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      Prozessor: AMD A8-3850 @ 1,2 V
      Mainboard: Gigabyte GA-A75-D3H
      Kühlung: Xigmatek Archilles S1284C
      Arbeitsspeicher: 2x4 GEIL+ 2x4 GSkill
      Grafikkarte: HD Radeon HD 7850 GHz
      Display: 2x16:10 27"
      SSD(s): Crucial M4 128
      Festplatte(n): 2TB HDD (Samsung)
      Optische Laufwerke: BDRom-Combo (Samsung)
      Soundkarte: Onboard
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    ASUS F1A75-M Pro

    ASUS F1A75-M Pro


    Der letzte Mainboardtest auf Planet 3DNow! ist schon viel zu lange her. Heute wollen wir die lange Pause beenden und stellen euch ein weiteres Mainboard für Sockel FM1 vor. ASUS hat uns mit einer µATX-Platine versorgt, die über die üblichen vier USB-3.0-Anschlüsse hinausgeht und bietet auf dem F1A75-M Pro sechs dieser schnellen Verbindungen. Eine gute Gelegenheit für uns, die Geschwindigkeit des in den A75-Chipsatz integrierten USB-3.0-Controllers zu vergleichen. Außerdem bietet ASUS bei dem Mainboard die Möglichkeit zum einfachen Übertakten und eine erweiterte Energiesparfunktion EPU an. Was sich genau dahinter verbirgt, könnt ihr auf den folgenden Seiten lesen.

    Wir wünschen viel Spaß dabei und bedanken uns bei ASUS für das Bereitstellen des Samples.



    [BREAK=Testsystem]

    Die verwendete Hardware im Überblick:

    • APU: AMD A8-3850
    • Kühler: Xigmatek Archilles S1284C
    • Arbeitsspeicher: 2x G.Skill RipJaws-X DDR3-1866 CL9
    • Festplatten: 1x Samsung HD502HJ
    • 1x Samsung HD204UI
    • Netzteil: HEC P3D300
    • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000




    KühlerBilderLlano Nachtest






    Verwendete Software / Treiber Version / Bemerkung
    Windows 7 Professional 64 Bit, Service Pack 1, Build 7601
    DirectX 11
    Grafiktreiber 11.7
    3DMark 11 1.0.2
    7-Zip 64 Bit, 9.20
    Adobe Flash Player 10.3.181.34
    AMD System Monitor 1.0.0.5
    Avidemux 2.5.4.7200
    BOINC 6.12.33
    Cinebench 64 Bit, 10 & 11.5
    CPU-Z 1.5.8
    Crysis Benchmark Tool 1.0.0.5
    Crysis Demo 1.00.0000
    DirectCompute Benchmark 0.45
    Firefox 5.0
    FurMark 1.9.0
    FusionTweaker 1.0.0
    HD Tune 2.55
    LuxMark 1.0
    netio 1.31
    PCMark 7 1.0.4
    Prime95 25.11.1
    Resident Evil – Benchmark 1.00.0000
    RightMark Audio Analyser 6.2.3




    Die Stabilität des Systems haben wir mittels BOINC überprüft. Dabei muss es beim sehr fordernden Projekt QMC mindestens acht Stunden ohne Berechnungsfehler durchstehen. Außerdem werden Funktionen wie Standby und Ruhezustand mit und ohne Last getestet. Dazu kommt die Vollauslastung mittels Prime und FurMark. Dabei werden nahezu alle Einheiten der APU ausgelastet, was auch einen überdurchschnittlichen Stromverbrauch generiert. Diese Werte werden in der Praxis nicht erreicht und stellen so ein Worst-Case-Szenario da.



    Das Board bestand diese Stabilitätstests ohne einen Fehler.



    [BREAK=Spezifikationen]


    MSI A75MA-G55 Sapphire Pure Platinum A75 ECS A75F-A ASUS F1A75-M Pro
    Prozessor Sockel FM1 FM1 FM1 FM1
    Prozessor A- & E2-Serie-APU A- & E2-Serie-APU A-Serie-APU A- & E2-Serie-APU
    Chipsatz Chipsatz AMD A75** AMD A75 AMD A75 AMD A75
    Unterstützt Dual Graphic Ja (Nur A-Serie-APUs) Ja (Nur A-Serie-APUs) Ja (Nur A-Serie-APUs) Ja (Nur A-Serie-APUs)
    Arbeitsspeicher Typ 4x 240 Pin DDR3 4x 240 Pin DDR3 4x 240 Pin DDR3 4x 240 Pin DDR3
    Maximale Kapazität 32 GByte 16 GByte 32 GByte 64 GByte
    Modus 128 Bit Dual-Channel 128 Bit Dual-Channel 128 Bit Dual-Channel 128 Bit Dual-Channel
    Takt (OC) 1066 / 1333 / 1600 / (1866)* 1066 / 1333 / 1600 / (1866)* 1333 / 1600 / 1866* / (2133) / (2400) 1066 / 1333 / 1600 / 1866*
    Grafik Grafik APU APU APU APU
    Anschlüsse D-Sub / DVI-D / HDMI DP / DVI-D / HDMI D-Sub / DVI-D / HDMI D-Sub / DVI-D / HDMI
    mögliche Dual-Monitor-Kombinationen D-Sub & HDMI DVI-D & HDMI D-Sub & HDMI D-Sub & HDMI
    D-Sub & DVI-D DP & HDMI D-Sub & DVI-D D-Sub & DVI-D
    Erweiterungsports PCIe-x16 2 (einer als 4x angebunden) 1 2 (einer als 4x angebunden) 2 (einer als 4x angebunden)
    PCIe-x4 - 1 1 -
    PCIe-x1 1 2 2 1
    Mini-PCIe - 1 - -
    PCI 1 1 3 1
    SATA SATA 6Gb/s 6 5 5 6
    eSATA 6Gb/s - 1 1 -
    RAID 0 / 1 / 10 / 5 0 / 1 / 10 / 5 0 / 1 / 10 0 / 1 / 10
    Netzwerk Adapter Realtek RTL8111E Marvell 88E8059 Realtek RTL8111E Realtek RTL8111E
    Modi 10 / 100 / 1000 Mb/s 10 / 100 / 1000 Mb/s 10 / 100 / 1000 Mb/s 11 / 100 / 1000 Mb/s
    WoL Ja Ja Ja Ja
    Anbindung PCIe 1.1 PCIe 1.1 PCIe 1.1 PCIe 1.1
    Audio Adapter Realtek ALC887 Realtek ALC892 Realtek ALC892 Realtek ALC892
    Modi 2 / 4 / 5.1 / 7.1 2 / 4 / 5.1 / 7.1 2 / 4 / 5.1 / 7.1 2 / 4 / 5.1 / 7.1
    I/O USB 2.0 (Backpanel / intern) 4 / 2x2 4 / 2x2 4 / 3x2 2 / 4x2
    USB 3.0 (Backpanel / intern) 2 / 1x2 2 / 1x2 2 / 1x2 4 / 1x2
    Bluetooth - Atheros AR3011 - -
    Interne Anschlüsse ATX Main Power 24-Pin 24-Pin 24-Pin 24-Pin
    ATX 12V Power 4-Pin 8-Pin 8-Pin 8-Pin
    Lüfteranschlüsse 4- / 3-Pin 2 / 1 1 / 5 1 / 2 3 / 1
    Davon steuerbar 2 / 1 1 / 2 1 / 2 3 / 0
    COM Header 1 - 1 1
    LPT Header 1 - 1 -
    Audio Header 1 1 1 1
    S/PFIF Header 1 1 - 1
    USB 2.0 Header 2 2 3 4
    USB 3.0 Header 1 1 1 1
    Backpanel-Anschlüsse PS/2 1 1 1 1
    D-Sub 1 - 1 1
    DVI-D 1 1 1 1
    HDMI 1 1 1 1
    Displayport - 1 - -
    USB 2.0 4 4 4 2
    USB 3.0 2 2 2 4
    eSATA - 1 1 -
    RJ-45 (LAN) 1 1 1 1
    Audio (Klinke / S/PDIF) 6 / - 6 / - 5 / 1 6 / 1
    Zusätzliche Feature Speaker 1 1 - -
    Power-Button - 1 - -
    Reset-Button - 1 - -
    Clear-CMOS-Button - 1 am Backpanel -
    BIOS Entwickler AMI AMI AMI AMI
    Typ klassisch mit Maus klassisch UEFI UEFI
    Dual-Bios - Ja - -
    Wechselbarer BIOS-Chip - Ja - Ja
    Formfaktor
    µATX 244 x 244 mm ATX 305 x 245 mm ATX 305 x 220 mm µATX 244 x 244 mm


    *DDR3-1866 wird von AMD mit nur einem Riegel pro Kanal unterstützt. Viele MB-Hersteller geben die Bestückung mit DDR3-1866 pauschal als OC-Setting an.

    ** MSI gibt auf seiner Homepage den Chipsatz als Hudson D3 an. Dabei handelt es sich um den Codenamen des AMD A75. Der Chipsatz wird hier als solcher zur besseren Übersicht geführt.




    Anmerkung: Alle Daten beruhen auf Herstellerangaben



    [BREAK=Lieferumfang]
    ASUS F1A75-M Pro


    Neben dem Mainboard findet sich in der Verpackung folgendes Zubehör:

    • 1x Handbuch (Englisch)
    • 1x Schnellstartanleitung (Multilingual)
    • 1x Treiber-DVD
    • 1x I/O-Blende (gepolstert)
    • 2x SATA-Kabel mit abgewinkeltem Anschluss
    • 1x ASUS Aufkleber


    Wir sehen einen typischen Lieferumfang, der das Nötigste enthält. Als Besonderheit kann man an dieser Stelle einzig die I/O-Blende erwähnen, die statt auf starre Erdungsbrücken auf eine gepolsterte Lösung setzt. Dies erleichtert den Einbau des Boards in das Gehäuse.

    [BREAK=Layout]
    ASUS F1A75-M Pro


    Das Layout ist im Allgemeinen in Blau/Schwarz gehalten. Die BIOS-Batterie ist ungewöhnlich weit oben angebracht. Ansonsten erkennt man schnell den gesockelten BIOS-Chip und durchgängig Feststoffkondensatoren. Unten sieht man eine ganze Reihe von USB-Headern, die wohl für jedermann ausreichen dürften.

    ASUS F1A75-M Pro


    Hier sind zwei Chips von AS-Media. Der obere quadratische ist ein ASM 1042 für die zwei zusätzlichen USB-3.0-Anschlüsse. Der längliche darunter ist mit der Aufschrift ASM 1445 versehen. Er ist für das Umschalten des digitalen Videosignals zwischen DVI- und HDMI-Port zuständig.

    ASUS F1A75-M Pro


    Der Chip in der Mitte des Bildes ist für die Phasensteuerung zuständig. Betitelt ist er mit "vrm DIGI+ EPU".

    ASUS F1A75-M Pro


    Neben den RAM-Slots befindet sich ein Button für die Fehlerbehebung bei RAM-Problemen und zwei Wahlschalter für EPU und TPU. Diese schalten die jeweilige Funktion im BIOS frei.

    ASUS F1A75-M Pro


    Hier sehen wir einen Steuerchip für TPU.

    Auf dem Mainboard ist neben Netzwerk- und Audio-Controller von Realtek (RTL8121E bzw. ALC892) noch ein ITE IT8728F für den Super-I/O verlötet.





    [BREAK=BIOS]ASUS bietet ein GUI-EFI, das beim Aufrufen den Nutzer mit einer Übersicht über Spannung, Takt und Temperatur begrüßt. Außerdem sind drei Presets hinterlegt (Stromsparend, Normal und ASUS-Optimiert).
    ASUS F1A75-M Pro


    Mehr Einstellungen erlaubt die erste Seite nicht. Für die erweiterten Einstellungen muss man entweder die Esc-Taste drücken oder auf den Button oben rechts "Beenden/Erweitert" klicken.
    ASUS F1A75-M Pro


    Das folgende Bild kommt einem dann schon wieder bekannter vor, erinnert es doch an ein klassisches BIOS.
    ASUS F1A75-M Pro


    Im zweiten Reiter kann man dann die manuellen Anpassungen von Takten und Spannungen einstellen.
    ASUS F1A75-M Pro
    ASUS F1A75-M ProASUS F1A75-M Pro


    Der dritte Reiter ermöglicht die Einstellung des Chipsatzes und der CPU-Funktionen.
    ASUS F1A75-M Pro
    ASUS F1A75-M ProASUS F1A75-M ProASUS F1A75-M ProASUS F1A75-M Pro


    Einige Übersetzungen konnten schon mal ein Lächeln auf unser Gesicht zaubern, hier etwa die "Antiquierte USB-Unterstützung", die den meisten wohl unter "Legacy Support" bekannt sein dürfte.
    ASUS F1A75-M Pro


    Interessant an dieser Stelle der zweite USB-3.0-Controller.
    ASUS F1A75-M Pro


    Reiter Nummer vier zeigt eigentlich den selben Inhalt der einfachen Darstellung an.
    ASUS F1A75-M Pro


    Im nächsten kann man dann die Boot-Optionen einstellen.
    ASUS F1A75-M Pro


    Der letzte Reiter bietet genau drei Möglichkeiten. Das BIOS zu flashen, OC-Profile zu speichern und die RAM-Informationen auszulesen. Gerade den letzten Punkt hätten wir lieber im Reiter "AI Tweaker" gefunden.
    ASUS F1A75-M Pro


    ASUS F1A75-M ProASUS F1A75-M ProASUS F1A75-M Pro


    Als letztes der obligatorische Exit-Screen.
    ASUS F1A75-M Pro


    [BREAK=Übertakten]

    Das Übertakten gestaltet sich bei dieser Plattform sehr schwierig, da neben CPU, GPU, Memory-Controller und Arbeitsspeicher auch der Fusion Controller Hub übertaktet wird. Im Falle des MSI war vermutlich der SATA-Controller der limitierende Faktor. Genaueres dazu findet ihr in unserem zweiten Llano-Artikel.

    Das ASUS F1A75M-Pro setzt auf den bisherigen Spitzenwert des Sapphires noch ein mal ein paar MHz oben auf und kann auch ohne Spannungserhöhung eine neue Bestmarke setzen. Im folgenden sind die Übertaktungsergebnisse grafisch dargestellt.



    Bemerkenswert ist diesmal vielleicht der Umstand, dass wie beim ECS keine Limitierung des SATA-Controllers eintrat, dafür allerdings oberhalb von 104 MHz Referenztakt der analoge Grafikausgang versagte. Vergleicht man die bisher erhobenen Daten, kann man vermuten, dass die CPU-Spannung oberhalb von 3,5 GHz nur noch sehr wenig ausrichten kann. Hier ist möglicherweise das Design der APU selbst der limitierende Faktor.




    [BREAK=Spannungsabsenkung]Das Stromsparen durch Absenken der Spannung ist vor allem bei Non-High-End-Systemen im Trend und so ist es unsere Pflicht, darüber zu berichten. Auch bei diesem Board verwenden wir das Tool FusionTweaker.

    Das ASUS F1A75-M Pro erreichte eine stabile untere Spannung von 1,128 V.


    Bei Prime steht das Board verbrauchsmäßig damit auf einer Stufe mit dem EC A75F-A.


    Bei Furmark setzt das Board hingegen mit lediglich 74,1 W eine neue Bestmarke.


    So verwundert es wenig, dass im kombinierten Verbrauch das Board an die Führungsgruppe aufschließen kann.



    Bei BOINC belegt das ASUS einen soliden dritten Platz.

    [BREAK=OpenCL]

    Die Open Computing Language ist ursprünglich von Apple entwickelt worden. Mit der Zeit beteiligten sich weitere Firmen an dem Ansatz, wie etwa IBM, Intel, NVIDIA und AMD. Mittlerweile wird OpenCL von dem Industriekonsortium Khronos Group verwaltet. Die dazugehörige Programmiersprache OpenCL C erlaubt es, Software zu entwickeln, die von der CPU und der GPU profitieren kann. Leider gibt es bis heute sehr wenige Programme, die auf diese Schnittstelle setzen. Wir konnten darunter wiederum nur zwei Anwendungen finden, die es ermöglichen, die Leistungsfähigkeit der APU zu bestimmen. Hierbei handelt es sich um zwei Benchmarks. Zum einen handelt es sich dabei um das kleine Programm DirectCompute Benchmark, welches neben OpenCL auch die proprietäre Schnittstelle Direct Compute von Microsoft nutzt, und zum anderen um LuxMark 1.0. Letzteres Tool kann OpenCL-Code selektiv auf CPU-Teil, GPU-Teil oder auf beidem gemeinsam ausführen.






    LuxMark attestiert dem Mainboard durchweg eine sehr gute Leistung.






    Gleiche Disziplin, anderer Benchmark, die Welt steht Kopf. Hier nun muss das ASUS sich den anderen Kontrahenten geschlagen geben.



    Einzig bei der CPU-Leistung kann man sich ein kleines Stück weit von der Konkurenz absetzen.



    [BREAK=netio]



    Mit netio lässt sich die Bandbreite auf Basis des TCP/IP-Protokolls überprüfen. Das Ergebnis wird dabei in MByte/s sowohl für das Senden als auch das Empfangen ausgegeben und lässt somit eine detailliertere Auswertung zu. Tx ist dabei die Sende- und Rx die Empangsrichtung.



    netio



    Ein Gigabit-LAN-Anschluss kann per Definition maximal 119,2 MByte/s senden bzw. empfangen.





    Der Adapter zeigt keine Auffälligkeiten und arbeitet im Rahmen der Messgenauigkeit.



    Für die CPU-Last haben wir den Takt auf 800 MHz festgesetzt.


    Obwohl der gleiche Controller-Chip ebenfalls auf dem MSI und dem ECS verbaut ist erzeugt er auf dem ASUS F1A75-M Pro eine reproduzierbar höhere CPU-Last.



    [BREAK=Onboard Soundsignal]

    Zu einem ausführlichen Mainboard-Review gehört selbstverständlich auch die Überprüfung der Signalqualität des Onboard-Sounds.



    Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog-Wandler zum Einsatz und auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.







    Wir überprüfen unsere Testsamples mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie Mehrkanalton, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

    TestMSI A75MA-G55 (Referenz)ASUS F1A75-M Pro
    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0,02, -0,14+0,02, -0,13
    Noise level, dB (A):-80,9-81,1
    Dynamic range, dB (A):80,981,2
    THD, %:0,00670,355
    IMD + Noise, %:0,0290,195
    Stereo crosstalk, dB:-80,4-81,2



    Frequency response




    Noise level




    Dynamic range




    THD + Noise (at -3 dB FS)




    Intermodulation distortion




    Stereo crosstalk




    Die Gesamtbewertung sieht wie folgt aus:

    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.02, -0.13Excellent
    Noise level, dB (A):-81,1Good
    Dynamic range, dB (A):81,2Good
    THD, %:0,355Poor
    THD + Noise, dB (A):-46,7Poor
    IMD + Noise, %:0,195Average
    Stereo crosstalk, dB:-81,2Very good
    IMD at 10 kHz, %:0,152Average
    General performance:-Good


    Es ergibt sich ein durchwachsenes Bild mit offensichtlichen Schwächen. Verglichen mit den bisherigen Ergebnissen hätten wir uns mehr erhofft.


    Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.





    [BREAK=3DMark11 & PCMark7]In unserem Benchmark-Parcours dürfen die Produkte aus dem Hause Futuremark nicht fehlen. Obwohl die Benchmarks aus dieser Schmiede nicht ganz unumstritten sind (wir berichteten), gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten.

    Futuremark bietet mit 3DMark 11 bzw. PCMark 7 zwei Programme an, die ausschließlich unter Windows 7 laufen. PCMark liegt zudem in einer 64-Bit-Version vor, welche wir nutzen. 3DMark 11 lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen (High- bzw. Extreme-Preset sind aufgrund der GPU-Limitierung nicht sinnvoll).

    3DMark 11 Performance






    In beiden Benchmarks setzt die Platine aus dem Hause ASUS neue Bestmarken.


    [BREAK=Cinebench]Beliebt zu Vergleichszwecken ist auch die Serie Cinebench von Maxon. Wir haben die Versionen 10 und 11.5 für diesen Artikel herangezogen. Neben der OpenGL-Funktion wird auch die Leistungsfähigkeit der CPU beurteilt.



    Cinebench






    Im Bereich der CPU-Leistung kann sich das ASUS nicht absetzen, wohl aber bei der OpenGL-Leistung.






    Das Bild wiederholt sich bei Cinebench 10.

    [BREAK=Avidemux]Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere wiederum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.



    Wir haben uns entschieden, Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec zu verwenden, da dieser alle Kerne auslasten kann. Im aktuellen Trend der Parallelisierung (Multi-Threading) werden wir in Zukunft vermehrt solche Anwendungen finden. Wir hätten gerne noch ein Tool genommen, dass die GPU mitnutzt, hier fanden wir aber keine freie Software. OpenCL ist hier noch gar nicht vertreten, auch wenn dieses Anwendungsgebiet prädestiniert für den Einsatz von Shadern ist.



    Als Video haben wir uns für Big Buck Bunny entschieden, da dieser hier für jeden frei zum Download steht.












    Das F1A75-M Pro mag zwar das bisher schnellste FM1-Board für Videoconvertierung sein, aber nicht das effizienteste.


    [BREAK=AIDA & 7-Zip]AIDA64 ist der Nachfolger des Tools "Everest", welches viele kennen werden. Auch wir haben für unsere Artikel auf die Benchmark-Suite zurückgegriffen, weshalb wir keine Sekunde gezögert haben, mit dem Thronfolger AIDA64 weiter zu arbeiten. Für unsere Mainboard-Tests nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 1.85 zum Einsatz.



    An dieser Stelle möchten wir uns noch beim Programmierer von AIDA64 bedanken. Für die verschiedenen Testsysteme in der Redaktion, die für allerlei Hardware-Artikel herhalten müssen, hat man uns eine umfangreiche Extreme-Engineer-Lizenz zur Verfügung gestellt, mit der wir vollumfänglichen Zugriff auf die integrierten Benchmark-Suiten und Diagnose-Funktionen haben. So geht keine Information verloren.



    AIDA64











    Ganz offensichtlich kann ASUS den Speicherzugriff trotz identischer Takt- und Latenzvorgaben verbessern. Durch die Bank weg zeigt AIDA hier hervorragende Ergebnisse.


    Ähnlich wie WinRAR bietet das freie 7-Zip einen integrierten Benchmark. Nach zehn Durchläufen entsteht folgendes Bild.





    Bei 7-Zip liegt das Board mal am Ende des Feldes, mal im vorderen Leistungsbereich.



    [BREAK=HDTune: SATA und USB 3.0]Für die Messung der Schnittstellenperformance nutzen wir das kostenlose Tool HDTune in der Version 2.55. HDTune lässt eine sehr detaillierte Sicht der Dinge zu, wobei wir uns auf die Kernaspekte der Burst-Rate sowie der linearen Transferrate konzentrieren. Leider präsentiert uns HDTune seit dem Wechsel auf Windows 7 generell eine Prozessorlast von -1,0 Prozent, sodass wir auf diesen Aspekt verzichten müssen.










    Die SATA-Leistung ist den Werten entsprechend sehr gut.


    Da das ASUS-Board einen zusätzlichen USB-3.0-Controller besitzt, konnten wir erstmals einen direkten Vergleich zur Lösung von AMDs integriertem Controller ziehen.





    Erreicht der Controller von ASMedia bei linearer Übertragung vergleichbare Werte, ist er im Burst-Mode deutlich langsamer. So ist AMDs Lösung also besser umgesetzt. Genaueres ließe sich aber nur durch einen umfassenden Test feststellen.


    [BREAK=Spiele]

    Wir haben uns dazu entschlossen, uns nur auf zwei Spiele zu konzentrieren. Dabei fiel die Wahl auf Crysis und Resident Evil 5, da diese die am besten reproduzierbaren Ergebnisse liefern.





    Bei beiden Spielen setzt das ASUS neue Bestmarken.


    [BREAK=Leistungsaufnahme]
    Das F1A75-M Pro wird im heutigen Artikel mit zwei Balken aufgeführt. Der Grund liegt darin, dass ASUS mit EPU einen eigenen Stromsparmodus mitgibt. Diesen haben wir mitgetestet und einzeln aufgeführt. Informationen zur Funktionsweise bietet ASUS auf der eigenen Homepage an: Link




    Im ausgeschalteten Zustand agiert das Board außerhalb des messbaren Bereichs.



    Im Standby bietet es mit 1,2 W ein gutes Ergebnis.



    Im Idle agiert man hingegen eher am Ende der Feldes.



    Erst unter Last kann sich EPU präsentieren, aber auch ohne diese Funktion macht das Board eine gute Figur.



    Bei Prime kann EPU zeigen das Machbare zeigen und hebt das ASUS vom letzten auf den ersten Platz in Sachen Verbrauch.




    Unter Vollast setzt sich dieser Trend fort.



    Im BOINC-Betrieb kann das Board mit EPU sich deutlich absetzen. Ohne spielt es hingegen eher im Mittelfeld mit.

    Insgesamt können wir festhalten, dass das ASUS ohne EPU keine sonderlich gute Figur macht. In jedem Lastfall befindet man sich auf einem der hinteren Plätze. Mittels EPU ist es jedoch möglich, ohne große Undervolting-Versuche einen deutlich besseren Verbrauch zu erhalten. In unseren Versuchen konnten wir dem Betriebsmodus zudem eine hohe Stabilität attestieren.



    [BREAK=Zeitmessungen]Wie lange ein PC zum Starten oder Beenden benötigt, dürfte für jeden von Interesse sein. Wir haben das LAN-Option-ROM in diesem Test deaktiviert, während alle Controller, über die das Board verfügt, aktiv waren. So können deutliche Zeitunterschiede entstehen, da alle zusätzlichen Komponenten initiiert werden müssen.





    In beiden Disziplinen gibt sich das Mainboard keine Blöße. Die erreichten Werte sind jeweils sehr gut.

    [BREAK=Erfahrungen mit dem ASUS F1A75-M Pro]
    Der erste Eindruck beim Auspacken war ein kompaktes Board, das einfach und nicht verspielt daherkommt. Das Einrichten im BIOS ist für uns erst einmal umständlicher gewesen als bei den anderen Herstellern. Die GUI-EFI-Umsetzung ist zwar optisch sehr ansprechend gestaltet, aber eher auf Einsteiger zugeschnitten. Jemand, der wenig Wissen über Hardware mitbringt und den Computer einrichten will, wird nicht mit zu vielen Informationen und Einstellungen bombardiert. Wichtige Daten wie etwa Temperaturen, Spannungen, Lüfterdrehzahlen und Boot-Priorität werden ansprechend präsentiert. Einstellen kann man hier erst mal nur drei Stufen, die ASUS als Stromsparend, Normal und ASUS-Optimiert bezeichnet. Für unbedarfte Nutzer vielleicht schön schlicht, für mich als Hardware-Junkie aber viel zu intransparent. Es bedarf zwei Klicks, um in die erweiterten Einstellungen zu gelangen. Hier offenbart sich auch, was ASUS hinter den Einstellungen versteckt.

    Mit der Vorgabe "Stromsparend" wird EPU aktiviert. Unser Test konnte nachweisen, dass diese Funktion in der Lage ist, unter Last deutlich Strom zu sparen. Ein Blick auf CPU-Z zeigte, dass die Spannung der APU dabei unterhalb der 1,4 V agiert. Welche Spannungen noch von EPU justiert werden, konnten wir leider nicht überprüfen. Allerdings sei hier erwähnt, dass sich durch manuelles Anpassen der Spannungen noch mehr Energie sparen lässt.

    Die normale Voreinstellung ist tatsächlich überragend normal. So läuft hier alles nach Herstellervorgaben und stellt damit die Standard-Einstellungen anderer Hersteller dar.
    Die Einstellung ASUS-Optimiert aktiviert erneut EPU und übertaktet die APU um 5 MHz Referenztakt, was in 3045 MHz mündet. Seltsamer Weise übernahm das Board diese Einstellungen, auch nachdem wir wieder auf die Einstellung Normal zurückgeschaltet haben. EPU wird hier zusätzlich aktiviert. Man erhält hier also im besten Fall 5% mehr Leistung bei geringerem Verbrauch. Uns fehlte hier allerdings der Hinweis, dass man sich außerhalb der Spezifikationen bewegt. Ein unbedarfter User, der die ASUS-Optimierten Einstellungen nutzt, könnte hier mit einem instabilen System konfrontiert werden, wenn die APU oder ein anderes Gerät auf der Platine mit diesem Takt nicht stabil arbeiten kann. Zumal durch Wählen dieser Einstellung der analoge Grafikausgang nicht mehr funktioniert. Diese Warnung bleibt ASUS dem Anwender schuldig.

    Generell könnte ASUS in unseren Augen im EFI noch ein paar Verbesserungen vornehmen. Wir hätten gerne einen Hotkey für die erweiterten Einstellungen gehabt, wie zum Beispiel eine der Funktionstasten auf der Tastatur. Abgesehen davon, dass es möglich ist die Erweiterte Darstellung als Standard zu setzen. Auch die Übersetzung lässt an einigen Stellen zu wünschen übrig. Legacy-Support ist zwar nur für antiquierte Betriebssysteme wie DOS wichtig, die Übersetzung mit „Antiquierte USB-Unterstützung“ aber nicht wirklich passend. Außerdem ist die Übersetzung auch nicht vollständig. Etwa bei den SPD-Informationen fehlen noch komplett die deutschen Begriffe. Das ist aber bereits Meckern auf hohem Niveau. Bis vor wenigen Jahren konnte man auf dem Markt kein einziges BIOS in deutscher Sprache finden.

    Ein Kritikpunkt sei hier aber noch erwähnt. Die Wahlhebel neben dem RAM für EPU und TPU sollen laut Handbuch die jeweiligen Funktionen im BIOS freischalten. Wir halten das für überflüssig. Entweder man kann damit die Option direkt schalten oder lässt es gleich. Als wirklich hilfreich empfanden wir sie nicht. Stattdessen hätte man lieber einen Power-Taster auflöten können.

    Generell lässt sich festhalten, dass das Board sehr zuverlässig arbeitet und, wie die Benchmarks zeigen, seine Aufgaben auch außergewöhnlich flott erledigt.

    [BREAK=Fazit]

    Der Preis geht mit 75€ noch in Ordnung. Man bietet damit zwar das teuerste µATX-Board mit A75-Chipsatz an, kann aber mit guter Verarbeitung und Leistung überzeugen. Einzig die verbauten Controller für Audio und Netzwerk wissen nicht recht zu gefallen. Dafür bietet das Board insgesamt sechs USB-3.0-Anschlüsse, wovon vier im Backpanel gelandet sind. Hier sei zu erwähnen, dass nur zwei USB-2.0-Anschlüsse fest verbaut sind. Diese sind zwar ausreichend, um Tastatur und Maus aufzunehmen, allerdings sei erwähnt, dass die USB-3.0-Ports von Windows nicht automatisch erkannt werden, da Microsoft vermutlich erst Windows 8 einen entsprechenden integrierten Treiber mitgibt. Bei allen älteren Versionen muss man also erst manuell den passenden Treiber installieren, bevor man die Anschlüsse benutzen kann. Wer also wie wir für unsere Tests die Installation von Windows mittels eines USB-Sticks durchführt, muss ein Gehäuse mit integrierten USB-Anschlüssen oder zumindest ein USB-Bracket sein Eigen nennen.

    Der energiebewusste Anwender dürfte sich zudem über die EPU-Funktion freuen, die es ermöglicht, effektiv Strom zu sparen, ohne ein lange Suche nach stabilen Spannungen - Stichwort Undervolting - zu betreiben. Dennoch bewegt man sich hier ebenfalls außerhalb der Spezifikationen, was zu Instabilitäten führen kann. Gleiches gilt für die ASUS-Optimierten Einstellungen. Einen Warnhinweis hierzu findet man hierzu weder im BIOS noch im Handbuch! Fairerweise muss man sagen, dass die Spannungen nicht erhöht werden, somit ist ein frühzeitiger Hardwaredeffekt nahezu auszuschließen. Dennoch kann es zu Problemen wie Programm- oder Systemabstürzen führen.


    Abschließend können wir dem ASUS F1A75-M Pro die höchste Leistung der bisher getesteten Mainboards attestieren. Dafür gibt es von uns den begehrten Planet 3DNow! Editor's Choice Award.

    Planet 3DNow! Editor's Choice Award



    Das fanden wir gut:
    • Hervorragende Leistung
    • 6 USB-3.0-Anschlüsse
    • Einsteigerfreundliches EFI
    • Einfach umgesetztes Stromsparen mittels EPU möglich

    Das fanden wir nicht so gut:
    • Betrieb außerhalb der Spezifikationen ohne Vorwarnung
    • Vergleichsweise schlechter Audio-Controller
    • Eher mäßiger Verbrauch ohne EPU




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