Startschuss für die nächste Chip-Generation „made in Dresden“

Dres­den, 11. Sep­tem­ber 2018. Der Dres­de­ner Chip­pro­du­zent Glo­bal­found­ries und das For­schungs­in­sti­tut Fraun­ho­fer IPMS bau­en ihre seit 13 Jah­ren bestehen­de Ent­wick­lungs­ko­ope­ra­ti­on wei­ter aus und ent­wi­ckeln künf­tig inno­va­ti­ve Mate­ria­li­en, Pro­zes­se und Bau­ele­men­te für die Ener­gie­spar­tech­no­lo­gie FD-SOI. Die­se eben­so ener­gie­ef­fi­zi­en­te wie leis­tungs­star­ke und kos­ten­ef­fek­ti­ve Tech­no­lo­gie ist ins­be­son­de­re in den Wachs­tums­märk­ten „Inter­net of Things“ und Auto­mo­ti­ve gefragt und bil­det den Schwer­punkt der gemein­sa­men Arbeit für die kom­men­den zwei­ein­halb Jah­re. Der von bei­den Sei­ten unter­zeich­ne­te For­schungs­ver­trag umfasst dabei ein zwei­stel­li­ges Mil­lio­nen-Euro-Volu­men.

Für die Umset­zung der Zie­le wird eigens ein gemein­sa­mes Dok­to­ran­den­pro­gramm mit bis zu 16 jun­gen Wis­sen­schaft­lern ein­ge­rich­tet, um die loka­le Nach­wuchs­för­de­rung der Bran­che auch län­ger­fris­tig zu garan­tie­ren. Prof. Hubert Lak­ner, geschäfts­füh­ren­der Direk­tor des Fraun­ho­fer IPMS: „Wir sind der größ­te F&E-Partner von Glo­bal­found­ries Dres­den und tra­gen mit unse­ren For­schungs- und Ent­wick­lungs­leis­tun­gen ent­schei­dend dazu bei, dass Dres­den auch in Zukunft in der ers­ten Liga der welt­wei­ten Mikro­elek­tro­nik mit­spielt. Wir sind stolz dar­auf, in der Part­ner­schaft mit Glo­bal­found­ries jetzt die nächs­te Genera­ti­on von For­schern auf die­sem Gebiet aus­zu­bil­den.“ 

Fraun­ho­fer und Glo­bal­found­ries arbei­ten seit vie­len Jah­ren eng und ver­trau­ens­voll in der Tech­no­lo­gie-Ent­wick­lung zusam­men. Wir haben jetzt die Wei­chen gestellt, damit unse­re Koope­ra­ti­on  künf­tig noch inten­si­ver und nach­hal­ti­ger unse­re stra­te­gi­sche Aus­rich­tung auf ener­gie­ef­fi­zi­en­te Lösun­gen für den Auto­mo­bil­sek­tor und dem gro­ßen The­ma ‘Inter­net der Din­ge‘ unter­stützt“, erklär­te Dr. Tho­mas Mor­gen­stern, SVP und Geschäfts­füh­rer Glo­bal­found­ries Dres­den. „Gemein­sam wol­len wir dafür sor­gen, dass inno­va­ti­ve Ant­wor­ten auf die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen in die­sen Berei­chen (vom auto­no­men Fah­ren bis zu neu­en Ansät­zen in der Medi­zin­tech­nik, Logis­tik, sowie Luft- und Raum­fahrt) auch künf­tig das Label „made in Dres­den“ tra­gen.“

Im Zuge des Pro­jek­tes wird der Rein­raum des Fraun­ho­fer IPMS auf ca. 900m² erwei­tert und mit neu­en Anla­gen aus­ge­stat­tet. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF) unter­stützt das Fraun­ho­fer IPMS dabei im Rah­men der För­de­rung für die For­schungs­fa­brik Mikro­elek­tro­nik Deutsch­land (FMD).

 

Das Fraun­ho­fer-Insti­tut für Pho­to­ni­sche Mikro­sys­te­me IPMS mit sei­nen mehr als 300 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern steht für ange­wand­te Spit­zen­for­schung und Ent­wick­lung in den Berei­chen Pho­to­ni­sche Sys­te­me, Mikro­sys­tem­tech­no­lo­gi­en, Nano­elek­tro­ni­sche Tech­no­lo­gi­en und Draht­lo­se Mikro­sys­te­me. In allen gro­ßen Märk­ten – wie Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en, Kon­sum­gü­ter, Fahr­zeug­tech­nik, Halb­lei­ter, Mess- und Medi­zin­tech­nik – fin­den sich inno­va­ti­ve Pro­zes­se und Pro­duk­te, die unse­re Tech­no­lo­gi­en nut­zen. Die Hälf­te unse­res jähr­li­chen ope­ra­ti­ven Auf­wands von 39 Mil­lio­nen Euro wird durch Ver­trags­for­schung aus der Indus­trie gegen­fi­nan­ziert. Auf dem Gebiet der MEMS-basier­ten und pho­to­ni­schen Sys­te­me bie­ten wir Kom­plett­lö­sun­gen vom Kon­zept über das Bau­ele­ment bis zum kom­plet­ten Sys­tem an. Dies schließt Mus­ter- und Pilot­fer­ti­gung im eige­nen 1500 m² (15 000 ft²) Rein­raum (Klas­se 4 nach ISO 14644–1) mit qua­li­fi­zier­ten Pro­zes­sen ein. In der Nano­elek­tro­nik stel­len wir außer­dem Leis­tun­gen zu funk­tio­na­len elek­tro­ni­schen Mate­ria­li­en, Pro­zes­sen und Anla­gen sowie zu inte­grier­ten Bau­ele­men­ten zur Spei­che­rung von Ener­gie und Infor­ma­ti­on bereit. Dafür ste­hen wei­te­re 800 m² Rein­raum (Klas­se 6 nach ISO 14644–1) zur Ver­fü­gung. Um den Erwar­tun­gen unse­rer Kun­den zu genü­gen, ist unser Haus von der DEKRA nach der Norm DIN EN 9001:2015 zer­ti­fi­ziert.