Norwegischer Supercomputer mit AMD Epyc und 172.032 “Rome”-Kernen

Nach Däne­mark und Finn­land bekommt auch Nor­we­gen einen neu­en Super­com­pu­ter mit Pro­zes­so­ren von AMD. Dank 2.644 Epyc-Pro­zes­so­ren der nächs­ten Genera­ti­on (“Rome”) und damit ins­ge­samt 172.032 Ker­nen soll eine Rechen­leis­tung von fast 6 Peta­flops erreicht wer­den, die das Sys­tem zu Nor­we­gens leis­tungs­stärks­ten Super­com­pu­ter machen wer­den. Gebaut wird das Sys­tem, das im Früh­jahr 2020 in Betrieb gehen soll, von Atos auf Basis des Bull­Se­qua­na H2000 für Uni­nett Sigma2.

 

Das bis­lang noch namen­lo­se Sys­tem wird an der Tech­nisch-Natur­wis­sen­schaft­li­chen Uni­ver­si­tät Nor­we­gens (NTNU) in Trond­heim auf­ge­stellt und wird der nor­we­gi­schen For­schung zur Ver­fü­gung gestellt. Dies soll die Rechen­ka­pa­zi­tät der nor­we­gi­schen For­schung um das Fünf­fa­che stei­gern. 

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt des neu­en Super­com­pu­ters ist die Wär­me­rück­ge­win­nung. Es kann gro­ße Tei­le der für Berech­nun­gen ver­wen­de­ten Ener­gie zurück­ge­win­nen, und zwar in Form von hei­ßem Was­ser, wel­ches zur Behei­zung von Gebäu­den an der NTNU ver­wen­det wer­den soll. Zusätz­lich wird der zum Betrieb benö­tig­te Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gi­en stam­men.

Technische Spezifikationen des BullSequana XH2000

Anzahl Nodes 1.344
Pro­zes­sor­ker­ne pro Node 2 x 64
Pro­zes­sor­typ AMD Epyc Rome 2,2 GHz – 225W
Anzahl Ker­ne 172.032
Gesamt­spei­cher 372 TB
Hoch­ge­schwin­dig­keits­netz­werk Mel­lanox Infi­ni­band HDR100, Dra­gon­fly+
Inte­grier­ter Daten­spei­cher 2,55 PB DDN Lust­re
Theo­re­ti­sche Leis­tung 5.9 Pflops
Leis­tungs­auf­nah­me bei max. Leis­tung 952 kW
Grund­flä­che 14,78 m² (29,56 m²)
Wir­kungs­grad Wär­me­rück­ge­win­nung 95%

Auf der aktu­el­len TOP 500 Lis­te der Super­com­pu­ter wür­de das Sys­tem momen­tan einen Platz unter den Top 30 bele­gen.