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      Prozessor: AMD A8-3850 @ 1,2 V
      Mainboard: Gigabyte GA-A75-D3H
      Kühlung: Xigmatek Archilles S1284C
      Arbeitsspeicher: 2x4 GEIL+ 2x4 GSkill
      Grafikkarte: HD Radeon HD 7850 GHz
      Display: 2x16:10 27"
      SSD(s): Crucial M4 128
      Festplatte(n): 2TB HDD (Samsung)
      Optische Laufwerke: BDRom-Combo (Samsung)
      Soundkarte: Onboard
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    MSI A75MA-G55 und Sapphire Pure Platinum A75 - Zwei Mainboards für Sockel FM1 im Test



    Der Einstieg in die Welt von FM1 beginnt bei Mainboards bei rund 50 €. Das MSI A75MA-G55 das wir in unseren zwei Llano-Artikeln verwendet haben kostet bereits 20 € mehr. Das Sapphire Pure Platinum A75 stellt mit 115 € das teuerste Mainboard für die Lynx-Plattform dar. Es hat also bei vielen Usern, einen schweren Stand, denn Lynx mit der A-Serie-APU von AMD ist für den Mainstream gedacht und wer kauft schon ein Mainboard, das teurer ist als die APU, die ja bereits CPU und GPU in sich trägt. Wir wollen dieser Frage nachgehen und schauen, ob das Board von Sapphire seinen Preis wert ist und wie sich das MSI im Vergleich schlägt.

    Wir danken an dieser Stelle Sapphire, die uns das Pure Platinum A75 zur Verfügung stellten und MSI, die uns das A75MA-G55, nach einem missglückten Versuch das BIOS upzudaten, wieder reparierten und auch bei allen anderen Herstellern, die Material für diesen Test bereitgestellt haben. Neben AMD und G.SKILL wäre das auch der Softwareanbieter FinalWire, der uns AIDA64 als Extreme Edition bereitgestellt hat.

    Mein persönlicher Dank gilt den Lektoren, die es mit meinen Texten zugegebenermaßen nicht immer leicht haben und nun wünschen wir viel Spaß beim Lesen des Artikels.

    [BREAK=Testsystem]
    Die verwendete Hardware im Überblick:
    • APU: AMD A8-3850
    • Kühler: Xigmatek Archilles S1284C
    • Arbeitsspeicher: 2x G.Skill RipJaws-X DDR3-1866 CL9
    • Festplatten: 1x Samsung HD502HJ
    • 1x Samsung HD204UI
    • Netzteil: HEC P3D300
    • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000


    KühlerBilderLlano Nachtest



    Verwendete Software / Treiber Version / Bemerkung
    Windows 7 Professional 64 Bit, Service Pack 1, Build 7601
    DirectX 11
    Grafiktreiber 11.7
    3DMark 11 1.0.2
    7-Zip 64 Bit, 9.20
    Adobe Flash Player 10.3.181.34
    AMD System Monitor 1.0.5
    Avidemux 2.5.4.7200
    BOINC 6.12.33
    Cinebench 64 Bit, 10 & 11.5
    CPU-Z 1.5.8
    Crysis Benchmark Tool 1.0.0.5
    Crysis Demo 1.00.0000
    DirectCompute Benchmark 0.45
    Firefox 5.0
    FurMark 1.9.0
    FusionTweaker 1.0.0
    HD Tune 2.55
    LuxMark 1.0
    netio 1.31
    PCMark 7 1.0.4
    Prime95 25.11.1
    Resident Evil – Benchmark 1.00.0000
    RightMark Audio Analyser 6.2.3


    Die Stabilität des Systems haben wir mittels BOINC überprüft. Dabei muss es beim sehr fordernden Projekt QMC mindestens acht Stunden ohne Berechnungsfehler durchstehen. Außerdem werden Funktionen wie Standby und Ruhezustand mit und ohne Last getestet. Dazu kommt die Vollauslastung mittels Prime und FurMark. Dabei werden nahezu alle Einheiten der APU ausgelastet, was auch einen überdurchschnittlichen Stromverbrauch generiert. Diese Werte werden in der Praxis nicht erreicht und stellen so ein Worst-Case-Szenario da.

    Beide Boards bestanden diese Stabilitätstest ohne einen Fehler.

    [BREAK=Spezifikationen]



    MSI A75MA-G55 Sapphire Pure Platinum A75
    Prozessor Sockel FM1 FM1
    Prozessor A- & E-Serie-APU A- & E-Serie-APU
    Chipsatz Chipsatz AMD A75** AMD A75
    Ünterstützt Dual Graphic Ja (Nur A-Serie-APUs) Ja (Nur A-Serie-APUs)
    Arbeitsspeicher Typ 4x 240 Pin DDR3 4x 240 Pin DDR3
    Maximale Kapazität 32 GByte 16 GByte
    Modus 128 Bit Dual-Channel 128 Bit Dual-Channel
    Takt (OC) 1066 / 1333 / 1600 / (1866)* 1066 / 1333 / 1600 / (1866)*
    Grafik Grafik APU APU
    Anschlüsse D-Sub / DVI-D / HDMI DP / DVI-D / HDMI
    Erweiterungsports PCIe-x16 2 (einer als 4x angebunden) 1
    PCIe-x4 - 1
    PCIe-x1 1 2
    Mini-PCIe - 1
    PCI 1 1
    SATA SATA 6Gb/s 6 5
    eSATA 6Gb/s 0 1
    RAID 0 / 1 / 10 / 5 0 / 1 / 10 / 5
    Netzwerk Adapter Realtek RTL8111E Marvell 88E8059
    Modi 10 / 100 / 1000 Mb/s 10 / 100 / 1000 Mb/s
    WoL Ja Ja
    Anbindung PCIe 1.1 PCIe 1.1
    Audio Adapter Realtek ALC887 Realtek ALC892
    Modi 2 / 4 / 5.1 / 7.1 2 / 4 / 5.1 / 7.1
    I/O USB 2.0 (Backpanel / intern) 4 / 2x2 4 / 2x2
    USB 3.0 (Backpanel / intern) 2 / 1x2 2 / 1x2
    Bluetooth - Atheros AR3011
    Interne Anschlüsse ATX Main Power 24-Pin 24-Pin
    ATX 12V Power 4-Pin 8-Pin
    Lüfteranschlüsse 4- / 3-Pin 2 / 1 1 / 5
    COM Header 1 0
    LPT Header 1 0
    Audio Header 1 1
    S/PFIF Header 1 1
    USB 2.0 Header 2 2
    USB 3.0 Header 1 1
    Backpanel-Anschlüsse PS/2 1 1
    D-Sub 1 -
    DVI-D 1 1
    HDMI 1 1
    Displayport - 1
    USB 2.0 4 4
    USB 3.0 2 2
    eSATA - 1
    RJ-45 (LAN) 1 1
    Audio 6 6
    Zusätzliche Feature Speaker 1 1
    Power-Button - 1
    Reset-Button - 1
    Clear-CMOS-Button - 1
    BIOS Entwickler AMI AMI
    Dual-Bios - Ja
    Wechselbarer BIOS-Chip - Ja
    Formfaktor
    µATX 244 x 244 mm ATX 305 x 245 mm


    *DDR3-1866 wird von AMD mit nur einem Riegel pro Kanal unterstützt. Viele MB-Hersteller geben die Bestückung mit DDR3-1866 pauschal als OC-Setting an.
    ** MSI gibt auf seiner Homepage den Chipsatz als Hudson D3 an. Dabei handelt es sich um den Codenamen des AMD A75. Der Chipsatz wird hier als solcher zur besseren Übersicht geführt.


    Anmerkung: Alle Daten beruhen auf Herstellerangaben

    Ergänzung 11:30 Uhr:
    Wer mehrere Monitore gleichzeitig betreiben will kann bei den Boards folgende Konfigurationen nutzen:
    • MSI A75MA-G55
      • D-Sub & HDMI
      • D-Sub & DVI-D
    • Sapphire Pure Platinum A75
      • DVI-D & HDMI
      • DP & HDMI

    Danke Pirx für den Hinweis!

    [BREAK=Lieferumfang Sapphire Pure Platinum A75]
    Neben dem Mainboard findet sich in der Verpackung folgendes Zubehör:
    • 1x Schnellanleitung (Multilingual)
    • 1x Sapphire-Aufkleber
    • 1x Treiber-DVD
    • 1x I/O-Blende
    • 4x SATA-Kabel mit geradem Anschluss
    • 1x DiRT3-Gutschein
    • 1xUSB-3.0-Bracket (3,5" + Slotblendenadapter)


    Sapphire Pure Platinum A75
    Der DiRT3-Gutschein fehlt im Bild.


    Der Lieferumfang ist großzügig, vor allem der Spielcoupon ist bei Mainboards eher eine Seltenheit. Das USB-3.0-Bracket kann, wie ein Diskettenlaufwerk, in einen 3,5"-Schacht eingebaut werden, oder mittels Adapter in einem Slot an der Rückseite des Gehäuses. Einziges Manko ist das recht dünne Handbuch, das zwar einen ersten Start ermöglicht, für weitere Einstellungen aber nicht genügt.

    [BREAK=Lieferumfang MSI A75MA-G55]
    Neben dem Board findet man im Paket folgendes Material:
    • 1x Treiber-DVD
    • 1x Handbuch (Englisch)
    • 1x I/O-Blende
    • 2x SATA-Kabel mit abgewinkeltem Anschluss
    • 1x USB3-Bracket*
    • SATA-Stromadapter


    *Laut Handbuch handelt es sich bei dem Bracket um ein optionales Zubehör, welches nicht unbedingt im Lieferumfang enthalten sein muss.

    [BREAK=Layout Sapphire Pure Platinum A75]
    Das Layout weist einige interessante Aspekte auf, zum Beispiel die Möglichkeit, mittels eines Multimeters die Spannung von APU und RAM auszulesen. Dazu sind oberhalb der RAM-Slots 8 Kupferflächen aufgebracht.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Unterhalb der PCI-Slots finden wir einen Speaker, der in unserem Test aber keinen Mucks machte, einen CMOS-Resetbutton, einen Resetbutton und einen Powerbutton. Die letzten beiden sind im Betrieb beleuchtet, wobei die Beleuchtung des Resetbuttons bei Festplattenzugriff blinkt. Neben den Tastern befindet sich der BIOS-Switcher, mit dem man eines der beiden BIOS auswählen kann. Diese liegen auf zwei Chips, wobei einer in einem Wechselrahmen montiert ist und einer fest verlötet ist.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Weiter rechts befindet sich eine 7-Segment-Anzeige, die neben Fehlercodes während der Bootphase die APU-Temperatur im Betrieb anzeigt.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Für ein Desktop-Mainboard mit vollem ATX-Ausmaß auch eher selten ist der Mini-PCIe-Slot unterhalb des PCIe-16x-Slots. Dieser aus Notebooks bekannte Steckplatz kann WLAN-Karten oder kleine SSDs aufnehmen.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Neben dem 8-Pin-ATX12V-Anschluss finden wir einen geschwungenen Aluminiumkühlkörper, der blau eloxiert ist und die Spannungswandler kühlt.

    Sapphire Pure Platinum A75Sapphire Pure Platinum A75


    Auf der Unterseite des Mainboards entdecken wir noch eine Layoutbesonderheit. Während der FCH-Kühler mit Push-Pins montiert ist, wurde der Kühler für die Spannungswandler verschraubt. Daneben befindet sich das Metallbackplate. Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch, dass auch die Bauteile auf der Rückseite durchgängig beschriftet sind.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Sapphire Pure Platinum A75


    [BREAK=Layout MSI A75MA-G55]
    MB-Review


    Unten rechts sehen wir den verlöteten BIOS-Chip und daneben die Pins für einen optionalen LPT-Anschluss.

    MB-Review


    Oberhalb der USB-Pins finden wir einen verlöteten Speaker.

    MB-Review


    Weiter oben finden wir den Kühler der Spannungswandler. Darauf ist der Schriftzug Military Class II zu lesen. Kernpunkt dessen sind die verwendeten Feststoffkondensatoren. Sie sollen bis zu acht Mal länger halten, als übliche FS-Kondensatoren und weniger Verlustleistung besitzen. Der Hersteller gibt an, dass die Kondensatoren über 10 Jahre unter Vollast überstehen sollen. Neben dem Kühler entdecken wir die von MSI beworbenen SFC (Super Ferit Choke). Sie übernehmen die Spannungsglättung und sollen schnell zwischen verschiedenen Lastzuständen wechseln können und sind von Grafikkarten bekannt.

    MB-Review


    Oberhalb der Speicherbänke finden sich zwei Pins für die Chassis-Intrusions. Sobald der Kontakt geöffnet wird, kann mittels einer BIOS-Option ein Warnsignal eingestellt werden. Direkt daneben ist ein Fintek F71869AD verlötet. Der Chip erlaubt die Überprüfung der Spannungswerte und Lüfterdrehzahlen, versorgt das Board aber auch mit einem PS/2-Kontroller und der Möglichkeit, COM und LPT-Ports anzuschließen.

    MB-Review


    Zwischen ATX-Stecker und RAM befindet sich ein Pin-Header für einen COM-Anschluss.

    MB-Review


    Sehr spektakulär präsentiert sich das MSI nicht. Es ist schlicht gestaltet und bietet alles nötige für ein Board dieser Größe. Das 2-Chip-Layout (APU&FCH) vereinfacht das Boardlayout im Vergleich zu bisherigen Chipsets von AMD merklich.

    Die Backplate ist aus Kunststoff.

    MB-Review

    [BREAK=BIOS Sapphire Pure Platinum A75]
    Sapphire hat ein interessantes Konzept umgesetzt, um zwei BIOS-Chips auf dem Board zu verbauen. Dabei kann man den einen Chip mittels Clip-Mechanismus wechseln und außerdem mittels einfachen Schieberegler bestimmen, welcher Chip genutzt werden soll. So kann man bei einem defekten BIOS sehr einfach wieder ein funktionierendes System erhalten.
    Insgesamt präsentiert sich das BIOS im gewohnten AMI-Look. Mausintegration und andere UEFI-Features sucht man vergebens.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Die RAM-Timings sind recht einfach einzustellen. Dabei werden die aktuellen und die eingestellten Werte angezeigt. Leider ist die Command Rate nicht einstellbar.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Spannungen kann man leider nur erhöhen. Eine Spannungsabsenkung per BIOS fällt also flach.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Auch wenn im Handbuch S1 und S3 erwähnt werden, finden wir im BIOS nur den S3-Modus.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Der C6-Modus ist einfach zu finden. Cool&Quiet heißt hier PowerNow.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Im Hardwaremonitor kann man Informationen wie Temperaturen und Spannungen einsehen. Außerdem kann man neben dem Prozessorlüfter noch zwei weitere Gehäuselüfter steuern, entweder per Spannung oder Drehzahl.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Beim Chipset-Eintrag werden wir mit einer langen Liste an Schnittstellen begrüßt, die einzeln angesteuert werden können.

    Sapphire Pure Platinum A75


    Zudem kann man den Fallback-Modus des BIOS konfigurieren. Das ist vor allem für Übertakter interessant und funktioniert sehr zuverlässig. Wählt man eine Einstellung, mit der der Rechner nicht starten kann, erkennt das BIOS dies und startet mit sicheren Konfigurationen. Die eigenen Vorgaben werden dabei nicht verworfen, man wird aber im Setup gebeten, diese entsprechend anzupassen.

    Sapphire Pure Platinum A75


    BIOS-Profile wie sie bei einigen Enthusiastenboards zu finden sind, gibt es hingegen nicht.

    Sapphire Pure Platinum A75


    [BREAK=BIOS MSI A75MA-G55]Das BIOS wird von MSI als Click-BIOS beworben. Viel mehr ist es auch nicht. Man hat schlicht ein altbackenes BIOS um eine Mausfunktion erweitert. Anzumerken wäre, dass die Maus ohne Beschleunigung auskommen muss und eine Bewegung über den Bildschirm erfordert, die Maus mehrfach umzusetzen.

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    Die Hauptansicht ist wenig spektakulär und erklärt sich von selbst.

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    Im zweiten Register findet man die Chipsatzeinstellungen.

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    Hier kann man einzelne Controller deaktivieren bzw. den Modus ändern.

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    Außerdem kann man der integrierten Grafik der APU die Speichermenge zuweisen.

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    USB kann man nur systemweit deaktivieren. Eine Auswahl von USB 3.0 oder USB 2.0 gibt es nicht.

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    Vorbildlich, man kann alle Lüfteranschlüsse steuern. Die beiden 4-Pin-Anschlüsse verfügen über eine dynamische Drehzahlsteuerung, der 3-Pin nur über eine vorwählbare Prozentangabe.

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    Der dritte Reiter wird von MSI mit Overclocking betitelt. Tatsächlich liegen hier aber nebst diversen Informationen auch Einstellungen bereit, die nicht unbedingt etwas mit Übertakten zu tun haben. So könnten User abgeschreckt werden, den RAM-Takt richtig einzustellen. Denn obwohl im SPD (Serial Presence Detect) die Einstellungen bis DDR3-1600 einwandfrei hinterlegt hat, legt das Board durchgängig einen Takt von nur 1333 MHz an. Dafür findet man aber alles recht schnell auf einen Blick.

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    Links kann man die RAM-Timings wählen und rechts daneben werden die aktuellen Timings angezeigt.

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    Zudem verfügt das BIOS über sechs gut funktionierende Overclocking-Profile. Nach einem CMOS-Reset sind diese noch verfügbar und man kann eine beliebige Einstellung wiederherstellen.

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    Hier werden alle Informationen zum Prozessor angezeigt. Die Core VID wird mit 1,275 V angegeben, die Current mit 1,352 V. Tatsächlich legte das Board 1,4 V an.

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    Wer sich unsicher ist, welche Instruktionen der Prozessor hat, kann entweder das Internet befragen, oder in diesem BIOS-Menü nachsehen.

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    Ebenfalls unter Overclocking ist C&Q und der C6-Energisparmodus eingeordnet.

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    Das BIOS lässt sich im vierten Menü flashen. Unser Redakteur hat damit einmal das Board unbrauchbar gemacht. Aber wie sagt man so schön: "es gibt immer ein Restrisiko."

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    Sehr gut gefällt uns das Boot-Menü. Man kann hier sehr schnell die Bootreihenfolge nach Belieben festlegen.

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    Im großen und ganzen ist von UEFI-Flair wenig zu spüren.

    [BREAK=Übertakten]
    Das Übertakten gestaltet sich bei dieser Plattform sehr schwierig, da neben CPU, GPU, Memory-Controller und Arbeitsspeicher auch der Fusion Controller Hub übertaktet wird. Im Falle des MSI war vermutlich der SATA-Controller der limitierende Faktor. Da wir das Übertakten mit dem A75MA-G55 bereits in unserem zweiten Llano-Artikel beleuchtet haben, konzentrieren wir uns heute nur auf das Sapphire.

    Wir erreichten durch Erhöhung des Referenztaktes 136 MHz. Damit wären wir zwar eigentlich bei 3.944 MHz gelandet, wir mussten aber trotz 1,6 V Versorgungsspannung den Multiplikator auf 27 reduzieren. So entstanden stabile 3671,9 MHz. Da dies die höchsten bisher erreichten Taktraten sind, haben wir noch einmal die Leistung überprüft, die die APU nun generiert.

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    26,7% Übertaktung können teilweise sehr gut umgesetzt werden. Vor allem die CPU-Leistung konnte davon sehr profitieren.

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    Dem entgegen steht ein teilweise mehr als doppelt so hoher Verbrauch. Für maximal 29% mehr Leistung ist dies als Dauerlösung indiskutabel.

    [BREAK=Spannungsabsenkung]Das Stromsparen durch absenken der Spannung ist vor allem bei Non-High-End-Systemen im Trend und so ist es unsere Pflicht, darüber zu berichten. Die Werte des MSI wurden im Rahmen unserer Llano-Artikel bereits getestet. Auch bei diesem Board verwenden wir das Tool Fusion-Tweaker.

    Wir erreichen eine stabile Spannung von 1,1625 V, beim MSI sogar 1,08 V.

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    Das Einsparpotenzial ist beim MSI höher, verständlich durch die geringere Spannung, die stabil lief. Die damit erreichten Werte unterscheiden sich hingegen nur noch marginal voneinander. Im Fall von Prime sind sie sogar auf die Nachkommastelle genau identisch.
    [BREAK=OpenCL]
    Die Open Computing Language ist ursprünglich von Apple entwickelt worden. Mit der Zeit beteiligten sich weitere Firmen an dem Ansatz, wie etwa IBM, Intel, NVIDIA und AMD. Mittlerweile wird OpenCL von dem Industriekonsortium Khronos Group verwaltet. Die dazugehörige Programmiersprache OpenCL C erlaubt es, Software zu entwickeln, die von der CPU und der GPU profitieren kann. Leider gibt es bis heute sehr wenige Programme, die auf diese Schnittstelle setzen. Wir konnten darunter wiederum nur zwei Anwendungen finden, die es ermöglichen, die Leistungsfähigkeit der APU zu bestimmen. Hierbei handelt es sich um zwei Benchmarks. Zum einen handelt es sich dabei um das kleine Programm DirectCompute Benchmark, welches neben OpenCL auch die proprietäre Schnittstelle Direct Compute von Microsoft nutzt, und zum anderen um LuxMark 1.0. Letzteres Tool kann OpenCL-Code selektiv auf CPU-Teil, GPU-Teil oder auf beidem gemeinsam ausführen.

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    Das Sapphire kann beim DirectCompute über 1000 Punkte mehr erreichen als das MSI. Das sind immerhin 2,5%.

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    Beim OpenCL-Test sind es hingegen 20 Punkte weniger.

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    Zumindest die CPU-Leistung ist identisch.

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    Beim LuxMark herrscht ein ziemliches Hin und Her zwischen den beiden Mainboards. Je nach Disziplin liegt mal das eine, mal das andere Board eine Nasenspitze weit vorne.

    [BREAK=netio]

    Mit netio lässt sich die Bandbreite auf Basis des TCP/IP-Protokolls überprüfen. Das Ergebnis wird dabei in MByte/s sowohl für das Senden als auch das Empfangen ausgegeben und lässt somit eine detailliertere Auswertung zu. Tx ist dabei die Sende- und Rx die Empangsleistung.

    netio



    Ein Gigabit-LAN-Anschluss kann per Definition maximal 119,2 MByte/s senden bzw. empfangen.

    MB-Review


    MB-Review


    Beide Boards erreichen beinahe diesen theoretischen Wert.


    Für die CPU-Last haben wir den Takt auf 800 MHz festgesetzt.

    MB-Review


    Der Marvell-Chip erzeugt dabei eine geringere CPU-Last als das Modell von Realtek auf dem MSI-Mainboard.

    [BREAK=Onboard Soundsignal]
    Zu einem ausführlichen Mainboard-Review gehört selbstverständlich auch die Überprüfung der Signalqualität des Onboard-Sounds.

    Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog-Wandler zum Einsatz und auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.



    Wir überprüfen unsere Testsamples mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

    TestMSI - A75MA-G55Sapphire Pure Platinum A75
    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0,02, -0,14+0,01, -0,05
    Noise level, dB (A):-80,9-81,6
    Dynamic range, dB (A):80,981,5
    THD, %:0,00670,0043
    IMD + Noise, %:0,0290,026
    Stereo crosstalk, dB:-80,4-81,6



    Frequency response


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    Noise level


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    Dynamic range


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    THD + Noise (at -3 dB FS)


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    Intermodulation distortion


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    Stereo crosstalk


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    Als erstes die Bewertung des A75MA-G55:

    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0,02 -0,14Very good
    Noise level, dB (A):-80,9Good
    Dynamic range, dB (A):80,9Good
    THD, %:0,0067Very good
    THD + Noise, dB (A):-72,9Average
    IMD + Noise, %:0,029Good
    Stereo crosstalk, dB:-80,4Very good
    IMD at 10 kHz, %:0,027Good
    General performance:-Good


    Und anschließend das Pure Platinum A75

    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0,01 -0,05Excellent
    Noise level, dB (A):-81,6Good
    Dynamic range, dB (A):81,5Good
    THD, %:0,0043Very good
    THD + Noise, dB (A):-73,8Average
    IMD + Noise, %:0,026Good
    Stereo crosstalk, dB:-81,6Very good
    IMD at 10 kHz, %:0,025Good
    General performance:-Very good


    Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.

    Beide Boards setzen auf Chips aus dem Hause Realtek. Sapphire hat dem Pure Platinum A75 den ALC892 spendiert, während MSI beim A75MA-G55 dem ALC887 vertraut. Der auf dem Sapphire-Board verlötete Audio-Chip arbeitet dabei durch die Bank weg etwas besser als der auf dem MSI. Ein "Sehr gut" ist bei diesem Test bei einem Onboard-Sound eher eine Seltenheit denn eine Regel.

    [BREAK=3DMark11 & PCMark7]In unserem Benchmark-Parcours dürfen die Produkte aus dem Hause Futuremark nicht fehlen. Obwohl die Benchmarks aus dieser Schmiede nicht ganz unumstritten sind (wir berichteten), gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten.

    Futuremark bietet mit 3DMark 11 bzw. PCMark 7 zwei Programme an, die ausschließlich unter Windows 7 laufen. PCMark liegt zudem in einer 64 Bit-Version vor, welche wir nutzen. 3DMark 11 lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen (High- bzw. Extreme-Preset sind aufgrund der GPU-Limitierung nicht sinnvoll).

    3DMark 11 Performance


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    Der Unterschied im 3DMark ist nur marginal.


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    Beim PCMark hingegen kann das Sapphire gut 50 Punkte mehr generieren.

    [BREAK=Cinebench]Beliebt zu Vergleichszwecken ist auch die Serie Cinebench von Maxon. Wir haben die Versionen 10 und 11.5 für diesen Artikel herangezogen. Neben der OpenGL-Funktion wird auch die Leistungsfähigkeit der CPU beurteilt.

    Cinebench


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    Bei der CPU-Leistung geben sich die Boards kein Stück. Die Grafikleistung ist aber erneut beim MSI etwas besser.


    MB-Review


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    In der älteren Version 10 kann sich das MSI durchweg behaupten.

    [BREAK=Avidemux]Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere wiederum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.

    Wir haben uns entschieden, Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec zu verwenden, da dieser alle Kerne auslasten kann. Im aktuellen Trend der Paralellisierung (Multi-Threading) werden wir in Zukunft vermehrt solche Anwendungen finden. Wir hätten gerne noch ein Tool genommen, dass die GPU mitnutzt, hier fanden wir aber keine freie Software. OpenCL ist hier noch gar nicht vertreten, auch wenn dieses Anwendungsgebiet prädestiniert für den Einsatz von Shadern ist.

    Als Video haben wir uns für Big Buck Bunny entschieden, da dieser hier für jeden frei zum Download steht.



    MB-Review


    Rein von der benötigten Zeit her liegt das MSI in Führung. Wir haben aber bei diesem Test einmal den Verbrauch des Systems mit in die Beurteilung genommen.

    MB-Review


    Das Sapphire benötigt in diesem Anwendungsfall acht Watt weniger. Mit diesen Werten lässt sich recht einfach die insgesamt benötigte elektrische Energie ausrechnen, die das Transkodieren dieses Films benötigt.

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    So benötigt das Sapphire für die Transcodierung des Videos 1,4 Wh weniger.

    [BREAK=AIDA & 7-Zip]AIDA64 ist der Nachfolger des Tools "Everest", welches viele kennen werden. Auch wir haben für unsere Artikel auf die Benchmark-Suite zurückgegriffen, weshalb wir keine Sekunde gezögert haben, mit dem Thronfolger AIDA64 weiter zu arbeiten. Für unsere Mainboard-Tests nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 1.85 zum Einsatz.

    An dieser Stelle möchten wir uns noch beim Programmierer von AIDA64 bedanken. Für die verschiedenen Testsysteme in der Redaktion, die für allerlei Hardware-Artikel herhalten müssen, hat man uns eine umfangreiche Extreme-Engineer-Lizenz zur Verfügung gestellt, mit der wir vollumfänglichen Zugriff auf die integrierten Benchmark-Suiten und Diagnose-Funktionen haben. So geht keine Information verloren.

    AIDA64


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    Die Speicherbandbreite ist beim Sapphire durchweg minimal schlechter und auch die Latenz ist minimal höher.



    Ähnlich wie WinRAR bietet das freie 7-Zip einen integrierten Benchmark. Nach zehn Durchläufen entsteht folgendes Bild.

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    Beim Dekomprimieren liegen die Boards fast gleichauf, beim Komprimieren kann sich das Sapphire ein Stück weit absetzen.

    [BREAK=HDTune: SATA und USB 3.0]Für die Messung der Schnittstellenperformance nutzen wir das kostenlose Tool HDTune in der Version 2.55. HDTune lässt eine sehr detaillierte Sicht der Dinge zu, wobei wir uns auf die Kernaspekte der Burst-Rate sowie der linearen Transferrate konzentrieren. Leider präsentiert uns HDTune seit dem Wechsel auf Windows 7 generell eine Prozessorlast von -1,0 Prozent, sodass wir auf diesen Aspekt verzichten müssen.



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    Trotz identischem Chipsatz liegt das Board von Sapphire vorne.


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    Bei USB 3.0 liegt hingegen das Brett aus dem Hause MSI bei den zufälligen Zugriffen vorne.

    [BREAK=Spiele]
    Wir haben uns dazu entschlossen, uns nur auf zwei Spiele zu konzentrieren. Dabei fiel die Wahl auf Crysis und Resident Evil 5, da diese die am besten reproduzierbaren Ergebnisse liefern.

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    Bei Crysis rendert die APU auf dem Sapphire-Board ein Frame in der Sekunde weniger.

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    Gleiches gilt auch für Resident Evil.

    Damit wäre das Sapphire-Board für Spiele weniger geeignet. Wobei zu beachten wäre, dass der Unterschied im Bezug auf das Gesamtergebnis nur minimal ist. Spielbar sind beide Titel.
    [BREAK=Leistungsaufnahme]

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    Während das MSI im ausgeschalteten Zustand beispielhaft außerhalb des messbaren Bereichs agiert, muss sich das Sapphire deutlich geschlagen geben. Dabei sei zu erwähnen, dass das Sapphire beim erstmaligen anschalten des Netzteils 1,7 W verbraucht. Erst wenn das Mainboard ein mal hoch- und runtergefahren ist kommen die 0,3 W zustande. Bei dem A75MA-G55 ist dies hingegen egal.

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    Das Gleiche wiederholt sich beim Standby. Bei 0,5 W möchte man das MSI gar nicht mehr herrunterfahren.

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    Auch im Idle führt das MSI die Konkurrenz vor. Rund 7 W mehr benötigt das Pure Platinum.

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    Bei Furmark gleicht sich das Bild etwa aus.

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    Bei Prime kann das Sapphire den Spieß umdrehen und die Tortur mit 12,5 W weniger bestehen.

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    Gleiches gilt auch unter Vollast.

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    Bei BOINC ist der Unterschied hingegen kaum messbar.

    Generell scheint die Spannungsversorgung des Sapphire bei höherer Belastung effizienter zu arbeiten. Für ein Board mit High-End-Ambitionen sicher nicht verkehrt, für eine Mainstream-Plattform hingegen schwer nachzuvollziehen.

    [BREAK=Zeitmessungen]Wie lange ein PC zum Starten oder Beenden benötigt, dürfte für Jeden von Interesse sein. Wir haben das LAN-Option-ROM in diesem Test deaktiviert, während alle Controller, über die das Board verfügt, aktiv waren. So können deutliche Zeitunterschiede entstehen, da alle zusätzlichen Komponenten initiiert werden müssen.

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    Die benötigte Zeit zum starten von Windows 7 ist deutlich unterschiedlich. Ganze 18 Sekunden weniger müssen Besitzer eines Sapphire-Boards warten, bis sie mit dem Arbeiten am PC beginnen können.


    [BREAK=Erfahrungen mit dem Sapphire Pure Platinum A75]
    Die angebrachten LEDs und Knöpfe sind vorbildlich. Man kann schnell sehen, in welchem Zustand sich das System befindet. Eine blaue LED in der Mitte des Boards zeigt, dass die Versorgungsspannung angelegt ist und beim Drücken des Power-Button startet das Board und der Button beginnt zu leuchten. Im Standby blinkt selbiger. Der Reset-Button hat ebenfalls eine integrierte LED, die im Betrieb leuchtet. Findet ein Festplattenzugriff statt, blinkt diese wie die HDD-LED im Gehäuse.

    Die 2x7-Segment-Anzeige zeigt alle Fehlercodes an, so kann man nachvollziehen, woran es liegt, wenn der PC nicht ordnungsgemäß startet. Ist der Startvorgang abgeschlossen, zeigt die Anzeige die aktuelle APU-Temperatur an. Dies funktionierte in unserem Test sehr zuverlässig, allerdings zeigt die Anzeige nach dem Aufwachen aus dem Standby stur 27°C an. Eine neue BIOS-Version sollte den Fehler aber alsbald beheben. Wir haben euch das Startverhalten einmal in einem kurzen Video dargestellt.



    Ein weiterer Fehler, der uns zu denken gab, tat sich durch puren Zufall auf. Wir hatten am Testsystem ein Android-Handy zum Aufladen angehängt. Beim Neustart kam das Board nicht mehr über den POST Screen hinweg. Interessanterweise war dies das einzige Gerät mit dem Problem. Wir probierten anschließend noch einige USB-Sticks und Cardreader, ohne dass ein Problem auftrat. Wir können uns den Fehler also nicht recht erklären.

    Sehr gut gefiel uns die Schutzfunktion des BIOS, dass bei unstabilen OC-Settings die Werte zurücksetzte, aber noch im Speicher behielt. Damit kann man im Setup die Werte anpassen, ohne alles neu einstellen zu müssen, wie es bei einem CMOS-Reset nötig wäre. Wer also OC betreiben will, wird dieses Feature lieben lernen.

    [BREAK=Erfahrungen mit dem MSI A75MA-G55]

    Das MSI ist für ein µATX-Board sehr gut ausgestattet und lässt kaum Wünsche offen. Es arbeitet sehr stabil und ist eine solide Basis für einen PC. Eine besondere Ausstattung sollte man aber nicht erwarten.

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    Zwar bewirbt MSI das Mainboard mit dem OC-Genie, aber viel geht da nicht. Der Hersteller beschränkt den Referenztakt auf 131 MHz und man kann so die 133-MHz-Schwelle nicht durchbrechen, an der einige interne Multiplikatoren so verändert werden, dass höhere Taktergebnisse erzielt werden können. Ein gutes OC-Board haben wir also bei Weitem nicht.

    Sehr gut ist der Verbrauch des Boards im ausgeschalteten Zustand und im Standby. Bei 0,5 W möchte man den PC gar nicht mehr herunterfahren. Aber auch im Idle macht das Mainboard eine sehr gute Figur. Bei rund 27 W benötigt das Gesamtsystem weniger als ein durchschnittlicher PC-Monitor. Die Last-Werte lassen sich mit Hilfe einer Spannungsabsenkung ausgezeichnet reduzieren. Leider ist diese Möglichkeit im BIOS nicht gegeben, sodass auf separate Software zurückgegriffen werden muss. Dieser Umstand dürfte vor allem für HTPC-Nutzer ärgerlich sein, wenn Linux die Basis eines solchen Systems bilden soll.


    [BREAK=Fazit]

    Wir haben in unserem ersten FM1-Mainboard-Test zwei sehr stabile Boards in die Hand bekommen. Beide schenken sich kaum einen deutlich Sieg. Der RAM ist allerdings beim MSI schneller angebunden und daraus resultieren oft minimal bessere Grafikergebnisse. Beim Verbrauch muss sich das Sapphire abseits von Lastszenarien geschlagen geben. Die Werte des A75MA-G55 werden im für diese Plattform wichtigen Niederlast-Bereich nicht erreicht. Dafür glänzt das Pure Platinum mit seiner Ausstattung. Vor allem für uns, die das Mainboard nur auf einer offenen Testplattform betrieben haben, war die Handhabung durch Temperaturanzeige und diverse Button sehr angenehm gestaltet. In einem Gehäuse kann das Mainboard diese Vorteile aber nicht ausspielen. Die übrigen Vorteile stecken beim Sapphire im Detail. Da wären sechs Lüfteranschlüsse, ein DisplayPort-Anschluss, Bluetooth, DualBIOS, eSATA, ein besserer LAN-Controller und ein überzeugendes Onboard-Soundsignal. Features die sich Sapphire aber auch bezahlen lässt.

    Für den HTPC und Office-PC eignet sich das MSI A75MA-G55 aufgrund seines µATX-Formfaktors hervorragend. Die Leistungsaufnahme im Idle kann es ebenfalls als herausstechendes Merkmal ins Feld führen.

    Das Sapphire hat noch ein paar kleine Macken, die mit einem neuen BIOS hoffentlich behoben werden. Davon abgesehen haben wir hier ein Mainboard, dass für eine Mainstream-Plattform direkt überladen wirkt. Wer aber einem Llano alles abverlangen und etwas mit den vielfältigen Einstellungen spielen will (abgesehen von der Command-Rate), der kommt um dieses Board nicht herum. Neben den vielen Features, die zum Herumprobieren einladen, finden wir hier eine hohe Verarbeitungsqualität und Stabilität vor. Nach einem kurzen Einrichten hatten wir im Handumdrehen ein funktionierendes System vor uns. Es ist ein solides Mainboard, von dem man dank Feststoffkondensatoren vermutlich lange etwas hat. Wer die hohen Anschaffungskosten also nicht scheut, dem können wir dieses Board wärmstens empfehlen.

    Eine letzte Beobachtung möchten wir noch in den Artikel einbringen. Der Kühler des Fusion Controller Hubs wird beim MSI A75MA-G55 auch im unbelasteten Zustand unangenehm warm. Beim Sapphire Pure Platinum A75 hingegen bleibt dieser durchweg kühl.

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