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    SAPPHIRE PURE Black 990FX

    Titelbild  SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Als im Oktober 2011 AMDs FX-Prozessoren das Licht der Öffentlichkeit erblickten, wurde gleichzeitig ein neuer Prozessorsockel eingeführt. Wer fortan einen Prozessor der "Bulldozer"-Architektur offiziell betreiben wollte, benötigte ein Mainboard mit dem neu geschaffenen AM3+-Sockel. Das Problem daran: Auf diesem Sockel können auch AM3-Prozessoren eingesetzt werden, was dazu führte, dass entsprechende Mainboards bereits weit vor der Veröffentlichung der Prozessoren verfügbar waren. Die Folge: Ohne BIOS-Update kein FX-Betrieb, die out-of-the-box-Kompatibilität liegt also nicht überall vor.

    Diesem ganzen Hin und Her ist SAPPHIRE aus dem Weg gegangen. Erst im Dezember, also zwei Monate nach den Prozessoren, stellte das Unternehmen mit dem PURE Black 990FX die neue Mainboard-Speerspitze vor. Dadurch konnte sichergestellt werden, dass jedes ausgelieferte Mainboard bereits mit den neuen Prozessoren funktioniert, auch ohne BIOS-Update.

    SAPPHIRE stellte uns ein Exemplar des neuen Flaggschiffs zur Verfügung, damit wir es auf Herz und Nieren testen konnten. Welchen Eindruck die 990FX-Platine bei uns hinterlassen hat, werden wir auf den folgenden Seiten erörtern.

    Viel Vergnügen beim Lesen!
    [break=Lieferumfang]
    Lieferumfang SAPPHIRE PURE Black 990FX


    In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:

    • 6x SATA-Datenkabel
    • 1x Handbuch (mehrsprachig)
    • 1x Produktinformation
    • 1x Treiber-DVD
    • 1x I/O-Blende
    • 1x USB-3.0-Einsatz für 3,5-Zoll-Einschub


    Eine mehrsprachige Bedienungsanleitung ist lobenswert. In Sachen Kabeln reichen die beiliegenden SATA-Kabel aus, da aufgrund fehlender IDE- und Floppy-Konnektivität keine weiteren internen Kabel benötigt werden. Lediglich ein oder zwei SATA-Datenkabel mit auf einer Seite gewinkeltem Stecker wären das I-Tüpfelchen gewesen.

    Dem Kenner-Blick wird nicht entgangen sein, dass möglicherweise ein Detail fehlt: Eine SLI-Brücke. Anders als bei CrossFire, wo die entsprechenden Brücken zur Verbindung von zwei oder mehreren Grafikkarten dem Pixelbeschleuniger beiliegen, werden SLI-Brücken in der Regel dem Mainboard beigelegt. Doch hierbei handelt es sich um keinen Fehler: Das PURE Black 990FX ist nicht für SLI zertifiziert! Die fehlende Verbindungsbrücke ist also beabsichtigt.
    [break=Spezifikationen]
    Prozessor
    • Sockel AM3+
    • unterstützt AMD-FX-Prozessoren
    • unterstützt AMD Phenom II, AMD Athlon II und AMD Sempron II (Prozessoren mit Sockel AM3-Kompatibilität)
    • unterstützt Cool'n'Quiet
    • TDP bis 140 Watt
    Chipsatz
    • AMD 990FX Northbridge
    • AMD SB950 Southbridge
    • unterstützt keine NVIDIA-SLI-Technology
    • unterstützt AMD-3-Way CrossFireX-Technology
    Speicher
    • 4x 240 Pin DDR3-Speicherslots (maximal 16 GByte)
    • 128 Bit Dual-Channel-Architektur
    • unterstützt DDR3-800 / 1066 / 1333 / 1600 /1866 DIMMs
    VGA
    • keine integrierte Grafikeinheit
    PCI / PCIe Slots
    • sechs PCIe-x16-Steckplätze (CrossFire x16/x16 oder x16/x8/x8)
    • davon elektrisch 2x PCIe x8
    • davon 2x PCIe x4
    Serial ATA
    • AMD SB950
      • 6x SATA 6Gb/s
      • unterstützt Raid 0 / 1 / 5 / 10
    • Marvell 88SE9172
      • 2x SATA 6Gb/s (nahe der Southbridge)
      • unterstützt Raid 0 / 1
    • Marvell 88SE9172
      • 1x SATA 6 Gb/s (nahe dem I/O-Panel)
      • 1x eSATA
      • unterstützt kein Raid
    IDE
    • kein IDE-Anschluss
    IEEE 1394
    • kein FireWire
    Bluetooth
    • Atheros AR3011
    Netzwerkadapter
    • 2x Marvell 88E8059
    • über PCIe angebunden
    • unterstützen 10 / 100 / 1000 Mb/s
    • unterstützen Wake-On-LAN
    Audio
    • Realtek High Definition Audio ALC892
    Lüfteranschlüsse
    • CPU-Lüfter
      • 1 Anschluss
      • 4 Pin PWM
      • regelbar (auch mit 3 Pin-Anschluss)
    • Gehäuselüfter
      • 4 Anschlüsse
      • 3 Pin
      • zum Teil regelbar
    Interne I/O-Anschlüsse
    • 6x PCIe x16
    • 9x SATA 6 Gb/s
    • 2x USB 2.0 Pfostenstecker (für 4 Ports)
    • 1x USB 3.0 Pfostenstecker (für 2 Ports)
    • 1x Front Audio Pfostenstecker
    • 1x SPDIF out
    • 5x Lüfteranschluss
    Backpanel-Anschlüsse
    • 1x PS/2 Kombi-Anschluss Maus/Tastatur
    • 1x Audio (6 Anschlüsse)
    • 2x RJ-45 LAN
    • 8x USB 2.0
    • 2x USB 3.0
    • 1x eSATA 6 Gb/s
    • 1x S/PDIF out optisch
    • 1x S/PDIF out koaxial
    • 1x Bluetooth
    Formfaktor
    • ATX 305 x 244 mm
    RoHS*
    • RoHS-konform


    *RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
    [break=Layout]
    Werfen wir nun einen Blick auf den Aufbau unseres heutigen Testkandidaten.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    PURE Black lässt ein in dunklem schwarz daherkommendes Mainboard vermuten. Dies trifft jedoch nicht zu und SAPPHIRE verwendet rote und blaue Onboard-Komponenten. Beherrscht wird der Anblick der Platine vom recht wuchtig wirkenden Mosfetkühler im oberen Teil des Mainboards.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    In der oberen rechten Ecke des Mainboards befinden sich traditionell die Speichersteckplätze. Jedoch hatten wir es hier mit einem Novum zu tun. Denn: Wer auf dem PURE Black nur zwei Speicherriegel verwendet, der muss diese in die blauen Slots einsetzen. Es wird im Handbuch explizit darauf hingewiesen, da, sofern man nur die schwarzen Slots besetzt, das System nicht bootet. Zumindest nicht, wenn ein AMD-FX-Prozessor verwendet wird. Mit einer Thuban-CPU funktionierte diese Konstellation, mit einem AMD FX hingegen nicht. Halten wir fest: Wer einen FX benutzt, der muss entweder die blauen Steckplätze oder alle vier besetzen.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Besagter, wuchtiger Kühlkörper in der genaueren Ansicht. Zwischen Kühler und I/O-Blende befindet sich am oberen Mainboard-Rand der 12-Volt-ATX-Steckplatz (8-polig) und etwas weiter darunter ein zusätzlicher SATA-Port. Dieser ist ungewöhnlich positioniert, was hingegen der Tatsache geschuldet ist, dass über den gleichen Controller (ein Marvell 88SE9172) der eSATA-Port am I/O-Bereich bereitgestellt wird. So sind die Signalwege vom Controller zu beiden Ports ähnlich gestaltet und SAPPHIRE muss beim Platinendesign keine großen Kompromisse eingehen. Gleichzeitig kann die Position beim Verlegen von Kabeln in großen bzw. besonders aufgebauten Gehäusen helfen.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Die ATX-Spezifikation erlaubt bis zu sieben Erweiterungssteckplätze für Zusatzkarten. SAPPHIRE verwendet davon nur derer sechs, führt diese hingegen allesamt als physische x16-PCIe-Steckplätze aus. Elektrisch werden diese Steckplätze hingegen unterschiedlich beschaltet, da vom Chipsatz nicht ausreichend PCIe-Lanes zur Verfügung gestellt werden können, um alle Slots als x16 zu betreiben. Von oben nach unten handelt es sich um mit x16, x4, x16, x8, x8 und x4 beschaltete Steckplätze. Damit sind CrossFire-Systeme mit x16/x16 oder x16/x8/x8 möglich.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Auf der Rückseite der Platine erhalten wir eine optische Bestätigung der mit 16 Lanes beschalteten Slots.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Im unteren rechten Teil des Mainboards befindet sich die Southbridge SB950. Deren flacher Kühlkörper führt zu keinerlei Kompatibilitätsproblemen. Umgeben ist er von einem Lautsprecher, Pfostenstecker für zusätzliche USB-2.0-Ports, einer sieben-Segment-Anzeige für Diagnose-Zwecke sowie den seitlich abgewinkelten SATA-Ports.
    [break=Layout - Fortsetzung]
    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Unter den PCIe-Erweiterungssteckplätzen befindet sich ein zusätzlicher Molex-Anschluss, welcher bei Verwendung eines Multi-GPU-Setups bestückt sein sollte. Dadurch, dass er nach unten gerichtet ist, könnte es bei Verwendung jedoch in vielen Gehäusen zu Platzproblemen kommen. Gleichzeitig finden wir an dieser Stelle einen Power-Button, einen Resetknopf, einen Knopf für das Zurücksetzen des BIOS sowie einen kleinen Schiebeschalter, der uns die Wahl des BIOS-Bausteins ermöglicht. SAPPHIRE verbaut nämlich zwei BIOS-Chips, die unabhängig voneinander benutzt werden können.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Noch ein genauerer Blick auf die rechte untere Mainboard-Ecke. Rechts neben der Diagnose-Anzeige befinden sich die farblich unterschiedlich gekennzeichneten, sowie auf dem PCB beschrifteten Anschlüsse für das Frontpanel. Außerdem ist hier ein weiterer Lüfteranschluss platziert. An der linken unteren Ecke des Southbridge-Kühlers ist zudem einer der beiden, gesockelten BIOS-Chips zu erkennen.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Die gewinkelten SATA-Ports sind allesamt so ausgeführt, dass Kabel mit Halteklammern eingesetzt werden können. Die sechs linken Ports werden von der SB950 bereitgestellt, die rechten beiden Ports stammen vom Marvell 88SE9172-Zusatzchip. Rechts daneben befinden sich seitlich gewinkelte Pfostenstecker für zwei weitere USB-3.0-Ports, welche über einen ASMedia-ASM1042-Controller bereitgestellt werden.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Noch ein Blick auf den wuchtig wirkenden Mosfetkühler. Trotz seiner Größe konnten wir keine Probleme bei der Verwendung unseres Noctua NH-C14 (ausgestattet mit einem Lüfter) feststellen.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Hier sehen wir noch einmal den 12-Volt-ATX-Anschluss, den zusätzlichen SATA-Port sowie zwei der verbauten Marvell-Chips. Rechts der Marvell 88SE9172 für SATA/eSATA, links einer der beiden Marvell 88SE8059 für die Gigabit-Anschlüsse. Am linken Bildrand ist außerdem noch einer der insgesamt fünf Lüfteranschlüsse zu sehen.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Weitere Zusatzchips: Links ist Realteks ALC892 für die Audio-Ausgabe zu sehen, in der Mitte ein ASMedia ASM1042 für die USB-3.0-Funktionalität und rechts der zweite Marvell 88SE8059 für Ethernet.

    Bild zum Layout SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Neben insgesamt 10 USB-Ports (2x 3.0 in hellblau, 8x 2.0 in schwarz und rot) befinden sich die sechs Audio-Anschlüsse, zwei Ethernet-Ports, ein eSATA-Steckplatz, ein kombinierter PS/2-Maus-/Tastaturanschluss, ein Bluetooth-Dongle sowie zwei SPDIF-Ausgänge (1x optisch, 1x koaxial) am I/O-Panel.
    [break=BIOS]
    Nach dem Zusammenbau des Systems statten wir dem BIOS einen Besuch ab. Der Eingangsbildschirm des BIOS präsentiert uns die Erkenntnis, dass SAPPHIRE auch auf die grafische Benutzeroberfläche UEFI setzt. UEFI ist dabei, sich auf breiter Fläche durchzusetzen. Sowohl Platinen für Intels Sockel 1155 als auch Platinen für AMDs Sockel AM3+ nutzen überwiegend diese Art des BIOS. Dabei ist UEFI nicht nur eine simple, grafische Benutzeroberfläche. Vielmehr bietet UEFI Möglichkeiten, die in Zukunft auch negative Auswirkungen auf die "Freiheit" des User haben könnte, indem Open-Source-Betriebssysteme ausgesperrt bleiben könnten.

    Wer sich näher mit der Thematik beschäftigen möchte, der kann dies in einem entsprechenden Thread in unserem Forum samt dort verlinkten Newsmeldungen tun.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Im Eingangsbildschirm werden wir von Informationen über den verbauten Arbeitsspeicher sowie die eingesetzte BIOS-Version empfangen. Im unteren Teil des Bildes werden, über alle Menübildschirme übergreifend, Informationen zu den aktuellen Einstellungen gegeben. Mit welchen Taktraten läuft das System aktuell, wie sehen die wichtigsten Spannungswerte aus und wie warm sind die Komponenten. Ein unter Umständen nützliches Gimmick.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Im "Performance"-Menü existieren drei weitere Untermenüs. In einem davon, in "Frequency Configuration", werden die Taktraten des Prozessors eingestellt. Dabei steht der Referenztakt zur Verfügung (200 bis 400 MHz), der Prozessor-Multiplikator, die Frequenz der integrierten Northbridge sowie der HT-Link.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Im zweiten Untermenü, "Memory Configuration", werden alle Einstellungen rund um die verbauten Speicherriegel zur Verfügung gestellt. Sowohl der Speichertakt (maximal DDR3-1866) als auch alle relevanten Timings können verändert werden. Gleichzeitig können hier die im Speicher hinterlegten XMP-Profile (Extreme Memory Profile) geladen und genutzt werden.

    Die Speichertimings haben uns auf dem PURE Black leider vor ein Problem gestellt. Denn während bei Bestückung mit nur zwei Speicherriegeln alle Werte problemlos eingestellt werden konnten, so verweigerte das System den Betrieb, wenn wir mit Vollbestückung eine niedrigere als die im JEDEC-SPD hinterlegte CAS Latency von 11 einstellen wollten. Während 9-10-9 bei 2x 4 GByte funktionierten, lief mit 4x 4 GByte maximal 11-10-9 - andere Werte waren nicht möglich.

    Wir haben aufgrund dieses Sachverhaltes Rücksprache mit SAPPHIRE genommen und unsere Erkenntnisse geschildert. Man schaut sich die Situation näher an, bisher gibt es aber noch keine Lösung. Da wir zum Test auch Speicherriegel von Corsair eingesetzt haben und die Situation ebenfalls so ausfiel, steht die Frage im Raum, ob es sich hierbei um ein Serienproblem oder um ein Problem mit unserem Sample handelt. Hier müssen wir schlichtweg abwarten, ob und was die Ingenieure von SAPPHIRE herausfinden.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Geht man noch eine Menüebene tiefer, so erhalten wir alle Einstellungen rund um die Signalstärken des Speichers bzw. des Speichercontrollers. Übertakter werden dieses Menü zu schätzen wissen.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Das letzte Untermenü unter dem Reiter "Performance" hört auf den Namen "Voltage Configuration". Es ist, wie der Name bereits vermuten lässt, die Anlaufstelle rund um die Spannungen des Systems. Dabei stehen mitunter üppige Bandbreiten an Settings zur Verfügung. So kann beispielsweise die Prozessorspannung um bis zu 0,7 Volt angehoben werden, die Spannung der integrierten Northbridge um 0,5 Volt, die Speicherspannung bis auf 2,76 Volt und die Spannung der Chipsatz-Northbridge auf bis zu 1,5 Volt. An unserer Wortwahl lässt sich erkennen, dass unserer Ansicht nach wichtige Optionen fehlen: Werte zur Verringerung der Spannungen. Weder beim Prozessor noch bei der integrierten Northbridge sind Werte unterhalb der Standardspannung möglich, was Optimierungen der Leistungsaufnahme erschwert. Wie es richtig geht zeigt die Einstellung zur Speicherspannung. Denn diese beginnt bereits bei 1,20 Volt.

    Auch dieses Feedback haben wir an SAPPHIRE geleitet und hoffen, dass mit künftigen BIOS-Versionen Verbesserungen implementiert werden.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Im "Advanced"-Tab des BIOS werden einige weitere Untermenüs zur Verfügung gestellt.
    [break=BIOS - Fortsetzung]
    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    In den "ACPI Settings" gibt es nur wenige Optionen. Diese steuern die Art des Standby (S1 oder S3) sowie den Ruhezustand. Offensichtlich kann dieser auch im BIOS deaktiviert werden, was man im Normalfall über das Windows-Betriebssystem macht.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Einer der wichtigsten Unterpunkte ist das Menü "CPU Configuration". Hier werden die Stromspareinstellungen aktiviert bzw. deaktiviert, der Turbo-Modus wird ein- oder abgeschaltet und auch die Virtualisierung kann hier deaktiviert werden.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Unter "Onboard Device control" lassen sich die Onboardgeräte konfigurieren.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Unter "PC Health Status" finden wir einen ausführlichen Überblick über die Temperaturen, die Lüfterdrehzahlen und die Spannungen des Systems. Hier gibt es, bis auf ein den Aufruf eines weiteren Untermenüs, keine Einflussmöglichkeiten.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Besagtes Untermenü hält die Einstellungen für die Lüftersteuerung für uns bereit. Lobenswert ist die Steuerung des Prozessorlüfters, die zwischen der "normalen" Steuerung für Lüfter mit 3-Pin-Anschluss und der PWM-Steuerung umgeschaltet werden kann. Diese Einstellungen funktionieren tadellos.

    Des Weiteren können noch zwei der insgesamt vier weiteren Lüfteranschlüsse gesteuert werden. Da diese allesamt nur mit 3-Pin-Anschluss ausgestattet sind, erübrigt sich eine Option zur Umschaltung. Gleichzeitig heißt dies aber auch, dass zwei Lüfteranschlüsse am Mainboard nicht regelbar sind. Schade.

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Die Betriebsart der SATA-Ports der SB950 bekommt ein eigens Untermenü spendiert. Gewählt werden kann zwischen IDE, AHCI und Raid (oder der kompletten Abschaltung).

    Bild zum BIOS SAPPHIRE PURE Black 990FX


    SAPPHIRE integriert ein BIOS-Flashtool im BIOS, mit dessen Hilfe es problemlos möglich ist, ein auf einem Laufwerk befindliches BIOS-File zu flashen. Wir nutzten dieses Tool insgesamt drei Mal und es traten keinerlei Probleme auf.
    [break=Das Testsystem: Hardware]
    • Prozessor: AMD FX-8150
    • Kühler: Noctua NH-C14 (bestückt mit dem oberen Lüfter)
    • Mainboard (Referenz): ASUS Crosshair V Formula (BIOS 1102)
    • Arbeitsspeicher: 4x 4 GByte G.Skill RipjawsZ DR3-1866 (11-11-11-28 2T für die Benchmarks, sonst 9-10-9-28 2T)
    • Grafikkarte: ASUS Radeon HD 6970
    • Netzteil: Seasonic S12-650
    • Festplatten:
      • Seagate ST3250410AS (SATA, 7.200/min, Betriebssystem)
      • Maxtor 6E040L0 (IDE, 7.200/min)
      • 2x Maxtor 4D080H4 (IDE, 5.400/min, Raid0 am STLab-PCI-Raidcontroller)
      • Hitachi P7K500 (SATA, 7.200/min, per USB bzw. eSATA angeschlossen)
    • Gehäuse: DIMASTECH Bench-Table
    • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000
    Planet 3DNow! testet mit Hardware von getgoods.de

    Kühler Mainboard-Testsystem


    CPU Mainboard-Testsystem


    RAM Mainboard-Testsystem


    Grafikkarte Mainboard-Testsystem


    Die von uns verwendeten Festplatten genügen eigentlich nicht unseren Ansprüchen - eigentlich. Im Zeitalter von SATA 6 Gb/s und USB 3.0 müssten wir eigentlich deutlich flottere Massenspeicher einsetzen, als wir dies aktuell tun. Wir haben uns allerdings bewusst gegen den Einsatz von schnelleren Lösungen entschieden.

    Für den Test der Transferraten eines SATA-6-Gb/s-Anschlusses könnte man eine SSD einsetzen. Jedoch würde man selbst mit der aktuell schnellsten, SandForce-basierten SSD, nicht an das Limit eines entsprechendes Ports stoßen. Hinzu kommt, dass eine SSD je nach Nutzungsgrad und -weise absolut keinen reproduzierbaren Performance-Zustand aufweist. Differenzen zwischen zwei Mainboard-Exemplaren könnten im schlimmsten Fall ausschließlich der SSD anzulasten sein, was Vergleiche ad absurdum führen würde. Bliebe eine herkömmliche Magnetplatte mit SATA-6-Gb/s-Anschluss. Interne Tests haben jedoch ergeben, dass die Burst-Rate - wenn überhaupt - je nach Exemplar kaum über 300 MByte/s liegt, was ebenfalls keinerlei Auslastung des Ports darstellt. Daher bleiben wir bei unserer althergebrachten Magnetplatte. Den Zweck, verschiedene Mainboard-Schnittstellen unter gleichen Bedingungen untereinander zu vergleichen, ist damit erfüllt.

    Externe USB-3.0-Festplatten sind zwar keine Seltenheit mehr, dennoch stellen sie noch lange nicht den Standard dar. Gleichzeitig stehen wir auch bei diesem Anschluss vor einem ähnlichen Problem wie beim SATA-III-Port: Die Schnittstelle kann nicht ausgelastet werden. Daher verweilen wir bei unserer externen USB-2.0-Festplatte, da auch hier der Vergleich der Mainboards untereinander zählt - nicht die Auslastung einer Schnittstelle.

    Wir werden den Markt der zur Verfügung stehenden Storage-Lösungen weiter beobachten und bei Eintreten einer praktikablen Alternative zur bisherigen Herangehensweise reagieren. Bis dahin verwenden wir die mittlerweile angestaubten, aber genauso zuverlässigen Festplatten wie bisher.
    [break=Das Testsystem: Software / Einstellungen]
    Auf der Software-Seite sieht das System so aus:

    verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
    Windows 7 Ultimate
    64 Bit, Service Pack 1
    DirectX
    11
    Grafikkartentreiber
    Catalyst 12.1 Preview
    Prime95
    26.6, 64 Bit
    HDTune
    Pro 5.00 (Trial)
    AIDA64
    2.00.1770 Beta
    WinRAR
    4.01, 64 Bit
    XMPEG
    5.03, Build 5.0.8.84
    XViD
    1.3.1
    Avidemux
    2.5.6 64 Bit
    POV-Ray
    3.7, RC3 (64 Bit)
    Cinebench
    R11.5, 64 Bit
    Crysis
    Demo
    Crysis Benchmark Tool
    1.0.0.5
    Far Cry 2
    V 1.00
    Far Cry 2 Benchmark-Tool
    1.0.0.1
    3DMark 11
    Advanced, Build 1.0.1, ohne Feature Tests
    PCMark 7
    Advanced, Build 1.0.4
    LinX
    v0.6.4.0
    Windows Media Player
    12.0.7601.17514


    Unser Test-Parcours soll einen guten Querschnitt durch den Alltagsbetrieb eines PCs bilden. 32 Bit- und 64 Bit-Anwendungen sind vertreten, ältere Software wechselt sich mit neuerer ab, Video-Encoding und Rendering sind vertreten und selbst synthetische Benchmarks spielen eine Rolle. Das alles sind Anwendungen, die im Alltag auftreten können und zeigen so einen guten Querschnitt durch das Anforderungsprofil eines heutigen PCs.

    Die aktuellen Treiber für das Mainboard sowie dessen Onboard-Komponenten haben wir direkt bei SAPPHIRE heruntergeladen. Es kamen diese Treiber-Versionen zum Einsatz:

    Treiber-Versionen SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Einstellungen

    Seit der Einführung der Turbo-CORE-2.0-Technologie bei den neuen FX-Prozessoren lässt sich verallgemeinernd sagen, dass Turbo nicht gleich Turbo ist. Denn je nach Einstellungen kann der Turbo-CORE-Modus zwar aktiv sein, aber nicht ideal arbeiten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn zwar Turbo CORE aktiviert ist, die C6-States hingegen deaktiviert bleiben. Dann zündet maximal die erste Turbo-Stufe, bei der alle Kerne gleichmäßig übertaktet werden, sofern der TDP-Spielraum ausreicht. Im Falle unseres FX-8150 wären dies 3,9 GHz, die volle Taktrate von 4,2 GHz würde dann nicht zum Einsatz kommen. Wir nutzen für unsere Benchmarks daher folgende Einstellungen:
    • Profil "Turbo CORE deaktiviert"
      • Cool'n'Quiet: deaktiviert
      • C1E: deaktiviert
      • C6-State: deaktiviert
      • Turbo CORE: deaktiviert
      • HPC Mode: deaktiviert
      • APM (sofern vorhanden): deaktiviert
    • Profil "Turbo CORE aktiviert"
      • Cool'n'Quiet: aktiviert
      • C1E: deaktiviert
      • C6-State: aktiviert
      • Turbo CORE: aktiviert
      • HPC Mode: deaktiviert
      • APM (sofern vorhanden): aktiviert

    Bei unseren Benchmark-Vergleichen ohne Turbo CORE nutzen wir somit die Standard-Taktrate unseres AMD FX-8150 von 3,6 GHz. In einer weiteren Benchmark-Reihe aktivieren wir den Turbo-Modus mit den oben verzeichneten BIOS-Einstellungen und können somit sicher sein, dass alle Turbo-Stufen greifen und das System mit den idealen Einstellungen läuft. C1E deaktivieren wir bei beiden Benchmark-Reihen, da es zwar in Sachen Leistungsaufnahme Verbesserungen bringen kann, gleichzeitig aber zu negativen Einflüssen auf die Performance führen kann. Zudem ist C1E für die korrekte Turbo-Funktion nicht notwendig.

    Messungen zur Leistungsaufnahme

    Die Leistungsaufnahme messen wir für das Gesamtsystem, jedoch ohne Monitor. Gleichzeitig befinden sich keine der zusätzlichen IDE-/USB- bzw. SATA-Festplatten im System, auch der PCI-Raid-Controller wird für diese Messungen nicht verwendet. Es werden ausschließlich die Grundkomponenten verwendet: Mainboard, CPU, RAM, Grafikkarte, DVD-Laufwerk, SATA-Festplatte mit Betriebssystem.
    [break=Stabilitätstests]
    Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests. Zum Einsatz kommt dabei unsere Konfiguration inklusive Turbo CORE, sodass selbst Taktschwankungen der CPU auftreten können und eine zusätzliche Stabilitäts-Hürde darstellen.

    StabilitätstestVersion/Bemerkungen
    LinX v0.6.4.0Linpack, ca. 9 Stunden über Nacht
    3DMark 11Benchmark, ca. 9 Stunden im Loop (1600x1200, 2x AA)
    großes Archiv von SATA zu IDE3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von SATA zu PCI-Raid3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von SATA zu USB3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von SATA zu eSATA3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung


    Um die korrekte Arbeitsweise der Schnittstellen zu testen, verschieben wir ein auf unserem SATA-Laufwerk vorhandenes, etwa 4,5 GByte großes RAR-Archiv jeweils auf ein weiteres Laufwerk. Dabei wird jede Schnittstelle (USB, eSATA, PCI, IDE), sofern sie beim Testprobanden vorhanden ist, insgesamt drei Mal mit dem Archiv bedacht. Es wird verschoben und landet anschließend wieder am ursprünglichen Speicherort. Nachdem dieser Vorgang drei Mal wiederholt wurde, wird mittels WinRAR eine CRC-Prüfung des Archivs vorgenommen. Treten keine Fehler auf, so wird die nächste Schnittstelle angesteuert.

    Nachdem LinX und 3DMark 11 gestartet wurden, werden zunächst die Einstellungen für den 3DMark vorgenommen. Dieser läuft mit einer Auflösung von 1600x1200 und zweifacher Kantenglättung im Fenster-Modus, sodass wir eine nahezu volle Auslastung der Grafikkarte erreichen. GPU-Z attestiert uns bis zu 99 Prozent GPU-Last, was unseren Ansprüchen genügt. Der Benchmark läuft solange in einer Endlosschleife, bis wir ihn nach einer Nacht - also rund acht bis neun Stunden - abbrechen.

    Während dieser Zeit läuft auch LinX und lastet sowohl CPU als auch RAM fast komplett aus. Dazu wird nach dem Start des Programms die höchste Ressourcen-Einstellung vorgenommen ("All") und 15 Durchläufe eingestellt. Da ein Durchlauf etwa 35 Minuten dauert, beläuft sich die Gesamtzeit auf etwas über neun Stunden - genau richtig.

    Während der Tests beläuft sich die Leistungsaufnahme auf Werte zwischen etwa 390 und 420 Watt - je nach Testzustand. Diese Werte beziehen sich ausschließlich auf das Mainboard, die CPU, 16 GByte RAM und die SATA-Festplatte, auf der das Betriebssystem installiert ist. Andere Komponenten werden in dieser Zeit nicht genutzt, auch die Leistungsaufnahme des Monitors wird nicht gemessen. Daran kann man erkennen, wie hart der Proband arbeiten muss, um die Tortour fehlerfrei zu überstehen.

    Stabilität bei unseren Testkandidaten

    Mangels PCI-Slot und IDE-Port konnten wir diese Stabilitätstests natürlich nicht durchführen. Alle anderen Schnittstellen arbeiten einwandfrei und alle Stabilitätstests wurden problemlos bestanden. Hier haben wir nichts zu beanstanden, Daumen hoch!
    [break=Cool'n'Quiet / Turbo CORE]
    Nicht nur die korrekte Funktionsweise von Cool'n'Quiet ist wichtig, auch die verschiedenen Turbo-Modi müssen für eine optimale CPU-Performance funktionieren. Werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Taktstufen unseres FX-8150.

    SAPPHIRE PURE Black 990FX - Idle ohne Turbo / ohne Cool'n'Quiet


    SAPPHIRE hält sich nahezu genau an die Vorgabe von 200 MHz Referenztakt. Ohne Cool'n'Quiet liegt die Betriebsspannung leicht unter der Standard-Einstellung von 1,275 Volt.

    SAPPHIRE PURE Black 990FX - Idle ohne Turbo / mit Cool'n'Quiet


    Mit aktiviertem Cool'n'Quiet verringert sich sowohl die Taktrate als auch die Betriebsspannung so, wie es sein soll. 1,4 GHz bei 0,85 Volt stehen zu Buche.

    SAPPHIRE PURE Black 990FX - Idle mit Turbo / ohne Cool'n'Quiet


    Aktiviert man den Turbo-CORE-Modus und schaltet gleichzeitig Cool'n'Quiet ab, so beläuft sich die Taktrate im Idle-Betrieb auf 3,9 GHz. Die Betriebsspannung muss hierfür jedoch erhöht werden (automatisch vom BIOS), was sich negativ auf die Leistungsaufnahme auswirkt.

    SAPPHIRE PURE Black 990FX - Idle mit Turbo / ohne Cool'n'Quiet


    Werden zusätzlich noch die C6-States aktiviert, so taktet sich der Prozessor bei leichtem Arbeitsaufkommen korrekt auf 4,2 GHz nach oben. Abermals geht dies mit der Erhöhung der Betriebsspannung einher.

    Auf dem SAPPHIRE PURE Black 990FX funktionieren die verschiedenen Takteinstellungen unseres Prozessors tadellos, womit wir einen weiteren Punkt auf unserer Testliste abhaken können.
    [break=Onboard Sound Signal]
    Zu einem ausführlichen Mainboard-Review gehört selbstverständlich auch die Überprüfung der Signalqualität des Onboard-Sounds.

    Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog-Wandler zum Einsatz und auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

    RightMark Audio Analyzer


    Wir überprüfen unsere Testsamples mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

    TestASUS Crosshair V Formula (ALC889, Referenz)SAPPHIRE PURE Black 990FX (ALC892)
    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.06, -0.17+0.07, -0.13
    Noise level, dB (A):-92.7-87.0
    Dynamic range, dB (A):92.887.0
    THD, %:0.1300.130
    IMD + Noise, %:0.2550.256
    Stereo crosstalk, dB:-89.9-85.8


    Frequency response

    RightMark Audio Analyzer - Frequency response

    Noise level

    RightMark Audio Analyzer - Noise level

    Dynamic range

    RightMark Audio Analyzer - Dynamic range

    Intermodulation distortion

    RightMark Audio Analyzer - Intermodulation distortion

    Stereo crosstalk

    RightMark Audio Analyzer - Stereo crosstalk


    Die Bewertungen im Einzelnen:

    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.07, -0.13Very good
    Noise level, dB (A):-87.0Good
    Dynamic range, dB (A):87.0Good
    THD, %:0.130Average
    THD + Noise, dB (A):-52.7Poor
    IMD + Noise, %:0.256Average
    Stereo crosstalk, dB:-85.8Excellent
    IMD at 10 kHz, %:0.323Average
    General performance:-Good


    Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.

    Insgesamt steht beim heutigen Kandidaten die Testnote "Gut" zu Buche. Allerdings driften die Einzelergebnisse nach unserem Geschmack etwas weit auseinander. Zwischen "Poor" und "Excellent" ist alles vertreten, was auf eine nicht ganz konsequente Umsetzung des Onboard-Sounds schließen lässt. Aber vielleicht eröffnet dies gleichzeitig auch noch Verbesserungspotenzial bei künftigen BIOS- bzw. Treiber-Updates.
    [break=HDTune SATA, USB]
    Für die Messung der Schnittstellenperformance nutzen wir das Tool HDTune. Es lässt eine sehr detaillierte Sicht der Dinge zu, wobei wir uns auf die Kernaspekte der linearen Transferrate, der Burst-Rate sowie der Prozessorlast konzentrieren.

    HDTune


    SATA-Performance


    HDTune: SATA linear


    Beide von uns getesteten Platinen arbeiten ohne Turbo-Modus etwas besser als mit Turbo. Allerdings verliert das PURE Black 990FX etwas mehr Performance, wenn Turbo CORE aktiviert wird, als das Crosshair V von ASUS.

    HDTune: SATA Burst


    Bei der Burst-Rate muss man stark differenzieren. Während die Ports der SB950 auf dem Crosshair V ohne Turbo besser dastehen als auf dem PURE Black, so fällt der Vergleich mit Turbo zugunsten des SAPPHIRE-Boards aus. Bei den Zusatzcontrollern macht das Crosshair V das Rennen, ob mit Turbo oder ohne. Dabei fällt der relativ deutliche Rückstand des Marvell-Controllers auf dem PURE Black auf.

    HDTune: SATA Prozessorlast


    In Sachen Prozessorlast kann das SAPPHIRE PURE Black nur ohne Turbo glänzen. Mit aktiviertem Turbo-Modus bleiben nur die letzten beiden Plätze im Diagramm, wobei einmal mehr der Marvell-Controller das deutliche Nachsehen hat.

    USB-Performance


    HDTune: USB linear


    Wenig Unterschiede gibt es bei den USB-Schnittstellen zu vermelden. Da beide Mainboards auf ASMedia-ASM1042-Controller setzen, ist ein ziemlich guter Vergleich möglich - mit dem Ergebnis, dass sich die einzelnen Lösungen untereinander kaum etwas schenken. Nur die USB-Ports der SB950 geraten etwas ins Hintertreffen, wenn der Turbo-Modus ins Spiel kommt.

    HDTune: USB Burst


    Ein nahezu identisches Bild sehen wir auch bei der USB-Burst-Rate.

    HDTune: USB Prozessorlast


    Größere Unterschiede treten erst bei der Prozessorlast auf. Hier haben die Ports der SB950 auf beiden Boards das Nachsehen gegenüber den Zusatz-Chips. Und unter den vergleichbaren Konstellationen hat meistens das PURE Black einen leichten Nachteil.
    [break=HDTune eSATA, netio]
    eSATA-Performance


    HDTune: eSATA linear


    Wie sie sehen, sehen sie nichts. Zumindest keinen Unterschied in Sachen durchschnittlicher Transferrate. Hier scheint eindeutig das verwendete externe Festplattengehäuse zu limitieren.

    HDTune: eSATA Burst


    Bei der Burst-Rate treten hingegen nennenswerte Differenzen auf. Interessant ist vor allem der relativ deutliche Performanceverlust bei aktiviertem Turbo-Modus. Insgesamt aber auch hier leichte Vorteile für das Crosshair V von ASUS.

    HDTune: eSATA Prozessorlast


    Einmal mehr muss der Marvell-Controller auf dem PURE Black 990FX Federn lassen, wenn es um die Prozessorlast geht. Mit aktiviertem Turbo-Modus (und damit auch Cool'n'Quiet) steht auch hier ein sehr deutlicher Rückstand zu Buche, ohne Turbo-Modus fällt der Unterschied hingegen recht moderat aus.



    Mit netio lässt sich die Bandbreite auf Basis des TCP/IP-Protokolls überprüfen. Das Ergebnis wird dabei in KByte sowohl für das Senden als auch das Empfangen ausgegeben und lässt somit eine detailliertere Auswertung zu.

    netio


    Ein Gigabit-LAN-Anschluss kann per Definition maximal 125.000 KByte/s senden bzw. empfangen.

    Netzwerkbandbreite Windows - Tx


    Netzwerkbandbreite Windows - Rx


    Sowohl beim Senden (Tx) als auch beim Empfangen (Rx) treten kaum Unterschiede der Netzwerkchips auf.



    Für die Messung der Prozessorlast verwenden wir die Windows Leistungsanzeige. Der netio-Benchmark wird dafür mit allen vorgefertigten Paketgrößen durchgeführt (1k, 2k, 4k, 8k, 16k, 32k), was etwa eine Minute dauert. Während dieser Zeit messen wir die durchschnittliche Prozessorauslastung.

    Prozessorlast Netzwerkverkehr Windows


    Anders sieht das Bild bei der CPU-Last aus. Ohne Turbo hat das Crosshair V die Nase vorn (oder vielmehr die Intel-Netzwerklösung), mit Turbo und Cool'n'Quiet hingegen liegen die Marvell-Chips des PURE Black vorn.
    [break=AIDA64 Memory Benchmark, WinRAR]
    AIDA64 ist der Nachfolger vom Tool "Everest", welches viele kennen werden. Auch wir haben für unsere Artikel auf die Benchmark-Suite zurückgegriffen, weshalb wir keine Sekunde gezögert haben, mit dem Thronfolger AIDA64 weiter zu arbeiten. Für unsere Mainboard-Tests nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 2.00.1770 Beta zum Einsatz.

    An dieser Stelle möchten wir uns noch beim Programmierer von AIDA64 bedanken. Für die verschiedenen Testsysteme in der Redaktion, die für allerlei Hardware-Artikel herhalten müssen, hat man uns eine umfangreiche Extreme-Engineer-Lizenz zur Verfügung gestellt, mit der wir vollumfänglichen Zugriff auf die integrierten Benchmark-Suiten und Diagnose-Funktionen haben. So geht keine Information verloren. Danke dafür!

    AIDA64


    Speicherdurchsatz: Lesen


    Beim Lese-Durchsatz gibt es keine großen Unterschied. Alles spielt sich innerhalb weniger Megabyte ab.

    Speicherdurchsatz: Schreiben


    Dagegen sehen wir beim Schreib-Durchsatz einen unerwartet "großen" Unterschied ohne Turbo-Modus. Mit aktivierter Taktsteigerung liegen beide Mainboards de facto aber wieder gleichauf.

    Speicherdurchsatz: Kopieren


    Die Ergebnisse des Copy-Tests sind ebenfalls interessant. Während das Crosshair V über 600 Megabyte zulegt, wenn der Turbo-Modus aktiviert wird, so legt das SAPPHIRE PURE Black 990FX nur etwa 200 Megabyte zu. Das führt dazu, dass sich beide Werte unseres heutigen Probanden dem Crosshair V geschlagen geben müssen.

    Speicherlatenz


    Die Speicherlatenz zeigt wieder ein relativ eng gestaffeltes Feld. Ohne Turbo hat das PURE Black die Nase vorn, mit Turbo gewinnt das Crosshair V.



    Bei WinRAR wird immer auf gleichem Weg getestet: Es wird ein ca. 4,5 Gigabyte großes RAR-Archiv mit gemischtem Inhalt geöffnet und anschließend der integrierte Benchmark laufen gelassen.

    WinRAR"


    WinRAR


    WinRAR liegt dem Crosshair V besser - egal ob mit Taktsteigerung oder ohne.
    [break=XMPEG, Avidemux, H.264]
    Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere wiederum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.

    Wir haben mit der Wahl von XMPEG in Verbindung mit dem XViD-Codec sowie Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec versucht, diesen Querschnitt abzubilden. Während XMPEG mit dem aktuellen XViD-Codec kaum mehr als einen Prozessorkern beansprucht, nutzt Avidemux dank H.264-Codec jede zur Verfügung stehende Ressource. In beiden Fällen wandeln wir je ein Referenz-Video um und messen dabei die benötigte Zeit.

    XMPEG


    XMPEG + XViD


    Beide Platinen legen im XMPEG-Test deutlich zu, wenn der Turbo gezündet wird. Das PURE Black 990FX profitiert sogar noch etwas stärker, sodass es den Rückstand auf nur etwas über eine Sekunde verringern kann.



    Avidemux


    Avidemux + H.264


    Abermals bekommen wir ein dichtes Ergebnisfeld zu Gesicht. Insgesamt liegt dennoch das Crosshair V in Front.



    Da das Encodieren eines Videos einen Aspekt darstellt, das Abspielen eines Videos hingegen einen völlig anderen, spielen wir ein vorgefertigtes, mit H.264-Codec erstelltes Video im Windows Media Player ab und messen mittels der Windows Leistungsanzeige die auftretende Prozessorlast.

    Perfmon


    CPU-Last Wiedergabe H.264-Video


    Auch die Prozessorlast bei Wiedergabe eins H.264-Videos fällt klar zugunsten des ASUS Crosshair V Formula aus. Allerdings reden wir hier über maximal 0,8 Prozent Prozessorlast, was im Alltag überhaupt kein Problem darstellt.
    [break=POV-Ray, Cinebench]
    Auch der Punkt Rendering darf in unserem Parcours nicht fehlen. Für diesen Bereich nutzen wir 2 Programme, die unterschiedliche Anwendungsgebiete haben. Auf der einen Seite kommt POV-Ray zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die dafür benötigte Zeit.

    POV-Ray


    POV-Ray


    Wieder erleben wir ein dicht gedrängtes Ergebnisfeld, erneut mit hauchdünnem Vorteil für die ASUS-Platine.



    Auf der anderen Seite nutzen wir das bekannte Renderprogramm Cinebench in der Version R11.5. Cinebench basiert auf der Cinema 4D-Software von Maxon und liegt in einer 64 Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen.

    Cinebench


    Cinebench R11.5


    Obwohl Cinebench sehr ressourcenhungrig ist, lässt sich mit Aktivierung des Turbo-Modus noch ein wenig Performance gewinnen. Ein Zeichen dafür, dass der TDP-Spielraum trotz Belastung aller Kerne ausreicht, um für eine Taktsteigerung zu sorgen - auf beiden Platinen. Einmal mehr mit leichten Vorteilen für das Crosshair V.
    [break=Crysis, Far Cry 2]
    Crysis ist ein DirectX-10-Spiel, welches einen integrierten CPU-Benchmark in 64 Bit bietet. Wir lassen diesen Benchmark mit Hilfe des kostenlosen "Crysis Benchmark-Tools" hintereinander in den Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 sowie 1920x1200 jeweils mit dem Detail-Level "High" laufen.

    Crysis


    Crysis 1280x1024


    Crysis 1600x1200


    Crysis 1920x1200


    Oha. An dieser Stelle mussten wir uns die Augen mehrfach reiben. Das SAPPHIRE PURE Black überflügelt das Crosshair V mehr als deutlich. In 1920x1200 stehen mit aktiviertem Turbo-Modus satte 10 Prozent Differenz auf der Habenseite - wer hätte das gedacht. Das Crosshair V hat hier auflösungsübergreifend nicht den Hauch einer Chance.



    Far Cry 2 hat den Ruf, eine gute Ressourcenauslastung zu besitzen. Das Spiel profitiert von Mehrkernprozessoren, bietet eine detailreiche Grafik sowie einen integrierten Benchmark und ist somit ideal für einen Leistungsvergleich. Erneut kommen die Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 und 1920x1200 zum Einsatz.

    Far Cry 2


    Far Cry 2 1280x1024


    Far Cry 2 1600x1200


    Far Cry 2 1920x1200


    Anders sieht es wieder in Far Cry 2 aus. Hier gibt es nur sehr geringe Unterschiede zwischen beiden Platinen, wobei sich das SAPPHIRE-Board meist äußerst knapp geschlagen geben muss.
    [break=3DMark 11, PCMark 7]
    Zum Abschluss unseres Benchmark-Parcours statten wir Futuremark noch einen Besuch ab. Obwohl die Benchmarks aus diesem Hause nicht ganz unumstritten sind (wir berichteten), gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten.

    Futuremark bietet mit 3DMark 11 bzw. PCMark 7 zwei Programme an, die ausschließlich unter Windows 7 laufen. PCMark liegt zudem in einer 64 Bit-Version vor, welche wir nutzen. 3DMark 11 lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen (High- bzw. Extreme-Preset sind aufgrund der GPU-Limitierung nicht sinnvoll).

    3DMark 11 Performance


    3DMark 11 Performance Gesamt


    Auch hier muss sich die Platine von SAPPHIRE hauchzart dem Crosshair V geschlagen geben. Die Betonung liegt aber auf hauchzart.

    3DMark 11 Performance Physik/CPU


    Im Physik-Test steht ein messbar größerer Unterschied zu Buche. Aber auch hier gibt es keinen Grund zur Panik, denn im Alltag ist davon nichts zu spüren.



    Der PCMark bietet verschiedene Suiten, die unterschiedliche Bereiche des PCs testen. Wir nutzen neben dem Standard-Durchlauf noch zusätzlich die Computation- sowie die System-Storage-Suite und können somit ein detailliertes Ergebnis erzielen.

    Da während der Festplatten-Tests Daten auf die Festplatte geschrieben bzw. von der Festplatte gelesen werden, ist eine fragmentierte Partition tödlich für ein nachvollziehbares Resultat. Aus diesem Grund spendieren wir PCMark eine eigene 15 GByte große Partition, die bei jedem System vor der Installation von PCMark formatiert und nach der Installation defragmentiert wird. Verfälschende Einflüsse werden dadurch minimiert.

    PCMark 7


    PCMark 7 Gesamt


    Wie beim 3DMark11 sehen wir auch beim PCMark-Gesamtergebnis nur geringe Unterschiede. Einmal mehr mit leichtem Vorteil für das ASUS-Mainboard.

    PCMark 7 Computation-Suite


    Gleiches gilt für die Ergebnisse in der Computation-Suite.

    PCMark 7 System-Storage-Suite


    Wenngleich sich das ASUS Crosshair V Formula in der System-Storage-Suite gänzlich durchsetzt, so fallen die Differenzen einmal mehr äußerst gering aus.
    [break=Leistungsaufnahme]
    Wieviel Leistung benötigt der aktuelle PC? Die Antwort auf diese Frage darf natürlich nicht fehlen. Aus diesem Grund messen wir die Leistungsaufnahme in bestimmten Szenarien mittels des Voltcraft Energy Monitor 3000. Dabei messen wir die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems (aber ohne Monitor).

    Den ersten Wert ermitteln wir im 3DMark11. Dabei setzen wir die während eines Durchlaufs im Performance-Preset benötigte Energie ins Verhältnis zur Zeit und mitteln so die benötigte Leistungsaufnahme.

    Leistungsaufnahme 3DMark11, Performance-Preset


    Die Leistungsaufnahme liegt bei beiden Mainboards ziemlich hoch. Dennoch muss sich das PURE Black klar geschlagen geben.

    Leistungsaufnahme LinX 64 Bit


    Beim Crosshair V findet, sofern im BIOS das Advanced Power Management deaktiviert wird, keine Verringerung der Taktrate statt. Deshalb weist diese Platine ohne Turbo-Modus die höchste Leistungsaufnahme auf (da wir die Option für unsere Non-Turbo-Tests deaktivieren). Beim PURE Black hingegen fällt der Takt trotz Deaktivierung selbiger Option auf 3,3 GHz. Bei gleichen Bedingungen hingegen bedeutet das einmal mehr das Nachsehen für unseren heutigen Testkandidaten.

    Leistungsaufnahme Prime95 64 Bit


    Während der Belastung mittels Prime95 findet auf beiden Mainboards keine Taktverringerung statt. Hier zeigt sich erneut ein leichter Nachteil für unseren Probanden.

    Leistungsaufnahme während S3-Standby


    Verhältnismäßig hoch fällt der Verbrauch des PURE Black im Standby aus.

    Leistungsaufnahme abgeschaltet


    Viel besser sieht es dagegen in abgeschaltetem Zustand aus. Hier zeigt das PURE Black seine Zähne und gewinnt das Duell.

    Leistungsaufnahme ohne Cool'n'Quiet / C1E


    Die Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb fällt zugunsten des Crosshair V aus (zumindest ohne Turbo-Modus). Allerdings müssen wir hier anmerken, dass der Betrieb mit Turbo-Modus ohne Cool'n'Quiet zumindest mit dem von uns verwendeten BIOS auf dem Crosshair V nicht funktionierte. Obwohl CnQ deaktiviert wurde, taktete die CPU auf 1,4 GHz herunter, was das Ergebnisbild leider verzerrt.

    Leistungsaufnahme mit Cool'n'Quiet / C1E


    Auch mit aktivierten Stromspareinstellungen liegt das Crosshair V in Front, das PURE Black hat einen verhältnismäßig großen Rückstand zu verzeichnen.
    [break=Erkenntnisse]
    In der folgenden Übersicht haben wir einige interessante Aspekte zusammengefasst.

    AspektErgebnis
    KondensatorenSolid State
    spezifizierte Kondensatorentemperaturnicht erkennbar
    funktioniert S3ja
    funktioniert S1ja
    funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
    funktioniert Ruhezustandja
    Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F7)
    PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja (alle Slots)
    funktioniert Wake-On-LANja
    funktioniert AHCIja
    Default-Einstellung USB Legacy-SupportEnabled
    verwendeter TaktgeneratorICS9LPRS477CKL
    zum Test verwendete BIOS-Version1APEF021
    v. 29.11.2011
    Produktseitewww.SAPPHIRE.com
    Preisab ca. 159 Euro


    Overclocking

    Beim Übertakten ist für uns in erster Linie wichtig, wie hoch der Referenztakt angehoben werden kann. Denn darauf kommt es an, wenn ein Prozessor ohne freien Multiplikator eingesetzt wird, sodass der Referenztakt die einzige Möglichkeit zur Taktsteigerung ist. Zugegeben, bei AMDs FX verfügen bisher alle Modelle über einen freien Multiplikator, aber man weiß nie, was noch kommt.

    SAPPHIRE PURE Black 990FX: OC-Ergebnis


    Da es sich um das erste Ergebnis eines Mainboards handelt, bei dem wir den maximalen Referenztakt mittels eines AMD FX ausgelotet haben, können wir keine ordentliche Wertung zum Ergebnis von 250 MHz abgeben. Wir müssen jedoch anmerken, dass wir diese 250 MHz nur ein einziges Mal erreichen konnten. Dieser Wert war in der Folge nie mehr reproduzierbar.

    Bei 250 MHz entschieden wir uns erstmals, ins Windows zu booten und eine CPU-Z-Validation abzuspeichern. Anschließend starteten wir das System neu und steigerten die Taktrate auf 265 MHz. Auch dies bootete, was uns zu einem erneuten BIOS-Besuch animierte und 275 MHz gesetzt wurden. Dieser Vorgang scheiterte, weshalb wir das BIOS zurücksetzen mussten. Fortan konnten wir keine Taktrate über 235 MHz reproduzieren, von den anfangs bootenden 265 MHz ganz zu schweigen. Woran das gelegen hat entzieht sich unserer Kenntnis. Wir vermuten, dass wir eine Einstellung nicht so gesetzt haben, wie wir es beim ersten Versuch getan haben, letztendlich können wir aber nur spekulieren. Das PURE Black 990FX scheint also noch Potenzial zu haben, welches wir jedoch nicht entlocken konnten.

    DDR3-1866

    SAPPHIRE PURE Black 990FX: DDR3-1866


    DDR3-1866 stellt den höchsten einstellbaren Speichertakt dar. Die Einstellung funktioniert tadellos.

    IRQ

    Abschließend werfen wir noch einen Blick auf die IRQ-Verteilung in unserem Windows 7.

    SAPPHIRE PURE Black 990FX: IRQ-Belegung

    [break=Fazit]
    Titelbild  SAPPHIRE PURE Black 990FX


    Unser erstes Mainboard-Review unter Verwendung eines AMD-FX-Prozessors liegt nun hinter uns. Was bleibt ist ein sehr guter Eindruck des SAPPHIRE PURE Black 990FX, wenngleich die Platine des Herstellers nicht perfekt ist.

    Fangen wir mit dem BIOS des neuen Flaggschiffes von SAPPHIRE an. Die zur Verfügung stehenden Einstellungen funktionieren beinahe tadellos, was besonders bei einer neuen Prozessorgeneration selten der Fall ist. Bis auf ein Problem bei Speicher-Vollbestückung, bei dem die CAS Latency nicht verstellt werden kann (bei zwei Speicherriegeln hingegen schon), konnten wir keinerlei Fehlfunktionen feststellen - was sehr positiv ist und die gute Arbeit von SAPPHIRE unterstreicht. Kritik üben müssen wir nur insofern, als das uns Optionen zur Absenkung der Prozessor- und Northbridge-Spannung fehlen. Das passt nicht mehr zur heutigen Zeit, in der Energieeffizienz groß geschrieben wird.

    Die Performance unseres Probanden fällt durchweg gut aus. Zwar muss er sich meist knapp dem ASUS Crosshair V Formula geschlagen geben (und damit meinen wir sehr knapp), da das Crosshair V aber das für das Launch-Kit des AMD FX auserkorene Mainboard war, sehen wir das als keinen Nachteil an. Eine Ausnahme von den knappen Ergebnissen stellt unser Crysis-Benchmark dar. Hier fährt das PURE Black 990FX regelrecht Kreise um das ASUS-Flaggschiff und gewinnt mit etwa 10 Prozent Differenz.

    Die Wahl des Marvell 88SE9172 als Chip für zusätzliche SATA-Ports scheint in Sachen Performance nicht ganz gelungen zu sein. Mit aktiviertem Turbo-Modus wird er von der Konkurrenz abgehängt und bildet das Schlusslicht in den Diagrammen. Zwar gibt es keinen Grund zur Panik, im Rückblick betrachtet wäre die Wahl eines ASMedia ASM1061, wie beim ASUS Crosshair V, wohl die bessere Wahl gewesen. Der Funktion tut dies natürlich überhaupt keinen Abbruch.

    Für aktuell etwa 159 Euro erhält der Käufer ein Mainboard im oberen Preissegment der AM3+-Hauptplatinen. Setzt man die heute gezeigte Leistung gegenüber dem ASUS Crosshair V Formula ins Verhältnis zum Preis (ca. 188 Euro), so scheint das PURE Black 990FX fair bepreist zu sein. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass das SAPPHIRE-Board kein SLI unterstützt, was es, verglichen mit anderen Platinen ohne SLI-Support, zum teuersten AM3+-Mainboard mit diesem Feature-Set macht.

    Das fanden wir gut :)
    • Unterstützung von Bluetooth
    • sehr guter Gesamteindruck
    • sehr gute Crysis-Performance


    Das fanden wir nicht so gut :(
    • bei Speicher-Vollbestückung Änderung der CAS Latency nicht möglich
    • teuerstes AM3+-Mainboard ohne SLI-Unterstützung
    • keine Absenkung der CPU- und Northbridge-Spannung möglich


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  2. Die folgenden 31 Benutzer sagen Danke zu MusicIsMyLife für diesen nützlichen Beitrag:

    2fast_speedy (06.02.2012), akryps (07.02.2012), Atlan78 (06.02.2012), beachtlich (09.02.2012), Berlin_jens (06.02.2012), BLJ (06.02.2012), C4rp3di3m (06.02.2012), Dr4go (06.02.2012), Dr@ (06.02.2012), DrunkenGamerTS (10.02.2012), Filidae (08.02.2012), Firewired (06.02.2012), Hanz Dampf (06.02.2012), heimbuec (06.02.2012), HITCHER (06.02.2012), ICEMAN (06.02.2012), Kaervek (07.02.2012), Lexxington (06.02.2012), mapim (06.02.2012), Mettball (24.02.2012), mibo (07.02.2012), MikeGyver (06.02.2012), MrBad (06.02.2012), Myrthain (07.02.2012), Nosyboy (06.02.2012), PlayerOne (06.02.2012), Redphil (06.02.2012), Sefegiru (06.02.2012), tschernofrosch (06.02.2012), tspoon (07.02.2012), WindHund (09.02.2012)

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