AMD Ryzen köpfen bringt nichts

Bereits in der ver­gan­ge­nen Woche haben wir über die Expe­ri­men­te des PCGHX-Users Der8auer berich­tet, der bei ein paar Ryzen-Pro­zes­so­ren kur­zer­hand den Heat­spre­ader ent­fernt – im OC-Jar­gon: sie “geköpft” – hat, um zu prü­fen, wie AMD den Wär­me­über­gang vom Die zum Heat­spre­ader rea­li­siert. Dabei konn­te er fest­stel­len, dass AMD hoch­wer­ti­ges Indi­um-Lot mit einer Gold­schicht (!) zur Fixie­rung ver­wen­det, wohin­ge­gen Intel seit Ivy Bridge bil­li­ge Wär­me­leit­pas­te ver­wen­det, was Über­tak­tern das Leben schwer­macht, da sie die Abwär­me trotz bes­ter Küh­lung nicht abtrans­por­tiert bekom­men. Daher ist Köp­fen bei neue­ren Intel-Pro­zes­so­ren zu einem pro­ba­ten Mit­tel gewor­den, die OC-Erfol­ge zu erhö­hen.

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Nach der Ana­ly­se letz­te Woche hat Der8bauer nun aus­pro­biert, was das Köp­fen bei Ryzen bräch­te, woll­te ein Twea­ker sich dar­an ver­su­chen, also den Küh­ler ohne schüt­zen­den Heat­spre­ader direkt auf das Die zu set­zen, mit dem Opti­mum eines Flüs­sig­me­tall­pads zur Wär­me­über­tra­gung dazwi­schen. Das Resul­tat ist ernüch­ternd. Gera­de mal um 1 °C sank die maxi­ma­le Kern­tem­pe­ra­tur, die mitt­le­re immer­hin um 3,5 °C. Aber den­noch ist das ver­schwin­dend gering ver­gli­chen mit aktu­el­len Intel-Pro­zes­so­ren, wo das Köp­fen der CPU oft­mals 15 °C oder mehr bringt; je nach CPU, Küh­ler und VCore. Den Auf­wand, einen Ryzen zu ent­haup­ten, kann sich selbst der Extrem-Über­tak­ter also spa­ren. Ande­rer­seits ist das ein gutes Zeug­nis für AMDs Kühl­kon­zept.