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Dienstag, 10. Juni 2008

13:03 - Autor: Nero24

Roadrunner mit AMD-Power erster PFLOPS-Rechner der Welt (Update)

Bereits vor anderthalb Jahren haben wir von IBMs Vorhaben berichtet den ersten PetaFLOPS Rechner der Welt zu bauen. FLOPS ist dabei die Abkürzung für Floating Point Operations Per Second (daher endet auch der Singular davon mit S) und steht für die Leistungsfähigkeit eines Prozessors oder eines Systems Fließkomma-Zahlen zu berechnen. Peta ist ein Vorsatz und steht für eine Billiarde (10 hoch 15). Ein Rechner, der 1 PetaFLOPS Rechenleistung erreicht, ist demnach in der Lage pro Sekunde mehr als eine Billiarde Fließkomma-Operationen durchzuführen.

Auftraggeber für diesen Supercomputer, der übrigens den Namen "Roadrunner" trägt, ist die US-Regierung. Diese will damit neue Erkenntnisse für Atomwaffen gewinnen.

Hergestellt wird Roadrunner vom US-Unternehmen IBM. Der Supercomputer ist dabei in einer Hybrid Cluster-Bauweise ausgelegt, besteht also nicht aus identischen Einzelsystemen, die zu einem großen Supercomputer zusammengeschaltet werden, sondern aus Teilsystemen aus verschiedenen Welten. Auf der einen Seite werkeln fast 7000 AMD Opteron Prozessoren - übrigens in der alten Dual-Core Bauweise (K8), nicht auf Basis des neuen K10 Quad-Core mit Barcelona-Kern. Der Rest der Systeme ist mit knapp 13000 IBM Cell-Prozessoren bestückt, wie sie in einer ähnlichen Ausführung auch in der Playstation 3 zu finden sind.

Der IBM Cell-Prozessor ist für sich betrachtet bereits ein Hybrid, ein heterogener Multi-Core Prozessor, denn anders als etwa die AMD- oder Intel-Mehrkern-Prozessoren besteht der Cell nicht aus mehreren gleichen Kernen. Stattdessen besteht der Cell aus einem 64-Bit PowerPC-Kern mit SMT-Fähigkeit, der als Steuerelement dient und zusätzlich je nach Ausführung bis zu acht Synergistic Processing Elements (SPE), die für sich betrachtet relativ "dumm" sind, aber einen enormen Durchsatz an SIMD-Berechnungen zu Stande bringen.

Beim Roadrunner dürften die Cell-Prozessoren für einen Großteil der PetaFLOPS verantwortlich sein. Dennoch ist der Cell - wie er in der PS3 zum Einsatz kommt - kein Universal-Genie. Seine hohe Rechenleistung erreicht er lediglich bei Single-Precision Berechnungen. Aus diesem Grund kommt beim Roadrunner eine neue Version des Cell zum Einsatz, der PowerXCell 8i, der insbesondere im Bereich Double-Precision SIMD Performance deutlich verbessert worden ist. Trotzdem hat sich IBM dazu entschieden zusätzlich noch knapp 7000 AMD Opteron-CPUs hinzuzufügen, die zwar nicht den selben Peakdurchsatz erreichen, aber äußerst universell einsetzbar sind und sowohl SIMD- als auch FPU-Berechnungen - ebenso wie alle aus dem x86-Bereich bekannten Opterationen - durchführen können.


Quelle: Stanford University

Dass der Cell ein Rechenmonster ist, haben auch Distributed Computing Projekte wie Folding@Home bereits vor längerer Zeit erkannt. Dort wurde ein Client für die Playstation 3 entwickelt, der laut Folding-Stats auf gut 54.000 aktiven PS3s eine Rechenleistung von 1527 TFLOPS erreicht. Zum Vergleich: knapp 200.000 Windows-PCs erreichen nur die vergleichsweise mickrige Leistung von 189 TFLOPS. Das allerdings nur, da Folding anscheinend mit Single-Precision Genauigkeit auskommt. Wenn doppelte Genauigkeit gefragt ist, schwindet der Vorteil des Cell massiv. Dann erreichen die 8 SPEs zusammen gemäß IBM nur noch gemessene knapp 14 GLOPS (Linpack), ein Wert den auch ein Pentium 4 mit SSE3 erreicht. Man darf auf offizielle Zahlen der neuen Cell-Version gespannt sein. Für einen Bladeserver mit zwei PowerXCell 8i gibt IBM einen DP-Wert von 217 GFLOPS an.

Die Anzahl der AMD Opteron-Prozessoren ist gegenüber dem ursprünglichen Entwurf von 16.000 auf 7.000 verringert worden, wobei davon auszugehen ist, dass die K8 Dual-Core in einer Ausbaustufe des Roadrunner sicherlich irgendwann durch K10-CPUs mit 4 (Barcelona, Shanghai), 6 oder 12 (Istanbul) Kernen ersetzt werden wenn Bedarf an noch mehr Rechenleistung besteht.

Momentan dürfte der Roadrunner mehr als genug Rechenleistung haben, denn er ist aktuell der schnelleste Computer der Welt. Allerdings hat IBM ihn noch nicht an seine künftigen Eigner übergeben. Er steht noch immer als Testinstallation im IBM-Center in Poughkeepsie (US-Staat New York), wo er seine letzten Funktionstests absolvieren muss. Dabei muss sich IBM beeilen, wenn Roadrunner es noch in die kommende Version der renomierten Supercomputer Top500-Liste schaffen will.
Danke neax für den Hinweis.

Update:


Wer sich die Mühe macht die Roadrunner-Präsentation des Los Alamos National Laboratory zu lesen, dem offenbart sich erst der eigentliche Hintergedanke hinter Roadrunner. Auf den ersten Blick und beim Lesen der zahlreichen PetaFLOPS-Meldungen könnte man den Eindruck gewinnen, es handle sich lediglich um einen weiteren Clusterrechner bekannter Machart; nur dass in diesem Fall eben neben dem für Cluster recht beliebten Opteron auch Cells verwendet wurden. Doch in diesem Fall steckt ein anderes Konzept dahinter. Roadrunner ist kein Cluster aus Cell-Blades mit ein paar eingestreuten Opterons, sondern ein Opteron-Cluster, dem die Cells als "Arbeitsbienen" zur Seite gestellt wurden. Jeder Opteron-Kern hat dabei einen Cell-Prozessor "unter sich", der für ihn die mathematischen Berechnungen durchführt. Das Konzept erinnert ein wenig an frühere Co-Prozessoren, die dem eigentlichen Prozessor als externe Spezialisten für Fließkomma-Berechnungen zur Verfügung standen. Nur, dass der Cell in diesem Fall nicht neben den Opterons auf dem Mainboard sitzt, sondern per HyperTransport und PCI-Express x8 angeflanscht ist, in einem eigenen Gehäuse sitzt und über eigenes RAM verfügt.

Links zum Thema:

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Samstag, 17. Mai 2008

14:45 - Autor: pipin

Jaguar nun komplett mit AMD Quad-Core Opterons

Cray hat in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass die Erweiterung des am Oak Ridge National Laboratory installierten Supercomputers namens Jaguar abgeschlossen ist.

Alle Cray XT4 Dual-Core Systeme wurden auf Quad-Core Prozessoren umgerüstet und zusätzlich wurde der Arbeitsspeicher jedes Sockels verdoppelt. Damit besitzt der Jaguar nun eine Peak-Performance von über 260 TeraFLOPS, was in der letzten Top500-Liste Platz 2 bedeutet hätte.

"Compute performance has a direct impact on our ability to tackle the greatest engineering and scientific challenges we face, resulting in the breakthroughs that change society," said Dr. Thomas Zacharia, Oak Ridge National Laboratory associate director for computing and computational sciences. "The scalability, reliability and upgradeability of the Cray XT4 has made Jaguar an increasingly powerful computing resource for our researchers and scientists. This upgrade will enable even greater achievements in today's most important areas of science."

Zur Pressemitteilung: Cray Doubles Size of One of World's Largest Supercomputers

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Dienstag, 29. April 2008

17:32 - Autor: pipin

Cray und Intel vereinbaren Zusammenarbeit

Cray und Intel haben eine mehrjährige Partnerschaft für Entwicklungen im Bereich High-Performance-Computing (HPC) vereinbart. In Zukunft sollen Cray-Serversysteme auch mit Intel Prozessoren angeboten werden.
"The two companies plan to explore future supercomputer component designs such as multi-core processing and advanced interconnects. As a result of this collaboration, Cray and Intel plan to develop a range of HPC systems and technologies over the next several years."

Supercomputer von Cray waren in der letzten Zeit eigentlich immer mit Prozessoren von AMD ausgestattet gewesen. Für die AMD Opteron Prozessoren waren die Systeme XT3, XT4 und XT5, sowie spezielle Interconnect-Chips mit dem Namen Seastar entwickelt worden.

Zur Pressemitteilung: Cray and Intel Collaborate to Develop Future Supercomputing Technologies

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Montag, 7. April 2008

17:21 - Autor: pipin

Petaflop Supercomputer mit Quad-Core AMD Opteron

Bereits Ende letzter Woche verkündete Cray, dass man die Universität von Tennessee mit einem Supercomputer ausstatten werde, der nahe an die Leistungsmarke von einem Petaflop heranreichen wird.

Basierend auf dem Cray XT4 und AMDs Quad-Core Opteron Prozessor "Barcelona" soll mit der Installation des Systems in diesem Jahr begonnen und 2009 dann eine Leistung von etwa einem Petaflop erreicht werden.

Mit dieser Leistung würde der BlueGene/L - eServer Blue Gene Solution der Lawrence Livermoore National Labs (478,2 TeraFLOPS) deutlich von Platz 1 der aktuellen TOP500 Liste verdrängt werden.

Die Universität von Tennessee profitiert damit von der High Performance Computing (HPC) Initiative der National Science Foundation (NSF), die Fördergelder für HPC-Systeme bereitstellt.

Der bislang noch namenlose Supercomputer soll vor allem für die Berechnung von Extremwetter-Modellen (Wirbelstürme und Tornados), Klimaveränderungen, astrophysikalischen und geophysikalischen Vorgängen, sowie in der Materialforschung eingesetzt werden.

Zur Pressemitteilung: Cray to Provide One of World's Fastest Supercomputers to University of Tennessee

Links zum Thema:

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Dienstag, 1. April 2008

19:45 - Autor: Nero24

April, April!

Unsere Lesen haben es natürlich schnell bemerkt: die heutige Meldung AMD greift beim Phenom-Nachfolger auf K6 Design-Elemente zurück war nur ein Gedankenspiel unsererseits. Dennoch darf AMD "unsere" CPU in der Mittagspause gerne mal probeweise nachbauen, um zu sehen welches Potenzial in diesem 16-K6-Cores-mit-Phenom-Infrastruktur-Verschnitt steckt ;)

Mit Planet 3DNow! Aprilscherzen muss man ohnehin vorsichtig sein wie Stammleser wissen, denn unser 2004er Aprilscherz AMD Ultron64 "Dual-Core" wurde anderthalb Jahre später ebenso Realität, wie es der Aprilscherz Barcelona mit integrierter R600 Grafik in abgewandelter Form beim Swift werden wird. Oder die AMD/NVIDIA-Fusion 2003 (gut, da lagen wir knapp daneben; es wurde dann doch eine Fusion AMD/ATI). Daher liebe K6-User: die Shugashack-DLLs für Quake III noch nicht wegwerfen, die braucht Ihr vielleicht nochmal ;)

Hier im Überblick die inzwischen doch recht lange Tradition der Planet 3DNow! Aprilscherze:

Auch andere Webseiten haben mit Aprilscherzen nicht gespart. Hier eine kleine Auswahl:Viel Spaß beim Schmunzeln.

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Samstag, 8. März 2008

19:24 - Autor: Nero24

Renault Formel 1 Team bekommt AMD Cluster Xtreme-X2

Die Saison 2007 war für das Renault Formel 1 Team eine Ernüchterung. Nach zwei Weltmeisterschaften in Folge 2005 und 2006 mit Fernando Alonso stürzte der französische Staatskonzern 2007 in die Mittelmäßigkeit ab. Nur vierte Kraft und lediglich ein einziger Podiumsplatz in der gesamten Saison für die Equipe - dazu Weltmeister Alonso an McLaren-Mercedes verloren - war kein Jahr nach Maß.

Für 2008 haben sich die Franzosen dagegen wieder einiges vorgenommen. Der "verlorene Sohn" Alonso ist ins Team zurückgekehrt und um dem Ex-Weltmeister auch ein weltmeisterliches Fahrzeug zur Verfügung stellen zu können, wurden und werden alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt. Eine Maßnahme wurde in dieser Woche bekannt gegeben: Renault F1 erhält einen neuen Supercomputer für Strömungssimulationen. Dieses CFD (Computational Fluid Dynamics) genannte Verfahren soll Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Aerodynamik beschleunigen bzw. die praktischen Windkanalversuche ergänzen.

Mittlerweile verfügen die meisten Formel 1 Teams über solch einen CFD-Cluster. Während das BMW-Sauber Team erst Ende 2006 seinen Cluster ALBERT auf AMD Opteron-Basis durch ALBERT 2 mit 512 Dual-Core-Xeon-5160-Prozessoren ersetzt hat, rüstet Renault nun mit einem Cluster auf Basis der AMD Quad-Core Opterons auf. Der CFD-Cluster namens Xtreme-X2 besteht aus über 500 Nodes, von denen jeder mit zwei AMD Quad-Core Opterons ausgerüstet ist und eine Rechenleistung von 70 GFLOPS erreicht. Die Peak-Performance des gesamten Clusters soll bei 38 TFLOPS liegen. Die Nodes sind mit Dual-Rail DDR Infiniband Interconnects miteinander verbunden. 4,4 TB RAM stehen zur Verfügung, die kombinierte Bandbreite liegt bei mehr als 8 TB/s. Der Cluster stammt von Server-Spezialist Appro, APC tritt als Lieferant der Racks für die Rechner auf, CD-adapco steuert den CFD-Code STAR-CD bei und NetApp liefert die Lösungen zur effizienten Speicherung von großen Datenmengen.

    The system comes pre-configured with the Appro Management System that supports a dual-rail Infiniband network as a load balanced fault-tolerant interconnect and allows the use of shared receive queues with multi-channel operation. The software is designed to maximize the bandwidth associated with MPI processes and to support non-stop operation for mission critical operations. The system is supported by large memory and visualization nodes equipped with dual Graphic Processing Units (GPU) to allow large panel displays to show simulation results. The system also includes a global parallel file system that is bridged directly to the Infiniband fabric allowing high bandwidth parallel access to the file system from all of the compute nodes.
Zusätzlich zum Cluster selbst liefert Appro Workstations an das Renault-Team, ebenfalls bestückt mit Quad-Core Opteron Prozessoren:
    In addition, separate from the supercomputers, Appro will deliver multiple XtremeWorkstations based on Quad-Core AMD Opteron™ processors to ING Renault F1 Team with an impressive amount of memory and GPU performance.
Nähere Details fehlen hier jedoch. Mitte des Jahres 2008 soll die Anlage einsatzbereit sein.

Quelle: Pressemitteilung

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Montag, 18. Februar 2008

14:35 - Autor: Nero24

Neuer AMD Supercomputer für Kyoto University

Ungeachtet des derzeitigen Auslieferungsstopps bei den AMD Opteron Quad-Core Prozessoren aufgrund des TLB-Bug im aktuellen BA/B2-Stepping des K10-Kerns plant die Kyoto University einen neuen Supercomputer auf Basis des AMD Opteron der 3. Generation (Quad-Core).

Der Supercomputer in Clusterbauweise besteht aus 416 Fujitsu HX600 Systemen, die jeweils 4 Quad-Core Opterons der 8300er Serie mit 2,3 GHz in sich tragen. Nach Adam Riese ergibt sich daraus eine Anzahl von 1664 Prozessoren oder 6656 Kernen. Zusätzlich zum eigentlichen Cluster sollen sieben SPARC Enterprise Unix Server mit SPARC64 Prozessoren (insgesamt 128 Kerne) und einem Terabyte RAM arbeiten. Die maximale Rechenleistung wird mit 61,2 TFLOPS angegeben, was der Universität einen Platz unter den Top 20 der schnellsten Supercomputer der Welt einbrächte. Viel wichtiger jedoch: der neue Cluster soll 7 Mal so schnell arbeiten, wie das System, das er ersetzt und dabei je TFLOPS lediglich 15 Prozent dessen an Strom verbrauchen. Aufgrund der angesichts der Klimadebatte immer wichtiger werdenden Energieeffizienz haben zwei Professoren der Virginia Polytechnic Institute und der State University eine Green500 genannte Liste der effizientesten Supercomputer veröffentlicht. Dort liegt derzeit ein Blue Gene/P Solution System der Science and Technology Facilities Council - Daresbury Laboratory mit einer Leistungsaufnahme von 357,23 MFLOPS/W an der Spitze eines dicht gedrängten Feldes. Der neue Supercomputer der Kyoto University soll gemäß vorläufiger Schätzungen mit 102 MFLOPS/W arbeiten.

Links zum Thema:

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Mittwoch, 6. Februar 2008

18:20 - Autor: pipin

"Red Storm" wird mit Quad-Core AMD Opterons aufgerüstet

Der in der letzten Top500-Liste auf Platz 6 geführte "Red Storm" Supercomputer Sandia National Laboratories wird nach einer Meldung von Cray auf eine Rechenleistung von 284 TereFlops ausgebaut.

"This is another significant step in the evolution of this important system," said Peter Ungaro, president and CEO of Cray. "Initially a 40 teraflops machine, this is its second major upgrade, adding in Cray XT4(TM) technology to take Red Storm to seven times its original performance level. Cray's entire line of MPP systems is built to be uniquely expandable and upgradeable, and Sandia has substantially leveraged their original investment while achieving the Department of Energy's NNSA program's ambitious computational goals. This new performance level will allow researchers to tackle even larger computational problems including calculations that have never been successfully completed before."

Ab dem Sommer wird Cray dem System AMD Quad-Core Opterons hinzufügen, wobei "Red Storm" mit der angepeilten Leistung auf Platz 2 der momentanen Top500 vorrücken würde.

Damit verbliebe der momentan schnellste mit AMD Prozessoren ausgestattete Supercomputer als Reputation für High Performance Computing mit AMD, nachdem unbestätigten Meldungen zur Folge ein neuer Supercomputer auf Grund von Verzögerungen nicht mehr mit "Barcelona" Quad-Cores ausgestattet werden soll.

Zur Pressemitteilung: Cray and Sandia Announce Agreement to Upgrade "Red Storm" Supercomputer to 284 Teraflops

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Samstag, 2. Februar 2008

16:10 - Autor: pipin

AMD Phenom 9550 mit B3-Stepping gesichtet

Kaum berichten wir über mögliche weitere Verzögerungen beim Phenom B3-Stepping, ist im aktuellen Prozessorgeflüster der c't zu lesen, dass zumindest ein lauffähiges Sample des Phenom 9550 (2,2 Gz) existiert.

Performanceunterschiede zum B2 sollen nicht auszumachen gewesen sein, eine Beurteilung, ob der TLB-Bug nun wirklich nicht mehr existiert, scheiterte daran, dass es immer noch keine reproduzierbare Vorgehensweise gibt, um den Fehler zu provozieren.

Interessant ist aber allemal, dass Tommy Minyard vom Texas Advanced Computing Center (TACC) beim mit fast 16.000 Quad-Core Opteron Prozessoren ausgestatteten Supercomputer "Ranger" (wir berichteten) Datenkorruptionen beobachtet hat, die durch den von AMD entwickelten Kernel-Patch dann behoben wurden.

"Ranger" der bereits am 1. Dezember 2007 den Betrieb aufnehmen sollte, wird nun am 4. Februar starten und in der Vollaustattung eine Linpack-Leistung (Rmax) von 320 TeraFlops besitzen. Die theoretische Spitzenleistung soll bei 529 TeraFlops (Rpeak) liegen.

Eine offizielle Einweihung, bei der auch Vertreter von AMD anwesend sein werden, ist für den 22. Februar geplant.

Quelle: c't 4/2008 Prozessorgeflüster

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Dienstag, 15. Januar 2008

13:22 - Autor: pipin

Jaguar bekommt AMD Quad-Core Opterons

Der am Oak Ridge National Laboratory installierte Supercomputer namens Jaguar, wird momentan auf Quad-Core Opterons umgerüstet. Das System belegte auf der letzten Top500-Liste der Supercomputer bereits den siebten Platz und wird nun noch schneller.

Die angestrebte Verdoppelung der Leistung auf 250 TeraFLOPS wird dabei bereits mit einer Umstellung von 84 der insgesamt 124 Einheiten, die jeweils aus 96 Prozessoren bestehen, erreicht. Mit dieser Leistung würde der Jaguar wieder auf die Position zwei der Top500-Liste zurückkehren. Die restlichen 40 Einheiten werden zu einem neuen Supercomputer zusammengefasst, der den Namen Baby Jaguar erhält und etwa 40 TeraFLOPS erreicht.

Von den 84 Einheiten, die für die Umrüstung vorgesehen sind, wurden bereits 16 mit den Opteron Quad-Cores von AMD bestückt. Die restlichen sollen in den nächsten Wochen folgen. Interessanterweise soll es sich dabei um "Budapest" Quad-Core Opterons handeln, die von AMD für Server mit einer CPU-Fassung vorgesehen waren und im Gegensatz zum "Barcelona" HyperTransport 3.0 unterstützen. Die offizielle Vorstellung dieser Prozessoren war ursprünglich für das vierte Quartal 2007 geplant.

Quelle: OR's supercomputer makes way for baby

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Montag, 12. November 2007

23:44 - Autor: pipin

Top500-Liste - Platz 2 nun in Deutschland

Dank des JUGENE - Blue Gene/P Solution im Forschungszentrum Juelich kann Deutschland auf der gerade erschienenen TOP500-Liste - November 2007 den zweiten Platz für sich beanspruchen.

Spitzenreiter der Liste bleibt der BlueGene/L - eServer Blue Gene Solution der Lawrence Livermoore National Labs, der mittlerweile eine Leistung von 478,2 TeraFLOPS besitzt.

Der am Texas Advanced Computing Center der Universität von Texas in Austin geplante Supercomputer "Ranger" ist dagegen noch nicht in der Liste vertreten. Das System aus 15.744 AMD Quad-Core Opteron Prozessoren soll eine Leistung von über 500 TeraFLOPS besitzen und laut Aussagen des Rechenzentrums wie geplant am 1. Dezember 2007 in Betrieb gehen.

Das einzige Quad-Core Opteron System der Top500 steht momentan am Jefferson Lab in Virginia (USA) und belegt mit 3.040 Prozessoren (1,9 GHz) und einer Leistung von 13,46 TeraFLOPS den Platz 95.

Generell hat AMD in der neuen Top500 Boden eingebüßt, da im Vergleich zur letzten nur noch 79 statt 107 Systeme vertreten sind. Mit verschiedenen Cray-Installationen belegt man allerdings noch die Plätze 6, 7 und 9.

Quelle: TOP500 List - November 2007

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Sonntag, 4. November 2007

19:58 - Autor: TiKu

Folding@Home schafft es ins Guinness Buch der Rekorde

Als vor ca. 10-15 Jahren die ersten Distributed-Computing-Projekte (z. B. GIMPS) das Licht der Welt erblickten, ahnte vermutlich noch niemand etwas von dem enormen Potenzial solcher Projekte. Die Internetverbindungen waren dünn gesät und langsam und die Computer hatten gerade erst gelernt, mehrere Programme gleichzeitig auszuführen. Unwahrscheinlich, dass genug Leute aus reiner Nächstenliebe Rechenzeit auf ihren privaten Computern einem wissenschaftlichen Projekt spenden, damit dieses auf teure Supercomputer verzichten kann - dachte man.
Doch die Rechner wurden leistungsfähiger, Internetzugänge schneller und breiter verfügbar. Das 1999 gestartete Projekt SETI@home zeigte schließlich, dass viele Menschen bereit sind, ohne Gegenleistung ihre Computer für die University of California nach Radiosignalen Außerirdischer suchen zu lassen, statt sie weiter mit dem Schreiben von Briefen zu unterfordern.

Angespornt vom Erfolg von SETI@home entstanden in dieser Zeit einige weitere Projekte, darunter im Oktober 2000 an der Stanford University auch Folding@Home, welches die Faltung von Proteinen und damit zusammenhängende Krankheiten (z. B. Alzheimer, Parkinson, verschiedene Krebstypen) untersucht.
Mit BOINC hat die University of California 2003 zudem ein universelles Softwarepaket für die Verwaltung von Distributed-Computing-Projekten veröffentlicht und so den Grundstein für dutzende neue Projekte aus aller Welt gelegt.

Folding@Home setzt weiterhin auf eigene Software statt auf BOINC und leistet seinerseits selbst Pionierarbeit. 2006 veröffentlichte man spezielle Clients für SMP-Systeme und ATI-Grafikkarten. Im März 2007 folgte dann ein Client für die Sony Playstation 3.
Besonders durch die Teilnahme von ca. 40.000 Playstation 3 ist Folding@Home inzwischen zum mit Abstand größten Distributed-Computing-Projekt der Welt angewachsen. Mit der Rechenkapazität von ca. 1.286 TFLOPS (1,286 * 10^15 Gleitkommaoperationen pro Sekunde) steht dem Projekt mehr als viermal soviel Leistung zur Verfügung wie der derzeit schnellste Supercomputer der Welt (IBM BlueGene/L, 280,6 TFLOPS) dauerhaft liefern kann. Auch alle BOINC-Projekte zusammen kommen lt. BOINC-Stats "nur" auf ca. 668 TFLOPS.

Diese Leistung hat dem Projekt lt. einem BBC-Bericht nun einen Eintrag im berühmten Guinness Buch der Rekorde beschert. Projektleiter Prof. Vijay Pande kommentierte die Eintragung mit den Worten

Dass Folding@home vom Guinness Buch der Rekorde als das stärkste Distributed-Computing-Netzwerk der Welt anerkannt worden ist, ist ein Ausdruck der außergewöhnlichen weltweiten Beteiligung von Spielern und Konsumenten aus aller Welt und dafür sind wir sehr dankbar.

Langfristig möchte das Projekt seine Rechenkapazität auf 10 PFLOPS (10.000 TFLOPS) ausbauen.


Natürlich ist auch Planet 3DNow! mit einem Team bei Folding@Home vertreten. Hinweise zur Teilnahme finden sich im Forum und in unserem DC-Wiki.

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Donnerstag, 9. August 2007

18:13 - Autor: pipin

NCSA mit Petaflop-Supercomputer

Für einen neuen Supercomputer am National Center for Supercomputing Applications (NCSA) der Universität von Illinois hat das National Science Board (NSB) die Gehnemigung erteilt. "Blue Water" soll mit Hilfe von Fördergeldern in Höhe von 208 Millionen US-Dollar realisiert werden.

Welche Architektur bzw. welche Prozessoren in dem System, das eine Leistung von über einem Petaflop erreichen soll, eingesetzt werden ist bislang noch nicht bekannt. Allerdings ist der Supercomputer Teil einer allgemeinen Strategie zum Aufbau von HPC-Systemen, für das bereits ein Supercomputer mit AMD "Barcelona" Prozessoren geplant ist.

Während "Blue Water" zu den Track 1 Systemen zählt und erst im Jahr 2011 in Betrieb gehen soll, ist "Ranger" ein Track 2 System, das bereits dieses Jahr seinen Dienst aufnehmen wird (wir berichteten), aus fast 16.000 "Barcelonas" besteht und über 500 Teraflop Rechenleistung besitzt.

Ein weiteres gefördertes System wird mit 65 Millionen Dollar gefördert und am Joint Institute for Computational Science (JICS) in Knoxville (Tennessee) aufgebaut. Zu diesem Institut gehört auch das Oak Ridge National Laboratory (ORNL), welches mit dem "Jaguar", der Opteron Prozessoren verwendet (Cray XT4/XT3), den momentan zweitschnellsten Computer der Welt besitzt.

Der "Jaguar" wird noch Ende 2007 mit AMD Quad-Core Prozessoren aufgerüstet und soll dann eine Leistung von 250 Teraflop aufbringen. Für Ende 2008 plant man dann einen weiteren Petaflop-Supercomputer am Oak Ridge National Laboratory, der auf Crays "Baker"-Konzept beruht (wir berichteten) und ebenfalls AMD Quad-Core Prozessoren benutzen wird.

Quelle: NCSA bekommt Petascale-Supercomputer

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Mittwoch, 27. Juni 2007

13:27 - Autor: pipin

Weniger Opteron-Systeme in neuer Top500-Liste

Auch auf der gerade aktualisierten Top500-Liste der Supercomputer muss AMD Rückschlägen hinnehmen, denn im Vergleich zu der vorhergehenden Liste, sind nur noch 107 statt 113 Systeme mit Opteron-Prozessoren bestückt.

Allerdings hat die Anzahl der Dua-Core-Opteron-Systeme von 75 auf 91 zugenommen und mit dem Jaguar Cray XT4/XT3 des Oak Ridge National Laboratorys der von Platz 10 auf 2 vorrückte, stellt man nun zwei der Top 3 Supercomputer.

Unangefochtener Spitzenreiter bleibt weiterhin das BlueGene/L System des Lawrence Livermore National Labs mit einer Leistung von 280 Teraflops (Rmax).

Quelle: TOP500 List - June 2007

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Dienstag, 26. Juni 2007

18:12 - Autor: Nero24

Sun mit AMD K10 Prozessoren an die Spitze der Supercomputer?

Sun und AMD verbindet derzeit ein gemeinsames Ziel: beide wollen zurück an die Spitze und gemeinsam soll dieses Ziel erreicht werden. So hat Sun heute offiziell einen neuen Supercomputer angekündigt, über den wir bereits letzte Woche berichtet hatten, mit dem die Amerikaner dank 32.768 Prozessoren mit 131.072 Kernen wieder nach der Spitze der Supercomputer-Topliste greifen wollen, nachdem es sich Konkurrent IBM derzeit dort recht häuslich eingerichtet hat. Realisiert werden soll dies mit herkömmlichen, relativ kostengünstigen Standard-Komponenten: Sun Blade 6000 Server, Sun Fire X4500 data servers und wahlweise OpenSolaris oder Linux als Betriebssystem sollen den Supercomputer antreiben.

AMDs Teil der Aufgabe soll die Lieferung von brandneuen K10 "Barcelona" Prozessoren sein. Diese sollen dem Supercomputer, der an der University of Texas in Austin entsteht, zusätzliche Leistung einhauchen. Bis zu sagenhaften 1,08 PetaFLOPS und 3 Terabit/s I/O-Bandbreite sollen so im Bereich des Möglichen liegen. Damit die zahlreichen Kerne flaschenhalsarm mit Aufgaben versorgt werden können, soll ein spezieller Magnum-Switch auf Infiniband-Basis mit sagenhaften 3456 Ports den Datenverkehr steuern.

Sun wird heute Abend im Rahmen der Supercomputer-Konferenz in Dresden weitere Details veröffentlichen.

Links zum Thema:

Danke Mogul für den Hinweis.

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Sonntag, 24. Juni 2007

21:49 - Autor: TiKu

Intern: Folding@Home-Team mit 25 Millionen Credits

Unser Folding@Home-Team hat heute, ca. 3,5 Jahre nach seiner Gründung am 05.11.2003, mit 25 Millionen Credits einen neuen Meilenstein erreicht und liegt damit auf Platz 57 der aktuellen "Weltrangliste". Derzeit besteht das Team aus 103 aktiven Mitgliedern und befindet sich auf bestem Wege in die Top50.

Folding@Home ist ein Distributed Computing Projekt. Das bedeutet, dass jeder Interessierte dem Projekt die ungenutzte Rechenleistung seines Computers zur Verfügung stellen kann. Auf diese Weise erhalten die Projektbetreiber mit steigender Teilnehmerzahl eine Art Supercomputer, der nur einen Bruchteil eines dedizierten Supercomputers kostet, aber eine ähnliche Geschwindigkeit bietet bzw. wie im konkreten Fall von Folding@Home sogar deutlich schneller ist.

Betrieben wird Folding@Home von der Pande Group der Stanford University. Das Projekt besteht seit Oktober 2000 und untersucht die Faltung bzw. Fehlfaltung von Proteinen. Die Ergebnisse kommen u. a. der Erforschung von Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Huntington, Osteoporose und zum Teil Krebs zugute. Folding@Home ist eines der größten Distributed Computing Projekte und nimmt mit speziellen Clients für AMD-Grafikchips und die Sony PlayStation 3 eine Vorreiterrolle bei der Erschließung neuer Ressourcen ein.
Das Projekt ist nicht kommerziell, sondern geht sehr offen mit den Ergebnissen um. Die Mitarbeiter der Pande Group veröffentlichen regelmäßig wissenschaftliche Arbeiten, die sich auf Ergebnisse von Folding@Home stützen.

Infos zur Teilnahme an Folding@Home finden sich in unserer DC-Wiki sowie in unseren Folding@Home-FAQ.

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