Anzahl der Notebooks mit Bristol Ridge wächst (Update)

Wenn das so weitergeht, könnte es was werden mit Bristol Ridge. Vor einem Jahr zur Markteinführung von Carrizo konnten wir die Hersteller nicht verstehen. Obwohl AMD gerade eine interessante neue Plattform eingeführt hatte, gab es bei uns monatelang kaum käuliche Produkte damit. Und wenn, dann nur völlig wirre Konfigurationen zu überhöhten Preisen.

Dieses Mal mit Bristol Ridge scheint es besser zu laufen. Gut einen Monat nach Markteinführung der Plattform sind 9 Modelle auf dem deutschen Markt verfügbar, und anders als bei Carrizo hat man bei einigen tatsächlich den Eindruck, dass sie nicht absichtlich „verkonfiguriert“ wurden, z.B. mit nur einem Modul DDR3-1333 bestückt, obwohl die Plattform DDR3-1600 im Dual-Channel unterstützt sowie davon profitiert.

Dabei kann sich AMD momentan bei Hewlett-Packard bedanken, aus deren Haus ein Großteil der neuen Bristol-Ridge-Modelle stammt. Zwar bleibt es rätselhaft, was HP dazu veranlasst, im Jahr 2016 noch Fast-Ethernet-Netzwerkcontroller zu verbauen, aber abgesehen davon sind ein paar interessante neue Modelle dabei:

HP_15-ba008ng

Beginnen wir mit dem Modell HP 15-ba008ng, einem 15″-Notebook mit entspiegeltem Full-HD-Display – allein das ist schon selten bei einer AMD-Plattform als Basis. Es ist bestückt mit dem AMD A10-9600P, dem wohl interessantesten Bristol Ridge, da er sich gegenüber dem direkten Vorgänger am meisten gesteigert hat. Statt 1,6 GHz Basistakt liegen nun 2,4 GHz für die vier Excavator-Kerne an, im Turbo-Modus kann er bis 3,3 GHz takten. Zudem belässt HP es bei der ohnehin schon starken integrierten Grafik, die beim A10-9600P aus einer Tonga-basierenden GCN-GPU der 3. Generation besteht, bei der 6 CUs (= 384 Shader-Einheiten) freigeschaltet sind, die mit bis zu 720 MHz takten. Also stark genug für alle Nicht-Gamer, wobei Spiele wie Minecraft damit schnell genug laufen. 8 GiB DDR4-RAM in Dual-Channel-Konfiguration sind dem Hersteller zufolge verbaut, leider nur eine normale (und somit langsame) 1-TB-Festplatte, DVD-RW, Bluetooth 4.0, WLAN nach Standard 802.11n, SD-Cardreader und Webcam, getrieben von Windows 10 Home x64. Das Ganze soll ab 500 EUR kosten.

HP_Pavilion 17-y015ng

Das Gleiche in Grün gibt’s auch noch eine Nummer größer in 17″ mit den Modellen HP Pavilion 17-y015ng und HP Pavilion 17-y027ng. Bei ansonsten vergleichbarer Ausstattung müssen die beiden 17-Zöller auf ein entspiegeltes Full-HD-Display verzichten, sind stattdessen mit einem günstigeren HD+-Display (1600×900 Pixel, glare) bestückt. Das y027ng ist mit einem dedizierten Grafikchip Radeon R7 M440 ausgerüstet; das ist eine GCN-GPU der 1. Generation mit 2 GiB dediziertem Speicher und 320 Shader-Einheiten. Man muss annehmen, dass die dedizierte GPU mit der IGP ins Crossfire geschaltet ist (wenn auch nicht explizit angegeben), ansonsten würde deren Verbau keinerlei Sinn ergeben, schließlich ist die IGP schneller und moderner. Empfehlenswerter ist das zweite Modell wegen der Hybrid-Festplatte (SSHD) statt der langsamen herkömmlichen Festplatte (HDD). Beide sollen mit ab 500 EUR gleich viel kosten.

Ebenfalls neu sind die Modelle HP 15-ba009ng und HP 15-ba021ng. Sie gleichen äußerlich dem eingangs genannten 15-Zöller HP 15-ba008ng, sind aber mit der Radeon R7 M440 bestückt. Ansonsten unterscheiden sie sich nur durch SSHD vs. HDD, was das Modell HP 15-ba009ng zum attraktiveren macht. Beide sollen mit ab 600 EUR gleich viel kosten.

Der „Überflieger“ in der Bristol-Ridge-Reihe ist immer noch der HP Pavilion 15-aw004ng, über den wir schon in der letzten Meldung berichtet hatten. Er bietet eine bisher einmalige Kombination (bei AMD-Laptops) aus einem 15″ großen non-glare Full-HD-Display, 8 GiB DDR4-RAM im Dual-Channel, einer 256 GB großen M.2-SSD, Radeon-R7-GPU und Windows 10 x64. Auch dieses Modell soll ab 600 EUR aufwärts kosten.

Update 08.07.2016
Am heutigen Tag ist bei Amazon eine weitere Variante der genannten 17-Zöller aufgetaucht. Für 30 EUR Aufpreis gibt’s beim HP Pavilion 17-y022ng ein mattes Full-HD IPS-Panel, eine Radeon R7 M440 mit 4 GB dediziertem Speicher und eine 1 TB große Hybrid-Festplatte (SSHD). Bei Amazon steht zwar 1600×900, das HP-Datenblatt jedoch sagt schwarz auf weiß 1920×1080.