Die Zukunft ist analog

Fach­be­reich Elek­tro­tech­nik und Infor­ma­tik der FH Müns­ter lädt ein zu Vor­trag über Analogrechner

Münster/Steinfurt (8. Okto­ber 2021). Mit­te der 1980er Jah­re wur­den sie zuneh­mend durch Digi­tal­rech­ner ver­drängt, jetzt sind sie wie­der im Gespräch: Ana­log­rech­ner. Wäh­rend gän­gi­ge digi­ta­le Com­pu­ter inzwi­schen in eini­gen Berei­chen an ihre Gren­zen sto­ßen, hat das Rech­nen mit­tels mecha­ni­scher und elek­tri­scher Vor­gän­ge, das bereits im 19. Jahr­hun­dert ent­wi­ckelt wur­de, wie­der Zukunfts­po­ten­zi­al. In sei­nem öffent­li­chen Vor­trag „Die Zukunft ist ana­log – Neue Rech­ner­ge­nera­tio­nen ‚Bey­ond Moo­re‘“ spricht Dr. Sven Köp­pel, Mit­grün­der des Ber­li­ner Start-ups „anab­rid“, auf Ein­la­dung des Fach­be­reichs Elek­tro­tech­nik und Infor­ma­tik der FH Müns­ter am Mitt­woch (13. Okto­ber) über die­se alte und zugleich aktu­el­le Tech­no­lo­gie. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 17:15 Uhr in Raum D 144 auf dem Stein­fur­ter Cam­pus, Ste­ger­wald­stra­ße 39. Es gel­ten die all­ge­mei­nen Hygie­ne­re­geln sowie die 3G (gene­sen, getes­tet oder geimpft). Eine Anmel­dung zum Vor­trag ist erfor­der­lich unter fh.ms/analogrechner.

Neue exo­ti­sche Com­pu­ter­ar­chi­tek­tu­ren for­dern Digi­tal­rech­ner zuneh­mend her­aus“, erläu­tert Köp­pel. „Dazu zäh­len etwa das Quan­ten­com­pu­ting oder Künst­li­che Intel­li­genz.“ Lan­ge Zeit habe im Bereich der Halb­lei­ter­tech­no­lo­gie das soge­nann­te „Moore’sche Gesetz“ gegol­ten, wonach sich die Kom­ple­xi­tät inte­grier­ter Schalt­krei­se regel­mä­ßig ver­dop­pe­le. „Heu­te sehen wir aller­dings, dass die Fort­schrit­te digi­ta­ler Rechen­tech­ni­ken auf abseh­ba­re Zeit zum Sta­gnie­ren kom­men wer­den“, betont der Phy­si­ker. Das elek­tri­sche Ana­log­rech­nen kön­ne einer­seits als Brü­cken­tech­no­lo­gie die­nen. Zudem sei das Rech­nen mit ana­lo­gen Span­nun­gen und Strö­men neben Digi­tal- und Quan­ten­com­pu­tern auch eine ganz eige­ne, viel­ver­spre­chen­de Com­pu­ter­ar­chi­tek­tur. „Ana­log­rech­ner sind bei vie­len Pro­ble­men ener­gie­spa­ren­der und schnel­ler als Digi­tal­rech­ner“, erklärt Köp­pel. In sei­nem Vor­trag beleuch­tet er Anwen­dungs­fel­der für Ana­log­rech­ner von Künst­li­cher Intel­li­genz über Flu­id­si­mu­la­tio­nen bis hin zu Por­ta­bles und Medizintechnik.

Der Vor­trag ist Teil des Kol­lo­qui­ums des Fach­be­reichs Elek­tro­tech­nik und Infor­ma­tik der FH Münster.

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