Special: Shuttle PC61J 300W

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Schaltungsdesign und Kühlung

Elektronik

Wie bereits erwähnt, fer­tigt FSP das Netz­teil und hat sich hier für ein hori­zon­ta­les Kühl­prin­zip ent­schie­den. Die bei­den gro­ßen Kühl­kör­per befin­den sich am Rand, las­sen im Zen­trum genü­gend Luft­strom zu und bil­den eine Art Luft­tun­nel. Als gutes Netz­teil ver­fügt das Modell über eine umfang­reich auf­ge­bau­te Ein­gangs­fil­te­rung. Der modi­fi­zier­te Fluss­wand­ler mit gewich­te­ter Rege­lung unter­schei­det sich kaum von den ATX-Lösun­gen. Im Pri­mär­kreis wer­den alle Funk­tio­nen der Steue­rung und Über­wa­chung qua­si von einem IC (CM6805A) über­nom­men. Acti­ve PFC gehört mitt­ler­wei­le zum Stan­dard, trotz­dem ist es gut zu sehen, dass auch sel­ten getes­te­te Form­fak­to­ren regel­mä­ßig mit die­ser Schal­tung kommen.

Pri­mär­sei­tig hat FSP einen Kon­den­sa­tor von Teapo ver­baut. Auf der Sekun­där­sei­te ver­wen­det der Her­stel­ler die KZH-Serie von Nip­pon-Che­mi­con und die SZ-Serie von Teapo. Wer die Kom­bi­na­ti­on aus japa­ni­scher Pro­duk­ti­on mit güns­ti­ge­ren Kon­den­sa­to­ren frag­wür­dig fin­det, hat in die­sem Fall durch­aus recht. Die KZH erlau­ben einen höhe­ren maxi­ma­len Ripp­le­strom. Unter iden­ti­schen Bedin­gun­gen ver­lie­ren sie erst nach deut­lich län­ge­rer Zeit den­sel­ben Kapa­zi­täts­wert. Bei Pro­du­zen­ten in die­ser Grö­ßen­ord­nung ist eine Misch­be­stü­ckung aber zu erwar­ten. Hin­zu kommt, dass die Pra­xis­er­fah­run­gen häu­fig von den Wer­ten im Daten­blatt abwei­chen, da die Fre­quen­zen und Tem­pe­ra­tu­ren von den ange­ge­be­nen Wer­ten abwei­chen. Es wird ver­sucht, die ange­peil­ten Zie­le bei der MTBF und Lebens­dau­er zu erreichen.

Kühlung

FSP setzt auf einen Lüf­ter mit der Bezeich­nung MGA5012LR-A20, ein Typ mit Rif­le Bea­ring. Hier­bei han­delt es sich um eine Gleit­la­ger­mo­di­fi­ka­tio­nen, bei denen sich  Ril­len am Außen­rand des Schafts befin­den, um das Schmier­mit­tel bes­ser zu ver­tei­len. Sie sind etwas güns­ti­ger als FDBs, aber bes­ser als die ein­fachs­ten Gleit­la­ger. Der Lüf­ter zieht die erwärm­te Luft aus dem Gehäu­se und bekommt dabei zusätz­li­che Frisch­luft über Belüf­tungs­lö­cher auf der Ober­sei­te. Über der Sekun­där­sei­te sind zusätz­li­che  Öff­nun­gen, da der hin­te­re Teil am schlech­tes­ten gekühlt wird.