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Montag, 18. Juni 2007

16:56 - Autor: pipin

Supercomputer mit 16.000 "Barcelona" Prozessoren geplant

Laut einer Präsentation plant die amerikanische National Science Foundation einen Supercomputer bestehend aus annähernd 16.000 Quad-Core Prozessoren. Diese werden von AMD geliefert.

Die Systemkonfiguration listet 15.744 AMD Opteron "Barcelona" Prozessoren und baut damit auf 3.936 Nodes zu je vier Prozessoren auf. Partner bei der Entwicklung ist Sun.

Das System das ab dem 1. Dezember 2007 seine Arbeit aufnehmen soll, wird dabei in der Endausbaustufe eine Leistung von 529 Teraflops besitzen. Zum Vergleich dazu bringt es der momentan leistungsstärkste Supercomputer der Top500-Liste auf "nur" 367 Teraflops.

Danke an Dresdenboy für den Hinweis.

Quelle: Präsentation (PDF)

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Freitag, 15. Juni 2007

10:50 - Autor: TiKu

TU Chemnitz unterstützt über Planet 3DNow! Folding@Home

Viele Universitäten mit einer Informatik-Fakultät besitzen auch ein Zentrum für Hochleistungsrechnen. Solche Zentren verfügen in der Regel auch über entsprechende Hardware, also über Clustersysteme mit mehreren Dutzend oder gar hunderten bis hin zu tausenden Knoten (1 Knoten = 1 Einzelsystem). Die Systeme stehen nicht nur für interne Projekte der jeweiligen Universität zur Verfügung, sondern können oft auch von anderen Einrichtungen und Firmen genutzt werden.

Am 7. Februar diesen Jahres nahm die TU Chemnitz ihren Linux-Cluster CHiC offiziell in Betrieb. Dieser besteht aus 538 Knoten mit insgesamt 2152 Prozessorkernen vom Typ AMD Opteron 2218. Mit einer Spitzenleistung von ca. 11 TFLOPs schafft es das System in die Top100 der berühmten Top500-Liste der Supercomputer.

Unser User MEGAOerti, Student an der TU Chemnitz, ist näher mit dem Interdisziplinären Zentrum für Hochleistungsrechnen der TU Chemnitz involviert und darf Teile des CHiC selbst für Forschung und Lehre einsetzen. Als Performance-Test lässt er derzeit auf 70 Knoten Folding@Home laufen. Diese Arbeiten dienen der Evaluierung der Leistungsfähigkeit des CHiC, in diesem Fall ist Folding@Home also Mittel zum Zweck.

Folding@Home ist ein Projekt der Stanford University, welches die Faltung bzw. Fehlfaltung von Proteinen und damit zusammenhängende Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Krebs erforscht. An Folding@Home kann jeder mit seinem eigenen Computer oder PlayStation 3 teilnehmen; Voraussetzung ist ein Internetzugang, die "Belohnung" besteht aus umfangreichen Statistiken über die dem Projekt gespendete Rechenzeit.

Dankenswerterweise lässt MEGAOerti Folding@Home über den Account von Planet 3DNow! laufen, sodass unser Team derzeit einen immensen Leistungsschub erfährt.

Links zum Thema


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Sonntag, 1. April 2007

23:12 - Autor: Nero24

Aprilscherze 2007

Die aufmerksamen Leser haben es natürlich bemerkt: unsere beiden Meldungen von heute Bundesregierung plant Strafsteuer auf energieverschwendende Computer und Barcelona mit integrierter R600 Grafik waren natürlich nicht authentisch, sondern sind anlässlich des heurigen 1. April der Phantasie der jeweiligen Autoren entsprungen. Damit reihen sie sich ein in die Phalanx unserer teilweise heftigen, teilweise leichten Aprilscherze der letzten Jahre:Interessanterweise sind einige der Scherze von damals heute Realität: siehe Dual-Core, siehe Fusion AMD und NVIDIA - wenn auch in leichter Abwandlung ;) Doch auch andere Webseiten haben mit Aprilscherzen nicht gespart. Hier eine kleine Auswahl:Viel Spaß beim Schmunzeln.

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Freitag, 16. März 2007

00:01 - Autor: Nero24

Folding@Home auf der PlayStation 3

Die Sony PlayStation 3, die in diesen Tagen ihre Deutschland-Premiere feiert, ist ein wahres Rechenmonster. Ausgestattet mit dem von IBM entwickelten Cell-Prozessor ist die PS3 jedem noch so flotten x86-PC bei der schieren Rechenleistung weit überlegen. In der bei der PlayStation 3 verwendeten Variante mit 3,2 GHz Takt, 7 aktiven Synergistic Processing Elements (SPE) und einem PowerPC Processing Element (PPE) liegt die Peak-Performance bei über 200 GFLOPS (Single Precision) bzw. 15 GFLOPS (Double Precision).

Bereits im letzten Jahr veröffentlichten die Entwickler der Distributed Computing Software Folding@Home, wo auch Planet 3DNow! mit einem Team vertreten ist, eine Übersichtsseite, auf der die Absicht kund getan wurde, für die PlayStation 3 einen F@H-Client zu programmieren. Folding@Home untersucht die sogenannte Proteinfaltung. Fehlfaltungen können eine Vielzahl von Krankheiten auslösen. Um diese besser behandeln zu können, ist ein genaues Verständnis der komplexen bei der Proteinfaltung ablaufenden Prozesse nötig. Da ein Supercomputer zu teuer wäre, bedient das Projekt sich des bewährten Konzepts des Verteilten Rechnens. Jeder, der über einen Internetanschluss verfügt, kann die überschüssige Rechenkapazität seines Computers dem Projekt zur Verfügung stellen. Alle Rechner zusammen bilden eine Art Super-Computer, welcher derzeit ca. 235 TFLOPS erreicht und damit Platz 2 der aktuellen Top500-Liste der schnellsten Computer belegen würde.

Um den weiter steigenden Bedarf an Rechenkapazität zu decken, ging das Folding@Home-Projekt schon im vergangenen Oktober einen ungewöhnlichen Weg: Damals wurde ein Client für ATI-Grafikkarten veröffentlicht. Im selben Monat erblickte auch ein Client das Licht der Welt, welcher mehrere Prozessoren gleichzeitig nutzen kann, also SMP-fähig ist. Diese Clients sowie der PS3-Client sind Teil der Petaflop-Initiative, welche zum Ziel hat, mit nur ca. 200.000 Projektteilnehmern eine Rechenleistung von 1-10 PFLOPS zu erreichen.

Heute nun hat Sony eine Presseerklärung veröffentlicht, in der die Zusammenarbeit zwischen Sony und der Stanford University im Bezug auf Folding@Home bekannt gegeben wurde. Dabei soll sich der PS3-Client ein wenig von den bei PCs üblichen Clients unterscheiden und dem Anwender ein Mindestmaß an Interaktivität ermöglichen, um zum Beispiel das Protein, das gerade gefaltet wird, grafisch zu betrachten. Zusätzlich hat Sony ein Fact Sheet veröffentlicht, das dem geneigten PS3-User verdeutlichen soll was F@H ist und wieso die PS3 besonders gut dafür geeignet ist. Hier ein Auszug:

    · A network of roughly 10,000 PS3s can accomplish the same amount of work as the current network or 200,000 PCs in the FAH program.
    · The PS3 graphics chip allows for users to actually watch the protein folding that their particular PS3 is simulating on screen with vivid imagery and color.
    · PS3 users are able to rotate the protein strand and zoom in and out through the use of the SIXAXIS™ wireless controller.
    · PS3 users can view a “live” map of the world that identifies the specific locations where fellow PS3 users are connected to the FAH program.
    · The PS3 FAH program will be available to users by the end of March, 2007.
Diese unglaubliche Rechenleistung (zumindests bei Single Precision Berechnungen) erreicht die PS3 aufgrund der Architektur des Cell-Prozessors. Er ist ein 64-Bit-PowerPC-Prozessor, der Pipeline-Architektur, Simultaneous Multithreading und Multicore-Architektur vereint, um ein besonders hohes Maß an Parallelisierung zu erreichen. Jedes SPE besteht aus einer Recheneinheit (ALU) mit vierfach SIMD, bezeichnet als Synergistic Processing Unit (SPU). Sie verfügt über 128 Register, die jeweils 128 bit groß sind. Zum SPE gehört weiterhin ein Memory Flow Controller (MFC), der DMA-Übertragungen zum Hauptspeicher oder zu anderen SPEs steuert, sowie ein eigener lokaler Speicher von 256 KByte. Die einzelnen Prozessorkerne sind über einen Element Interface Bus (EIB) mit 96 Byte pro CPU-Takt gekoppelt. Sowohl das PPE, als auch die SPEs können pro CPU-Takt mit 8 Byte auf den EIB zugreifen. Der EIB ist dabei als Ringbus (4x128-Bit) realisiert und wird mit halbem CPU-Takt getaktet. Zugriff auf den Hauptspeicher erfolgt über einen Memory Interface Controller (MIC).

Voraussichtlich Ende März, also pünktlich zum voraussichtlichen Verkaufsstart in Europa, wird ein Software-Update für die PlayStation 3 erscheinen, das Folding@Home in das Menü der Konsole integriert. Wer nicht so lange warten, sondern sofort der Wissenschaft helfen möchte, kann mit seinem Rechner dem Planet 3DNow! Folding@Home-Team beitreten. Eine Anleitung dazu findet sich in unserem Folding-Forum.

Links zum Thema:

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Mittwoch, 7. Februar 2007

18:57 - Autor: pipin

TU Chemnitz mit neuem Hochleistungsrechner

Die Technische Universität Chemnitz (TU Chemnitz) und AMD nahmen heute im Rahmen eines Festaktes den neuen Hochleistungsrechner für wissenschaftlich-technische Simulationen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie für Optimierungen realitätsnaher Probleme im nichttechnischen Bereich in Betrieb.

Der Linux-Cluster besteht aus 538 Serverknoten mit insgesamt 2.152 AMD Opteron Prozessoren der nächsten Generation (Revision F) und dürfte mit seinen elf TeraFlops
Einzug in die TOP100 der Weltrangliste der stärksten Supercomputer halten.

Die komplette Pressemitteilung von AMD findet Ihr hier.

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Montag, 13. November 2006

12:45 - Autor: pipin

Cray mit neuem Opteron-Supercomputer

Auf der momenten in Tampa stattfindenden Supercomputing-Konferenz SC06 soll Cray nach Angaben von ZDNet heute die Nachfolger des XT3 vorstellen, der unter anderem im Red Storm (2. Platz TOP500) zum Einsatz kommt.

Der XT4 soll noch in diesem Jahr ausgeliefert werden und die Technologien des XT3 und des XD1 vereinen. Zusätzlich folgt mit dem SeaStar2 eine neue Version des Interconnect-Chips mit HyperTransport-Technologie.

Mit dem XTM ist eine Variante des XT4 geplant und ein zukünftiges Projekt wird unter dem Codenamen Baker entwickelt. Dieser wird mit dem Nachfolger des Seastar2, der unter dem Codenamen Gemini firmiert, einen Interconnect-Chip benutzen, der HyperTransport 3.0 kompatibel ist.

    "The next-generation system from the Tera lineage uses the same system boards as the rest of Ranier. Through AMD's Torrenza program, the new chips--code-named Threadstorm--plug into the same sockets used by the Opteron processors, Silverman said. That reduces the price by a factor of 10, Silverman said."

Quelle: Cray to introduce new Opteron supercomputer

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12:15 - Autor: pipin

TOP500 Liste November 2006

Wie wir bereits am Samstag berichteten haben Systeme mit Opteron-Prozessoren in der heute vorgestellten 28. TOP500 Supercomputerliste deutlich zugenommen. Mittlerweile belegt auch der von Cray gebaute Red Storm in den Sandia National Laboratories, der Dank des Upgrades auf Dual-Core Opterons seine Leistung auf 101,4 Tflops/s in etwa verdreifachen konnte, den zweiten Platz der Liste.

Dual-Core Prozessoren sind generell auf dem Vormarsch, denn 75 Systemen mit Dual-Core Opterons stehen immerhin auch schon 31 Systeme mit Intels Woodcrest gegenüber.

Die Top 15 der Liste:

RangAufstellungsortComputerProzessorenJahrRmaxRpeak
1DOE/NNSA/LLNL
United States
BlueGene/L - eServer Blue Gene Solution
IBM
1310722005280600367000
2NNSA/Sandia National Laboratories
United States
Red Storm - Sandia/ Cray Red Storm, Opteron 2.4 GHz dual core
Cray Inc.
265442006101400127411
3IBM Thomas J. Watson Research Center
United States
BGW - eServer Blue Gene Solution
IBM
40960200591290114688
4DOE/NNSA/LLNL
United States
ASC Purple - eServer pSeries p5 575 1.9 GHz
IBM
1220820067576092781
5Barcelona Supercomputing Center
Spain
MareNostrum - BladeCenter JS21 Cluster, PPC 970, 2.3 GHz, Myrinet
IBM
1024020066263094208
6NNSA/Sandia National Laboratories
United States
Thunderbird - PowerEdge 1850, 3.6 GHz, Infiniband
Dell
902420065300064972.8
7Commissariat a l'Energie Atomique (CEA)
France
Tera-10 - NovaScale 5160, Itanium2 1.6 GHz, Quadrics
Bull SA
996820065284063795.2
8NASA/Ames Research Center/NAS
United States
Columbia - SGI Altix 1.5 GHz, Voltaire Infiniband
SGI
1016020045187060960
9GSIC Center, Tokyo Institute of Technology
Japan
TSUBAME Grid Cluster - Sun Fire x4600 Cluster, Opteron 2.4/2.6 GHz and ClearSpeed Accelerator, Infiniband
NEC/Sun
1108820064738082124.8
10Oak Ridge National Laboratory
United States
Jaguar - Cray XT3, 2.6 GHz dual Core
Cray Inc.
1042420064348054204.8
11Maui High-Performance Computing Center (MHPCC)
United States
Jaws - PowerEdge 1955, 3.0 GHz, Infiniband
Dell
520020064239062400
12Texas Advanced Computing Center/Univ. of Texas
United States
Lonestar - PowerEdge 1955, 2.66 GHz, Infiniband
Dell
520020064146055473.6
13Forschungszentrum Juelich (FZJ)
Germany
JUBL - eServer Blue Gene Solution
IBM
1638420063733045875
14The Earth Simulator Center
Japan
Earth-Simulator
NEC
512020023586040960
15Atomic Weapons Establishment
United Kingdom
Cray XT3, 2.6 GHz dual Core
Cray Inc.
781220063250040622

Die komplette Liste findet Ihr hier.

Quelle: 28th Ranking of World’s Top 500 Supercomputers Shows Major Shakeup among Top 10

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Samstag, 11. November 2006

12:27 - Autor: pipin

AMD mit deutlichen Zugewinnen in TOP500 Liste

Die TOP500 Liste der leistungsstärksten Supercomputer wird zwar erst am Montag, den 13. November, auf der in Tampa stattfindenden Supercomputing 06 veröffentlicht, aber bereits jetzt gibt es Informationen über bestimmte Tendenzen innerhalb dieser Liste. Ein Gewinner ist dabei AMD.

Mittlerweile bauen 113 Supercomputer oder 22 Prozent aller Supercomputer auf AMDs Opteron-Prozessoren. Vor einem Jahr waren es noch 55 bzw. lediglich 11 Prozent.
Auf Prozessoren von Intel setzten immerhin noch 261 Systeme, allerdings betrug diese Zahl vor einem Jahr noch 333.

IBMs Power Prozessoren werden nur noch in 93 Supercomputern eingesetzt, aber mit 239 Systemen auf der Liste ist IBM nach wie vor mit Abstand der größte Lieferant. Zusätzlich belegt der Blue Gene/L am Lawrence Livermore National Laboratory weiterhin Platz 1, obwohl seine Leistung im Vergleich zur letzten TOP500 Liste nicht weiter angewachsen ist.

Auf Platz 2 liegt mittlerweile der von Cray gebaute Red Storm in den Sandia National Laboratories, der Dank des Upgrades auf Dual-Core Opterons seine Leistung auf 101,4 Tflops/s in etwa verdreifachen konnte.

Ein alter Bekannter und in der Vergangenheit fast ein Synonym für Supercomputer, der von NEC in Japan gebaute Earth Simulator, belegt mittlerweile nur noch Rang 14 auf der Liste und hat somit weitere 4 Plätze verloren.

Links zum Thema:

Quelle: AMD gains, Intel slumps in latest supercomputer rankings

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Donnerstag, 9. November 2006

20:40 - Autor: pipin

Drittschnellster Supercomputer Deutschlands installiert

Am Rechenzentrum der Universität Karlsruhe wurde Deutschlands drittschnellster Supercomputer durch Fertigstellung der zweiten Ausbaustufe installiert.

Das Parallelrechnersystem wird mit einer Spitzenleistung von über 15 TeraFlop pro Sekunde (1 TeraFlop/s = 1 Billion Rechenoperationen pro Sekunde) aufwarten können und damit nur durch die Höchstleistungssysteme in Jülich und München/Garching übertroffen.

Der HP XC4000 der Firma Hewlett Packard besteht aus 750 Rechenknoten mit je zwei Doppelkernprozessoren des Typs AMD Opteron und einem Hauptspeicher von je 16 GigaByte.

Weitere Einzelheiten könnt Ihr in der Pressemitteilung des Rechenzentrums der Universität Karlsruhe nachlesen.

Fraglich ist, ob das System bereits in der neuen TOP500 Liste vertreten ist, die am nächsten Dienstag offiziell vorgestellt werden wird. In der Liste vom Juni hätte man jedenfalls mit der annoncierten Rechenleistung einen Platz unter den ersten 25 belegt.

Link zum Thema: TOP 500 Juni 2006

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Montag, 6. November 2006

08:58 - Autor: pipin

Prozessor und Infrastruktur Webwatch

Zum Start der Woche haben wir wieder ein paar Artikel zum Thema Mainboards, CPUs und Chipsätze für Euch zusammengetragen.

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Donnerstag, 5. Oktober 2006

18:27 - Autor: algeron

Neuer Supercomputer mit AMD-Opteron-Prozessoren

Das Texas Advanced Computing Center der University of Texas in Austin hat einen neuen AMD-basierten Supercomputer bei SUN-Microsystems in Auftrag gegeben. Zum Einsatz sollen 13.000 Quad-Core Opterons kommen, die mit ihren 52.000 Prozessoren eine Gesamtleistung von über 420 Teraflops/s erreichen werden.
Interessant ist dabei, dass der Aufbau bereits am 01. Juni 2007 beginnen soll, was wohl darauf hindeutet, dass AMD spätestens bis zu diesem Termin den Launch seines Quad-Core plant.

Finanziert wird das Projekt durch Gelder der National Science Foundation, die 59 Millionen U.S.-Dollar für den Aufbau und einen fünfjährigen Betrieb zur Verfügung gestellt hat.

Danke an PuckPoltergeist und mFKomega für den Hinweis!

Links zum Thema

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Freitag, 29. September 2006

18:28 - Autor: TiKu

[UPDATE] Folding@Home: Beta-Test des GPU-Clients beginnt

Im April 2004 sorgte eine Schlagzeile für Wirbel in der Welt des verteilten Rechnens: Die Universität Stanford verkündete damals, dass man an einer Software arbeite, mit der es möglich sei, bei den Berechnungen für Folding@Home auch die Grafikkarte mit einzubeziehen.
Folding@Home rechnet hauptsächlich mit Gleitkommazahlen. Da in dieser Disziplin aktuelle Grafikkarten in Sachen Rechenleistung die aktuellen Prozessoren von AMD und INTEL ziemlich alt aussehen lassen und mit programmierbaren Shadern, PCIe, erhöhter Genauigkeit der Grafikchips und mit Speicher üppig ausgestatteten Grafikkarten inzwischen auch die technischen Voraussetzungen gegeben sind, erhofft man sich von diesem Schritt eine erhebliche Vergrößerung der für das Projekt zur Verfügung stehenden Rechenleistung. Zwischenzeitlich veröffentlichte Benchmark-Ergebnisse lesen sich auch vielversprechend.

Nachdem es um den Client immer mal wieder sehr ruhig war, ist es nun soweit. Die Projektleitung stellt heute den Client auf dem ATI Stream Computing Event in San Francisco der Presse vor, am Montag soll der öffentliche Beta-Test beginnen.
Allerdings lassen sich vorerst nur aktuelle Grafikchips (ab R520) von ATI nutzen. Ob später auch NVIDIA-Karten bei der Erforschung von Alzheimer, Parkinson, Krebs und anderen Krankheiten helfen können, ist noch nicht bekannt.

Update:
ATI hat inzwischen eine Pressemitteilung veröffentlicht. Darin heißt es u. a.:

    "With support for ATI processors, Folding@home participants and disease researchers are tapping into the new capabilities offered by these advanced architectures, with a Radeon X1900 card performing scientific calculations at 20x to 40x the speed of traditional computer processors.(2) At that rate, using the processing power of one ATI Radeon X1900, three years worth of research can now be done in just one month.(3) The processing power of just 5,000 ATI processors is also enough to rival that of the existing 200,000 computers currently involved in the Folding@home project; and it is estimated that if a mere 10,000 computers were to each use an ATI processor to conduct folding research, that the Folding@home program would effectively perform faster than the fastest supercomputer in existence today, surpassing the 1 petaFLOP level.

    [...]

    (2). Based on Stanford University's testing that compares work unit processing on an Intel® Pentium® 4 2.8 GHz processor vs. similar processing being conducted on a Radeon X1900 XT.

    (3). Using 40x speed-up as a metric, what used to take 3 years (1095 days), now takes less than one month (approximately 27 days)."

Links zum Thema:


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Mittwoch, 20. September 2006

13:11 - Autor: pipin

China vor Massenproduktion der Godson CPU

Laut Medienberichten wird China in Kürze mit der Massenprodution des in Eigenregie entwickelten Godson-Prozessors beginnen. Der Godson 2E soll dabei die Performance eines frühen Pentium 4 erreichen.

Mit 47 Millionen Transistoren wird der Godson, der auf Chinesisch Longxing (Drachenchip) heisst, bei einer Taktrate von 1 GHz betrieben.

Weiterhin existieren Pläne den Godson in einem chinesischen Supercomputer einzusetzen, der für das Jahr 2008 geplant ist. In der Zwischenzeit hat das Entwicklungsteam damit begonnen Multi-Core Versionen des Godson zu entwickeln.

Details zum Godson 2E:

  • Modifiziertes MIPS Instruction Set
  • 64-Bit
  • hergesstellt in 90nm
  • Leistungsaufnahme: 3 bis 8 Watt

Der Nachfolger Godson 2F soll bei 30 Prozent mehr Leistung eine um 50 Prozent halbierte Leistungsaufnahme aufweisen und für Ende 2006 geplant sein.

Quelle: China to mass produce Godson CPU

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Donnerstag, 7. September 2006

16:41 - Autor: pipin

Supercomputer mit Cell und Opteron

IBM wird für das Los Alamos National Laboratory einen Supercomputer bauen, der nach Fertigstellung einer der schnellsten Computer der Welt sein wird. Dabei wird "Roadrunner" ein Hybrid-Design besitzen, das sowohl auf IBMs Cell, als auch auf den Opteron von AMD setzt.

In dem Design sollen 16.000 Cell-Prozessoren, sowie 16.000 Opteron-Kerne eingesetzt werden. Roadrunner soll mit dieser Bestückung eine Rechenleistung von ca. einem PetaFLOP erreichen.

Quellen:


Dank an RPGILE für den Hinweis.

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Freitag, 11. August 2006

14:17 - Autor: pipin

Cray mit neuem Supercomputer für das US-Energieministerium

Cray hat vom US-Energieministerium einen Auftrag über den Bau eines Supercomputers im Wert von 52 Millionen US-Dollar erhalten.

Der Supercomputer mit dem Codenamen "Hood" wird am National Energy Research Scientific Computing Center (NERSC) in Berkeley installiert und aus 9.500 Dual-Core Opteron bestehen.

    "The Hood supercomputer at NERSC will consist of over 19,000 AMD Opteron 2.6-gigahertz processor cores, with two cores per socket making up one node. Each node has 4 gigabytes (4 billion bytes) of memory and a dedicated SeaStar connection to the internal network. The full system will consist of over 100 cabinets with 39 terabytes (39 trillion bytes) of aggregate memory capacity."

Die Vereinbarung enthält eine Option über einen Ausbau des Supercomputers, welcher die Größe des Systems vervierfachen und eine mögliche Leistung von einem PetaFlop bieten würde.

Der momentan in der Top500 Liste an erster Stelle stehende BlueGene/L System Supercomputer erreicht in der momentanen Ausbaustufe dagegen "nur" eine Leistung von 280,6 TerraFlop.

Quelle: Cray Wins $52 Million Supercomputer Contract With National Energy Research Scientific Computing Center

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Sonntag, 2. Juli 2006

12:10 - Autor: TiKu

Planet 3DNow! Folding@Home-Team mit über 10 Mio. Punkten

8 Monate nach dem Überschreiten von 5 Millionen Punkten hat das Folding@Home-Team unserer Distributed-Computing-Abteilung nun den nächsten großen Meilenstein erreicht. Satte 10 Millionen Punkte hat das Team seit seiner Gründung im November 2003 nun auf seinem Konto angesammelt. Das reicht immerhin für einen Platz unter den besten 70 Teams weltweit.
Aktuell liefert sich unser Team eine enge Verfolgungsjagd mit dem Team einer anderen Hardwareseite, deren Betreiber Tom heißt. Jede Unterstützung ist also herzlich willkommen.

Die meisten Privatanwender nutzen die Leistung ihrer Computer nicht annähernd aus. In der Forschung treten aber immer wieder Probleme auf, zu deren Lösung man sehr viel Rechenleistung braucht. Da die Anschaffung entsprechender Supercomputer für viele Forschungseinrichtungen zu teuer ist, nutzt man Distributed Computing. Das heißt, man stellt eine Software zur Verfügung, die von Privatanwendern heruntergeladen und installiert werden kann und die nicht anderweitig benötigte Leistung des PCs fortan zum Lösen wissenschaftlicher Probleme nutzt. Auf diese Art entsteht ein kostengünstiger Supercomputer.

Das populärste Projekt dieser Art ist Seti@Home, bei welchem Radiosignale aus dem All nach Signalen künstlichen Ursprungs durchsucht werden. Solche Signale wären ein Indiz für die Existenz von intelligenten außerirdischen Lebensformen. Doch auch Folding@Home ist sehr populär, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass sein Nutzen für die Menschheit ziemlich einleuchtend ist.
Folding@Home ist ein Projekt der Universität Stanford, welches die räumliche Faltung von Proteinen untersucht. Die räumliche Struktur der Proteine bedingt ihre Funktion, Fehlfaltungen führen also zu Fehlfunktionen. Diese Fehlfunktionen stehen wiederum mit einer Reihe von Krankheiten in Verbindung, darunter Alzheimer, Parkinson, Osteogenesis imperfecta ("Glasknochenkrankheit") und zum Teil auch Krebs.
Ein weiteres Argument für die Teilnahme an Folding@Home ist der offene Umgang des Projekts mit den erzielten Ergebnissen. Die von den Teilnehmern abgelieferten Rohdaten werden anderen Forschern frei zur Verfügung gestellt und es werden regelmäßig auf Tagungen oder in wissenschaftlichen Veröffentlichungen neue Erkenntnisse veröffentlicht.

Infos zur Teilnahme an Folding@Home finden sich in unseren FAQ sowie im Folding@Home-Forum.

Links zum Thema:

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