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    Multimediaplayer - RaidSonic Icy Box IB-MP3011Plus

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Filme, Musik, Bilder … alles möchte inzwischen im multimedialen Wohnzimmer seinen Platz finden. Fernseher werden immer mehr zu Multitalenten, bieten neben der reinen TV-Funktion Zugriff auf das Internet und YouTube aber auch die Verbindung ins lokale Netzwerk und können mithilfe des DLNA-Protokolls Inhalte per Streaming wiedergeben. Leider kostet diese neue Technik auch nicht gerade wenig, viele Nutzer haben womöglich einen erst ein paar Jahre alten Flachbildfernseher daheim, der noch lange nicht ausgedient haben soll. Um trotzdem in den Genuss einer Medienzentrale zu kommen, ohne aber gleich einen kompletten PC neben den Fernseher stellen zu müssen, bieten diverse Hersteller die kleinen Festplatten- und Netzwerk-Player an. Mit dem RaidSonic Icy Box IB-MP3011Plus haben wir ein Gerät mit einem Zungenbrecher erhalten, das von außen erst einmal sehr unscheinbar erscheint. Was wohl in diesem kleinen Gehäuse so alles steckt? Wir werden es uns ansehen. Viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Wir möchten uns bei RaidSonic für die Bereitstellung des Testmusters bedanken.

    Preisvergleich

    [BREAK=Technische Daten]
    Die technischen Daten zum RaidSonic Icy Box IB-MP3011Plus entnehmen wir der zugehörigen Produktseite des Herstellers.

    IB-MP3011Plus
    Material:Aluminium
    Farbe:Schwarz
    Festplattengröße (Zoll):3,5"
    Festplattengröße (cm):8,89 cm
    Prozessor:Realtek RTD1185
    Netzwerk Unterstützung:LAN 10/100/1000 Mbit/s, RJ-45, WLAN bis zu WiFi iEEE802.11n (optionaler WiFi USB Dongle erforderlich)
    Netzwerk Protokoll:SAMBA (SMB), UPnP, NFS, FTP
    Web Unterstützung:Webbrowser, YouTube, Juke Box, Webradio (Shoutcast basierend), BT Download,
    RSS Feeds (Flickr, Picasa, Nachrichten, Wetter)
    Dateisystem:NTFS/FAT32
    Festplattenanschluss:3,5" SATA
    Externe Datenschnittstelle:2x USB 2.0 Host, 1x USB 3.0 Device, 1x SD Speicherkarteneinschub
    Externe Videoschnittstellen:Composite, Component, HDMI (bis zu 1920x1080p)
    Externe Audioschnittstellen:Stereo L/R, SPDIF (optisch)
    Video Formate:AVI/MKV/TS/M2TS/MPG/MP4/MOV/VOB/ISO/IFO/DAT/WMV/RM/RMVB, FLV Auflösung bis zu 720p/1080i/1080p
    Audio Formate:MP3/OGG/WMA/WAV/AAC
    Dolby Digital AC3 5.1 (Pass-through u. Stereo downmix),
    Dolby Digital Plus 7.1 (Pass-through),
    Dolby TrueHD 7.1 (Pass-through u. Stereo downmix),
    DTS Digital Surround 5.1 (Pass-through u. Stereo downmix),
    AAC 7.1 (Pass-through und Stereo downmix)
    Bild Formate:HD-JPEG, JPG, BMP
    Untertitel Formate:SRT, SMI, SSA, SUB
    Untertitel Kodierung:UNICODE (UTF8), Western, Türkisch, Central European, Griechisch,
    Kyrillisch, Hebräisch, SE European, Arabisch (CP1256),
    Vietnamesisch, Latin10 (Rumänisch), Thai (TIS620),
    EUC-KR (Koreanisch), S-JIS (Japanisch)
    Sprachunterstützung:Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Niederländisch,
    Tschechisch, Slowenisch, Polnisch, Russisch, traditionelles Chinesisch,
    vereinfachtes Chinesisch, Rumänisch, Vietnamesisch, Ungarisch, u.v.m. (siehe Datenblatt)
    Stromverbindung:Steckernetzteil: AC 100-240 V, 50-60 Hz, 0,7 A, DC 12 V, 2 A
    Verpackungsinhalt:1x IB-MP3011Plus, 1x HDMI Kabel, 1x A/V Kabel, 1x Y/Pb/Pr Kabel, 1x USB 3.0 Kabel,
    1 Fernbedienung, 2x Batterien für Fernbedienung (AAA), 1x Steckernetzteil,
    Schnellinstallationsanleitung (mehrsprachig), 1x Handbuch (Deutsch/Englisch)


    RaidSonic IB-MP3011Plus

    RaidSonic IB-MP3011Plus


    Den vom Hersteller angegebenen Lieferumfang könnte man noch um die vier beiliegenden Montageschrauben für eine 3,5"-Festplatte erweitern.
    RaidSonic IB-MP3011Plus


    [BREAK=Äußeres]
    Um uns die Erklärungen etwas leichter zu machen, werden wir im Folgenden auf die Kurzbezeichnung MP3011Plus zurückgreifen.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Der Karton des MP3011Plus ist schon nicht voluminös. Betrachtet man noch das Zubehör, bleibt nicht mehr viel übrig. Dezent zu sein, ist oberstes Gebot. Dementsprechend finden wir auch keine Hochglanzlackierung vor. Gebürstetes Aluminium sorgt nicht nur für eine hochwertige, sondern auch alltagstauglichere Optik. Staubkrümel und Fingerabdrücke werden nicht ganz so unverblümt reflektiert, können aber dennoch vorkommen.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    RaidSonic IB-MP3011Plus RaidSonic IB-MP3011Plus

    Die Front des MP3011Plus ist mit einer Kunststoffscheibe versehen, hinter der sich die Status-LEDs verbergen. Im Standby haben wir eine durchgängig rot leuchtende LED, die im Betrieb auf die blaue Farbe wechselt. Beim Abspielen von Musik erscheint zusätzlich ein Notensymbol.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Die linke Seite des MP3011Plus bietet neben der Rückseite wohl am meisten Gesprächsstoff. Hier platziert RaidSonic von links nach rechts aufgereiht einen USB-3.0-, zwei USB-2.0-Anschlüsse, sowie einen Steckplatz für Speicherkarten im SD- und SD-HC-Format. MMC-Karten könnten durchaus auch funktionieren, ausprobiert haben wir dies nicht.
    Eine Besonderheit ergibt sich im Falle der USB-3.0-Buchse. Es ist eine vom Typ B. Das passende Kabel findet sich im Lieferumfang. Zuerst dachten wir daran, dass sich über die Schnittstelle eine externe Festplatte anschließen lässt. Aufgrund des Kabels wird schnell klar, was RaidSonic mit dem Anschluss verfolgt. Der MP3011Plus ist theoretisch auch als externe Festplatte nutzbar. Angestöpselt an einen PC profitiert man von der höheren Bandbreite - zum Vergleich: USB 2.0 bietet 480 Mbit/s, Ethernet (LAN) 10/100/1000 Mbit/s, WLAN 11/54/150/300 Mbit/s. USB 3.0 ist mit maximal 5 Gbit/s angeben, also 5000 Mbit/s. Damit ist die Schnittstelle nicht mehr der limitierende Faktor. Praktisch wird dies vor allem, wenn HD-Inhalte auf den MP3011Plus übertragen werden wollen.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Die Rückseite des MP3011Plus bietet Anschlüsse, die die Konkurrenz teils so nicht bieten kann, wie etwa die Kombination von USB 3.0 und Gigabit-LAN, oder die eben an leistungstärkeren PCs vorhanden sind. Von links beginnend sehen wir die Buchse für die Stromversorgung. RaidSonic verwendet ein externes Netzteil. Rechts davon folgen der optische Audio-Ausgang, Gigabit-LAN, HDMI 1.3a und Cinch-Buchsen. Dabei stellen die bunten Buchsen keinesfalls nur Audio-Ausgänge dar. Die unteren drei stehen für den rechten und linken Audiokanal sowie einen Videoausgang. Das Konzept dürfte den Konsolennutzern von Sonys PlayStation 1 und 2 noch bekannt sein. Dazu gesellen sich darüberliegend Buchsen für Component Video (YPbPr). In unserem Test kam lediglich die HDMI-Buchse für die Video- und Tonübertragung zum Einsatz.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Die Unterseite offenbart, wie schon die Rückseite es erkennen ließ, dass das Gehäuse auf eine Stahl-Basis setzt. Die vier Gummi-Füße sollen das Gehäuse eigentlich vom Untergrund entkoppeln, müssen in unserem Test aber ein nur ausreichendes Urteil hinnehmen. Die im Test verwendete Samsung-HD321KJ-Festplatte sorgt im Betrieb für gehörige Vibrationen, die in diesem Fall nicht vollends abgefangen werden können.

    [BREAK=Inneres]
    Am Ende zählen die inneren Werte. Lasst uns also mal einen Blick unter das Häubchen werfen.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Das kompakte Gehäuse bietet Platz für eine 3,5“-Festplatte. Herzstück des MP3011Plus ist aber das kleine Mainboard mit einem SoC von Realtek, dem RTD1185. Dieser unter einem winzigen Aluminium-Kühlkörper aufgelötete Chip wird als Media-Prozessor ausgewiesen. Mit seinen 500 MHz und der Möglichkeit, HD-Inhalte (MPEG 1/2/4, H.264, VC-1…) zu dekodieren, ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Gleichzeitig stellt das SoC (engl. system on a chip) alle nötigen Peripherien bereit. Der HDMI-1.3-Ausgang ist ebenso integriert wie die USB-2.0-Schnittstellen sowie SATA und LAN. Zusammenfassend kann man also sagen, dass fast alle Schnittstellen und Buchsen am MP3011Plus durch Lösungen aus dem Hause Realtek realisiert werden. Allerdings nur fast, weil wir zusätzlich die USB-3.0-Schnittstelle vorliegen haben, die nicht zum Leistungsumfang gehören sollte. RaidSonic bedient sich sozusagen eines Tricks – es wird einfach zwischen interner und externer Nutzung umgeschaltet. Ein USB-3.0-zu-SATA-Controller von JMicron, der JMS551, ermöglicht den Zugriff auf die Festplatte. Einen Nachteil hat diese Lösung: Nutzt man die USB-3.0-Schnittstelle, kann man nicht mehr auf die Festplatte zugreifen. Erst nach dem Ausstecken wird die Festplatte wieder ins System eingebunden. Alternativ bietet sich ein Datentransfer per Gigabit-LAN an. Der Realtek RTL8211D übernimmt diese Aufgabe. Beim Arbeitsspeicher des MP3011Plus handelt es sich um ein Nanya-Produkt (NT5TU64M16GG), sprich DDR2-667/800. Das Betriebssystem des Mediaplayers ist auf einem Toshiba-Flash-Chip mit der Bezeichnung TC58NVG untergebracht. 1 Gigabit (128 MB) stehen zur Verfügung.

    RaidSonic IB-MP3011Plus


    [BREAK=Steuerung/Software – Teil 1]
    Nachdem wir das Gehäuse nun von innen und außen ausgiebig inspiziert haben, schalten wir es doch einmal ein – natürlich erst nach der Installation unserer Test-Festplatte.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Der Startbildschirm leuchtet kurz auf. Das System benötigt ungefähr 30 Sekunden für den Bootvorgang. Dann sind in unserem Fall alle Prozesse abgeschlossen. Vorher kann man theoretisch schon im Menü navigieren, nur der Festplattenzugriff ist noch nicht möglich.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Das Menü ist farbenfroh gestaltet. Im Normalfall kann bei übermäßigem Farbeinsatz die Übersichtlichkeit leiden, hier hilft die Symbolik weiter. Die Zentrale kann als gelungen bezeichnet werden und findet erneut Verwendung, wenn man beim Abspielen eines Videos die Home-Taste drückt. Folgend erscheint das Menü verkleinert an der unteren Kante des Bildschirm.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Die einzelnen Punkte des Hauptmenüs umfassen unter anderem den Datei-Manager, der den universalen Zugriff auf alle möglichen Speicherorte ermöglicht, ohne das Format eines Medieninhaltes zu beachten. Dazu kommen die Punkte Musik, Video und Foto mit den entsprechenden spezifischen Formaten sowie ein Browser, vordefinierte „Apps“ sowie das Optionen-Menü.

    RaidSonic IB-MP3011Plus RaidSonic IB-MP3011Plus

    Bei den „Apps“, wie wir sie einmal bezeichnen wollen, finden wir bekannte Internetdienste wie Flickr oder YouTube. Im Falle von YouTube sucht man Videos mithilfe einer Bildschirmtastatur, die uns auch einmal ärgern konnte. Die Bedienung mit der Fernbedienung ist in diesem Punkt etwas gewöhnungsbedürftig. Nicht unbedingt überzeugend sind in Verbindung dazu die Ladezeiten einiger Inhalte. Im Web scheint das System nicht allzu schnell unterwegs zu sein, damit wäre es vielen Fernsehern mit solchen Funktionen nicht unbedingt hinterher.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Zur Geduldsprobe wird wenn dann nur der Browser. Zwar lassen sich viele Seiten vollständig laden, was ein wenig überrascht, dafür sind aber Ladezeiten zu verzeichnen, die eher Frust als Lust aufkommen lassen. Mit steigender Komplexität wird es eher eine Not- denn eine Dauerlösung. Erfreulich ist aber, dass sich Maus und Tastatur im Browser-Modus nutzen lassen. Im Handel gibt es beispielsweise Kombi-Geräte, das heißt eine Tastatur mit integriertem Touchpad oder Trackpoint.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Flickr hingegen ist ein Beispiel, dass es auch anders auf dem MP3011Plus laufen kann. Der zügige Bildaufbau lässt uns schon einmal etwas länger in der Galerie blättern.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Doch kommen wir zurück zu den Kernfähigkeiten. Überraschend flüssig gestaltet sich das Navigieren in Playlisten. Pausen zum Nachladen der Listen konnten wir nicht feststellen. Selbst schnelles Blättern ist möglich und es kommt nie das Gefühl auf, dass zu wenig Leistung bereitstehen würde. Nach einem längeren Zeitintervall ohne Nutzereingabe wechselt der MP3011Plus bei der Musikwiedergabe in einen Bildschirmschoner. Das ist dahingehend interessant, dass Monitore und Fernseher auf Basis der LCD-Technik mitunter auch Probleme hinsichtlich des „Einbrennens“ des Bildes bekommen können. Die Kristalle können mit der Zeit träge werden, was dazu führt, dass ein lange angezeigtes Bild wie ein Geist ständig zu sehen ist.

    [BREAK=Steuerung/Software – Teil 2]
    RaidSonic IB-MP3011Plus RaidSonic IB-MP3011Plus

    Das "Einstellungen"-Menü, der letzte Punkt im Hauptmenü, ermöglicht den Zugriff auf grundlegende Funktionen des MP3011Plus. Im ersten Reiter lässt sich beispielsweise die DLNA-Fähigkeit, als Digital Media Renderer (DMR) zu agieren, ein- und ausschalten, aber auch die Festplatte formatieren. Der MP3011Plus kann laut Herstellerangaben mit NTFS und FAT32 umgehen. Wir haben unsere Testfestplatte über dieses Menü formatiert. Nach der Fertigstellung wartet die Festplatte neben dem NTFS-Dateisystem mit den unterschiedlichen Ordnern Music (Musik), Movies (Filme) und Pictures (Bilder) auf. So kann man seine Dateien ordnen. Erwähnenswert ist auch, dass der MP3011Plus mit weiteren Unterordnern umgehen kann.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Der Reiter „Audio“ bietet eine übersichtliche Anzahl an Einstellungen, wobei der Nachtmodus jedoch interessant ist. Dieser limitiert, wenn gewünscht, die Wiedergabelautstärke seitens des Players in späten Abendstunden.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Die „Video“-Einstellungen umfassen die Anpassung des Mediaplayers an den genutzten Fernseher oder Monitor. Neben den üblichen Seitenverhältnissen bietet der MP3011Plus auch unterschiedliche Auflösungen. Kontrastverbesserungen gehören ebenfalls zum Funktionsumfang.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Die Netzwerkeinstellungen bieten die Möglichkeit, die Art und Weise, wie der MP3011Plus im Netzwerk agiert, zu beeinflussen. Neben einem NAS-Modus, der den Player als Speichergerät im lokalen Netzwerk offenlegt, können die Einstellungen für das LAN oder das optionale WLAN gesteuert werden. Falls eine Internetverbindung mit notwendigen Einwahldaten zum Einsatz kommt, kann das RaidSonic-Produkt auch damit umgehen. Ein WLAN-Modul ist leider nicht im Lieferumfang enthalten. Der separat erhältliche Sempre WiFi USB Dongle, wie ihn RaidSonic betitelt, kann zwar mit dem n-Standard und maximal 300 Mbit/s aufwarten, jedoch beäugen wir kritisch die Abmaße des Sticks. Subjektiv passt ein seitlich abstehender WLAN-Stick nicht zum Mediaplayer. Da der MP3011Plus wohl bei den meisten Nutzern eine feste Position im Raum haben wird und konstant hohe Transferraten beim Streaming notwendig sind, stellt eine Kabelverbindung in solchen Fällen normalerweise die bessere Lösung dar, da sie unempfindlicher für Störsignale ist.

    RaidSonic IB-MP3011Plus

    Zuletzt noch ein paar Worte zu den „Sonstigen Einstellungen“. Neben einer Sicherung des Mediaplayers mittels Kennwortschutz finden wir hier eine gerngesehene Funktion: HDD spin down. Durch diese wird die Festplatte nach einem bestimmten Leerlaufintervall dazu veranlasst, anzuhalten. Damit sinken der Geräuschpegel im Falle eines HDD-Einsatzes und der Stromverbrauch.

    [BREAK=Praxistest/Formate]
    Ein Mediaplayer wie der MP3011Plus steht und fällt im Endeffekt mit den Formaten, die er unterstützt. Inzwischen tummeln sich diverse Formate auf dem Markt. Zu den Anfangszeiten der DVD war schon die Unterstützung von DIVX / XVID eine nette Beigabe. Durch die stetig steigende Verbreitung von HD-Inhalten sind zusätzliche Formate und Kompressionsverfahren hinzugekommen. Stichprobenartig haben wir also untersucht, welche Formate/Codecs der MP3011Plus unterstützt. Dabei haben wir sowohl Musikstücke als auch Videos herangezogen.


    Bei den unterstützten Musikformaten hat RaidSonic nicht zuviel versprochen. Die Kompatibilität mit allen großen Formaten ist gegeben. Erst doch recht exotische Formate wie AIFF oder AA3 werden nicht mehr wiedergegeben bzw. gar nicht erst im Menü gelistet.


    Die hohe Anzahl verschiedener Kombinationsmöglichkeiten von Audio- und Videocodecs setzt dem MP3011Plus genauso zu wie manchem Microsoft Windows Media Player. Leider blieb das Bild oftmals Schwarz, während wir unsere Testvideos durchlaufen lassen wollten. Wenn das Video aber läuft, dann flüssig. Einzig die Bildhelligkeit mussten wir nachregeln, da die Standardeinstellung in unserem Fall etwas zu hell erschien. So etwas ist aber auch Geschmackssache und schnell geregelt. Die Menü-Taste ermöglicht die Einstellung während der Wiedergabe, ohne große Umwege gehen zu müssen.

    [BREAK=Leistungsaufnahme]
    Immer wieder interessant ist die Messung der Leistungsaufnahme. Am Ende stellen wir uns die Frage, inwieweit ein HTPC nicht doch eine Alternative wäre. Die höhere Variabilität bietet solch ein vollständiger PC allemal, doch die Leistungsaufnahme und Lautstärke beispielsweise trennen die Geräte. Im Falle des MP3011Plus beispielsweise wird die Lautstärke nur durch die Festplatte bestimmt. Doch sehen wir uns einmal an, welche Werte wir für den Mediaplayer in verschiedenen Szenarien gemessen haben.


    Erfreulich ist der Verbrauch im Standby, aber auch die restlichen Werte können sich sehen lassen. Effektiv bewegt sich die Hardware des MP3011Plus im Bereich von 5 Watt, für den Rest ist die Festplatte verantwortlich. Schwankende Werte für die Festplatte im Lesezugriff haben Einfluss auf die Messwerte. Ähnliche Werte schafft kein normales Desktopsystem. Selbst AMD-APUs der E-Serie müssen sich in diesem Fall geschlagen geben.

    [BREAK=Fazit]
    RaidSonic IB-MP3011Plus

    RaidSonics Icy Box IB-MP3011Plus präsentiert sich in einem edlen Aluminium-Outfit. Das schlichte Äußere und der Verzicht auf zu aufdringliche Schriftzüge und Ähnliches kommen dem Einsatzort Wohnzimmer zugute. Die Liste der Features ist für ein Gerät dieser Größe und dessen Einsatzzweck relativ groß und die Technik im MP3011Plus kann man als gelungen bezeichnen. Der Realtek RTD1185 hält das System auf Trab und sorgt für ein an vielen Stellen sehr flüssiges Gefühl. Lediglich aufwändige Internetseiten bringen den Zwerg ins Stottern. Ausflüge zu Wikipedia, Google & Co. sind komfortabler. Hinzu kommt, dass man zu diesem Zweck Maus und Tastatur an den Multimediaplayer anschließen kann.

    Weitreichende Konfigurationsfunktionen komplettieren das Angebot RaidSonics. Die Unterstützung von diversen Medienformaten gestaltete sich bei unserer Stichprobe etwas schwieriger. Hin und wieder blieb der Bildschirm schwarz. Das trübt ein wenig den Gesamteindruck. Die wichtigsten Formate kann der Player aber bedienen.

    Die niedrige Leistungsaufnahme gefällt ebenfalls. Der Media-Prozessor mitsamt seinen Controllern verbraucht weniger als unsere Test-Festplatte, wenn wir uns die Differenz zwischen identischen Betriebszuständen ansehen. Die vorherrschende Lautstärke im Betrieb ist von der Wahl der Festplatte abhängig. Das System selbst geht lautlos zu Werke.

    Festzuhalten bleibt, dass die technische Basis die Grundfunktionen eines Multimediaplayers problemlos stemmen kann. Als zentrale Musikdatenbank im Wohnzimmer, zur Filmwiedergabe oder als Streaming-Client - es funktioniert. USB 3.0 als Datenschnittstelle und damit die Möglichkeit, den Player schnell mit Inhalten zu füllen, hat uns überzeugt. Dort sind dann auch hohe Übertragungsgeschwindigkeiten möglich, sodass das eine oder andere NAS, das bei uns schon im Test zu sehen war, hinter sich gelassen wird.

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