HP Stream Notebook mit AMD Mullins auch ohne Windows

Bereits gestern haben wir über den geplanten 199-Dollar "Chromebook-Killer" von Microsoft aus der HP-Stream-Serie berichtet. Das Notebook soll mit schlanker und günstiger Hardware von AMD einen ähnlichen Markt bedienen wie das Chromebook von Google, also gerade genug Leistung bieten, um ins Internet zu kommen und dort dann online in der Cloud oder mit Online-Diensten arbeiten zu können.

Während wir gestern noch, basierend auf den Meldungen von Winfuture, davon ausgingen, dass das Gerät grundsätzlich mit Windows 8.1 und OneDrive-Abo zu einem Preis von 199 US-Dollar angeboten werden wird, haben wir inzwischen selbst Zugriff auf das ominöse HP-Dokument, in dem das HP Stream detailliert beschrieben wird. Und dort ist folgendes zu finden:

hp_stream_note
Obwohl die gesamte Initiative zu diesem Projekt offenbar von Microsoft ausging, plant HP augenscheinlich auch eine Variante des Geräts ohne Zwangsbündelung mit Windows 8.1 und OneDrive-Abo. Das wird die Linux-Gemeinde aufhorchen lassen, schließlich gibt es auch dort zahlreiche schlanke Distributionen, mit denen sich das HP Stream betreiben ließe. Dass das automatisch zu einem noch niedrigeren Einstandspreis führen wird als mit Windows/OneDrive, darf jedoch bezweifelt werden, da Microsoft das Projekt sicherlich subventionieren wird, um Kunden für seine Cloudlösungen werben zu können.

hp_stream_components

Ein Blick in das HP-Dokument offenbart zudem, dass für das Gerät zahlreiche "localized" Varianten für die verschiedenen Märkte vorgesehen sind, allerdings ausschließlich mit AMD-APU. Es wird allem Anschein nach also keine Variante mit Intel-CPU geben, was doch bemerkenswert ist angesichts der Historie. Sollte dem so sein, dürfte AMD neben Sony Playstation 4 und Microsoft Xbox One noch ein weiteres exklusives und umsatzträchtiges Betätigungsfeld für seine APUs aufgetan haben, denn laut Dailytech betrug der Marktanteil des Chromebook am gesamten US-Notebook-Markt immerhin 21 Prozent.

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