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    Cougar Evolution BO - Revolution oder Evolution?



    Cougar wurde 2007 als Ableger des taiwanischen OEM-Herstellers Compucase gegründet. Zielgruppe sind die Spieler unter den Computernutzern. Für diese Gruppe produziert Cougar Netzteile sowie PC-Gehäuse mit dem mittlerweile markanten Firmenlogo in Form eines Pumakopfes, der sich aus dem Namen ableitet, sowie der immer häufiger anzutreffenden Farbgestaltung schwarz und orange der Produkte. Wir haben uns diesmal das Cougar Evolution BO genauer angeschaut, wobei das BO für „Black/Orange“ steht. Das Cougar Evolution BO fasst bis zu sieben Lüfter und verfügt über eine Dockingstation im Deckel. Was es sonst noch auf Lager hat, seht ihr auf den folgenden Seiten.

    Wir bedanken und bei Cougar für das Testmuster und wünschen viel Spaß beim Lesen.



    [BREAK=Testsystem]

    Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Phenom X4 9850 Black Edition mit 4 x 2,5 GHz und 125 W TDP
    • CPU-Kühler: Scythe Rasetsu oder bei kleineren Gehäusen der AMD-Boxed Kühler
    • Mainboard: ASRock A780FullHD - AMD 780G/SB700-Chipsatz, mATX
    • Arbeitsspeicher: 4 x 1024 MB Kingston (DDR2-800)
    • Grafikkarte: Gigabyte Radeon HD 6950 mit 2048 MB Grafikspeicher
    • Festplatte: 2 x Maxtor DiamondMax 10
    • Netzteil: Enermax Modu 82+
    • 2 x Cougar Vortex HDB CF-V14H Lüfter (für Gehäuse ohne Lüfter)
    • 2 x Cougar Vortex CF-V12S Lüfter (für Gehäuse ohne Lüfter)

    Der Testparcours bedarf einiger Hilfsmittel und Programme:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • AIDA64 Extreme Edition zur Auswertung sämtlicher Temperatursensoren

    Messgeräte: Voltcraft 329 Schalldruckmessgerät. Zum Aufheizen des Systems kommen Prime95 und FurMark gleichzeitig zum Einsatz. Hierbei wird eine Belastung der CPU und GPU erzielt, welche im normalen Alltagsbetrieb kaum vorzufinden ist. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein. Messungen im Idle-Zustand haben wir gestrichen, da diese bei den Stromsparmechanismen der Prozessoren zunehmend uninteressanter sind. Die Raumtemperatur beträgt hierbei 20 °C. Die erzielten Temperaturen der einzelnen Sensoren lesen wir mit dem Programm AIDA64 Extreme Edition aus. Hierfür hat uns der Hersteller freundlicherweise einige Lizenzen zur Verfügung gestellt.

    Bei den Messungen der Lautstärke haben wir uns für zwei Durchläufe entschieden: ein erster unter voller Last des gesamten Systems und ein weiterer, wenn lediglich die im Gehäuse verbauten Lüfter laufen. Damit möchten wir eine bessere Vergleichbarkeit für den Leser gewährleisten. Die Lautstärke mit verbauter Hardware ist stets von den einzelnen Komponenten abhängig und wird somit immer unterschiedlich ausfallen; ohne installierte Hardware wird sie jedoch bei jedem annähernd gleich sein. Wir messen die Lautstärke mit einem dB(A)-Messgerät von drei Seiten bei einem Abstand von 30 cm.



    [BREAK=Technische Daten]

    Die Daten zum Cougar Evolution BO entnehmen wir wie immer der Webseite des Herstellers:

    ModellnameCougar Evolution BO
    Laufwerkschächte

    6x 5,25 Zoll (extern)
    4x 2,5/3,5 Zoll (intern)
    1x 2,5/3,5 Zoll per HotSwap

    Abmessungen

    223 x 523 x 514 mm (Breite, Höhe, Tiefe)

    Material Kunststoff, Stahl 0,7 mm
    FormfaktorATX, Micro-ATX, ITX, Mini-ITX
    Front I/O2 x USB-3.0, 2x USB 2.0, Audio-IN/OUT
    Maximale Grafikkartenlänge305 mm
    Maximale CPU-Kühler-Höhe180 mm ohne Seitenlüfter
    Lüfter:

    Front: 2x 120 mm (optional)
    Rückseite: 1x 120 mm (vorinstalliert)
    Deckel: 2x 120 mm (optional)
    Seitenteil: 1x 140 mm (optional)
    Boden: 1x 120/140 mm (optional)

    Erweiterungsslots 8
    Gewicht 8,5 kg
    Empfohlener Verkaufspreis ca. 94 Euro


    Der Lieferumfang des Cougar Evolution umfasst die auf dem Bild ersichtlichen Kleinteile:

    • Einbauanleitung (Faltblatt)
    • Diverse Schrauben und Mainboardabstandshalter
    • Kabelbinder
    • 3,5"-Adapter für 5,25"-Einbauschacht
    • 4 Klettbänder
    • 2 Kunststoffringe
    • 2 Lüfteradapter

    Das Zubehör fällt beim Cougar Evolution BO ziemlich reichhaltig aus. Neben dem normalen Einbaumaterial und der Einbauanleitung in Form eines Faltblattes befinden sich weiterhin vier Klettbänder, Kabelbinder und ein Adapter für ein externes 3,5"-Gerät im Lieferumfang, welches in einem 5,25"-Schacht eingebaut werden kann.

    [BREAK=Äußeres – Teil 1]

    Die Front des Evolution BO besteht hauptsächlich aus Kunststoff mit einer Wabenstruktur. Dahinter ist ein orangefarbenes Meshgitter angebracht, das fast wie Metallic Lack glänzt. Im oberen Teil können insgesamt sechs 5,25"-Laufwerke eingebaut werden. Mit dem beiliegenden Adapter kann ein Schacht für ein externes 3,5"-Gerät benutzt werden, wie zum Beispiel einem Kartenleser. Oberhalb der Schächte prangen ein Cougar-Schriftzug sowie das bekannte Cougar-Logo. Im unteren Teil verbirgt sich hinter dem Meshgitter ein Einbauplatz zwei optionale 120-mm-Lüfter. Entfernt wird die Frontblende, indem man einfach von unten an ihr zieht. Statt lediglich mit Kunststoffstiften ist sie mit stabilen Metallklammern befestigt. Dahinter kommen die beiden erwähnten Einbauplätze für optionale Lüfter zum Vorschein. Die beiden Einbauvorrichtungen unterscheiden sich allerdings grundlegend. Während der obere Lüfter, welcher drei der sechs Einbauschächte belegt, in einem Kunststoffrahmen mit Staubfilter davor eingeklipst werden kann und dann der Rahmen von außen vor die Front geschraubt wird, muss der untere Lüfter von der Gehäuseinnenseite her befestigt werden. Auch der zweite Lüfter ist durch einen Staubfilter geschützt, der einfach entfernt werden kann.

    Interessant wird es auch auf der Gehäuseoberseite. Leicht zugänglich im vorderen Teil befindet sich das I/O-Panel mit Kopfhörer und Mikrofonanschluss, zwei USB-3.0- und zwei USB 2.0-Anschlüssen. Rechts hat Cougar eine Vorbereitung für eine HDD-LED und einen Resetschalter. Der Platz für die HDD-LED ist leider nicht bestückt. Das Herzstück des I/O-Panels ist allerdings der mittlere Teil.

    Hier befindet sich ein großer Drehknopf, der zum einen als Lüftersteuerung dient, zum anderen als Ein-/Aus-Schalter. Durch einen Druck darauf geht der Rechner an und signalisiert dies durch einen blau beleuchteten Ring um den Knopf. Rechts und links wird der Drehknopf durch je einen Taster flankiert. Über diese Taster können jeweils drei Lüfter gesteuert werden. Interessant wird es jetzt, wenn man einen der Taster betätigt: Die Beleuchtung springt auf grün und man kann die Lüftergeschwindigkeit mit dem Drehknopf regulieren. Wer jetzt aber meint, einen Anschlagpunkt zu finden, der irrt. Dreht man den Knopf links herum wird die Beleuchtung immer schwächer und sobald sie anfängt zu blinken, ist das Ende erreicht. Rechts herum wird die Beleuchtung heller. Auch hier ist das Ende erreicht, wenn die Beleuchtung anfängt zu blinken. Nach ungefähr acht Sekunden springt die Beleuchtung wieder auf blau um. Das Ganze ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, sorgt aber für einen netten Aha-Effekt. Insgesamt können mit den beiden beiliegenden Kabelpeitschen je drei Lüfter pro Kanal angeschlossen werden. Die maximale Stromstärke der Lüfter darf insgesamt 1 A betragen.

    Im weiteren Verlauf des Deckels folgt eine gummierte Klappe mit dem bekannten Cougar-Logo. Diese Klappe schützt die darunter befindliche Dockingstation für 2,5"- oder 3,5"-SATA-Laufwerke vor grobem Staub und Schmutz. Weiter geht es wieder mit einem wabenförmigen Kunststoffgitter und orangefarbigem Meshgitter, wie es schon in der Front zu finden ist. Hier gibt es eine kleine Besonderheit und zwar gibt es zwei unterschiedliche Versionen des Cougar Evolution BO. Eine, bei der man den Deckel entfernen muss, um zwei 120-mm-Lüfter zu verschrauben und eine zweite, die wir hier vorstellen, bei der die beiden Lüfter von der Gehäuseinnenseite her werkzeuglos befestigt werden. Wie dies genau aussieht, sehen wir später noch bei der Betrachtung des Innenraumes an.



    [BREAK=Äußeres – Teil 2]

    Im linken Seitenteil kommt ebenfalls wieder Mesh zum Einsatz. Um die Optik aufzulockern, ist es diesmal L-förmig angeordnet. Darunter befindet sich ein Einbauplatz für einen 140-mm-Lüfter sowie ein Evolution-Schriftzug. Sowohl das rechte als auch das linke Seitenteil sind ein wenig ausgestellt, um mehr Platz zum Verlegen der Kabel zu haben. Das rechte Seitenteil weist ansonsten keine weiteren Funktionen auf.


    Das Cougar Evolution BO steht auf vier kleinen Füßen mit Moosgummiunterlage, die in Längsschienen eingelassen sind, welche fast bis auf den Boden reichen. Ein nach hinten entfernbarer, auswaschbarer Staubfilter sorgt dafür, dass das auf dem Gehäuseboden Platz findende Netzteil keinen Staub einsaugt. Der Filter ist so lang, dass ein weiterer optional einzubauender Lüfter ebenfalls gleich geschützt ist. Dies ist leider noch nicht bei allen Herstellern üblich, welche die Option bieten, im Boden Lüfter einzubauen. Der Lüfter im Boden darf 120/140 mm groß sein.

    Die Rückseite wie meist üblich aufgebaut, oben das Mainboard und unten das Netzteil. Im oberen Teil ist ein 120-mm-Lüfter der Cougar-Vortex-Reihe vorinstalliert. Darüber befinden sich zwei Vorbereitungen für Schlauchdurchführungen. Bevor man sie nutzen kann, müssen diese allerdings noch herausgebrochen und mit Kunststoffringen bestückt werden. Die Kunststoffringe liegen dem Zubehör bei. Acht Slotblenden mit Entlüftungslöchern sind für Erweiterungskarten vorhanden und rechts von ihnen sind zusätzliche wabenförmige Luftauslässe ins Blech gestanzt. Beide Seitenteile werden mit Rändelschrauben befestigt und verfügen über zur Demontage praktische Griffe. Ein zusätzliches Extra stellt zudem die Möglichkeit dar, dass linke Seitenteil mit einem Schloss zu schützen, damit sich auf der nächsten öffentlichen LAN-Party niemand so ohne weiteres an Teilen der Hardware unrechtmäßig bereichern kann. Unterhalb des Netzteils befindet sich ein großer Griff, um den Staubfilter nach hinten herausziehen zu können.



    [BREAK=Inneres – Teil 1]

    Nach dem Lösen der Seitenteile präsentiert sich der Innenraum in den Cougar typischen Farben, schwarz mit orangefarbigen Elementen, welche die Optik auflockern. Hierbei handelt es sich um die Verschlüsse für die 5,25"-Laufwerke und die Rahmen für die 3,5"-Laufwerke, welche wie üblich im vorderen Teil untergebracht werden. Der Mainboardträger verfügt über einige Kabeldurchführungen, welche zwar nicht gummiert, dafür aber frei von scharfen Kanten sind. So sind etwaige Gummierungen nicht weiter nötig. Insgesamt vier Ösen für Kabelbinder sind auf der Rückseite des Mainboardträgers angebracht, um beim späteren Einbau die Kabel besser fixieren zu können.

    Insgesamt vier 2,5"/3,5"-Laufwerke können im Festplattenkäfig in der Front befestigt werden. Während die 3,5"-Laufwerke werkzeuglos auf den Kunststoffrahmen festgeklipst werden, müssen 2,5"-Laufwerke mit dem Rahmen verschraubt werden. Der ganze Käfig ist mit zwei Rändelschrauben befestigt und kann somit leicht entfernt werden, um an den Einbauplatz für den Lüfter zu gelangen, der für die Kühlung der Festplatten zuständig wäre.

    Oberhalb der Festplatten können werkzeuglos mit Schnellverschlüssen bis zu sechs optische Laufwerke eingebaut werden. Die Schnellverschlüsse sind allerdings nur auf der linken Seite vorhanden, auf der rechten Seite müssen die Laufwerke verschraubt werden. Nutzt man den oberen der zwei Frontlüfter, dann können für 5,25“-Laufwerke nur drei der sechs Schächte genutzt werden, da der Lüfter drei Schächte belegt. Die verbleibenden drei könnten mit einem optionalen Adapter aber noch für 2,5“-/3,5“-Laufwerke genutzt werden.



    [BREAK=Inneres – Teil 2]

    Das Netzteil wird wie bereits erwähnt auf dem Gehäuseboden platziert und durch einen Staubfilter von unten geschützt. Vor dem Netzteil kann ein zusätzlicher 120-mm-Lüfter eingebaut werden. Um das Netzteil vom Gehäuse zu entkoppeln, liegt es auf zwei dicken Gummipuffern. Die Idee ist gut, aber leider ein wenig inkonsequent umgesetzt, da diese Gummipuffer nur vorn angebracht sind. Hinten liegt das Netzteil am Blech, bzw. auf einer Stahlschiene. Dieser Umstand hat uns beim Einbau ein wenig Probleme bereitet, auf die wir später noch zu sprechen kommen.

    Die Erweiterungskarten werden im Cougar nach bewährter Methode ebenfalls werkzeuglos mit Rändelschrauben befestigt. Schnellverschlüsse für Erweiterungskarten lassen sich meisten Hersteller nämlich gern extra bezahlen, wobei es leider kaum wirklich gute Varianten gibt. Oberhalb der Slotblenden ist ein 120-mm-Lüfter aus der Vortex-Reihe vorinstalliert. Dieser saugt die erwärmte Luft aus dem Gehäuse. Neben einem sauber verarbeiteten Sleeve der Kabel sind ein weiteres Extra des Lüfters die Antivibrationspads in den Ecken, die ihn vom Gehäuse entkoppeln.

    Im Gehäusedeckel befinden sich zu guter Letzt noch zwei Einbaurahmen für 120-mm-Lüfter. Diese beiden optionalen Lüfter können ebenfalls werkzeuglos in die Kunststoffrahmen eingeklipst werden. Manko dieser Lösung ist lediglich, das man nur 120-mm-Lüfter verwenden kann und keine 140-mm-Modelle. Hier scheint es wie eingangs erwähnt im Übrigen unterschiedliche Versionen zu geben. Wir haben ein halbes Dutzend Reviews zum Evolution BO gesehen, wo diese Rahmen nicht vorhanden waren. Hier muss zum Installieren der Lüfter erst umständlich der Deckel entfernt werden.



    [BREAK=Einbau]

    Nachdem wir nun das Evolution von außen und innen genauer unter die Lupe genommen haben, widmen wir uns dem Einbau. Zuerst werden einige Abstandshalter auf dem Mainboardträger verschraubt, allerdings bei weitem nicht so viele, wie es sonst üblich ist. Cougar hat auf dem Mainboardträger nämlich einige Erhöhungen, um das Mainboard ohne Abstandshalter direkt mit dem Träger zu verschrauben. Dann wird das Mainboard befestigt.

    Im zweiten Schritt haben wir den Einbau der 3,5"-Laufwerke vorbereitet. Hierzu werden die Laufwerke einfach in die Rahmen gelegt. Dann wird von außen eine kleine Platte mit je zwei Kunststoffdornen an den Rahmen gesteckt. Die Dorne greifen in die Schraubenlöcher der Laufwerke und fixieren diese damit. 2,5"-Laufwerke müssen mit Schrauben auf den Rahmen befestigt werden.

    Das 5,25"-Laufwerk wird nach Entfernen der entsprechenden Blende einfach von vorne in den gewünschten Schacht geschoben und durch den Schnellverschluß fixiert. Wem dies zu unsicher ist, der kann das Laufwerk zusätzlich noch auf der rechten Seite mit Schrauben fixieren.

    Bevor der Einbau komplett erledigt ist, müssen noch die Grafikkarte und das Netzteil eingebaut werden. Die Grafikkarte wird hierbei ebenfalls werkzeuglos mit Rändelschrauben befestigt. Auf einen Schnellverschluß hat Cougar verzichtet. Da die wenigsten Schnellverschlüsse für Erweiterungskarten einen wirklich stabilen Eindruck hinterlassen, ist dies gar keine schlechte Idee. Für Erweiterungskarten stehen im Cougar Evolution BO 305 mm zur Verfügung. Nachfolgend noch ein Überblick über die Länge einiger aktueller Grafikkarten.

    Im letzten Schritt vor der Verkabelung folgt schließlich noch das Netzteil und hier wurden uns dann die bereits erwähnten Gummipuffer zum Verhängnis. Diese sitzen so ungünstig, dass sie mit dem Gitter unseres Enermax-Netzteils ins Gehege kamen. Ein Einbau wie sonst mit dem Lüfter nach unten war somit nicht möglich, da das Netzteil sich dann nicht mehr von hinten verschrauben ließ. Deshalb haben wir diesmal das Netzteil anders herum eingebaut. So unterstützt es zusätzlich die Gehäuseentlüftung. Abschließend erfolgt die Verkabelung.

    Fertig eingebaut sieht das Ganze schließlich wie folgt aus:



    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]



    Im ersten Schritt unserer Messungen haben wir uns wie angekündigt die Lautstärke nur mit den installierten Lüftern, im Fall des Cougar Evolution BO also mit einem Hecklüfter, ohne weitere Hardware angeschaut. Der Hintergrundpegel im Raum war mit unserem Messgerät nicht mehr messbar. Nach dem Anlaufen der Lüfter haben wir folgende Werte gemessen:

    Danach erfolgte der Belastungstest. Hierzu liefen Prime95 und FurMark für eine halbe Stunde gleichzeitig. Vorab die Lautstärke, die wir dabei gemessen haben, danach die erzielten Temperaturen:



    Der Vortex-Lüfter alleine ist sehr leise. Ohne Hardware war kaum ein Schalldruck zu messen. Ist jedoch die gesamte Hardware eingebaut, macht sich das viele Meshgitter im Cougar Evolution BO negativ bemerkbar. Es lässt den Schalldruck der Grafikkarte und des CPU-Lüfters ungehindert passieren. Die Temperaturen unter Last gehen angesichts nur eines Lüfters vollkommen in Ordnung. Dreht der Lüfter auf höchster Einstellung, muss sich das Cougar zwar dem Enermax SpineRex geschlagen geben, dieses ist aber auch wesentlich lauter. Auf niedriger Lüftereinstellung liegt man gleichauf mit dem Magic Cube AIO, was ebenfalls erheblich lauter ist und dabei noch mehr als das doppelte kostet. Sicherlich hinkt der Vergleich ein wenig, fassen die beiden Kontrahenten im Gegensatz zum Cougar auch Mainbords im E-ATX-Format und das Magic Cube AIO ist gar aus Aluminium, aber bei den Temperaturen lässt sich das Cougar nichts vormachen. Lediglich die Festplattentemperaturen stechen unschön ins Auge. Hier empfehlen wir auf jeden Fall einen zusätzlichen Lüfter zu installieren.

    Nachfolgend noch unser Diagramm mit der Temperaturdifferenz, basierend auf dem aktuellen Testsystem bei 20 °C Raumtemperatur:




    [BREAK=Fazit]


    Die Optik des Cougar Evolution BO ist wie immer Geschmackssache. Dem einen wird sie gefallen, dem anderen nicht. Uns persönlich hat sie gefallen. Das orangefarbige, mit einem Metallic-Effekt versehene Meshgitter sieht schick aus. Ebenfalls positiv hervorzuheben sind der HotSwap-Schacht im Deckel, der zusätzlich durch eine Klappe vor Verschmutzung geschützt wird, moderne USB-3.0-Anschlüsse sowie Staubfilter an den einsaugenden Lüftern. Hierzu zählt auch der leicht entfernbare Staubfilter auf der Gehäuseunterseite, der nicht nur das Netzteil schützt, sondern zusätzlich noch einen optionalen Lüfter, was auch nicht bei jedem Hersteller gegeben ist. Ebenfalls gefallen hat uns die Tatsache, dass Cougar anscheinend als kleines Extra zu vorherigen Versionen zwei Kunststoffrahmen für den werkzeuglosen Einbau zweier 120-mm-Lüfter im Deckel eingebaut hat. Bei den alten Versionen des Evolution BO musste man erst mühsam den Deckel entfernen. Hierzu war nicht nur ein Schraubendreher notwendig, man lief auch noch Gefahr, eine der sechs Kunststoffnasen abzubrechen, welche den Deckel zusätzlich fixieren.

    Nicht so gut gefallen haben uns die recht hohen Festplattentemperaturen unter Last sowie die Tatsache, dass Cougar nicht noch einen zweiten Lüfter zur Kühlung der Festplatten mitliefert. Hier sollte man eigentlich zwingend einen weiteren Lüfter kaufen. Wir empfehlen dazu auf einen zweiten Vortex-HDB-Lüfter zurückgreifen. Das erhöht zwar den Gehäusepreis um ca. 15 Euro, aber dafür hat man auch einen qualitativ hochwertigen leisen Lüfter.

    Preislich liegt man auf Augenhöhe mit dem Enermax Fulmo Advanced, was die Verarbeitung und die Features betrifft, zieht Cougar jedoch davon, auch wenn man bei den Temperaturen mit nur einem Lüfter bei weitem nicht mithalten kann.

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