Intel Kaby Lake-G mit AMD Vega-Grafik im Preview

Eine korea­ni­sche Web­sei­te hat­te die Mög­lich­keit, ein ers­tes, wenn auch sehr aus­führ­li­ches Pre­view eines Intel NUC Mini PC Kit NUC8i7HVK durch­zu­füh­ren. Haupt­at­trak­ti­on der Platt­form ist der kurio­se Kom­bi-Pro­zes­sor bestehend aus Intel-CPU und AMD-GPU, über den wir bereits mehr­fach berich­tet haben.

Grund­sätz­lich sind die bei­den Kom­po­nen­ten nicht unbe­kannt. Der Pro­zes­sor mit Namen Intel Core i7-8809G besteht aus 4 Ker­nen mit SMT und ent­spricht mit einem TDP-Bud­get von 45 W wei­test­ge­hend dem bekann­ten High-End Mobi­le-Pro­zes­sor Intel Core i7-7700HQ. Als Gra­fik­ein­heit kommt ein AMD Rade­on Vega-Chip mit 1536 Shadern oder 24 CUs zum Ein­satz. Das führt dann zu fol­gen­der bis vor kur­zem undenk­ba­ren GPU-Z-Aus­ga­be: Rade­on RX Vega M, Her­stel­ler Intel.

Ver­bun­den sind die bei­den Schlüs­sel­kom­po­nen­ten der Gra­fik – also GPU und HBM2 – mit Intels Embed­ded Mul­ti-Die Inter­con­nect Bridge (EMIB) Tech­no­lo­gy (Forums­thread dazu). Der Vor­teil die­ser Bau­wei­se auf einem gemein­sa­men Trä­ger ist, dass das Packa­ge sehr flach gehal­ten wer­den kann und so auch sehr dün­ne gaming-taug­li­che Lap­tops mög­lich wer­den.

Im NUC-Bare­bo­ne kann die Liai­son der bei­den unglei­chen Part­ner die­sen Vor­teil natür­lich nicht wirk­lich aus­spie­len. Den­noch ist der Test einer Vor­ab-Ver­si­on inter­es­sant. Laut Autoren lan­det der Kaby Lake-G leis­tungs­mä­ßig irgend­wo im Umfeld eines Intel Core i7-7700HQ mit NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti bis 1060, was für eine Platt­form, die (auch) für mobi­le Gerä­te gedacht ist, sehr ordent­lich wäre. Dass im NUC das TDP-Bud­get jedoch womög­lich beson­ders groß­zü­gig aus­ge­legt wur­de, zeigt der gemes­se­ne Strom­ver­brauch, der laut Tes­ter unter Voll­last bei über 150 W an der Dose lag, bei (der mög­li­chen) Über­tak­tung noch ent­spre­chend mehr. Soll­te der Kom­bi-Pro­zes­sor wirk­lich auch in ein dün­nes Note­book wan­dern, darf man mit ent­spre­chend nied­ri­ge­rer Leis­tung rech­nen, da über 150 W in einem fla­chen Note­book kei­ne Kühl­lö­sung die­ser Welt abfüh­ren könn­te.