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    mITX-Gehäuse - BitFenix Prodigy


    Seit 2010 bietet BitFenix nun schon Gehäuse an. Eines der ersten Modelle war das Colossus, das bereits in unserem Test überzeugen konnte. Sukzessive wurde das Portfolio im Folgenden ausgebaut und mit dem Prodigy stößt der Hersteller in das mITX-Segment vor. Wer unsere Tests in der Vergangenheit aufmerksam verfolgt hat, wird bei diesem Gehäuse Parallelen zum Cubitek Mini-Tank erkennen können. Aber eines sei schon an dieser Stelle gesagt: BitFenix hat sich Gedanken darum gemacht, wie das Konzept verbessert werden kann, und wie das Ganze aussieht, wollen wir uns auf den folgenden Seiten ansehen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

    Wir möchten uns bei Caseking für die Bereitstellung des Samples bedanken.

    Preisvergleich

    [BREAK=Technische Daten]
    Die technischen Daten des BitFenix Prodigy entnehmen wir der zugehörigen Produktseite des Herstellers und ergänzen diese bei Bedarf.

    BitFenix Prodigy
    Material:Stahl, Kunststoff
    Farben:Schwarz, Weiß, Rot, Orange
    Formfaktor:ITX (170x170 mm)
    Laufwerksschächte:intern: bis zu 5x 3,5" ; bis zu 9x 2,5"
    3,5"; extern: 1x 5,25"
    Erweiterungskartenslots:2
    Stromversorgung:nicht enthalten, ATX notwendig
    Frontanschlüsse:2x USB 3.0, Mikrofon, HD-Audio-Ausgang
    Lüfter:Front - 2x 120 mm (1x ab Werk verbaut) oder 140/180/200/230 mm (optional)
    Rückseite - 1x 120 mm (1x ab Werk verbaut) oder 1x 140 mm (optional)
    Oben - 2x 120 mm (optional)
    Abmessungen:404 x 250 x 359 mm (Höhe x Breite x Tiefe)
    maximale CPU-Kühler-Höhe:165 mm
    maximale Erweiterungskartenlänge:310 mm
    maximale Netzteiltiefe:160 mm
    Gewicht:ca. 7,0 kg (ohne Netzteil)


    Im Lieferumfang des Gehäuses befinden sich folgende Kleinteile:
    • bebilderte Installationsanleitung
    • Montageschrauben
    • aufklebbare Schelle für das Kabelmanagement
    • Haltebleche

    BitFenix Prodigy


    [BREAK=Testsystem]
    Für unseren heutigen Test nutzen wir folgende Komponenten:
    • Prozessor: AMD Athlon II X2 240e mit 2 x 2,8 GHz
    • CPU-Kühler: SilverStone Nitrogon NT07-AM2
    • Mainboard: SAPPHIRE IPC-AM3DD785G
    • dedizierte Grafiklösung: SAPPHIRE Radeon HD 5570 LP
    • Arbeitsspeicher: 2 x 2 GB DDR3-1600 (AMD Entertainment Edition CL9-9-9, AE32G1609U1)
    • Festplatte/-n:
      • 2,5“ – Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB
      • 2,5" - ADATA S510 120 GB
      • 3,5" - Samsung HD321KJ mit 320 GB
    • optisches Laufwerk: LG LG CH10LS20
    • Netzteil: Xilence XP250.SFX


    Der Testparcours bedarf einer ganzen Reihe an Hilfsmitteln und Programmen:

    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • HWMonitor v1.16.0 – Auswertung der internen Sensoren (Mainboard, Festplatte, Grafikkarte)
    • CoreTemp 0.99.7 - CPU-Temperaturmessung
    • HD Tune 2.55 - HDD-Testprogramm


    Messgeräte: Voltcraft Energy Check 3000, Voltcraft SL-100

    Zum Aufheizen des Systems kommen HD Tune, Prime95 und FurMark zum Einsatz, während Letzteres nur bei Verwendung der SAPPHIRE Radeon HD 5570 genutzt wird. Für die Messungen ohne dedizierte Grafikkarte beschränken wir uns auf Prime95. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein.
    Die Messung der Werte für die Lautstärke erfolgt im Abstand von einem Zentimeter und wird für die einzelnen Flächen gemittelt in die Tabelle übernommen. Natürlich sind Messungen in einem so geringen Abstand nicht praxisnah, sorgen aber dafür, dass störende Nebengeräusche der Umgebung weitestgehend irrelevant für die Messung werden.

    [BREAK=Äußeres – Teil 1]
    BitFenix Prodigy

    Das Prodigy ist seit kurzem in vier Farben erhältlich. Unser rotes Modell ist dabei einer von zwei Nachzüglern. Zu den Fotos müssen wir im Vorfeld noch ein paar Worte verlieren. BitFenix setzt bei diesem Gehäuse auf einen Material-Mix. Neben Stahl kommt im großen Stil Kunststoff zum Einsatz. Dieser ist mit einer speziellen Oberflächenbehandlung versehen, welche auf den Namen SofTouch hört. Die Haptik wird dadurch ungemein verbessert. Ein "Nachteil" ist aber in diesem Fall die unterschiedliche Streuung von Licht. Die lackierten Seitenwände reflektieren stärker, sodass der Eindruck entsteht, dass die Farbe des Gehäuses nicht durchgängig ist. In der Realität ist nichts von einem Unterschied zu sehen.

    BitFenix Prodigy

    Die Front des roten BitFenix Prodigy ist im Gegensatz zu dem Modell in Schwarz mit einer durchgehenden Kunststoff-Platte anstatt eines Gitters versehen. Seitlich finden wir längliche Lüftungsöffnungen, die dem dahinter liegenden Lüfter die Frischluftzufuhr ermöglichen. Im oberen Bereich positioniert BitFenix den Ausschnitt für ein 5,25"-Laufwerk.

    BitFenix Prodigy

    Die linke Seitenwand des Prodigy ist großflächig mit Lüftungsöffnungen versehen.

    BitFenix Prodigy

    Die gegenüberliegende Seite beherbergt die Bedienungselemente. Neben einem Power- und Resetknopf verfügt das BitFenix-Gehäuse über die üblichen Audio-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon sowie zwei USB-Buchsen. Diese sind in der aktuellen Revision 3.0 ausgeführt, lassen sich intern aber auch als 2.0-Variante stecken. Zwei LEDs geben Auskunft über den Systemstatus. Wie diese geklemmt werden sollen, entscheidet der Nutzer. Beide leuchten in der blauen Farbe. Die Stecker sind leider ungenügend beschriftet. Erst einmal lässt sich nur durch das Zurückverfolgen der Kabel identifizieren, welche LED nun gesteckt werden soll und hinzu kommt, dass die Polung nicht vermerkt ist. Man muß also solange probieren, bis einem ein Licht aufgeht.

    BitFenix Prodigy BitFenix Prodigy


    [BREAK=Äußeres – Teil 2]
    BitFenix Prodigy

    Die Rückseite des Gehäuses bietet typische Elemente. Der Montageplatz für einen Lüfter ist bereits ab Werk mit einem 120-mm-Modell besetzt, maximal ist sogar ein größeres Exemplar mit 140 mm Durchmesser zu installieren. Um Luftrauschen zu minimieren, setzt BitFenix auf ein Wabengitter.

    Bei dem verbauten Lüfter handelt es sich wie bei dem Modell hinter der Front um einen BitFenix Spectre All Black mit der Modellbezeichnung BFF-SCF-12025KK-RP. Leider sind auf dem Spectre selbst und in den Produktspezifikationen keine detaillierten Informationen zu finden. Im Preisvergleich und beim Hersteller werden wir fündig. Die Drehzahl ist mit 800-1000 1/min angegeben, der Schallpegel mit 18 dBA. Der maximale Luftdurchsatz beträgt 87,88 m³/h.

    Auf der rechten Seite kommt ein Schnellmontagesystem für Erweiterungskarten zum Einsatz. Die obere Schraube fixiert den Schieber, die unteren beiden sichern wie gewohnt die Slot-Bleche. Diese sind in unserem Fall ab Werk so stark angezogen, sodass die erste Bedienung erschwert wird. Da, wie man auf dem Bild sehen kann, zwei Schrauben dicht beieinander liegen, ist das Ansetzen des Philips-Schraubendrehers nur bedingt möglich. Nach dem Einsetzen einer Erweiterungskarte ist das Anziehen der Schrauben per Hand vorzuziehen.

    BitFenix Prodigy

    Das Netzteil am Boden des Gehäuses kann sowohl mit dem Lüftungsgitter nach oben als auch nach unten montiert werden. Das Montageblech ermöglicht beide Fälle und ist vor allem auch im Hinblick auf das interne Kabelmanagement interessant. Das BitFenix Prodigy eröffnet diverse Möglichkeiten, das Innere an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Für die standardmäßige Ausrichtung des Netzteils nach unten hat der Hersteller an einen Staubfilter gedacht.

    BitFenix Prodigy

    Wenn wir uns das Prodigy nun von unten ansehen, ist dieser auch gleich erkennbar. Er wird wie gewohnt mithilfe von Schienen an seiner Position gehalten. Das abgewinkelte Ende dient als Anschlag. Die Stabilität geht in Ordnung, der Filter löste sich trotz mehreren Umbauten in unserem Test nicht.

    Die zwei Ausstanzungen mit ihren insgesamt sechs Halteschrauben halten den Festplattenkäfig fest. Vier dazwischenliegende Bohrungen können später dazu genutzt werden, ein 2,5"-Laufwerk zu installieren.

    Den Kontakt zum Untergrund stellt das Prodigy über die zwei geschwungenen Standfüße her. Diese bestehen aus einem flexiblen Kunststoff, der Vibrationen dämpfen, gleichzeitig aber auch stabil genug für das Gewicht sein soll.

    BitFenix Prodigy

    Die Oberseite des BitFenix Prodigy wird von einem Lüftungsgitter dominiert. Der kleine Schieber ermöglicht das Entfernen des Gitters. An dieser Stelle lassen sich zwei weitere 120-mm-Lüfter nachrüsten. Exemplarisch haben wir einen be quiet! SilentWings USC verbaut. Dabei müssen wir feststellen, dass lediglich verschraubte Lüfter installiert werden können. Die überstehenden Nippel der be-quiet-Lüfter verhindern das Aufsetzen des Gitters.
    Weiterhin muss erwähnt werden, dass der vordere Montageplatz nur sinnvoll genutzt werden kann, solange kein 5,25"-Laufwerk zum Einsatz kommt. Da sich der 5,25"-Schacht jedoch sowieso herausnehmen lässt, wäre auch die Installation eines 240-mm-Radiators denkbar.

    BitFenix Prodigy


    [BREAK=Inneres – Teil 1]
    BitFenix Prodigy

    Wie schon im vorherigen Kapitel ersichtlich ist, bietet das BitFenix Prodigy vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Anpassung. Nachdem wir die Front des Gehäuses abgenommen haben, bietet sich ein ungewohntes Bild. Nahezu das gesamte Blech hinter der Kunststofffront ist mit Lüftungsgittern versehen. Ab Werk ist ein 120-mm-Lüfter installiert, maximal soll ein Modell mit 230 mm Durchmesser möglich sein. Die nötigen Bohrungen sind vorhanden.
    Wenn wir noch einmal kurz daran zurückdenken, dass der 5,25"-Schacht herausgenommen werden kann, stehen weitere Optionen offen. Neben einem zweiten 120-mm-Lüfter ist hochkant auch ein weiterer 240-mm-Radiator vorstellbar. Diesem würde lediglich die Tiefe entgegenstehen, wenn nicht auch die dahinterliegenden Festplattenkäfige noch deinstalliert werden könnten. Doch sehen wir uns an, was das Gehäuse für denjenigen zu bieten hat, der nicht zu viel Bastelzeit investieren möchte.

    BitFenix Prodigy BitFenix Prodigy

    Ein Blick ins Innere verrät die Ähnlichkeit zum Cubitek Mini-Tank, welches inzwischen schon nicht mehr angeboten wird. Im Grunde muss man eigentlich sagen, dass lediglich das Innenraumkonzept übernommen wurde. Durch etliche Änderungen wurde daraus ein, so muss man sagen, komplett neues Gehäuse. Im Frontbereich sehen wir weiterhin die übereinandergestapelten 3,5"-Montageplätze. Dafür ist dieser zweigeteilt und das Mittelteil leicht zu entfernen. Darüber finden wir nur noch einen von zwei 5,25"-Schächten. Der Trend zu Online-Plattformen wie Steam für Spiele oder Diensten wie Adobes Creative Cloud macht optische Laufwerke immer unbedeutender. Lediglich für den Multimedia-Einsatz, sprich DVDs und Blu-rays, ist ein passendes Laufwerk selbstverständlich unabdingbar.

    BitFenix Prodigy

    Im Bereich des Mainboards sind ebenfalls kleine Änderungen sichtbar. Der nach oben zur Verfügung stehende Platz für große CPU-Kühler ist geblieben. Dafür wird das Kabelmanagement ein wenig erleichtert. Auf beiden Seiten hat BitFenix Öffnungen vorgesehen, um Anschlusskabel zwischen der Kammer für das Netzteil und dem oberen Teil des Gehäuses auszutauschen. Wir haben diesen Punkt ausgenutzt und auch die Front-Bedienelemente über diesen kleinen Umweg ans Mainboard gebracht.

    BitFenix Prodigy

    Wenn man sich die vorherigen Bilder aufmerksam betrachtet hat, fällt auf, dass die Anschlusskabel der Front-Bedienelemente fehlen. Da BitFenix beim Prodigy auf die Anordnung an der Seite setzt, zeitgleich aber den Zugang zum Inneren gewährleisten muss, werden die Elemente einfach an die Seitenwand geschraubt. Nebenbei finden sich hier weitere Montageplätze für Laufwerke. Es handelt sich um 2,5"-Schächte für SSDs und HDDs. Wie "anschlussfreundlich" es ist, Laufwerke von hier aus ins System zu integrieren, haben wir nicht gesondert geprüft.

    BitFenix Prodigy


    [BREAK=Inneres – Teil 2]
    BitFenix Prodigy BitFenix Prodigy BitFenix Prodigy

    Für 2,5"- und 3,5"-Laufwerke hat BitFenix vor allem die Einschübe des Festplattenkäfigs vorgesehen. 3,5"-Festplatten lassen sich durch ein Zurechtbiegen der flexiblen Halter einsetzen. Andernfalls besteht auch die Möglichkeit, die Halte-Pins herauszudrücken und Schritt für Schritt wieder einzusetzen. Die Stabilität ist ausreichend, sodass die eingesetzte Festplatte außerhalb des Käfigs im Gehäuse nicht den Halt verliert. 2,5"-Modelle kommen nicht ohne Werkzeug aus. In den Querstreben sind Bohrungen vorgesehen, um das gewünschte Laufwerk zu befestigen.

    BitFenix Prodigy BitFenix Prodigy

    Mit unserem flachen HTPC-Kühler von SilverStone ist der Einbau des Mainboards schnell erledigt. Die Anschlusskabel lassen sich durch die erwähnten Öffnungen an allen relevanten Stellen gut verstauen. Für den in der Front installierten Gehäuselüfter müssen wir aufgrund der begrenzten Steckplätze auf dem Mainboard auf einen Adapter zurückgreifen. Dieser ermöglicht den Anschluss an die reguläre 12-V-Schiene des Netzteils und befindet sich nicht im Lieferumfang des BitFenix Prodigy.

    BitFenix Prodigy

    Wie schon bei anderen Gehäusen haben wir auch beim Prodigy einen Scythe Ninja 3 herangezogen. Mit 160 mm Höhe lotet er die Grenzen des Gehäuses annähernd aus. Im gleichen Atemzug muss man sagen, dass theoretisch noch genügend Luft bis zum Deckel ist, aber man muss den Kühlkörper irgendwie in das Gehäuse bekommen. Beim Ninja 3 handelt es sich um einen Kühler mit Verschraubung, d.h. es ist eine andere Backplate im Einsatz und die Installation im Gehäuse nicht möglich. Viel mehr als 160 mm benötigen nur wenige Kühler, weshalb man hier von nahezu voller Kompatibilität ausgehen kann. Ein zusätzlicher Lüfter an unserem Ninja 3 gefährdet aber die Nutzung des 5,25"-Schachtes. Bei der Kühlerauswahl sollte man also nicht nur auf die Höhe achten.

    BitFenix Prodigy

    Eine dedizierte Grafikkarte kommt ebenfalls in unserem Test zum Einsatz. Die Sapphire Radeon HD 5570 LP wirkt fast schon verloren im Gehäuse. Für lange Grafikkarten bzw. Modelle mit Stromsteckern in der Längsachse lässt sich der Festplattenkäfig wie schon gezeigt entfernen. Maximal messen wir um die 310 mm in der Länge, die für eine Erweiterungskarte zur Verfügung stehen.

    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]
    Das BitFenix Prodigy ermöglicht vieles. Für den heutigen Test haben wir zusätzliche Messwerte mit dem bereits gesehenen Scythe Ninja 3 genommen. Bei den Temperaturen können wir auch auf Werte des vor kurzem getesteten Fractal Design Node 304 zurückgreifen. Sehen wir uns also zuerst einmal die erreichten Temperaturen an:


    Link zur vollständigen Liste

    Das Prodigy kann sich trotz größerem Volumen mit verbautem SilverStone Nitrogon NT07-AM2 nicht vom Fractal Design Node 304 absetzen. Im Gegenteil: Die Festplattentemperatur ist entschieden höher als beim Konkurrenten. Der direkte Vergleich zum Cubitek Mini-Tank ist ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Doch wo liegt das Problem? Die beiden ab Werk verbauten Gehäuselüfter drehen langsam, erzeugen folgerichtig aber auch keinen hohen Luftdurchsatz. So muss das Prodigy im ersten Moment zurückstecken. Im Endeffekt muss man aber auch eingestehen, dass die Kühlung funktioniert – von kritischen Temperaturen für die Komponenten sind wir ausreichend weit entfernt.

    Im Zusammenspiel mit dem Scythe Ninja 3 dreht sich das Blatt zu Gunsten des BitFenix Prodigy, wenn wir den Vergleich mit dem Node 304 wagen. Bei semi-passiver Kühlung, sprich dem CPU-Kühlkörper samt danebenliegendem Gehäuselüfter, erreicht das BitFenix-Gehäuse deutlich sichtbar bessere Werte. Das größere Volumen spielt hier eine Rolle, aber auch die Art und Weise, wie der rückseitige Gehäuselüfter arbeitet. Größere Abwärme ist, wie man an dieser Stelle sehen kann, für das BitFenix Prodigy kein Hindernis.


    Link zur vollständigen Liste

    Wenn die uns die erreichten Schallpegel ansehen, ergibt sich ein mehr als zufriedenstellendes Bild. Wie schon oben erwähnt verbaut BitFenix langsam drehende Gehäuselüfter, die nicht beim Luft-Durchsatz, dafür aber bei der Lautstärke punkten können. Somit reiht sich das Prodigy in die Spitzengruppe ein, wenn es um die Lautstärke geht.
    Leider sieht man an unseren Werten auch leichte Unstimmigkeiten, wenn das Gehäuse mit verbauter Grafikkarte teils leiser wird. Das liegt auf der einen Seite auch einmal an unterschiedlich reflektierten Schallwellen, wie eine möblierte Wohnung weniger hallt als ein leeres Zimmer. Auf der anderen Seite neigt das Prodigy in unserem Fall zu leichten Vibrationen. Leider können wir nicht genau sagen, woher es genau kommt. Vibrationen der Seitenwände wären möglich (Spiel zwischen Chassis und Seitenwand) oder auch ein sich aufschaukelnder Gehäuselüfter. Ein Griff ans Gehäuse und es war verschwunden und trat auch nicht immer auf.
    Die flexiblen Standfüße erfüllen ihre Aufgabe. Wir können keine Vibrationen mit dem Untergrund wahrnehmen und somit eignet sich das Gehäuse dazu, auf dem Tisch aufgestellt zu werden.

    [BREAK=Fazit]

    Das BitFenix Prodigy ist das wohl variabelste Gehäuse, das wir je im Test hatten. Ob nun als Home-Server mit bis zu neun Festplatten oder als Gaming-Gehäuse mit Platz für aktuelle High-End-Grafikkarten oder soll eine Wasserkühlung ins Gehäuse wandern? – Vieles ist denkbar. Der Hersteller beweist mit dem Gehäuse ebenfalls, wie man ein bestehendes Konzept weiterentwickeln und verbessern kann.

    Der Innenraum des Prodigy ist variabel aufgebaut. Die beiden Festplattenkäfige lassen sich bei Bedarf drehen, der große sogar ganz herausnehmen. Für Grafikkarten stehen in der Länge bis zu 310 mm zur Verfügung, ein großer CPU-Kühler ist ebenfalls kein Hindernis. Die Kühlleistung geht mit unserer Testplattform in Ordnung, das volle Potenzial können wir mit dieser aber nicht aufzeigen. Aufgrund der Tatsache, dass zusätzliche Lüfter kein Problem sind und erfahrungsgemäß meist eh die werkseitig verbauten Exemplare bei enthusiastischen Aufbauten weichen müssen, können wir nur sagen, dass die Kühlung nur selten das Problem ist. Lediglich die Festplattentemperatur ist in unserem Fall erhöht, von kritischen Werten aber noch weit entfernt.

    Die Kühlleistung ist vielleicht nicht auf dem Top-Niveau, wenn wir mit unserer standardmäßigen Test-Plattform den direkten Vergleich wagen, dafür können die verbauten Lüfter überzeugen. Nur selten bekommt man derart leise Lüfter. Nebengeräusche wie Schleifen oder Rattern suchen wir vergeblich. Das BitFenix ist wirksam vom Untergrund entkoppelt, sodass keine Vibrationen übertragen werden. Das Gehäuse selbst äußerte leichte Vibrationen, wobei wir den Ursprung nicht genau lokalisieren können. Im Allgemeinen überzeugt das BitFenix Prodigy bei der Lautstärke.

    Schlussendlich muss man das Gesehene in Relation zum Preis setzen. Kurz und knapp: Für diese Variabilität müsste bei anderen Mitbewerbern wohl tiefer in die Tasche greifen. Ca. 70 Euro verlangt der Einzelhandel für das BitFenix Prodigy. Sicherlich bekommt man dafür nicht das kompakteste Gehäuse, dafür wird sich aber jeder Bastler über die Möglichkeiten freuen.

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