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    AMD A10 6800K und A10 6700 im Test - neue APUs, alter Kern



    Der Artikel zum Erscheinen von "Trinity" fing an mit einem Zitat von AMD: "Deliver the best APU every year!" Damit will man nicht bis zum Ende des Jahres warten und präsentiert am heutigen Tag ein kleines Update für den Sockel FM2. Mit zwei Piledriver-Modulen (vier Integer-Kerne) und 384 VLIW4-Shadern hat sich allerdings an den Eckdaten gegenüber "Trinity" nichts verändert, einzig der Takt wurde bei gleichbleibender TDP angehoben. Das neue Spitzenmodell A10-6800K taktet entsprechend mit 300 beziehungsweise 200 MHz im Turbomodus höher als der direkte Vorgänger A10-5800K.

    Neben einer reinen Anhebung des Taktes hat es aber dennoch kleinere Änderungen gegeben. Anders ist es auch gar nicht zu erklären, warum AMD auf eine neue Maske setzt (RL-A1 statt TN-A1). An den Ausführungseinheiten hat sich dabei nichts geändert, die Berichte (1 & 2), nach denen "Richland" Dual Graphics mit GCN-Grafikkarten der Generation Radeon HD 7000 unterstützt, erwiesen sich für die Desktopvariante leider ebenfalls als nicht korrekt. Als Grund für eine neue Maske kann allerdings gehandelt werden, dass bei "Richland" der Turbo dank über dem Die verteilter Temperatursensoren verbessert worden sein soll. Ob diese allerdings nicht schon bei "Trinity" integriert waren und schlicht nicht ordnungsgemäß funktionierten, können wir nicht genau sagen. Ein anderes Gerücht hingegen besagt, dass AMD die Effizienz des Resonant-Clock-Mesh verbessern konnte.

    All diese Theorien werden wir auf den nächsten Seiten genauso beleuchten, wie die Fragestellung nach der erzielten Mehrleistung von "Richland" gegenüber "Trinity". Wir bedanken uns bei AMD für die Bereitstellung der beiden Samples und wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

    [BREAK="Richland"-Modelle und Plattform]

    AMD schickt zum Start fünf neue Modelle seiner A-Serie APUs ins Rennen, die unter dem Codenamen "Richland" entwickelt wurden. Als wesentlichste Änderungen gegenüber "Trinity" gibt AMD zum einen die offizielle Unterstützung von jetzt bis zu DDR3-2133 durch den Speichercontroller und zum anderen die Verbesserung von Turbo Core an. AMD nennt das "Temperature Smart Turbo Core". Dahinter verbergen sich neue bzw. optimierte Algorithmen, mit deren Hilfe das vorhandene TDP-Budget möglichst intelligent auf die einzelnen Funktionsblöcke der APU verteilt wird. Elementarer Bestandteil sollen hierbei die endlich funktionierenden Temperatursensoren sein. Außerdem will AMD jetzt die anliegende Arbeitslast besser verstehen und Flaschenhälse erkennen können, was wiederum in die Verteilung der TDP-Budgets mit einfließen soll. Einen Nebeneffekt haben diese Änderungen zumindest, denn wir konnten im "LinX-Test" bei den "Richland"-APUs keinen Taktabfall unter die Basistaktfrequenz beobachten. Bisher hatten hier alle AMD-CPUs mit "Bulldozer"- oder "Piledriver"-Kernen unter Vollast gedrosselt und liefen unter ihrer spezifizierten Basisfrequenz.

    AMD Richland APUAMD Richland APUAMD Richland APUAMD Richland APU
    Folien zu AMDs verbesserter Turbo-Funktionalität


    In nachfolgender Tabelle haben wir die technischen Daten der "Richland"-APUs zusammengefasst, die allesamt im Sockel FM2 platz nehmen. Allerdings sollte eine Unterstützung der neuen APUs durch das BIOS-/UEFI des Mainboards zuvor sichergestellt sein. Bezüglich des kommenden Sockels FM2+ für "Kaveri" ließ uns AMD wissen, dass auf entsprechenden Mainboards auch "Trinity" und "Richland" unterstützt werden. Wie sich auf der diesjährigen Computex abzeichnet, wird der Nachfolger "Kaveri" aber wohl umgekehrt höchstens in Einzelfällen auf FM2-Mainboards laufen können. Offiziell mochte sich AMD zu "Kaveri" auf FM2 jedoch noch nicht äußern.

    AMD


    An den Chipsätzen, die ja mittlerweile nur noch aus der früheren Southbridge bestehen, hat sich nichts verändert. Es stehen weiterhin drei Variationen des Fusion Controller Hubs (FCH) zur Verfügung, die allesamt in Strukturgrößen von 65 nm gefertigt werden. Als TDP gibt AMD 2,7 bis 4,6 W an. Unterstützt werden damit auch die aktuellen Schnittstellen USB 3.0 und SATA 6Gb/s.

    AMD


    [Break=Testsysteme]

    Plattformen:
    • "Trinity":
      • A10-5800K
      • A10-5700
      • ASUS F2A85-M PRO (µATX; A85X)
    • Richland:
      • A10-6800K
      • A10-6700
      • ASUS F2A85-M PRO (µATX; A85X)


    Weitere Hardware:
    • RAM
      • G.Skill RipjawsX F3-14900CL9D-8GBXL (Verwendet als DDR3-1866 9-10-9-24 @ 1,55 V bzw. DDR3-2133 10-11-10-26 @ 1,65 V)
    • Kühlung
      • Scythe Mugen
      • Xilence 2ComponentFan 120 (Zur Belüftung des Mugen)
      • Papst 8412 N/2GMLE (Zur Belüftung der Spannungswandler)
    • Festplatte
      • Samsung HD502HJ
    • Optisches Laufwerk
      • LG CH10LS20
    • Netzteil
      • HEC P3D300
    • Grafikkarten
      • AMD Radeon HD 6570
        • Streamprozessoren: 480 (5D)
        • GPU-Takt: 650 MHz
        • RAM: 512 MB DDR3
    • Verbrauchsmessgerät: Voltcraft Energy Check 3000


    AMD A10-5800K - Hardware AMD A10-5800K - Hardware AMD A10-5800K - Hardware AMD A10-5800K - Hardware


    Wo wir konnten haben wir die Werte des Intel Core i3-3225 aus einem vorangegangenen Artikel übernommen. Wir bitten um Verständnis, dass diese Werte nicht mit aktuellsten Treibern und auch nicht bei jedem Test durchgeführt wurden. Das System steht uns aktuell nicht zur Verfügung.

    Software:
    • Windows 7 (64 Bit) SP1 (Build 7601)
    • 3DMark 11 v1.03
    • PCMark 7 v1.0.4
    • Crysis 1 1.0.0.1
    • Crysis Benchmarktool 1.0.0.5
    • DiRT Showdown
    • Cinebench 11.5.2.9
    • 7-Zip 9.20
    • LuxMark 2.0
    • WinRAR 4.20
    • POV-Ray 3.7b39
    • TrueCrypt 7.1
    • Resident Evil 5 Benchmark
    • Crysis 2 1.9
    • Company of Heroes (Gold Edition)
    • Lost Planet 2 Benchmark


    Treiber:
      Als Grafiktreiber kam ein spezieller Launchtreiber zum Einsatz. Das CCC gibt folgende Version an: 13.101-130507a-156998E


    [Break=Benchmark - Cinebench]

    Die bekannte Rendering-Software Cinebench wird von uns in der Version R11.5 und R10 verwendet. Cinebench basiert auf der Cinema-4D-Software von Maxon und liegt in einer 64-Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen.




    Der A10-6800K setzt sich bei CPU- als auch bei GPU-Nutzung deutlich ab. Der kleinere Bruder kann beim CPU-Test zwar noch gut mithalten, unter Verwendung von OpenGL ist der A10-6700 allerdings langsamer als der A10-5700.




    Wie die Single-Leistung im Cinebench R10 vermuten lässt, funktioniert der Turbo bei einzelner Kernbelastung deutlich aggressiver.

    [Break=Benchmark - LuxMark]

    Die Open Computing Language ist ursprünglich von Apple entwickelt worden. Mit der Zeit beteiligten sich weitere Firmen an dem Ansatz, wie etwa IBM, Intel, NVIDIA und AMD. Mittlerweile wird OpenCL von dem Industriekonsortium Khronos Group verwaltet. Die dazugehörige Programmiersprache OpenCL C erlaubt es, Software zu entwickeln, die von der CPU und der GPU profitieren kann. Leider gibt es bis heute sehr wenige Programme, die auf diese Schnittstelle setzen. Wir konnten darunter wiederum nur zwei Anwendungen finden, die es ermöglichen, die Leistungsfähigkeit der APU zu bestimmen. LuxMark ist ein OpenCL-Benchmarktool der ersten Stunde und kann OpenCL-Code selektiv auf CPU-Teil, GPU-Teil oder auf beiden gemeinsam ausführen.


    Die Rangliste setzt sich bei der CPU-Nutzung im LuxMark fort. Die beiden neuen Prozessoren können sich bequem vor das "Trinity"-Spitzenduo setzen.


    Gleiches gilt auch bei der GPU-Nutzung.


    Unter Verwendung von CPU und GPU gleichzeitig erreicht der A10-6800K einen deutlichen Vorsprung, der wohl durch die ihm zustehende, höhere Speicherbandbreite möglich ist.

    [BREAK=Benchmark - POV-Ray v3.7 beta 39]

    Bei POV-Ray handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die Renderleistung in Punkten pro Sekunde (PPS).


    POV-Ray egalisiert leider unsere Erkenntnis aus dem Cinebench R10. Die Single-Thread-Leistung liegt im Falle des A10-6700 unter der des A10-5800K. Bei Nutzung mehrerer Kerne dreht sich dieses Bild hingegen wieder um. Wir konnten bei POV-Ray allerdings beobachten, dass der A10-6700 in den All-Core-Turbomodus geht und im Single-Thread-Test massives Core-Hopping auftrat.

    [Break=Benchmark - 3DMark]

    Wie es sich gehört, statten wir Futuremark noch einen Besuch ab. Obwohl die Benchmarks aus diesem Hause nicht ganz unumstritten sind, gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten. Den 3DMark 11 lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen (High- bzw. Extreme-Preset sind aufgrund der GPU-Limitierung nicht sinnvoll).




    Als weitere Version haben wir ebenfalls den 3DMark 06 durchgeführt:


    In beiden von uns verwendeten 3D-Mark-Versionen können die "Richland"-APUs die Vorgänger hinter sich lassen. Dabei Erreicht sogar der A10-6700 mit einer TDP von 65 W mehr Punkte als der mit 100 W spezifizierte A10-5800K.

    [Break=Benchmark - PCMark 7]

    Der PCMark bietet verschiedene Suiten, die unterschiedliche Bereiche des PCs testen. Wir nutzen neben dem Standard-Durchlauf noch zusätzlich die Computation- sowie die System-Storage-Suite und können somit ein detailliertes Ergebnis erzielen.


    Beim PC-Mark setzt sich der A10-6700 zwischen die beiden Vertreter der Generation "Trinity" und der A10-6800K kann einige Punkte mehr als der A10-5800K erzeugen. Dem Intel liegt dieser Benchmark offensichtlich sehr gut und kann sich von der AMD-Konkurrenz noch immer um 11 % absetzen.

    [Break=Anwendung - 7-Zip & WinRAR]

    Zwei gängige Komprimierungsanwendungen sind das proprietäre WinRAR und das quelloffene 7-Zip. Mit beiden Anwendungen komprimieren wir das gleiche Verzeichnis mit unterschiedlich großen Dateien. Bei 7-Zip werden mit unserer Einstellung nur zwei Kerne genutzt, WinRar hingegen nutzt alle Ausführungseinheiten.


    Bei 7-Zip können beide "Richland"-Vertreter sich vor die "Trinity"-Konkurrenz setzen, dem Intel-Prozessor auf Ivy-Bridge-basis können Sie allerdings nichts anhaben.


    Da der Intel-Prozessor nur zwei Kerne mit HTT zur Verfügung hat, können die beiden neuen AMD-APUs an diesem vorbeiziehen.

    [BREAK=Anwendung - Handbrake]

    Die freie Software Handbrake ermöglicht das einfache Transcodieren von Videos in verschiedene Formate. Wir verwenden dazu das kostenlose Video Big Buck Bunny und wandeln es im Single-Pass-Verfahren in ein H.264-Format um. Das nachfolgende Diagramm stellt dar, wieviele Bilder in der Sekunde von den jeweiligen Prozessoren berechnet werden können. Eine OpenCL-Beschleunigung findet hierbei nicht statt!


    Der A10-6700 ist in diesem Test auf Augenhöhe mit dem A10-5800K, obwohl er ein gutes Stück weniger Energie verbraucht. Der A10-6800K ist noch einmal um ganze 8 % schneller.

    [BREAK=Anwendung - TrueCrypt]

    TrueCrypt erschien im Jahr 2004. Seit der Version 1.0 hat sich einiges getan und da auch viele unserer Foren-Nutzer an dessen Performance interessiert sind, darf es nicht fehlen. Der interne Benchmark bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Verschlüsselungsalgorithmen zu prüfen. Dazu wird der Arbeitsspeicher als Zwischenspeicher verwendet, um auch schnellere Laufwerke wie SSDs berücksichtigen zu können. Für unseren heutigen Test ist vor allem der Durchsatz bei der AES-Verschlüsselung interessant.


    Die Auflösung der Ergebnisse ist nicht sonderlich hoch. Dennoch können sich beide "Richland"-Kandidaten recht deutlich vor die "Trinity"-Vertreter setzen.

    [break=Spiel - Crysis]

    Crysis ist ein DirectX-10-Spiel, welches einen integrierten CPU-Benchmark in 64 Bit bietet. Wir starten den Benchmark mit Hilfe des kostenlosen "Crysis Benchmark-Tools".


    Bei Crysis liegen die neuen APUs minimal vor den "Trinity"-Ablegern. Auffällig ist hier vor allem der verbesserte Minimum-FPS-Wert.

    [BREAK=Spiel - Company of Heroes]

    Company of Heroes stellt einen weiteren bekannten Vertreter unserer Tests dar. Alle E-Serie-APUs mussten sich in dem Spiel beweisen, zuletzt haben wir auch ein Einstiegsmodell der A-Serie den Benchmark durchlaufen lassen. Aus der Übergangsphase von DirectX 9 zu DirectX 10 stellt es einen älteren Titel dar. Als Strategiespiel sieht es nun so aus, dass auch eigentlich zu niedrige Bildraten noch als spielbar empfunden werden. Als kleines Spiel zwischendurch ist es durchaus vorstellbar und prädestiniert für eine günstige Plattform wie die kleineren AMD-APUs. Da die Grafikleistung sich schon im letzten Test mit einer A-Serie-APU als limitiert herausstellte, haben wir an dieser Stelle noch einmal nachgeforscht. Im Spiel selbst lässt sich die vertikale Synchronisation nicht deaktivieren. Per manuellem Eingriff via Kommandozeilenparameter darf sich die Engine nun auf unseren Testplattformen austoben. Welche Werte wir erreicht haben, seht ihr im Folgenden.




    Bei Company of Heroes sehen wir bei der niedrigen Auflösung einen Unterschied von ein bis drei Bilder in der Sekunde zwischen beiden Generationen. Bei höherer Auflösung sehen wir, dass die Minimum-FPS bei den "Richland"-APUs besser ausfallen.

    [Break=Spiel - DiRT Showdown]

    DiRT Showdown war 2012 einer der Vorzeigetitel aus AMDs Gaming-Evolved-Programm. So sind in die Spieleengine zum Beispiel AVX- und DirectX-11-Unterstützung eingeflossen. Zudem skaliert die Engine relativ gut mit der Kernzahl. Wir testeten mit Hilfe eines leicht modifizierten Benchmark-Skripts fünf Durchläufe der Miami-Map ohne Gegenspieler.


    Bei DiRT Showdown sind alle AMD-APUs etwa auf Augenhöhe. "Trinity" muss sich den Neulingen aber um rund 5 % geschlagen geben.

    [BREAK=Spiel - Lost Planet 2]
    Quelle: Wikipedia

    Der erste Teil von Lost Planet aus dem Hause Capcom führte den Spieler durch das ewige Eis. Während man sich ständig vor dem Erfrieren schützen musste, war die Verteidigung gegen teils riesige Aliens angesagt. Die Grafik des damaligen DirectX-10-Titels brachte so manche Grafikkarte ins Schwitzen. Der zweite Teil führt in wärmere Gefilde wie den tiefsten Dschungel, bringt aber auch die Technik auf Vordermann. DirectX 11 kann genutzt werden. Compute Shading und Tesselation heißen die neuen Herausforderungen.








    Bei den verschiedenen Einstellungen ist der A10-6700mit dem A10-5800K mindestens gleich auf und das bei geringerer TDP-Einstufung. Der A10-6800K kann sich durchweg an die Spitze setzen, die Differenz ist allerdings nur gering.

    [BREAK=Spiel - Resident Evil]

    Viele sind wohl mit den Resident-Evil-Spielen aufgewachsen. Weil der Benchmark sehr gut reproduzierbare Werte liefert, haben wir diesen schon zur Veröffentlichung der ersten A-Serie-APUs verwendet und nutzen ihn immer wieder gerne.




    Je nach Auflösung kann sich die "Richland"-Generation unterschiedlich gut von dem Vorgänger absetzen.

    [BREAK=Direktvergleich "Richland" / "Trinity"]
    Wir wollen auf dieser Seite beleuchten, inwieweit "Richland" ohne Taktsteigerung dem Vorgänger gegenübersteht. Dazu haben wir den Basistakt des 6800K auf das Niveau des 5800K gebracht und auch den RAM auf 1866 MHz runtergeregelt. Der Turbo ist in den folgenden Tests selbstverständlich ebenfalls deaktiviert.


    Wir haben bewusst die grafiklastigen Tests aus diesem Vergleich herausgelassen. Wie wir sehen, gibt es taktbereinigt quasi keine Verbesserungen von "Richland" gegenüber "Trinity".

    [BREAK=Detailbetrachtung Dual Graphics]
    Dual Graphics ist im Prinzip ein asynchroner CrossFirebetrieb zwischen der integrierten und einer zusteckbaren GPU. Entgegen anderer Verlautbarungen ist "Richland" für den Desktop nicht Dual-Graphics-fähig mit Grafikkarten der GCN-Architektur. AMD erklärt den Grund dafür damit, dass die GCN-basierenden Grafikkarten für Desktoprechner zu leistungsstark im Vergleich zur integrierten GPU sind und damit der CrossFire-Betrieb nur ein inhomogenes Spielerlebnis ermöglichen würde. Der Begründung können wir folgen, da die langsamste GCN-Karte tatsächlich die Radeon HD 7750 ist, welche ohne Frage deutlich mehr Leistung als die IGP beispielsweise der "Trinity"-APU entfalten kann.


    Mittels CrossFire zwischen APU und Radeon HD 6570 können wir dennoch eine bis zu 80-prozentige Leistungssteigerung erzielen. Bei DX9 funktioniert CrossFire mit der APU hingegen nicht, obwohl dies laut AMD eigentlich seit der Vorstellung von "Trinity" unterstützt werden soll. Das Leistungsplus wird allerdings mit dem Preis der üblichen CrossFire-Probleme erkauft. So konnten wir in Crysis Texturflackern und in Lost Planet 2 Mikroruckler und leichtes Texturflackern mit dem bloßen Auge erkennen.

    [BREAK=Detailbetrachtung Turbo-Leistung]
    In diesem Kapitel wollen wir klären, ob AMD an der Turbo-Funktion noch etwas geschraubt hat. Dazu treten die beiden Top-Modelle gegeneinander an:


    Wir sehen zwar minimale Abweichungen, die Leistung nimmt jedoch bei beiden APUs im Mittel nur um 2% zu. Hier darf allerdings nicht vergessen werden, dass der Turbomodus des A10-6800K prozentual schwächer ausfällt als der des A10-5800K.

    [BREAK=Leistungsaufnahme]
    Das Thema Leistungsaufnahme ist mit den Jahren ein entscheidender Faktor geworden. Neben den immer weiter steigenden Strompreisen bedeutet jedes zusätzliche Watt, dass dieses auch abgeführt werden muss. Anstatt wie so oft bekannte Tools wie Prime95 oder FurMark zu bemühen, haben wir uns für alltagsnahe Szenarien entschieden. Die Leerlauf-Leistungsaufnahme stellt den wohl größten Anteil im Leben eines PCs dar. Dann folgt das ideale Anwendungsprofil für eine A-Serie APU, eine Videokonvertierung, sowie ein Wert aus dem Rennspiel DiRT Showdown von Codemasters. Doch sehen wir uns an, was für Werte vorliegen.


    Im Idle hat sich, wie wir sehen können, nichts getan.


    Bei der Videowiedergabe eines 1080p Videos mit dem VLC-Mediaplayer, können sich die Richland-APUs ein kleines Bisschen von den Vorgängermodellen absetzen.


    Ein Flash-Video auf der Online-Plattform Youtube erzeugt hingegen auf dem System mit der A10-6800K-APU eine höhere Last. Als Grund dafür kann der von uns verwendete Google Chrome 27 genannt werden, bei dem die Hardwarebeschleunigung von Flashvideos nicht funktioniert.


    Auf den vorherigen Seiten konnten wir sehen, dass die Richland-APUs etwas mehr Spieleleistung haben als die direkten "Trinity"-Vorgänger. Um so überraschender ist, dass die Leistungsaufnahme des A10-6700 im Vergleich zum A10-5700 sogar deutlich gesunken ist!


    Bei Handbrake scheinen alle AMD-APUs ihr TDP-Limit auszuschöpfen. Richland und "Trinity" können kaum unterschieden werden. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Richland mehr Bilder in der Sekunde abarbeitet.


    Mit 7-Zip haben wir nur 2 Threads genutzt. Dabei können wir sehen, dass sich die beiden Richland-APUs oberhalb ihrer Vorgänger positionieren.

    [BREAK=Fazit]


    Die folgende Tabelle zeigt die relative Leistung über alle Tests bezogen auf den A10-5700:

    A10-5700A10-5800KA10-6700A10-6800K
    Spiele100 %113 %115 %128 %
    CPU-Benchmarks100 %108 %110 %116 %
    GPU-Benchmarks100 %102 %104 %111 %
    Anwendungen100 %104 %104 %114 %
    Gesamt100 %108 %110 %119 %

    Vor allem in Spielen konnte AMD mit den "Richland"-APUs noch einmal nachlegen. Unter anderem durch den höheren RAM-Takt kann der A10-6800K in den von uns getesteten Spielen gegenüber dem Vorgänger A10-5800K um 13 % zulegen. Bei den Anwendungen sind es immerhin 10 %. Das ist mehr als durch die Steigerung des Basistaktes um 7,9 % bzw. des Turbotaktes um 4,8 % vermuten lassen würde. Der A10-6700 kann im Vergleich zu seinem direkten Vorgänger sogar noch besser zulegen. Bei Spielen sind es hier sogar 15 %, bei Anwendungen liegt er gleich auf mit dem A10-5800K, obwohl die TDP um mehr als ein Drittel gesenkt wurde.

    Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass AMD nicht an der IPC, sondern vor allem an der Effizienz der APUs gearbeitet hat. Vor allem der A10-6700 hat uns sehr gut gefallen. AMDs Modellpflege ist also durchaus gelungen. Die höhere Effizienz durch den geringeren Verbrauch dürfte vor allem für Notebooks von Vorteil sein. Auf dem Sockel FM2 hat es immerhin für einige MHz mehr gereicht. Apropos Sockel: Wie wir erfahren haben wird Richland, wie auch "Trinity" auf dem spekulierten Sockel FM2+ für Kaveri funktionieren. Mit Richland kann AMD zumindest den Ivy-Bridge in Form des i3-3225 in quasi jedem Test hinter sich lassen. Die Verbesserung der Leistungsaufnahme reicht an die Effizienz der Konkurrenz allerdings noch nicht heran, die Preis/Leistung hat sich dafür noch einmal verbessert.


  2. Die folgenden 46 Benutzer sagen Danke zu Onkel_Dithmeyer für diesen nützlichen Beitrag:

    Affinator (05.06.2013), Am2501 (07.06.2013), Andy06 (06.06.2013), Atlan78 (05.06.2013), Bartfratze (05.06.2013), Bobo_Oberon (05.06.2013), btolksdorf (09.06.2013), Cepho (22.08.2013), cologne46 (07.06.2013), David64 (05.06.2013), denjo (05.06.2013), deoroller (05.06.2013), derDruide (05.06.2013), DonGeilo (05.06.2013), Dr4go (05.06.2013), Dr@ (05.06.2013), Effe (05.06.2013), FredD (05.06.2013), Imp (06.06.2013), isigrim (05.06.2013), klomax (05.06.2013), Krümel (21.06.2013), Linkal (05.06.2013), MastorDisastor (05.06.2013), MrBad (05.06.2013), nazgul99 (05.06.2013), ONH (05.06.2013), Opteron (05.06.2013), Ordrosh (05.06.2013), pokasser (05.06.2013), Raspo (05.06.2013), Runningduck (05.06.2013), S.I. (10.06.2013), samm (05.06.2013), Scour (06.06.2013), Sefegiru (05.06.2013), Sje8607 (05.06.2013), skibice (05.06.2013), Sonnyboy (07.06.2013), sonyfriend (10.06.2013), Soran (06.06.2013), Species_0001 (05.06.2013), Stryki (09.06.2013), tm0975 (09.12.2013), wintermute_3dc (05.06.2013), yasu (05.06.2013)

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