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    Gehäuse - Loop LP-301 Proton Project

    Loop Proton

    Schon im Test zu den beiden Mainboards von Zotac und Foxconn mit der E-350-APU wird vielleicht jemandem aufgefallen sein, dass wir ein bisher unbekanntes Gehäuse verwendet haben. Es handelt sich dabei um das Loop LP-301 Proton Project, leider ist dieses (noch) nicht in Deutschland erhältlich. Es war dieses Jahr auf der CeBIT zu sehen und erinnert ein wenig an das Antec ISK 100, nur hat man in diesem Fall die Möglichkeit, ein optisches Laufwerk zu verbauen. Unsere normale Testplattform ist leider nicht für das Gehäuse geeignet, aber wir möchten Euch das Gehäuse keinesfalls vorenthalten. Viel Spaß auf den folgenden Seiten!
    Wir möchten uns bei Loop für die Bereitstellung des Testmusters bedanken.

    [BREAK=Technische Daten]
    Die technischen Daten des Loop LP-301 Proton Project entnehmen wir der Produktseite und ergänzen diese bei Bedarf.

    Loop LP-301 Proton Project
    Material:Stahl-Chassis mit Aluminium-Folie sowie Kunststoffapplikationen
    Formfaktor:ITX (170x170 mm)
    Laufwerksschächte:intern: 1x 2,5"; extern: 1x 5,25" (Slim)
    Stromversorgung:externes Netzteil (60 W)
    Frontanschlüsse:2x USB 2.0, Mikrofon, HD-Audio-Ausgang
    Abmaße:76 x 192 x 225 mm (Höhe x Breite x Tiefe)
    Gewicht:ca. 1,87 kg (ohne Netzteil)

    Im Lieferumfang des Gehäuses befindet sich folgendes Zubehör:
    • Kaltgerätekabel
    • Standfuß
    • Montageschrauben
    • externes 60-W-Netzteil

    Loop Proton


    [BREAK=Äußeres – Teil 1]
    Loop Proton

    Das Loop LP-301 Proton Project, wie es der Hersteller offiziell deklariert, kommt in einem edlen Gewand her. Es bietet ein Feature, das wir so noch nie bei einem Gehäuse gesehen haben und das eventuell sogar nicht nur Randerscheinung bleiben könnte. Loop nutzt für das Proton ein Stahlchassis mit Kunststoffapplikationen, was nun nicht ungewöhnlich ist, jedoch umspannt eine Aluminium-Folie den Korpus. Der oftmals subjektive Pluspunkt von Aluminium wird so kostensparend zum Kunden gebracht. Man kann es nicht anders sagen, als dass Loop mit dieser Wahl doch recht gut unseren Geschmack getroffen hat. Doch wir wollen uns nun nicht nur unbedingt bei der Folie aufhalten, sondern sehen wir uns einmal das Gehäuse im Detail an.

    Loop Proton

    Die Front des Proton bietet die üblichen Frontanschlüsse in Form von zwei USB-2.0-Buchsen sowie den Audio-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon, neben der Öffnung für das optische Laufwerk im Slim-Format. Ein großflächiger, blau beleuchteter Power-Knopf wirkt oftmals eher fehl am Platz, jedoch nicht in dem Fall. Er fügt sich trotz seiner Plastikoberfläche durchaus passend ein. Darunter befinden sich der unauffällige Resetknopf und die HDD-LED, diese leuchtet rot bei Zugriffen und ist ebenfalls dezent gehalten. Sie leuchtet bei Tageslicht so schwach, dass man schon sehr genau hinsehen muss. Interessant ist die Verwendung von Einrahmungen für die einzelnen Elemente der Front. Durch das Weiß wird sozusagen alles hervorgehoben und erscheint wie ein Highlight. Selbst der Proton-Schriftzug kann uns nicht aus der Ruhe bringen. Solche großen Elemente werden allgemein eher kritisch betrachtet und so muss jeder für sich entscheiden, wie er dem gegenübersteht.

    Loop Proton Loop Proton

    Die linke und rechte Seitenwand sind, wie oft zu sehen, symmetrisch ausgeführt, sodass sich hier nicht viel berichten lässt. Ein zentrales Logo lockert die Optik etwas auf und ziert das großflächige Wabengitter mit einem zusätzlichen Kunststoffwabengitter dahinter. Die Umrandung der Seitenwand besteht aus Kunststoff und vermittelt die aktuell oft gesehene Klavierlack-Optik.

    [BREAK=Äußeres – Teil 2]
    Loop Proton

    Die Rückseite des Loop Proton zeigte uns erst, dass es sich außen um eine Aluminium-Folie handelt. Sie ist an der Rückseite verschraubt und machte uns keine Probleme, was Stabilität betrifft. Links sehen wir, dass sich nur eine Seitenwand entfernen lässt. Wie das mit der Montagefreundlichkeit folgend bestellt ist, werden wir uns später noch einmal ansehen. Am Ausschnitt für das Mainboard sehen wir auch erstmals den Stahlkorpus des Proton. Direkt darunter positioniert Loop die Buchse für den Eingang des externen Netzteils.

    Loop Proton Loop Proton

    Die Ober- und Unterseite des Gehäuses ziert ein breites Gitter. Ein wenig erinnert es uns an das Antec ISK 100, das ähnliche Öffnungen zur Verfügung stellte. Durch sie kann dem Gehäuse eine Art Kamineffekt zuteilwerden, doch bei dem sowieso schon sehr offenen Charakter des Gehäuses durch die beiden Gitter-Seitenwände ist es eher Unterstützung denn Initiative. An der Unterseite des Gehäuses finden sich weiterhin Bohrungen für den beiliegenden Standfuß.

    [BREAK=Inneres – Teil 1]
    Loop Proton

    Das Öffnen des Loop Proton ist schnell getan. Zwei Schrauben an der Rückseite, wie wir sie schon sehen konnten, lösen und die Seitenwand durch einen Zug nach hinten aushaken und abnehmen. Durch die für die Größe zahlreichen Haltenasen sitzt die Seitenwand allgemein recht stramm, sodass man in diesem Fall nicht vor ein wenig Krafteinsatz zurückschrecken sollte. Auf dem Bild erkennen wir auch oben links die Halteösen für den Frontbereich. Diese lassen sich beim Schließen etwas schwergängig einhaken. Zusammenfassend kann man also sagen, dass das Öffnen und Schließen mit Geduld geschehen sollte und ein wenig mehr Krafteinsatz zu verzeihen ist. Das hat Loop durch die Stahlkonstruktion sowieso recht gut im Griff. Die gleiche Konstruktion aus Aluminium würde manche Zug- und Druckbelastung nicht so wegstecken.

    Loop Proton

    Wir haben hier den Auslieferungszustand des Gehäuses auf dem Bild. Standfuß und Zubehör liegen in diesem Fall noch im Gehäuse, aber trotzdem lässt sich schon hier das Innenraumkonzept erkennen. Im hier vorliegenden Raum finden eine 2,5“-Festplatte sowie ein optisches Slim-Laufwerk Platz. Wie das im zusammengebauten Zustand aussieht, werden wir uns später noch einmal kurz ansehen und auch, warum das Gehäuse leider nicht für einen normalen Test geeignet war.

    Loop Proton

    Ohne den doppelten Boden, der auch die Wandlerplatine beherbergt, können wir uns den Rest des Chassis einmal etwas genauer ansehen. Das, was dort übrig geblieben ist, ähnelt einer Schale. Nur die Bedienelemente wie der Power-Knopf sind noch im Gehäuse montiert. Dabei sehen wir den bereits vorkonfigurierten Stecker. Dieser wird später nur noch so aufs Mainboard gesteckt, aber dabei vernachlässigt Loop ein wenig die Tatsache, dass auch die Hersteller mitunter einmal von einer Standardbelegung abweichen. Auf dem Zotac Fusion ITX WiFi funktionierte alles, so wie es sollte, jedoch nicht so am Foxconn AHD1S-K. Hier konnten wir keine Rückmeldung der LED feststellen.

    Loop Proton

    Den Absatz unten links für die USB- und Audio-Buchsen wird sicherlich jeder identifizieren können und dazu möchten wir noch etwas anmerken: In unseren diversen Aktionen mit dem Gehäuse war es ratsam, vor dem Herausnehmen des Mainboardträgers die Platine mit den USB-Buchsen abzuschrauben. So erleichtert man sich ein wenig die Montage.

    Loop Proton


    [BREAK=Inneres – Teil 2]
    Loop Proton

    Die Montage der Laufwerke ist recht schnell erledigt. Ein mittlerer Kunststoffsteg bietet die Hälfte der Haltepunkte für die 2,5“-Festplatte und gleichzeitig auch die für das optische Slim-Laufwerk. Ist der Steg mit beiden nun in der Mitte erst einmal am Träger verschraubt, folgen die restlichen Schrauben an den Außenseiten. Es ist nicht einfacher und auch nicht schwerer als bei der Konkurrenz. Einen Vorteil hat aber zum Beispiel das Loop Proton gegenüber dem Antec ISK 100. Durch das im Zwischenraum liegende Blech bietet es einen besseren Schutz vor der Wärme des Mainboards. Vor allem unter Volllast kann eine große Abwärme, die nicht nur in den CPU-Kühler, sondern auch in den Sockel geleitet wird, zu einer Belastungsprobe für die Festplatte werden. Durch die Verwendung eines 2,5“-Modells steht dem Nutzer aber auch eine SSD (Solid State Disk – Festspeicherfestplatte) offen. Diese sind weniger empfindlich gegen Wärme bzw. bekommen erst bei weit höheren Temperaturen ihre Probleme.

    Loop Proton

    Auf der gegenüberliegenden Seite des Trägerblechs haben wir in einem ersten Anlauf unser bekanntes SAPPHIRE IPC-AM3DD785G befestigt. Die Verkabelung war schnell erledigt, jedoch ließ sich unsere Testplattform nicht ins Gehäuse einsetzen. Es hakte und klemmte an allen Enden und schlussendlich entdeckten wir, woran es hapert. Beim Einsetzen muss der Träger leicht angeschrägt in das Gehäuse gesetzt werden. Dabei stieß die Kante des Lüfters auf dem CPU-Kühler an, sodass wir nicht weiterkamen.
    Da das mitgelieferte Netzteil von Loop mit 60 W auch im Grunde zu wenig Leistung für die Testplattform hat, nutzten wir wie in der Einleitung angesprochen die beiden E-350-Mainboards von Zotac und Foxconn für einen Funktionstest.

    [BREAK=Fazit]
    Loop Proton

    Loop kennt hierzulande nahezu niemand, wenn man den Hersteller nicht zufällig auf der CeBIT 2011 gesehen hat. Doch stellt sich einem doch bei der Qualität des Gehäuses die Frage, warum man hierzulande nicht aktiv ist.
    Das Loop LP-301 Proton Project muss sich den direkten Vergleich mit dem Antec ISK 100 gefallen lassen, obwohl beide Gehäuse doch vieles unterschiedlich machen. Ein Slim-Laufwerk macht das Gehäuse alltagstauglich, während man durch das Weglassen eines Lüfters wiederum Kühlleistung einspart. Trotzdem muss man die Qualität irgendwo miteinander vergleichen. Das Loop-Gehäuse bietet eine hohe Stabilität und durch die Aluminium-Folie ein Feature, das es optisch deutlich aufwertet. Während man beim Thema Montagefreundlichkeit ein paar Abstriche machen muss und die Installation stellenweise mit dem Adjektiv ‚trickreich‘ beschreiben kann, können auch die inneren Werte mit dem Äußeren mithalten. Da das Netzteil nur maximal 60 W Ausgangsleistung erlaubt, konnten wir leider nicht genau nachmessen, wo sich dieses einordnen wird, aber anhand der beiden getesteten Mainboards von Foxconn und Zotac schätzen wir es nahe dem Antec-Netzteil ein, das bisher die Spitze in unseren Tests markiert. Einen weiteren Vorteil bietet das Loop-Gehäuse außerdem: Durch den doppelten Boden im Gehäuse wird die Festplatte etwas besser vor der Abwärme des restlichen Systems geschützt.
    Loop bietet mit dem Proton Project ein rundherum gutes Gehäuse an. Falls man den Verkaufspreis aus den Niederlanden mit zum Beispiel 67,50 Euro übernehmen kann, könnte es zu einer interessanten Alternative bei der Auswahl werden.

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