Erste Mainboards für AMD Ryzen Threadripper auf der Computex

Für den HEDT-Markt hat AMD bereits sei­ne Ryzen-Vari­an­te namens Thre­ad­rip­per ange­kün­digt. Abge­lei­tet vom Ser­ver-Pro­zes­sor Epyc wird Thre­ad­rip­per über bis zu 16 Ker­ne und 32 Threads ver­fü­gen. Dass das nicht mit dem her­kömm­li­chen Main­stream-Sockel-AM4 zu bewerk­stel­li­gen ist, ist klar.

Nun haben die ers­ten Her­stel­ler auf der heu­te gestar­te­ten Com­putex 2017 Main­boards für Thre­ad­rip­per aus­ge­stellt. Bei Hard­ware­luxx ist das ROG Zenith Extre­me zu sehen, ein ATX-Main­board mit 4 PCI-Express-x16-Slots, 3 M.2‑Slots und acht DIMM-Slots, ver­teilt auf 4 Kanäle.

Eben­so bei OC3D.net:

Bei Com­pu­ter­Ba­se dage­gen sind ers­te Fotos des ASRock X399 Pro­fes­sio­nal Gaming gepostet:

Deut­lich zu sehen der rie­si­ge Pro­zes­sor­so­ckel namens TR4 mit mut­maß­lich 4094 Kon­tak­ten. Wie die aktu­el­len Intel-Sockel und AMDs alter Ser­ver-Sockel F ist auch TR4 kein Pin-Grid-Array‑, son­dern ein Land-Grid-Array-Sockel, kurz LGA. Com­pu­ter­Ba­se will erfah­ren haben, dass der Sockel iden­tisch ist mit dem Ser­ver-Sockel für die gro­ßen Epyc-Pro­zes­so­ren. Das wäre jedoch eine Über­ra­schung, da die gro­ßen Epycs, Code­na­me Nap­les, ein 8‑Ka­nal-Spei­cher­in­ter­face bekom­men wer­den. Thre­ad­rip­per dage­gen soll “nur” vier Spei­cher­ka­nä­le erhal­ten. Damit wären zwangs­läu­fig jede Men­ge Kon­tak­te “blind”. Da AMD die­ses The­ma noch nicht offi­zi­ell kom­mu­ni­ziert hat, muss das an die­ser Stel­le offen bleiben.