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Thema: AMD A8-5500

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    AMD A8-5500

    AMD A8-5500


    Nach unseren Tests mit dem A10-5800K sind wir hinter den Kulissen nicht untätig geblieben und haben uns um einen Trinity-Ableger mit geringerer TDP bemüht. Wir konnten einen A8-5500 in die Finger bekommen, der für den ein oder anderen bestimmt einen interessanten Kaufkandidaten darstellt. Immerhin handelt es sich hierbei um die günstigste Trinity-APU mit zwei aktiven Modulen. Um in den Genuss dieser 65-W-APU zu kommen, muss man im Vergleich zum Flaggschiff einige Abstriche hinnehmen. So ist die Grafikeinheit von 384 auf 256 Shader reduziert und der Takt wurde um satte 600 MHz auf 3,2 GHz nach unten gesetzt. Wie sich diese Kombination in unserem Benchmarkparkours schlägt, werden wir auf den nächsten Seiten beleuchten.

    An dieser Stelle wollen wir noch unseren Dank an Vobis Berlin aussprechen, die uns freundlicherweise diese APU (Preisvergleich) für unsere Tests zur Verfügung gestellt hat. Viel Spaß beim Lesen!



    [BREAK=Testsystem]

    Als erstes ein kleiner Überblick über die Prozessoren im Test:

    AMD A8-3870K AMD A10-5800K AMD A8-5500
    Codename Llano Trinity Trinity
    Fertigung 32 nm 32 nm 32 nm
    TDP 100 W 100 W 65 W
    Int-Einheiten 4 4 4
    FPU-Einheiten 4 2 2
    L2-Cache 4x1 MB 2x2 MB 2x2 MB
    Int-Takt 3000 MHz 3800 MHz 3200 MHz
    IGP Radeon HD 6550D Radeon HD 7660D Radeon HD 7560D
    Shaderarchitektur VLIW5 VLIW4 VLIW4
    Shaderzahl 400 384 256
    Shadertakt 600 800 760

    Plattformen:
    • Trinity:
      • AMD A10-5500
      • AMD A10-5800K
      • ASUS F2A85-M Pro (µATX; AMD A85X)
      Llano:
      • AMD A8-3870k
      • MSI A75MA-G55


    Weitere Hardware:
    • RAM
      • G.Skill RipjawsX F3-14900CL9D-8GBXL (9-10-9-24)
      • G.Skill RipjawsX F3-17000CL9D-8GBXM (9-10-9-24)
    • Kühlung
      • Scythe Mugen
      • Xilence 2ComponentFan 120 (Zur Belüftung des Mugen)
      • Papst 8412 N/2GMLE (Zur Belüftung der Spannungswandler)
    • Festplatte
      • Samsung HD502HJ
    • Netzteil
      • HEC P3D300
    • Verbrauchsmessgerät: Voltcraft Energy Check 3000


    GSkill RAMP3D300ASUSMugen


    Software:
    • Windows 7 (64 Bit) SP1 (Build 7601)
    • 3DMark 11 v1.03
    • PCMark 7 v1.0.4
    • Crysis 1 1.0.0.1
    • Crysis Benchmarktool 1.0.0.5
    • DiRT Showdown
    • Cinebench 11.5.2.9
    • 7-Zip 9.20
    • LuxMark 2.0
    • Resident Evil 5 Benchmark


    Treiber:
      Als Grafiktreiber kam durchweg der Catalyst 12.8 zum Einsatz. Abgesehen davon verwendeten wir die jeweils aktuellen Treiber, die die entsprechenden Mainboardhersteller auf ihrer Produktseite zur Verfügung stellten.


    [BREAK=Spiele]

    Wir haben uns auf drei Spiele reduziert, die aber durch ihre unterschiedlichen Engines durchaus differenzierte Ergebnisse liefern. Neben den Klassikern Resident Evil 5 haben wir zwei DX10-Titel ausgewählt und mit DiRT Showdown ein aktuelles DX11-Spiel.

    Der A8-5500 beherbergt eine Radeon HD 7560D mit 256 Shadern (4D), die auf 760 MHz takten. Damit tritt er an gegen die Radeon HD 7660D des A10-5800K, welche über 384 Shader (4D) mit 800 MHz verfügt, sowie die Radeon HD 6550D des technologischen Vorgängers, die 400 Shader nach VLIW5-Bauweise (5D) integriert hat, welche mit 600 MHz laufen.


    Dass der A8-5500 dem A8-3870K mindestens ebenbürtig ist, hätten wir nicht gedacht. Je nach Spiel kann sich die 4D-Bauweise aber deutlich von der offensichtlich ineffektiveren 5D-Variante absetzen. Rein rechnerisch müsste der Llano mit mehr als 20 % vor dem kleineren Trinity fahren. Aber auch der große Bruder des A8-5500 müsste sich deutlicher absetzen können, rechnerisch um satte 58 %. Da es sich hier um die gleiche Architektur handelt, ist davon auszugehen, dass hier die Speicherbandbreite der APU zu stark limitiert, um das theoretische Maximum auszufahren. So tanzt der A8-5500 munter zwischen den beiden hin und her, nähert sich bei Resident Evil dem großen Bruder sogar auf 91 % der Leistung an.

    [BREAK=Anwendungen]

    Wir haben uns dazu entschieden, mit Handbrake und 7-Zip zwei Anwendungen in den Test aufzunehmen. Dafür werden beide Programme in verschiedenen Modi gefahren. Bei Handbrake betrachten wir den Einfluss des Turbo und 7-Zip lassen wir packen und entpacken.

    Der A10-5800K konnte den Vorgänger in Form des A8-3870K souverän in Schach halten, wie unser vorherige Test gezeigt hat. Dabei ist der Takt des A10 aber auch um rund 27 % höher. Der A8-5500 taktet hingegen gerade einmal 200 MHz höher als das Llano-Flaggschiff, also nicht mal 7 %.


    Bei 7-Zip können wir sagen: Ja die Architektur des Trinity hat eine vergleichbare IPC wie der Llano. Bei Handbrake kann die erste Generation A-Serie-APU seinen Erben allerdings nur müde hinterherschauen. Trotz des geringen Takt-Plus stehen über 25 % Mehrleistung auf dem Papier.

    [BREAK=Benchmarks]

    In der Kategorie Benchmarks haben wir uns vier Anwendungen ausgesucht. Cinebench vertritt die Kategorie Render-Software, LuxMark zeigt die OpenCL-Leistung und die beiden Benchmarks aus dem Hause Futuremark, 3DMark und PCMark, dürfen auch nicht fehlen. Anders als die Spiele und Realanwendungen können diese Programme oft das theoretische Maximum eines Prozessors besser ausloten. Wie praxisrelevant diese Ergebnisse sind, wird in vielen Foren heiß diskutiert, weshalb die Werte differenziert zu betrachten sind.


    Bei Luxmark können wir bei dem Gesamtergebnis für CPU und GPU kombiniert eine schöne Staffelung beobachten. Sehen wir uns allerdings die reine GPU-Score an, so wird offensichtlich, dass der A10-5800K bei CPU&GPU eine höhere Leistung erzielen müsste. Hier schlägt der DDR3-Flaschenhals offensichtlich wieder zu. Schön zu sehen ist, dass die VLIW4-Architektur tatsächlich ein gutes Stück schneller rechnet, trotz der geringeren Shaderzahl. Bei der reinen CPU-Leistung muss sich der A8-5500 ebenfalls nicht vor dem A8-3870K verstecken.

    Auch der 3DMark scheint die VLIW4-Struktur zu mögen und vergibt Trinity an 12,5 bzw. 45 % mehr Punkte als dem Llano. Der PCMark testet nicht nur den CPU-Teil, sondern auch die GPU- und I/O-Leistung des Systems. Als Ergebnis finden wir hier erneut einen Sieg für Trinity, wobei sich der A10 vom kleinen Bruder nicht mehr so deutlich absetzen kann.

    Der OpenGL-Part des Cinebench zeigt das, was die anderen Grafikanwendungen bisher auch widerspiegelten. Der CPU-Index der Rendersuite fällt allerdings ein vernichtendes Urteil: 20% langsamer soll der A8-5500 sein. Wie kommt dieser Wert zustande? Cinebench macht massiven Gebrauch von der FPU. Trinitys Modul-Konzept hat allerdings nur zwei FPUs, während der Vorgänger über vier FPUs verfügt. Rein rechnerisch müsste Cinebench also sogar noch viel schlechtere Ergebnisse für die jüngere APU-Generation ausspucken. Dass dem nicht so ist, lässt sich auf einen gut funktionierenden Turbo und eine stärkere FPU zurückführen.

    [BREAK=Leistungsaufnahme]

    Die Leistungsaufnahme haben wir in BOINC, Handbrake, beim Spiel DiRT Showdown und im Idle gemessen. Wie sich die Mehrleistung der neuen APU-Generation auf die Leistungsaufnahme auswirkt, zeigt das folgende Diagramm:


    Bei Handbrake ist Trinity bei deaktiviertem Turbo tatsächlich ein gutes Stück sparsamer. Den Unterschied zwischen A10 und A8 hätten wir uns allerdings größer vorgestellt. Gerade einmal 7 W sind es hier, AMD scheint die TDP-Klasse des A10 nicht voll auszufahren. Bei eingeschaltetem Turbo verbraucht der A8 sogar mehr als der A10. Wir haben hier mehrfach die Einstellungen überprüft und vermuten hier schlicht einen Fehler im BIOS des verwendeten Mainboards, können dies aber nicht sicher sagen. Bei BOINC sieht das Bild nämlich schon wieder anders aus. Der Unterschied zwischen den beiden Trinity-Ablegern ist ein gutes Stück größer und auch bei aktivem Turbo sind noch mehr als 15 W Differenz zwischen den Beiden.

    Bei DiRT-Showdown muss die zweite Generation A-Serie-APUs der Mehrleistung ihren Preis zahlen. Beide Varianten verbrauchen mit 30 bzw. 50 % ein gutes Stück mehr als der Vorgänger in Form des A8-3870K.

    Die Idle-Werte von A10-5800K und A8-5500 sind auf dem gleichen Niveau. Die 0,5 W Differenz liegen im Bereich der Messungenauigkeit. Dass das FM1-System weniger verbraucht liegt, vermutlich an dem im Idle sehr sparsamen MSI-Board, das hier zum Einsatz kam.

    [BREAK=Effizienz]

    Wir wollen auf dieser Seite einmal Leistung und Leistungsaufnahme gegenüberstellen. Dazu haben wir Handbrake und DiRT Showdown genutzt. Die Einheit "fps je W" dürfte ungewöhnlich sein, zeigt aber gut die Energieeffizienz unserer Testobjekte.


    Bei dem Spiel DiRT Showdown kann der Llano noch das Feld anführen. Bei der Anwendung Handbrake, die der Trinity-Architektur offensichtlich sehr gut liegt, muss er sich allerdings deutlich geschlagen geben. Interessanterweise kann sich der kleinere A8-5500 trotz der geringeren TDP in Sachen Effizienz nicht am großen Bruder vorbeischlängeln.

    Betrachtet man die beiden Einstellungen, sieht man schnell, dass der Turbo zwar ein gewisses Leistungsplus bringt, aber die Effizienz hat darunter zu leiden.

    [BREAK=Spannungsabsenkung]

    Wir erinnern uns an das enorme Einsparpotential der ersten A-Serie von AMD. Teilweise konnten wir die Spannung um fast 20 % senken und der Verbrauch ging entsprechend mit nach unten. Betrachtet man die Effizienz von zwei Architekturen, dann sollte man sie vielleicht dort betrachten, wo sie gerade noch laufen. Wir haben also beim A8-3870K und beim A8-5500 die Spannung abgesenkt. Der Trinity lief mit 1,1875 V noch stabil (ohne Turbo), der Llano brauchte nur 1,125 V. Die Auswirkungen auf die Leistungsaufnahmen sehen wir in der folgenden Darstellung:


    Beim A8-5500 können wir im Fall Handbrake 6 W und bei BOINC noch 4 W einsparen. Der A8-3870K reagiert ein gutes Stück empfindlicher auf die gesenkte Spannung. Hier erreichen wir Einsparungen von rund 38 W in beiden Fällen. Was das für die Effizienz bedeutet, sehen wir im Fall Handbrake:


    Obwohl diese Anwendung sehr gut mit Trinity skaliert, kann ein Llano mit gesenkter Spannung mit dem Neuen gut mithalten. In anderen Alltagssituationen dürfte der Llano sogar effizienter arbeiten.

    Man könnte hier dazu neigen, zu spekulieren, dass AMD die Spannungen vom Llano absichtlich höher als nötig gewählt hat, damit Trinity besser aussieht. Doch wir haben bereits fünf FM1-Mainboards getestet und das MSI A75MA-G55 war nicht nur das genügsamste, es konnte die APUs auch mit der niedrigsten Spannung stabil versorgen. Wir haben uns deswegen den Quasi-Nachfolger dieses Boards besorgt und werden demnächst einen entsprechenden Artikel dazu veröffentlichen.

    [BREAK=Fazit]

    AMD A8-5500


    Wir haben den A8-5500 durch diverse Benchmarks in verschiedensten Konfigurationen geschickt und konnten so einige interessante Erkenntnisse sammeln. So platziert sich der kleinste 2-Modul-Trinity bis auf eine Ausnahme immer vor dem A8-3870K, was im Mittel etwa 10 % Leistungsplus bedeutet, muss sich aber im Schnitt durch alle Anwendungen dem A10-5800K um rund 15 % geschlagen geben. Von der Einordnung in die 65-W-TDP-Klasse hätten wir uns mehr erhofft. Der Verbrauch gerade mit aktivem Turbo liegt vom A10-5800K nicht allzu weit entfernt. Preislich ist die Einordnung zwischen dem Llano (aktuell 82,50 €) und dem Trinity-Flaggschiff (107,50 €) im Großen und Ganzen gerechtfertigt. 90,25 € muss man zur Zeit auf den Tresen legen, um das gute Stück mitzunehmen, dafür erhält man eine IGP, die dem Vorgänger mehr als gewachsen ist und einen CPU-Teil, der vier Threads abarbeiten kann. Für viele Anwendungsbereiche dürfte die APU also vollkommen ausreichen, gerade bei GPU-beschleunigten Applikationen. Dennoch hätten wir uns von einer 65-W-Version eine sparsamere Vorstellung gewünscht. Ein Umstieg von einem Llano der A8-Serie auf den A8-5500 ist damit nur sinnvoll, wenn man gerne spielt und ein paar mehr FPS den Weg ins Flüssig-Spielbare ebnen. Ansonsten kann man getrost einen 100-W-Llano durch Undervolting auf die Effizienz eines 65-W-Trinity trimmen. So bleibt der A8-5500 nur für diejenigen interessant, die einen günstigen Quadcore mit brauchbarer IGP haben wollen. Das Verhältnis Preis zu Leistung ist nämlich bei diesem Modell unter den von uns bisher getesteten APUs am besten!

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