Verwirrung um AMDs Stellungsnahme zu gesockelten Kabinis

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Wie wir bereits früher berichteten, gabs es vor ein paar Tagen Gerüchte um AMDs noch geheime Planung für die Jahre 2014/2015. In Folge der Berichterstattung sah sich AMD genötigt, eine Pressemitteilung herauszugeben, die wir der Vollständigkeit halber noch einmal wiedergeben:

“Devices powered by the AMD APU codenamed “Kabini” are in market now in a number of systems from top OEMs. A socketed version of Kabini is not on AMD’s public roadmap and we have not announced plans to bring a socketed Kabini product to market. “

Demnach sei Kabini also in vielen Produkten zu finden und es gebe keine öffentlichen Pläne zu gesockelten Varianten. Allerdings gibt es schon längst AMDs offizielles PDF zur Kabini-Prozessorfamilie 16h, in dem bereits zwei Gehäusevarianten FT3 und FS1b genannt und spezifiziert werden:

FT3 package

  • 769-ball, lidless micro BGA
  • Multi-pitch package with 0.65-mm minimum pitch
  • 24.5 mm x 24.5 mm
  • Organic C4 die attach

FS1b package

  • 721 pins uPGA Lidded
  • Pin Pitch : 1.2192 mm
  • 35 mm x 35 mm
  • 3/2/3 substrate

Wie man sieht, wird FS1b hier im Gegensatz zur Lötversion FT3 als mit „pins” ausgestattet spezifiziert, während es bei FT3 Lötkugeln (balls) gibt. Außerdem besitzt die FS1b-Version auch einen Gehäusedeckel (lid). Wie diese Informationen nun im Lichte von AMDs widersprüchlichen Presse-Stellungsnahme zu verstehen ist, ist offen. In der aktuellen Roadmap, die nur bis Ende 2013 reicht, gibt es in jedem Fall einen Kabini-Eintrag im Desktopsegment:

AMD Desktopplanung 2013

Passend dazu sind aber auch die Meldungen zu µATX-Platinen mit dem Kabiniprozessor A6-5200, wie z.B. dem Asrock FT3-4C oder dem Elitegroup KBN-I/5200. Dabei handelt es sich aber um einen Prozessor im FT3-Gehäuse. Egal ob nun FS1b oder FT3, Kabini-Desktopboards sind bei Händlern nach wie vor nicht zu finden, selbst Hersteller-Webseiten sind noch Mangelware. Zwar hat AMD noch ein paar Monate, um die Roadmap in dieser Hinsicht zu erfüllen, je länger dies jedoch dauert, desto wahrscheinlicher wird die Aussage von Digitimes über die Verschiebung der Desktop-Kabinis auf 2014.

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