Leistungsvergleich zwischen Ryzen und Coffee Lake in Spielen mit Hintergrundlast

Vie­le ken­nen das. In offi­zi­el­len Tests wird die Leis­tung der Hard­ware oft auf einem sau­be­ren Sys­tem gemes­sen. In der Pra­xis kann das aber ganz anders aus­se­hen, da in die­sem Fall der Haupt­pro­zes­sor mehr tun muss, als am Spiel her­um­zu­rech­nen. Dem Heim­an­wen­der spu­cken daher mehr Sachen in die Sup­pe als auf dem Test­prüf­stand. Sei es nur man­che Soft­ware­up­dates, die oft im Hin­ter­grund auf­tau­chen und eben­so wie­der ver­schwin­den oder bewuss­te Last, die man durch Strea­ming des Spiels oder Enco­die­ren von Vide­os erreicht.

Wer sich noch erin­nern kann, erschien 2013 auf PCGH ein Arti­kel, der die Mul­ti­tas­king-Fähig­keit zwi­schen einem FX8350 und einem i7-3770k unter­such­te. Hier noch ein kur­zer Über­blick zu den Ergeb­nis­sen:

(Quel­le: PC Games Hard­ware, Rech­te­inha­ber der Bil­der: PC Games Hard­ware)

Wie man dar­aus erken­nen kann, konn­te der FX8350 gut an Boden gewin­nen, sobald die Ker­ne noch ande­re Din­ge erle­di­gen muss­ten, wäh­rend der i7-3770k bei simu­lier­ter “Hin­ter­grund-Höchst­last” gera­de so durch sein Hyper­threa­ding geret­tet wur­de.

 

Jahr 2017, ande­res Online-Maga­zin, glei­cher Autor:

Dem­sel­ben Test müs­sen sich nun die aktu­el­len Archi­tek­tu­ren von AMD und Intel stel­len. Bei Golem hat man daher einen i5-8400 gegen einen R5 1600X durch einen sol­chen Par­cour gejagt, weil bei­de Chips preis­lich in der belieb­ten Mit­tel­klas­se agie­ren. Zum pas­sen­den Ver­gleich wur­de bei­den Sys­te­men der­sel­be Arbeits­spei­cher und eine GTX 1080 Ti zur Sei­te gestellt. Jedoch hat man nicht wie im vor­he­ri­gen Test auf die Bild­ra­te gesetzt, son­dern auf die Frame­ti­mes, die schon eher auf eine Spiel­bar­keit hin­deu­ten. Als “Testop­fer” fand sich dann das Spiel Watch Dogs 2, was von Haus aus 6 Ker­ne gut aus­nut­zen kann.

Zu den Ergeb­nis­sen:

Ohne Hin­ter­grund­last liegt der i5 mit der Anzahl an berech­ne­ten Bil­dern und der maxi­ma­len FPS vorn, hat jedoch mehr Pro­ble­me, die­se gleich­mä­ßig wie­der­zu­ge­ben, was dem Autor den Umstand als nicht wahr­nehm­bar beschrei­ben lässt.

 

Eine Art der Belas­tung stellt ein Export von 100 Raw-Datei­en ins Jpeg-For­mat mit dem Fast Image View­er dar. Wäh­rend der i5-8400 unter der punk­tu­el­len Last von der Bild­be­ar­bei­tung ein­bricht, sprich hohe, “spür­bar läs­ti­ge” Frame­ti­mes in die Waag­scha­le wirft, kann der R5 1600X dank SMT die­se Last­spit­zen abfe­dern und zeigt sich auch im Frame­ver­lauf völ­lig unbe­ein­druckt. Im ange­häng­ten Video erfährt man außer­dem, dass der R5 bei der Kon­ver­tie­rungs­leis­tung der Bil­der wäh­rend des Spiels den i5 über­holt, obwohl last­frei gemes­sen der i5 schnel­ler fer­tig wird.

(Quel­le: golem.de, Rech­te­inha­ber der Bil­der: golem)

Aller­dings begren­zen sich die­se Erkennt­nis­se nur auf Spie­le, die vie­le Ker­ne zu nut­zen wis­sen. Spie­le, die nur weni­ge Threads, gar nur einen nut­zen oder per vor­han­de­ner Hard­ware weit über 60 FPS dar­stel­len kön­nen — vom Spie­ler aber auf 60 FPS gelockt sind — blei­ben von die­ser Erkennt­nis unbe­rührt.