AMD bestätigt im Interview: Polaris wird Mainstream, nicht High-End

Noch im Janu­ar 2016 hat­te AMD im Rah­men eines Inter­views mit Raja Kodu­ri, Seni­or Vice Pre­si­dent und Chief Archi­tect der Rade­on Tech­no­lo­gies Group bei AMD, bestä­tigt, dass die kom­men­de Pola­ris-GPU “High-End” wer­den wird. Was wür­de man auch ande­res erwar­ten von einer neu­en GPU-Genera­ti­on? Die Gerüch­te und Leaks der letz­ten Wochen jedoch lie­ßen Zwei­fel auf­kom­men. Kein “HBM2” mehr? Prei­se im Bereich von 300 bis 400 US-Dol­lar, Leis­tung “nur” auf Niveau der aktu­el­len High-End-Kar­ten?

Gestern Abend unse­rer Zeit bestä­tig­te Roy Tay­lor, Cor­po­ra­te Vice Pre­si­dent Alli­an­ces, Con­tent & VR bei AMD, im Rah­men eines Inter­views offi­zi­ell, was sich bereits ange­deu­tet hat­te. Pola­ris soll den Main­stream-Desk­top- und das High-End-Note­book-Seg­ment bedie­nen. Erneut stellt Tay­lor klar, dass Vir­tu­al Rea­li­ty das zen­tra­le The­ma war bei der Ent­wick­lung von Pola­ris. Der Begriff “TAM” (total address­able mar­ket) sowie des­sen Erwei­te­rung fällt mehr­fach. AMD möch­te also neue Märk­te erschlie­ßen und nicht nur aus­ge­tre­te­ne Pfa­de beschrei­ten. Das ist ambi­tio­niert, schließ­lich setzt AMD damit auf ein Pferd, das noch gar nicht rich­tig gesat­telt ist, denn ech­te VR-Inhal­te abseits weni­ger Demos sind der­zeit kaum ver­füg­bar. Das Hen­ne-Ei-Pro­blem also. Für AMD ist es ein gro­ßes Risi­ko, in Sachen VR “all in” zu gehen, eine küh­ne Wet­te auf die Zukunft.

More inte­res­tin­g­ly, the VR deve­lo­p­ment com­mu­ni­ty is much lar­ger, and much wider than just games deve­lo­p­ment. There’s a uni­ver­si­ty and aca­de­mia sup­port to VR. The­re are new com­pa­nies making VRX [VR visu­al effects] con­tent. There’s the VRa­aS stuff. We’­re inves­ting hea­vi­ly in that, and we’­re recrui­t­ing in that area, and we’­re going to do more.”

Inter­es­sant an die­sem Inter­view ist auch, dass AMD den Umgang mit dem Haupt­kon­kur­ren­ten NVIDIA im Gra­fik­markt ändern möch­te. NVI­DIA-Bashing sei nicht not­wen­dig, sag­te Tay­lor, es gäbe kei­nen Grund, feind­se­lig zu sein. NVIDIA sei ein wür­di­ger Geg­ner und der Kon­kur­renz­kampf sei zum Vor­teil aller. Man habe es selbst in der Hand. Zudem arbei­te man in vie­len Berei­chen zusam­men (Khro­nos, Vul­kan u.a.). Ganz neue, ver­söhn­li­che Töne also.