      • Mini ITX Form Factor
      • 6.7 inch x 6.7 inch ( 17 cm x 17 cm )



      Die UVP für das ASUS E35M1-I DELUXE gibt der Hersteller mit 159,90 Euro an, jedoch finden sich wie gewohnt günstigere Angebote beim geizhals.at-Preisvergleich.

      [BREAK=Accelerated Processing Unit]
      Ein neues Mainboard ist nicht unbedingt so spektakulär, jedoch handelt es sich dieses Mal um den ersten Test einer neuen Architektur. AMD setzt bei seinem neuen Konzept auf die Vereinigung von Northbridge, Dual-Core-CPU und DirectX-11-GPU auf einem Die. Und trotz dieser Leistung hat man den Verbrauch gedrückt. Laut Spezifikationen verbraucht die bis jetzt stärkste APU, die E-350, nur maximal 18 Watt unter Volllast.

      Die neuen Accelerated Processing Units (APUs) sollen folgende Vorteile mit sich bringen:
      • ein nur 75 mm² großes und damit kostengünstig in 40 nm bei TSMC produzierbares Die für die C- und E-Serie-APUs
      • weniger Stromverbrauch als die bisherigen Lösungen von AMD
      • Stärkere Gewichtung der GPU-Leistung und damit der Multimedialeistung. Insbesondere bei der kommenden A-Serie ("Llano") wird die Nutzbarmachung der GPU-Leistung für allgemeinere Rechenaufgaben angestrebt.

      Vor allem preistechnisch peilt man aggressive Regionen an, um den Konkurrenten das Leben schwer zu machen. Nimmt man zum Beispiel unseren heutigen Testkandidaten, bekommt man für nicht einmal 150 Euro ein voll ausgestattetes Mainboard mit CPU und GPU, USB 3.0, WLAN und Bluetooth.

      Ontario APU

      Die heute im Test befindliche E-350-APU wird im 40-nm-Verfahren hergestellt und bietet zwei x86-Bobcat-Kerne mit 1 MB L2-Cache. Um die Leistungsaufnahme möglichst gering zu halten, vertraut man neben dem modernen Entwicklungsprozess auf ein abgespecktes Speicherinterface. Der E-350 bietet nur ein Single-Channel-Interface mit einem vorgesehenen Takt von DDR3-1066 oder DDR3-800. Außerdem spendiert man der APU einen zusätzlichen Stromsparmechanismus, das Power Gating. Bei AMD spricht man vom nun möglichen C6-Status neben den bisher bekannten Modi, allen voran dem C1E-Status. Die Abstufung der Performance-Stufen erfolgt bei der hier getesteten APU in drei Schritten: 800, 1280 und 1600 MHz. Die zu den einzelnen P-States passenden Kern-Spannungen betragen dabei 0,552 V, 1,044 V und 1,356 V.

      Fusion

      Die verwendete integrierte GPU bezeichnet AMD als Radeon HD 6310 und bietet 80 Shaderprozessoren. Sie stellt zwar keine große Evolution der verfügbaren integrierten Grafiklösungen dar, brilliert aber in Verbindung mit der CPU durch die geringe Leistungsaufnahme. Für die Anwendung als Multimediazentrale spendiert AMD der Grafiklösung aber die firmeneigene Unified-Video-Decoder-Technik in der Version 3, kurz UVD 3. Die Dekodierung per GPU entlastet die CPU und verbessert nicht nur den Arbeitsfluss, sondern erhöht auch die Energieeffizienz. Neben dem Fehlen von HDMI 1.4 kastriert man die UVD-Einheit um die MVC-Codec und somit ist Blu-Ray-3D nicht möglich.
      Falls man sein System im Folgenden noch mit einer zusätzlichen Erweiterungskarte aufwerten möchte, stehen maximal vier Lanes zur Verfügung. Mehr Lanes bietet der integrierte PCIe-Controller leider nicht. Im Falle des ASUS E35M1I DELUXE sind diese an den PCIe-x16-Port angeschlossen. Die Limitierung dürfte für weitere Einsparungen bei der wertvollen Chipfläche sorgen.

      [BREAK=Layout - Teil 1]
      Fusion

      Auf den ersten Blick fällt einem zuerst die große Kühleinheit des Mainboards auf. Konkurrenzprodukte setzen meist auf kleinere Kühlkörper, dann aber mit aktiver Kühlung. Die kleinen Lüfter haben nur einen Nachteil: Sie produzieren meist aufgrund hoher Drehzahlen störende Geräusche. Die Konstruktion mit Heatpipes soll das Mainboard auch unter Dauerlast auf annehmbaren Temperaturen halten. Zur Sicherung der Langlebigkeit setzt ASUS auf Feststoffkondensatoren, die im Gegensatz zu Elektrolyt-Kondensatoren einen besseren Ruf besitzen.

      Fusion

      Beginnen wir mit dem unteren Teil des Mainboards. Sofort erkennbar ist der PCIe-Slot für eine zusätzliche Erweiterungskarte. Statt der Anbindung via der vollen 16 Lanes kommuniziert dieser aber nur mit vier Lanes. Die Anzahl hat AMD limitiert. Im Vordergrund steht die Energieersparnis und so verzichtet man beim Layout der APU auf im Normalfall unnötige Features. Dem gegenüber stehen die fünf SATA-Anschlüsse in der 6-Gbit/s-Variante. Links und rechts davon befinden sich die internen Anschlüsse für Audio (Mikrofon und Kopfhörer) sowie zwei USB-2.0-Header (blau). Neben dem Audio-Header erkennt das geübte Auge die beiden Realtek-Chips wieder. Einmal handelt es sich um den LAN-Controller RTL-8111E und zum zweiten um den Audio-Chip in Form des ALC888. Der Sockel über den SATA-Anschlüssen dient der Aufnahme des Flash-Speichers von MXIC. Mit 32 Mbit Kapazität stellt er den Platz für das ASUS EFI bereit.
      Die auffälligen Kabel stellen die Antennen des Atheros WLAN-Moduls auf dem ASUS E35M1-I DELUXE dar. Dieses ist per mini-PCIe verbunden und natürlich auch austauschbar. Über dem Modul erblickten wir einen kleinen Taster, dessen Funktion wir nicht testen konnten mangels eines problematischen RAM-Moduls. Dieser soll im Zweifelsfall vor dem Systemstart gedrückt werden und im Folgenden die Feineinstellungen für den RAM vornehmen, sodass dieser problemlos läuft. Da man bei den AMD E-Serie APUs auf DDR3-1066 setzt, sind sauber programmierte SPD-Tabellen von Nöten.
      Rechts des Kühlkörpers positioniert ASUS die beiden Steckplätze für den Arbeitsspeicher. Trotz der Möglichkeit, zwei Module zu verbauen, steht nur die Anbindung per Single-Channel zur Verfügung. Ein weiterer Tribut an die Leistungsaufnahme des Systems. In den Spezifikationen der APUs findet man oft den Hinweis auf die Verwendung von Low-Voltage-RAM-Modulen, die die Verlustleistung der Plattform potenziell weiter reduzieren. Rechts neben den Arbeitsspeicherbänken gesellen sich der 24-polige-ATX-Stecker und in direkter Nachbarschaft die Pins für die Ansteuerung des Frontpanels hinzu. Wie man es gewohnt ist, hat man Zugriff auf die beiden LED-Anschlüsse für Power-LED und HDD-LED sowie Power- und Reset-Knopf. Es gibt also, soweit man sehen kann, keine Überraschungen.

      Fusion

      Oberhalb der Kühlkonstruktion ist der 4-polige EPS-Stecker zur direkten Versorgung der APU mit der nötigen Energie zu erkennen. Der Schiebeschalter links davon dient als „BIOS-Reset“. Falls die Einstellungen das System nicht mehr booten lassen, wird hierdurch die Originalkonfiguration wieder hergestellt. Rechts davon findet sich eine Steckbrücke für den sogenannten TURBO_KEY_II (Bezeichnung auf dem Mainboard). Steckt man vom normalen in den OC-Modus, taktet das ASUS E35M1-I DELUXE nicht mehr mit den gewohnten 100 MHz Referenztakt, sondern mit 105 MHz. Das erscheint erst einmal als winziger Schritt mit einer Steigerung von 1600 auf 1680 MHz, jedoch hat man in diesem Fall natürlich sofort einen leichten Vorteil gegenüber allen anderen APUs auf Standardtakt. Leider ist der große Kühler uns allzu oft im Weg gewesen, jedoch ist der EPU-Chip hier sogar sichtbar. Dieser soll für ein verbessertes Energiemanagement sorgen.
      ASUS ermöglicht mit dem E35M1-I DELUXE auch die Verwendung von Front-USB 3.0 per internem Header. Da es für USB 3.0 intern bisher keine feste Spezifikation gibt, wie die Pins belegt werden sein sollen, definiert hier ASUS eine eigene, komplett fertige Belegung. Bisher musste man die Pins alle einzeln im Gehäuse anklemmen, was im Fall einer fehlerhaften Belegung zu einer Zerstörung des Mainboards führen kann. Wir wissen von mindestens einem Hersteller, dass man sich in Zukunft nach der Belegung von ASUS richten möchte. Die blaue Einfassung erinnert an die bei älteren Mainboards bekannten Anschlüsse. So verwendete man beim ASUS A8N zu Zeiten des Sockel 939 ähnliche Steckplätze zur Herausführung von FireWire und USB 2.0. FireWire ist heutzutage immer mehr in den Hintergrund gerückt und ist zunehmend seltener anzutreffen, im Falle des E35M1-I DELUXE ist es nicht vorhanden. Zur Versorgung der ganzen USB-3.0-Anschlüsse benötigt ASUS zwei NEC-USB-3.0-Controller. Diese sind jeweils immer in der Nähe der jeweiligen Anschlüsse und von der Seite unter dem Kühler zu erblicken.

      [BREAK=Layout - Teil 2]
      Fusion

      Die Konnektivität ist schon ohne die Nutzung der internen Anschlüsse beeindruckend. Neben den beiden sichtbaren goldfarbenen Anschlüssen für die WLAN-Antennen offenbart das ASUS, dass es sogar per Bluetooth funkt. Der Adapter ist nur an einem Aufkleber und dem leicht herausstehenden blauen Gehäuse über den roten Anschlüssen zu erkennen. Ein in rot gehaltener eSATA-Anschluss stellt die Konnektivität mit externen Speichermedien dar, falls diese über einen geeigneten Gegenpart verfügen. Insgesamt viermal USB 2.0 hat man zur Verfügung, jeweils zwei schwarze und zwei rote Buchsen. Die blauen USB-Anschlüsse folgen dem USB-3.0-Standard. Bild und Ton gibt das ASUS E35M1-I DELUXE entweder zusammengefasst per HDMI (HDCP-fähig) aus oder aber einzeln per DVI-I sowie optischem Audioausgang oder den drei Klinkenanschlüssen für ein 6-Kanal-Audiosystem. Acht Kanäle sind auch möglich, bedürfen aber der zusätzlichen Verwendung des internen Audioanschlusses für die Front.

      Fusion

      Die beiden Anschlüsse für die optionale Belüftung des Mainboards befinden sich auf der linken Seite oberhalb des Ausläufers der Heatpipe-Konstruktion. Der Anschluss für den CPU-FAN ist geregelt und erlaubt neben der Pulsweitenmodulation auch die Steuerung per Spannung. Der zweite Port ist als CASE-FAN deklariert und ist nicht regelbar.
      Zum Ende dieses Abschnittes noch eine kleine Information: Bei der Installation von Windows für das System sollte man tunlichst die USB-3.0-Anschlüsse meiden. Man erspart sich dadurch eine ganze Menge Zeit für die Fehlersuche. Selbst Windows 7 erkennt den USB-3.0-Controller nicht und somit sind diese Anschlüsse so lange tot, bis man die Treiber von Hand installiert hat.

      [BREAK=Das neue EFI]
      Fusion

      EFI steht für Extensible Firmware Interface und ersetzt beim ASUS E35M1-I DELUXE das altbekannte BIOS (Basic Input/Output System). Größte Neuerung ist wohl die Bedienung per Maus. Noch nie war es so einfach, in das System einzugreifen. Die Startseite des ASUS EFI liefert auf den ersten Blick gleich alle wichtigen Parameter zum System, ohne dass man lange suchen muss. Der Bootvorgang lässt sich sofort durch ein Ziehen in die gewünschte Reihenfolge regeln und die Lüfter können in drei verschiedenen Einstellungen agieren. Silent, Standard und Performance sind dabei die Schlagwörter und mithilfe einer kleinen Grafik wird einem grob die Auswirkung dargestellt. Um tiefer in das EFI vorzudringen, genügt ein Klick oben rechts auf „Exit/Advanced Mode“ und eine zusätzliche Bestätigung, dass man den erweiterten Modus nutzen möchte.

      Fusion

      Den Advanced Mode kann man als Glanzstück für ein Mainboard ansehen, dass normalerweise eher für den Multimedia-Bereich vorgesehen ist. Die Auswahl an Einstellungen ist schlichtweg umwerfend und ist natürlich nur für versierte Nutzer zu empfehlen. Die Enthusiasten werden sich aber wohlfühlen und man kann nur hoffen, dass man in Zukunft öfter solch einen Funktionsreichtum vorfinden kann. ASUS legt hier mit dem E35M1I DELUXE die Messlatte ziemlich hoch.

      Fusion


      Eine Aktualisierung des "BIOS" ist im EFI möglich unter Nutzung von EZ Flash 2. Auf der ASUS-Website findet sich im Downloadbereich eine BIOS-Version, die aber nicht aktuell ist. Durch die Synchronisierung mit der Datenbank in Taiwan steht auch hier das Release-BIOS bereit. Die in Deutschland ausgelieferten Exemplare bieten aber allesamt eine neuere Version. Ein Update ist also nicht nötig.

      [BREAK=Die Installation]
      Windows 7 ist Microsofts aktuellstes Betriebssystem und hat in der Release-Version so seine Schwierigkeiten mit dem System, was die Treiber angeht, doch fangen wir am Anfang an. Wie schon eingangs erwähnt, sollte man während der Installation nicht die USB-3.0-Ports benutzen, für Maus und Tastatur zum Beispiel. Da Windows 7 keine Treiber für diese Spezifikation mitliefert, sind die Anschlüsse erst einmal nicht zu gebrauchen. Ist erst einmal alles soweit fertig und das Betriebssystem steht, fehlen einem elementare Sachen. Kein Grafiktreiber, das ist man gewohnt, ebenso wie beim Ton. Dazu kommen die ganzen Netzwerkadapter: LAN, WLAN und Bluetooth. Nichts wird „out of the box“ unterstützt. Da kein Netzwerk angesteuert werden kann, bleibt einem auch nicht die Möglichkeit über Windows Update, das mit seiner großen Treiberdatenbank oftmals retten kann. Das ASUS E35M1-I DELUXE verlangt also zwanghaft nach den Treibern von der mitgelieferten DVD oder eben neueren von den Herstellern, aber ins Netz kommt man ja nicht. So kopieren wir uns den DVD-Inhalt auf einen USB-Stick, wo auch schon die Windows-Installation deponiert liegt und haben so alle Treiber auf einem Fleck. Die reine Installationszeit der Inhalte von der ASUS-DVD ist in knapp 10 Minuten erledigt und verlangt am Ende nach einem Neustart. Das ist sehr angenehm, da man es doch sonst gewöhnt ist, nach jeder Treiberinstallation neustarten zu müssen. Neben den Treibern haben wir uns ebenfalls für die Dienstprogramme von ASUS entschieden, die die Überwachung der Parameter des Systems erlauben und auch für die Lüftersteuerung genutzt werden können.

      Fusion

      Ohne jetzt auf alle Bestandteile eingehen zu wollen, hat man die Möglichkeit, das BIOS zu aktualisieren. Eine neue Version steht bis jetzt noch nicht zur Verfügung, sodass der potenzielle Käufer sich um diesen Punkt keine Gedanken machen muss. Hinzu kommt bei der AISuite, wie sie bei ASUS heißt, die schon erwähnte Überwachung der Systemparameter. Mit diversen Tools wie CoreTemp und HWiNFO hatten wir bis zuletzt sehr merkwürdige Ergebnisse. Der Multiplikator wurde mal falsch ausgelesen, mal der Referenztakt, sodass uns ASUS bestätigen konnte, dass man im Zweifelsfall absolut auf die Werte aus der AISuite vertrauen kann.

      Fusion


      [BREAK=Flash und die Hardwarebeschleunigung]
      Unser wohl größtes Problem mit der neuen AMD APU hatten wir mit dem Adobe Flash Player. Die Performance schien allseits in Bereichen zu liegen, die man sich nicht erklären kann. Das ging soweit, dass wir fast schon davor standen, die Plattform in ihrem Hauptanwendungsbereich zu rügen. Mithilfe des AMD Supports wurde uns aber schnell bewusst, welche Auswirkungen die Software auf die Leistungsfähigkeit hat. Nach mehreren Stunden voller Bastelarbeit stellte sich die Beta-Version des Google Chrome als tauglich heraus. Google integriert selbst eine Beta-Version von Adobe (10.2.154.12) und bietet in diesem Zusammenspiel eine durchaus gute Performance. Inzwischen ist Google Chrome 10 final und steht über die integrierte Update-Funktion zum Download bereit. Vorher bemerkten wir deutliche Einbrüche bei der Verwendung von dynamischen Inhalten, die anschließend wie weggefegt waren. Man kann also konstatieren, dass die Software einen zu großen Einfluss hat. Selbst bei noch zur Verfügung stehenden Ressourcen kommt man zu keiner flüssigen Darstellung von Full-HD-Flash-Inhalten. Niedriger aufgelöste Inhalte sind nicht so stark davon betroffen gewesen. Videos fangen bei der Nutzung von dynamischen Inhalten von Websites an zu stocken. Im schlimmsten Fall stellten wir kurze Hänger der grafischen Ausgabe fest. Durchaus ärgerlich und ein gutes Beispiel dafür, dass die beste Technik nichts bringt, wenn die Rohleistung nicht genutzt werden kann. Hoffentlich wird man hier in Zukunft mehr sehen können.

      Im Endeffekt konnten wir unter Nutzung von Google Chrome bei der Betrachtung eines 1080p-Trailers folgende Ergebnisse erzielen:



      [BREAK=Onboard Sound Signal]
      Der RightMark Audio Analyzer dürfte vielen Lesern schon bekannt sein aus unseren vorherigen Tests. Natürlich haben wir dieses Mal auch die Qualität des Onboard-Sounds überprüft und die ausgegebenen Ergebnisse in unten stehender Tabelle aufgeführt.

      Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB
      +0.07, -0.13
      Very good
      Noise level, dB (A)
      -86.6
      Good
      Dynamic range, dB (A)
      86.5
      Good
      THD, %
      0.131
      Average
      THD + Noise, dB (A)
      -52.7
      Poor
      IMD + Noise, %
      0.256
      Average
      Stereo crosstalk, dB
      -86.7
      Excellent
      IMD at 10 kHz, %
      0.323
      Average
      General performance
       
      Good



      Das Signal liegt insgesamt auf dem selben Niveau wie unser zuletzt getestetes SAPPHIRE IPC-AM3DD785G.

      Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.

      [BREAK=Datenübertragung]
      Wie immer sehen wir uns auch die Umsetzung der Datenübertragung etwas genauer an. Hierzu haben wir uns mithilfe von HD Tune wieder einmal angesehen, ob die SATA-Performance sich nicht doch einen Schnitzer leistet.


      Die Leistung steigert sich nicht im Vergleich zum SAPPHIRE IPC-AM3DD785G. Der Einbruch bei der minimalen Transferrate ist darin begründet, dass das System auf der gleichen Festplatte liegt. So wirkt sich jede Aktivität von Windows negativ auf das Ergebnis aus. Die Leistungsgrenzen des Controllers, der im Gegensatz zum SAPPHIRE-Mainboard bei ASUS schon der aktuellsten Spezifikation mit 6 GBit/s folgt, konnten wir aus Mangels an Hardware, die die Schnittstelle effektiv nutzen könnte, nicht erkennen. Eine SSD würde hier womöglich eher die Unterschiede aufzeigen, gehört aber aus Gründen der aktuellen Verbreitungsrate noch nicht zu unserer Test-Ausrüstung.

      Fusion

      Da das ASUS E35M1-I DELUXE auch einen WLAN-Empfänger offeriert, haben wir diesen einem Kurzcheck unterzogen. Trotz n-Standard mit theoretischen 150 Mbit/s und mehr bieten viele Adapter nur ein Bruchteil dieser Rate. Wie viel das immer im Einzelfall ist, kann man schlecht sagen. Wir haben zu diesem Zweck ein kleines Tool genutzt, um die maximale Bandbreite zu finden. Je nach Abstufung konnten wir Werte bis zu 23,07 Mbit/s erreichen. Unsere Messungen beziehen sich auf einen Test auf dem Tisch, wobei Sender und Empfänger in ungefähr einem Meter Abstand aufgebaut wurden. Als Gegenstelle für das integrierte WLAN-Modul des ASUS E35M1-I DELUXE diente ein Hama WLAN-Stick, der dem n-Standard mit 150 Mbit/s folgt.

      [BREAK=Anwendungsbenchmark – LinX 0.6.4]
      Normalerweise reihen sich die Ergebnisse für die Speicherbandbreite und die Rechenleistung in diesem Abschnitt auf. Mit der APU war dieses Unterfangen nicht ganz so leicht, da viele Programme partout nicht die Ergebnisse liefern wollten oder konnten, wie man es gewohnt ist oder es erwartet hat. Als Basis für die Leistungsfähigkeit der CPU nutzten wir LinX 0.6.4, um uns die Werte in GFlops anzeigen zu lassen.


      Die E-350-APU geht hier eindeutig als Verlierer aus dem Ring und wirkt scheinbar deklassiert. Inwieweit hier die gemessenen Werte stimmen, ist die Frage. Allgemein kann man sagen, dass es schwer ist, einen synthetischen Benchmark zu finden, der funktioniert. Wir probierten diverse Programme aus, doch scheinbar kann kaum eines der bekannten mit der APU umgehen.

      [BREAK=Anwendungsbenchmark – Futuremark PCMark Vantage]
      Weiterhin belasteten wir das System mit dem Futuremark PCMark Vantage. Dieser testet das System nicht wie sonst bekannt vom 3DMark nur auf die Grafikleistung, sondern spielt alltägliche Aufgaben durch. Das Repertoire reicht von Website-Rendering über Kopiervorgänge bis hin zur Suche in Windows Live Mail. Da die APUs für energieeffizientes Arbeiten gedacht sind und nicht auf maximale Leistung aus, entschieden wir uns für diesen Test, da er den Alltag realitätsnah repräsentiert.


      Im Ergebnis zeigt sich, dass das System bei gleicher Taktfrequenz ungefähr 20% weniger Leistung bringt im Vergleich zum gleichgetakteten K10-System. Die Messungen unterstützen demnach auch die Einschätzung von AMD, dass man im Mittel um genau diesen Wert Abstriche machen muss.

      [BREAK=Anwendungsbenchmark – specviewperf 11]
      Zuletzt haben wir uns das von der unabhängigen Standard Performance Evaluation Corporation (SPEC) ausgegebene specviewperf in der Version 11 vorgenommen. Dieses stellt das System bei Programmen auf die Probe, die nicht gerade zum Standard auf jedem PC gehören. CATIA, Solidworks und Maya sind eher für Profis gedacht, werden aber gern genutzt, um den Workflow in Unternehmensumgebung zeigen zu können. Natürlich weiß jeder, der schon einmal mit diesen Programmen zu tun hat, dass man keine Wunder erwarten darf, doch ist man gespannt, wie ein kleines System sich doch schlägt. Für eine Präsentation hat man nicht unbedingt immer sofort eine Workstation zur Verfügung und so kann auch die APU einmal herhalten müssen. Folgende Ergebnisse wurden erreicht:


      Wie man sieht, kann sich unsere bekannte ITX-Testplattform erst mit dem höheren Takt von der APU absetzen. Das Ergebnis überrascht uns doch etwas, da wir zuvor doch etwas enttäuscht wurden. Vor allem die integrierte Grafiklösung in Form der AMD Radeon HD 6310 liefert für sich allein gestellt aber schon bessere Ergebnisse und vor allem die OpenGL-Performance weiß zu überzeugen.

      [BREAK=Videobeschleunigung/Hardwarebeschleunigung]
      Das E35M1-I DELUXE ist durch sein Auftreten geradezu prädestiniert für den Einsatz im Heimkino. Wir haben uns zu diesem Zweck angesehen, wie effizient die Videobeschleunigung funktioniert und gleichzeitig neben der Wiedergabe auch einen kurzen Abstecher in die Videoumwandlung unternommen. Mithilfe von CyberLinks PowerDVD 10 und AMDs System Monitor haben wir das Zusammenspiel zwischen CPU und GPU aufgeschlüsselt. Wir haben jeweils immer die ersten 60 Sekunden unserer Aufzeichnung einfließen lassen und die Auslastung der jeweiligen Recheneinheit in Prozent angegeben. Es ist zu beachten, dass der AMD System Monitor auch eine gewisse Grundlast verursacht. Diese lag beim Testsystem zwischen 5 und 10%.


      Einzelbildrate: 23 Bilder / Sekunde, Gesamtbitrate: 7880 kBit / Sekunde, Auflösung: 1920 x 1080


      Einzelbildrate: 24 Bilder / Sekunde, Gesamtbitrate: 25429 kBit / Sekunde, Auflösung: 1920 x 1080


      Einzelbildrate: 50 Bilder / Sekunde , Gesamtbitrate: ca. 5000 kBit / Sekunde , Auflösung: 720 x 576


      Wie man an allen drei Grafiken erkennen kann, übernimmt die GPU-Einheit massiv die Decodierarbeit, die sonst der Prozessor leisten müsste. Das spart nicht nur Energie, da die GPU hier effizienter arbeitet, sondern ermöglicht auch eine parallel laufende Tätigkeit. Einen Multitasking-Test haben wir auf einer der nächsten Seiten aufgeschlüsselt.

      Fusion

      CyberLink wird offiziell von AMD als eine der Softwareschmieden gehandelt, die besonders auf APP (Accelerated Parallel Processing) bei der Programmierung achten. Hierzu haben wir uns PowerDirector 9 angesehen, um einen Eindruck von den Vorteilen zu bekommen. Beim Transkodieren wird von der APU lediglich das Dekodieren des Quellmaterials durch die UVD3-Einheit beschleunigt. Für das Encodieren in das Zielformat können die 80 Shader der GPU jedoch nicht zur Beschleunigung genutzt werden. Der Grafikteil der APU ist schlicht zu schwach, weshalb diese Funktionalität nicht genutzt wird. Beim reinen Editieren der Videos kann die GPU aber die Voransicht bestimmter Effekte beschleunigen. So konnten wir ein durch die GPU generiertes Feuerwerk einfügen. Bei der reinen Umwandlung eines 1080p-Videos in niedrigere Auflösungen konnten wir folgende Unterschiede zwischen ein- und ausgeschalteter Beschleunigung durch die GPU messen:




      [BREAK=Browserbenchmarks]
      Wir haben uns eingangs schon mit der Flash-Problematik beschäftigt, um einen geeigneten Browser für unsere Einschätzung herauszufinden. Folgend wollen wir aber neben der reinen Flash-Performance auch die Alltagstauglichkeiten überprüfen und suchen uns spezielle Browserbenchmarks, wie sie jeder zu Hause selbst nachtesten und vergleichen kann. Wir stützen uns dabei auf drei bekannte Vertreter: Futuremarks Peacekeeper, Mozillas Kraken-Benchmark und webvizbench. Während die ersten beiden vor allem auf die Java-Schnittstelle anspielen und durch einige Plugins auch weitergehend prüfen, stellt webvizbench einen Test für die HTML5-Fähigkeiten dar. Dieser generiert eine animierte Cover-Wand. Aus der Renderleistung wird dann eine endgültige Punktzahl ermittelt.


      Kraken ist das Resultat der Entwicklungsarbeit bei Mozilla und so ist es nicht verwunderlich, dass man sich hier einen Schlagabtausch durch die Version 4 des eigenen Browsers mit Googles Chrome liefert. Mozillas Firefox 3.6.15 möchte selbst nach mehreren Anläufen und Neustarts des Systems nicht den Benchmark vollziehen, weshalb hier die Wertung nicht erfolgt. Auffällig ist hier noch ein Fakt. Der Microsoft Internet Explorer 9 schneidet extrem schlecht in diesem Durchlauf ab und wir suchten noch einmal nach Gründen für das Scheitern. Die 64bit-Version hat sichtliche Probleme mit den Benchmarks. Ein Umschwenken auf die 32bit-Version beseitigt oft Probleme. Nur bei diesem Durchlauf haben wir die 64bit-Version genutzt, alle anderen Werte sind mit der 32bit-Version entstanden. Wir haben keinen weiteren Durchlauf unternommen und das Ergebnis exemplarisch stehen lassen.


      Webvizbench profitiert sichtbar von dem für HTML5 ausgewiesenen Microsoft Internet Explorer 9. Sichtbar am schlechtesten schneidet der aktuelle Mozilla Firefox 3.6.15 ab, der oftmals nicht über null Bilder pro Sekunde hinauskommt. Aufgrund der fehlenden Einbindung der neuen HTML-Version ist das aber keine Überraschung.


      Futuremarks Peacekeeper gibt den von uns schon vorher bekommenen Eindruck, dass der Google-Browser gut läuft. Natürlich steht zwischen Theorie und Realität immer ein wenig, aber hier fällt das Resultat doch deutlich zu Gunsten des Produkts von Google. Aufgrund dieses Eindrucks werden wir ihn auch später für unsere Multitasking-Tests verwenden.

      Natürlich bieten wir mit den vier hier getesteten Browsern nicht den Umfang des gesamten Marktes. Da wir aber keinen Browser-Vergleich primär veranstalten möchten, beschränken wir uns auf die kommende Generation der Hauptzugpferde der Branche, sowie einen aktuellen Vertreter.

      [BREAK=Multitasking-Tests]
      Auch wenn wir detaillierte Ergebnisse der einzelnen Benchmarks wiedergeben können, wollen wir uns in diesem Abschnitt eher auf die Systemauslastung und den subjektiven Eindruck beziehen. Wir haben insgesamt vier Szenarien aufgearbeitet, um möglichst alltagsnah zu arbeiten. Zuerst gingen wir davon aus, dass jemand durchaus parallel ein Video gucken und gleichzeitig surfen möchte. Dieser Fall tritt zum Beispiel schon ein, wenn man bei den modernen Abspielprogrammen wie CyberLinks PowerDVD 10 sofort die Verbindung ins Internet und Zugang zu Kritiken und ähnlichem hat. Zwischendurch stellt man sich vielleicht einmal die Frage, welcher Schauspieler dort mitspielt oder woher man ihn noch kennt.
      Aus diesem Grund ließen wir im Hintergrund den von uns vorher ausgewählten Google Chrome in der Beta-Version den Kraken-Benchmark durchlaufen und parallel ein Video abspielen, jeweils immer mit einem anderen Codec. Zur Aufzeichnung kam AMDs System Monitor zum Einsatz.




      Wie man erkennen kann, stellt dieses Szenario in keinem Fall ein Hindernis dar. Die Videowiedergabe ist flüssig und es kommt zu keinen Engpässen.
      Anschließend erweiterten wir den Umfang durch das gleichzeitige Abspielen eines 1080p-Videos auf der beliebten Videoplattform YouTube. Dass Flash stark an der Leistung zerrt, ist kein Geheimnis und so sind wir gespannt gewesen.


      Das Ergebnis hat uns überrascht und gleichzeitig vollkommen irritiert. Anhand der Grafik kann man sehen, dass es nur kurzzeitig zu einer vollen Auslastung der GPU kommt. Trotz des Vorhandenseins einer Reserve, wie zu erkennen ist, läuft das Flash-Video nicht mehr flüssig. Wir nutzen die Einblendung der Framerate und sehen, dass wir dauerhaft nur noch bei 22 Bildern pro Sekunde liegen. Es bleibt also wahrscheinlich noch etwas Optimierungsarbeit offen, sodass in der Zukunft bessere Ergebnisse möglich sind.

      [BREAK=Stromverbrauch]
      Auf vielen anderen Seiten konnte man immer wieder lesen, dass die Leistungsaufnahme nicht das hält, was von AMD versprochen wurde. Mithilfe des kürzlich getesteten Antec ISK 100 hatten wir ein Gehäuse samt Netzteil zur Hand, das uns mit seinem hohen Wirkungsgrad Aufschlüsse geben kann. Folgend eine kurze Übersicht zu unseren Messwerten:


      Das ASUS E35M1-I DELUXE hat eindeutige Vorteile gegenüber unserer bekannten ITX-Testplattform. Die Leistungsaufnahme im ausgeschalteten Zustand folgt ohne Probleme den aktuellen EU-Normen und liegt bei 0,0 Watt, auch wenn sie sich zwischendurch kurze Ausschläge auf 0,1 W bemerkbar machten. Ein Grund dafür sind zum Beispiel die durchgehend leuchtenden Status-LEDs des Mainboards.

      [BREAK=Spieleleistung]
      Die APUs sind offiziell nicht gerade für Spiele gedacht, doch es ist auch einmal interessant, wie viel Leistung man für Zwischendurch in diesem Fall zur Verfügung hat. Demzufolge haben wir uns stichprobenartig ein paar bekannte Titel herausgepickt, um hier einmal genauer nachzusehen. Es handelt sich dabei um Valves Counter-Strike 1.6 sowie Source, als auch relics Company of Heroes.

      Erstere haben wir ausführlich im Spielfluss ausprobiert, da es keinen offiziellen Benchmark gibt. Wir gingen wahllos online auf einen gut besuchten Server, um hier eine reale Spielsituation nachzustellen. Per Konsolenbefehl wurden uns die Bilder pro Sekunde eingeblendet. Deswegen bitten wir auch bei diesen beiden Titeln Ungenauigkeiten zu entschuldigen, obwohl wir uns um genaue Werte bemüht haben, die eine realistische Einschätzung ermöglichen.
      Schließlich haben wir unsere Werte in Grafiken aufgearbeitet, welche wie folgt aussehen:



      Man kann also festhalten, dass sich selbst unser Stromsparsystem mit der E-Serie APU durchaus für eine kleine Runde zwischendurch eignet. Die Auflösungen orientieren sich im Übrigen größtenteils an den für Netbooks üblichen Standards mit 1024x600 Pixel auf einer 10“-Diagonale, 1280x800 für die mobilen Geräte von 12-15“ und 1680x1050 für den heimischen Gebrauch. Die Source-Engine ist online vielleicht nicht gerade ein Garant für Erfolge, aber es ist spielbar mit Einbußen.


      Die OpenGL-Performance liegt laut unseren Messungen bzw. Erfahrungen auf einem guten Niveau und so kann man die guten Leistungen bei specviewperf verstehen. Diese Anwendungen profitieren am meisten von einer guten Leistung mit der OpenGL-Schnittstelle.

      Trotz der Unterstützung von DirectX in der aktuellsten Version (DX11) ist die GPU wegen ihrer eingeschränkten Leistungsfähigkeit kein Garant für flüssige Bildraten und so sollte man nicht an ernsthafte Spiele-Sessions denken.

      [BREAK=Overclocking]
      Wie schon von uns gewohnt, machen wir regelmäßig einen kleinen Abstecher in die OC-Sparte bei unseren Mainboard- beziehungsweise Plattform-Tests. So musste auch die kleine E-Serie APU zeigen, wie viel aus ihr rauszuholen ist. Da wir diesem Kapitel eher weniger Zeit widmen, gingen wir unter Beibehaltung aller Spannungen rein an die Taktraten des Referenztaktes sowie des Arbeitsspeichers. Durch das kombinierte Design der APU folgt die integrierte Grafikeinheit dem Referenztakt, ergo steigert man die Leistung des gesamten Systems.

      Mit unseren 115 MHz für den Referenztakt haben wir ein stabiles Ergebnis mit 1840 MHz für die CPU, 575 MHz für die GPU und DDR3-1227 für den Arbeitsspeicher erreicht. Das sind nicht nur messbare Vorteile, sondern auch ein kurzer Gegentest in einem PC-Spiel überzeugte. Das nicht explizit aufgeführte Assassin’s Creed von Ubisoft legte deutlich bei den Minimum-FPS zu. Hohe Details sind natürlich nicht möglich, aber sogar hier erreichten wir ein Maß an Spielbarkeit. Interessant ist der nahezu lineare Zuwachs. Die Skalierung mit dem Takt ist derart gut, dass man nur gespannt sein kann, wie viel Potenzial folgende Generationen der APUs bei AMD an den Tag legen werden. Die E-Serie hat nun im Ansatz bewiesen, dass sie gute Performance abliefern kann und es wird spannend, wie die kommende A-Serie (Codename Llano) auftrumpft.

      Fusion

      Die Spannung wurde bis zuletzt durch keine Analyse-Software eines Drittanbieters genau ausgelesen. Das ASUS-Tool stellt hierbei die vertrauenswürdige Quelle dar. Im Bild ist der Unterschied zu erkennen.
      Zuletzt sei noch erwähnt, dass der Takt der GPU nicht im Catalyst Control Center geändert werden kann. Die Übertaktung erfolgt in Verbindung mit der CPU. Durch die interne Verbindung sind alle Taktraten miteinander verknüpft. Das hat seine Vor-, aber auch Nachteile. Das Potenzial für die GPU ist unter Umständen noch nicht ausgereizt und wird von der CPU limitiert.

      [BREAK=Fazit]
      Fusion

      Das ASUS E35M1-I DELUXE einzuschätzen ist schwer. Man muss bedenken, dass es nahezu ein Komplettprodukt darstellt. CPU, GPU und Mainboard mitsamt allen erdenklichen Anschlüssen und Verbindungen machen es durchaus interessant. Das Layout ist sauber, durchdacht und gab keinen Grund zur Beanstandung. Die ausladende Kühlkonstruktion kühlt das System auch passiv, man merkt aber eindeutig die steigende Temperatur bei diesem Betriebsmodus. Ein sehr leichter Luftzug reicht aber, um die APU auf sehr niedrigen Temperaturen zu halten. Das für uns größte Glanzstück des Mainboards ist aber das neue EFI. Die Bedienung aller systembezogenen Parameter ist mithilfe des Einsatzes einer Maus möglich. Die Benutzerfreundlichkeit steigt enorm, da man schnell und ohne großes Vorwissen selbst im Eingangsmenü die Boot-Priorität ändern kann und alle wichtigen Informationen auf einen Blick erhält. Die Fähigkeit, selbst Full-HD-Inhalte ohne Probleme wiederzugeben und genug Power für YouTube & Co. im Internet zu haben, bringen dem System weitere Pluspunkte ein. Andererseits muss sich die APU auch ein wenig Kritik gefallen lassen. Die Performance ist eindeutig eingeschränkt, um möglichst große Energieersparnisse zu gewährleisten. Dabei könnte die APU auch ganz anders. Mit leichtem Overclock zeigten sich erstaunlich positive Ergebnisse.

      Ganz klar muss man auch feststellen, dass die Software (noch) keinen Nutzen aus der neuen Technik von AMD ziehen kann. Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden. Trotz der Bedenken, dass das gemeinsame Systeminterface die Leistung ausbremsen könnte, konnten wir hier keine Probleme erkennen. Jedoch sollte man unbedingt auf die Ausrüstung mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher Wert legen. Die 384 MB für den Grafikspeicher sind ein herber Rückschlag für das System und bei den aktuellen Speicherpreisen kein Grund, hier zu sparen.

      Bis jetzt ist die Premiere des APU-Konzepts bei AMD leider etwas enttäuschend, wenn einem immer wieder Stolpersteine begegnen. Es bleibt nur zu hoffen, dass vor allem der Schwung durch Llano, dem große Bruder der bis jetzt erhältlichen APUs mit potenteren Recheneinheiten, der Softwareentwicklung einen weiteren Schub gibt. Durch CyberLink konnten wir die ersten Ansätze erkennen, doch scheint es bis jetzt nur halbherzig zu gelingen. Ob nun die Performance der E-Serie-APU wirklich zu niedrig ist, um noch mehr herauszuholen, können wir nicht beurteilen. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball und werden in Zukunft immer wieder die Fortschritte begutachten.
      Mit dem ASUS E35M1-I DELUXE bekommt man zwar ein im Vergleich zur Konkurrenz teures Produkt, aber wenn man die Summe der Faktoren bedenkt (Mainboard, APU, WLAN, Bluetooth, USB 3.0 usw.), können wir dieses bedenkenlos empfehlen, wenn man mit den Leistungseinbußen leben kann und doch ein wahres Multitalent sucht.

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    1st Class AMD-Fan (17.03.2011), =[KKB]=Becks (21.03.2011), Atlan78 (17.03.2011), aylano (17.03.2011), bbott (17.03.2011), BEWEWA (28.03.2011), BLJ (17.03.2011), Bond.007 (17.03.2011), Crashtest (17.03.2011), Dario2k (21.03.2011), DDM (13.04.2011), DEFENDER (17.03.2011), Denniss (17.03.2011), deoroller (07.08.2011), Der_Ventilator (17.03.2011), Dr@ (17.03.2011), Dwarf (17.03.2011), Emploi (17.03.2011), erde-m (18.03.2011), F. Vujagig (17.03.2011), FeuerKater (20.03.2011), Filidae (19.03.2011), fischpo (04.05.2011), flashbang (17.03.2011), Gruß Thomas! (19.03.2011), Haruspex (17.03.2011), heimbuec (18.03.2011), ICEMAN (17.03.2011), isigrim (17.03.2011), KGBerlin (26.01.2012), Madnimrod (17.03.2011), Makso (21.03.2011), mapim (17.03.2011), mickythebeagle (17.03.2011), MikeGyver (17.03.2011), MrBad (17.03.2011), nazgul99 (17.03.2011), Necrovoid (20.03.2011), Oberst (17.03.2011), ONH (17.03.2011), Onkel_Dithmeyer (17.03.2011), Ordrosh (17.03.2011), pokasser (06.07.2011), rasmus (17.03.2011), RedBaron (17.03.2011), Sefegiru (17.03.2011), skibice (17.03.2011), Sonnyboy (18.03.2011), Soran (17.03.2011), tex_ (17.03.2011), thunderbuster (18.03.2011), TommiX1980 (17.03.2011), Trio3D (17.03.2011), tschernofrosch (17.03.2011), WindHund (10.04.2011), yasu (25.03.2011)

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