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    Gehäuse - JCP MI-121

    JCP MI-121

    Es ist nun schon einige Monate her, seitdem wir das letzte ITX-Produkt von JCP im Test hatten. Natürlich hängen jedem Produkt, dessen Preis äußerst günstig erscheint, gewisse Vorurteile an, jedoch konnte uns das zuletzt getestete Modell MI-111 von JCP überzeugen. Solide Leistung zum Sparpreis, anders kann man es nicht sagen und nun legen wir natürlich einen gewissen Maßstab für das zweite Modell und heutige Testmuster an. Das MI-121 bietet schon anhand des ersten Blicks deutlich mehr Platz und so kann man die grobe Einordnung in Richtung SilverStone Sugo SG05/SG06 setzen. Das JCP MI-121 ist aber wie schon das MI-111 deutlich günstiger als die Konkurrenz und natürlich wollen wir uns ansehen, was man in diesem Fall für sein Geld bekommt.

    Der Dank für diesen Test gebührt JCP, die uns das Gehäuse schnell und unkompliziert zur Verfügung gestellt haben.

    Wir wünschen viel Spaß beim Lesen des Artikels!

    [BREAK=Testsystem]
    Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Athlon II X2 240e mit 2 x 2,8 GHz und 45W TDP
    • CPU-Kühler: SilverStone Nitrogon NT07-AM2
    • Mainboard: SAPPHIRE IPC-AM3DD785G – AMD-785G-Chipsatz; ITX
    • Arbeitsspeicher: 2x2048MB Kingston (DDR3-1333)
    • Grafikkarte: SAPPHIRE Radeon HD 5570 mit 1024 MB Grafikspeicher (LowProfile)
    • Festplatte: Samsung HD321KJ (3,5") oder Fujitsu MHZ2250BH G2 (2,5")
    • opt. Laufwerk: Sony Optiarc AD-7700S (Slim-DVD-Brenner)
    • Netzteil: Xilence XP250.SFX mit 250 W


    Der Testparcours bedarf einer ganzen Reihe an Hilfsmitteln und Programmen:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • HWMonitor v1.16.0 – Auswertung der internen Sensoren (Mainboard, Festplatte, Grafikkarte)
    • CoreTemp 0.99.7 - CPU-Temperaturmessung
    • HD Tune 2.55 - HDD-Testprogramm


    Messgeräte: Voltcraft Energy Check 3000, Voltcraft SL-100

    Zum Aufheizen des Systems kommen HD Tune, Prime95 und FurMark zum Einsatz, während Letzteres nur bei Verwendung der SAPPHIRE Radeon HD 5570 genutzt wird. Für die Messungen ohne dedizierte Grafikkarte beschränken wir uns auf Prime95. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein.
    Natürlich sind Messungen in einem so geringen Abstand nicht praxisnah, sorgen aber dafür, dass der Einfluss störender Nebengeräusche aus der Umgebung auf die Messung reduziert wird.

    [BREAK=Technische Daten]
    Leider gibt es für das JCP MI-121 keine offizielle Meldung auf der Website des Herstellers. Wir haben also nachgemessen und die wichtigsten Informationen zusammengefasst:

    JCP MI-121
    Material:Stahl-Chassis mit Kunststofffront
    Formfaktor:ITX (170x170 mm) oder Mini-DTX (170x203 mm)
    Laufwerksschächte:intern: 1x 3,5"; extern: 1x 5,25", 1x 3,5“
    Stromversorgung:nicht enthalten, SFX notwendig
    Frontanschlüsse:2x USB 2.0, Mikrofon, HD-Audio-Ausgang
    Abmaße:190 x 202 x 335 mm (Höhe x Breite x Tiefe)
    Gewicht:ca. 4,0 kg (ohne Netzteil)

    Laut unseren Nachforschungen und den Verweisen auf dem Karton wurde das JCP MI-121 zuerst mit einem 300-W-SFX-Netzteil angedacht. Diese Kombination gibt es nicht mehr von Seiten des Herstellers und aufgrund dessen, dass es noch ein recht junges Gehäuse ist, gestaltet sich die Suche bei den einschlägigen Preisvergleichen doch recht schwierig. Die manuelle Suche auf geizhals.at/de/ liefert im Ergebnis einen Verkaufspreis von nicht einmal 26 Euro für das MI-121. Jedoch muss man dabei noch bemerken, dass niemand das Gehäuse auf Lager hat.
    Im Lieferumfang des MI-121 befinden sich zusätzlich folgende Kleinteile:
    • Blenden zum Verschließen der externen Öffnungen
    • Montageschrauben
    • Speaker

    JCP MI-121


    [BREAK=Äußeres – Teil 1]
    JCP MI-121

    Die Front des JCP MI-121 wird von zwei unterschiedlichen Eindrücken geprägt. Auf der einen Seite haben wir eine solide silberne Kunststofffläche in der Mitte, die entgegen den Erwartungen einen besseren Eindruck macht, auf der anderen Seite setzt JCP größflächig auf inzwischen typische Klavierlack-ähnlichen Kunststoff. Dieser ist leider etwas kratzempfindlicher und so muss der geneigte Käufer hier ein wenig Vorsicht walten lassen, um dauerhaft Spaß an der Optik zu haben. Fingerabdrücke sind wie gewohnt die Schwachstelle der Hochglanzoberfläche. Es befinden sich drei chromfarbene Knöpfe in der Front: Auf der linken Seite befindet sich der Reset-Knopf und auf der gegenüberliegenden Seite der Power-Knopf. Die längliche Applikation dient dem Zugriff auf ein optionales optisches Laufwerk. Die Laufwerksblende ist in die Front bereits integriert. Das sorgt für eine saubere Optik und für eine größere Auswahl für den Kunden. Diese kann aber natürlich ebenso wie die darunterliegende 3,5“-Blende entfernt werden. Nutzer eines Speicherkartenlesers werden also nicht auf diesen verzichten müssen. Die beiden kleinen Löcher auf der rechten Seite der silbernen Fläche beherbergen die beiden Status-LEDs für die System- und Festplattenaktivität.

    JCP MI-121

    Im unteren Bereich bringt JCP die hinter eine Klappe versteckten Frontanschlüsse unter. Die beiden bekannten Audiobuchsen für Kopfhörer und Mikrofon sowie zwei USB-2.0-Buchsen stehen zur Verfügung. Theoretisch wären noch zwei zusätzliche Schnittstellen, eSATA und FireWire, vorhanden, jedoch sind die entsprechenden Plätze blind. Die Befestigung und die Klappe selbst wirken durchaus stabil, sodass diese auch im Alltag dauerhaft halten sollte.

    JCP MI-121 JCP MI-121

    Die linke und rechte Seite des MI-121 sind exakt gespiegelt. Auf beiden Seiten finden wir angeschrägt längliche Lüftungsschlitze. Das Kühlkonzept wird dadurch recht schnell deutlich: Durch die Seiten, und wie wir später noch am Boden sehen werden, wird die Frischluft von vorn angesaugt, um durch das Netzteil hinten auszutreten. Wie noch einmal gut zu erkennen ist, verwendet JCP für den Deckel eine Hochglanzlackierung mit leicht diffusem Auftreten. Bei normalem Abwischen konnten wir auch keine Schwächen im Lack feststellen. Kratzer gehören also nicht zwangsläufig zum MI-121.

    [BREAK=Äußeres – Teil 2]
    JCP MI-121

    Die Rückseite des JCP MI-121 zeigt die schlichte Optik des Stahl-Chassis. Der Deckel ist mithilfe von drei Rändelschrauben befestigt. Diese ermöglichen den schnellen Zugriff auf das Innere und sind ein nettes Feature. An der Öffnung für das Netzteil können wir vier Bohrungen feststellen. Unser SFX-Referenznetzteil von Xilence bietet allerdings nur drei Befestigungspunkte und in Rücksprache teilte man uns mit, dass man sich bis jetzt nicht auf eine einheitliche Befestigung einigen konnte. Fälle von Inkompatibilität sind in diesem Fall also nicht unbedingt JCP anzukreiden. Direkt darunter positioniert der Hersteller ein kleines Belüftungsgitter und direkt links daneben einen möglichen Montageplatz für eine serielle Schnittstelle. Diese Möglichkeit wird aber nur ein kleiner Teil der Nutzer überhaupt brauchen, denn USB und andere Standards haben sich allgemein durchgesetzt und so stehen die seriellen Schnittstellen eher für spezielle Anforderungen. Der Kontakt zu speicherprogrammierten Steuerungen, kurz SPS, zählt eben nicht zu den Standardanwendungen zu Hause.
    Entgegen den zuletzt getesteten Gehäuse im ITX-Formfaktor bietet das JCP MI-121 einen Erweiterungskarten-Slot in voller Bauhöhe. Damit bietet das Gehäuse die Möglichkeit, handelsübliche Hardware zu verbauen. Auf potenziell kostspieligere Low-Profile-Karten kann somit verzichtet werden.

    JCP MI-121

    Die Unterseite zeigt uns die zuvor schon einmal erwähnten Lüftungsöffnungen im Frontbereich, aber auch die vier Standfüße, die eine Entkopplung des Gehäuses vom Unterboden gewährleisten sollen.

    [BREAK=Inneres – Teil 1]
    JCP MI-121 JCP MI-121

    Die Rändelschrauben sind, wie schon zuvor erwähnt, schnell gelöst und so blicken wir in das JCP MI-121. Zuallererst ist auffällig, dass mehr Platz zur Verfügung steht, als für ein mITX-Board nötig wäre. Das ist schnell erklärt und so bietet das Gehäuse die Aufnahme für ein Mainboard im Mini-DTX-Format. Dieser Formfaktor bietet 33 mm mehr in der Breite. Man muss aber auch zugeben, dass dieses Format doch recht selten vertreten ist und im Preisvergleich nur Zotac mit lieferbaren Modellen vertreten ist. Um zum MI-121 zurückzukommen, ist die allgemeine Aufteilung gut nachzuvollziehen. Unten steht die gesamte Fläche dem Mainboard zur Verfügung und die Laufwerke sowie das Netzteil im SFX-Format werden oberhalb davon angeordnet. Die Kombination Netzteil und CPU-Kühler mit ihren beiden entgegengesetzt arbeitenden Lüftern ist auch hier wieder zu sehen. Die Problematik solcher Konstruktionen zieht sich durch unsere Tests nun schon seit längerer Zeit und so obliegt es dem Anwender, im Zweifelsfall bei der Komponentenwahl darauf zu achten, dass es hier zu keinen Problemen kommt. Wie sich das dann im Detail beim JCP MI-121 verhält, werden wir uns später ansehen.

    JCP MI-121 JCP MI-121 JCP MI-121

    Da es ratsam ist, den Laufwerkskäfig schon zur Mainboardinstallation zu entfernen, wollen wir uns diesen schon im Voraus ansehen. Das obere Profil für das optische Laufwerk liegt im Prinzip im Chassis auf Schienen und wird auf beiden Seiten arretiert. Auf der linken Seite sehen wir die auf dem Bild zu erkennende Hakenkonstruktion, die zwar funktioniert, wenn das Gehäuse stillsteht, aber nicht als Transportlösung herhalten sollte. Auf der Gegenseite hat JCP aus diesem Grund wohl auch eine Schraube vorgesehen und mit dieser bleibt es sicher an der Position. Die Montage des optischen Laufwerks in normaler Bauhöhe wird durch die länglichen Öffnungen für die Schrauben erleichtert. Da das Laufwerk passend zur Frontblende stehen muss, gehört etwas Feintuning zum Programm. Durch größere Ausfräsungen im Chassis lassen sich die Schrauben dann auch erreichen.

    JCP MI-121 JCP MI-121

    Unter dem optischen Laufwerk ist es möglich, ein Floppy-Laufwerk oder einen Kartenleser in der selben Größe zu verbauen. Da es dafür keine passende Frontblende gibt, muss JCP in diesem Fall einen Dummy in der Front vorsehen. Um die Optik zu bewahren, muss sich der Kunde also im Zubehörhandel umsehen beziehungsweise für sich entscheiden, wie wichtig es ihm mit der Einheitlichkeit ist.

    [BREAK=Inneres – Teil 2]
    JCP MI-121

    Die Installation der 3,5“-Festplatte ist sehr interessant gelöst. Auch hier verzichtet JCP weitestgehend auf Schrauben. Diese sind nur zum Festschrauben am Profil notwendig. Ansonsten hat man auch hier ein Schienensystem zur Verfügung und eine Arretierung mit einer Art Federblech. Obwohl diese Konstruktion auf den ersten Blick nicht wirklich haltbar oder dauerfest bei hochfrequenter Nutzung wirkt, können wir hier Entwarnung geben. Das Einfädeln in die Schiene überraschte auch etwas. Oftmals hakt es hier und da, aber nicht so in diesem Fall.
    Nachteil des gesamten Laufwerkskäfigs ist natürlich die fehlende Entkopplung. Um schon einmal ein Ergebnis der Lautstärkeeinschätzung vorwegzunehmen, können wir hier also konstatieren, dass die Zugriffsgeräusche unsere Samsung HD321KJ durchaus nach außen dringen.

    JCP MI-121

    Die Montage des Mainboards, um darauf nun wieder zurückzukommen, ist denkbar einfach. Die Mainboardblende lässt sich mit ein wenig Druck immer noch präzise in die Öffnung drücken. Das Festschrauben des Mainboards ist dann auch schnell getan und mit den Anschlusskabeln sind wir zufrieden. Alle Frontanschlüsse lassen sich bequem anschließen und bieten genügend Reserven. Im Normalfall sollte es also egal sein, wo die Pins auf dem Mainboard positioniert sind, denn selbst das USB-Kabel erreicht spielend die letzte Ecke. Da unter dem Mainboard auch noch etwas Spielraum besteht, kann man bei der Kabelverlegung etwas herumexperimentieren, um eine gute Anordnung der Kabel zu finden. Für die Kabel der Bedienelemente, Power-, Reset-Knopf sowie die Status-LEDs, steht aber auch ein Kabelordner zur Verfügung.
    Danach das optische Laufwerk ins Gehäuse einhaken und arretieren, die Festplatte einschieben, das Netzteil an der Rückseite einschrauben und schon kann es fast losgehen. Die Kabel lassen sich in unserem Fall in den Bereich abschieben, der für das längere Mini-DTX-Mainboard zur Verfügung steht. Aufgrund des großzügigen Bauraums kämpfen wir nicht gegen unsere eigenen Finger. Einzig beim optischen Laufwerk gilt es, etwas Handgeschick zu beweisen. Es steht nicht viel Platz für die Anschlusskabel zur Verfügung. Ein abgewinkeltes SATA-Kabel wäre wohl die beste Lösung. Beim Stromanschluss ist dies auch die beste Möglichkeit. In unserem Fall haben wir dies mit einem alten IDE-Laufwerk nur exemplarisch ausprobiert.

    JCP MI-121

    Fertig zusammengebaut sehen wir, dass doch noch recht viel Platz für einen höheren CPU-Kühler zur Verfügung steht. Wir haben ungefähr 87 mm vom Heatspreader der CPU bis zum Netzteil gemessen. Damit stehen also auch deutlich potentere Kühler als der SilverStone Nitrogon NT07-AM2 zur Verfügung.

    JCP MI-121

    Da das JCP MI-121 aber auch die Möglichkeit bietet, Erweiterungskarten zu verbauen, haben wir in diesem Test ebenfalls wieder einen Lauf mit unserer SAPPHIRE Radeon HD 5570 LP durchgeführt. Die Montage erfolgt über eine kleine Klappkonstruktion und eine Schraube.

    JCP MI-121


    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]
    Wir haben in diesem Test hier und da immer wieder ein paar Kommentare zum Thema Kühlung und auch zu Betriebsgeräuschen verloren, doch nun wollen wir uns einmal genaue Messwerte ansehen. Beginnen wir doch zunächst einmal mit den erreichten Temperaturwerten:

    JCP MI-121

    Wie man sehen kann, fehlt es dem Gehäuse im Falle unserer Konfiguration an der nötigen Kühlleistung. Ohne unsere verbaute Grafikkarte von SAPPHIRE kann sich das System gerade so innerhalb der Vorgaben halten. Im zweiten Lauf mit eben jener mussten wir dann nach 5:30 min bereits abbrechen, da die Vorgabe von AMD mit maximal 72°C für den AMD Athlon II X2 240e überschritten wurde. Wir testeten in diesem Fall mit knapp 24°C Raumtemperatur und rechneten dies wie immer auf einen einheitlichen Wert von 20°C herunter, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Wenn das JCP MI-121 bei einer Anschaffung in die engere Auswahl kommt, raten wir zu einem durchdachten Kühlkonzept oder aber einer Plattform mit wenig Abwärme. AMDs E-Serie-APUs sowie Intels Atom-Modelle sind hier potentielle Anwärter.

    JCP MI-121

    Wenn wir uns die erreichten Werte für den Schallpegel in 1 cm Abstand vom Gehäuse mit Mittelwerten für die Flächen ansehen, wird auch klar, warum teils so schlechte Kühlungswerte erreicht werden. Die Dämpfung der Betriebsgeräusche ist, durch die Messwerte bewiesen, im Durchschnitt deutlich besser als bei der Konkurrenz. Geschuldet ist dieser Fakt dem äußerst massiven Deckel. Die vergleichsweise kleinen Lüftungsöffnungen sind aber ebenso Leistungsträger in dieser Disziplin. Der schwere Deckel dämpft auch deutlich die Geräusche unserer allgemein lautstarken Festplatte von Samsung. Bei Zugriffen ist aber trotzdem noch ein Rattern zu vernehmen, in diesem Fall wäre eine zusätzliche Entkopplung durchaus interessant gewesen.

    [BREAK=Fazit]
    JCP MI-121

    Wenn man sich die Leistungen des JCP MI-121 ansieht, muss man es zwangsläufig in Relation zum Preis sehen.
    Die positiven Eigenschaften des Gehäuses sind eindeutig zu benennen. Trotz des ITX-Formfaktors muss nicht zwangsläufig immer tief in die Tasche gegriffen werden. Ein optisches Laufwerk in normaler Bauhöhe und eine 3,5“-Festplatte sparen Geld bei der Komponentenwahl und so ist auch ein Blu-Ray-Laufwerk zum Beispiel nicht in unerreichbarer Ferne. So ließe sich theoretisch günstig ein HTPC aufbauen. Die im Vergleich zu den zuletzt getesteten Gehäusen üppigen Außenabmessungen und das somit auch größere Volumen machen den Einbau einfach und im Bereich des CPU-Kühlers ist mit um die 85 mm eventuell sogar ein SilverStone NT06-E möglich, aber auch angestammte Kühler, wie ein Scythe Shuriken oder ein Alpenföhn Panorama. Diese sind auch für ein leistungsstärkeres System eindeutig zu empfehlen, denn bei unserer Testplattform gab es Probleme bei der Kühlung, die im Zusammenspiel mit einer Grafikkarte zum Testabbruch führten. Potenzielle Käufer sollten sich also genau überlegen, wie viel sie in das Gehäuse packen wollen und wie sie die Abwärme abführen möchten.
    Nur kleine Flächen zur Frischluftzufuhr sind mit verantwortlich, wirken sich aber, genauso wie der schwere Deckel, dafür positiv auf das Betriebsgeräusch des Systems aus. Starkes Rattern der Festplatte kann aber auch nicht gänzlich unterdrückt werden. Eine Entkopplung wäre in diesem Punkt wahrscheinlich der letzte Tick gewesen.
    Bei der Verarbeitung haben wir, bis auf einen leicht zu zerkratzenden Kunststoff für die Front, nichts zu bemängeln. Die größtenteils schraubenlose Montage ist praktisch, doch im Falle des optisches Laufwerks ist die Befestigung des Käfig mit einer zusätzlichen Schraube aus unserer Sicht zu empfehlen.

    Für einen Verkaufspreis von nicht einmal 26 Euro also durchaus keine schlechte Vorstellung von JCP. Sie haben wieder einmal bewiesen, dass man selbst für wenig Geld etwas bekommt, womit man arbeiten kann.

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