AMDs “Rome” zeigt sich erstmals in TOP500-Liste der Supercomputer

Mit der Abschal­tung des Super­com­pu­ters Titan im August fiel das noch im Juni auf Platz 12 lie­gen­de und damit höchst­plat­zier­te AMD-Sys­tem aus der Anfang die­ser Woche erschie­ne­nen neu­en TOP500-Lis­te her­aus, nach­dem die­se dort zuletzt sowie­so nur noch spär­lich ver­tre­ten waren. Aller­dings zei­gen sich mitt­ler­wei­le ers­te Sys­te­me mit den Epyc-Pro­zes­so­ren der zwei­ten Genera­ti­on mit dem Code­na­men “Rome”, die erst im August vor­ge­stellt wor­den waren.

Super­com­pu­ter am am Oak Ridge Natio­nal Labo­ra­to­ry (ORNL)

Die ehemalige Nr. 1 Titan

Zuletzt auf Platz 12 lie­gend und einst sogar der leis­tungs­stärks­te Super­com­pu­ter der Welt (TOP500 — Novem­ber 2012) hat Titan bereits im August sei­ne Arbeit ein­ge­stellt, um am Oak Ridge Natio­nal Labo­ra­to­ry (ORNL) Platz für den geplan­ten Exa­flop-Super­com­pu­ter Fron­tier zu schaf­fen. 

Fron­tier wird zu den drei ers­ten Exa­flop-Super­com­pu­tern der Welt zäh­len und dürf­te auf Grund einer ange­streb­ten Gesamt­leis­tung von ins­ge­samt 1,5 Exa­flops bei der Inbe­trieb­nah­me Ende 2021 zum schnells­ten Super­com­pu­ter welt­weit wer­den.  

 

Die AMD-Systeme in der aktuellen TOP500-Liste

In der aktu­el­len TOP500 vom Novem­ber 2019 sind aller­dings fünf Super­com­pu­ter mit Pro­zes­so­ren von AMD ver­tre­ten. Ein sechs­tes Sys­tem und gleich­zei­tig das momen­tan auf Platz 48 höchst­plat­zier­te, setzt auf den Pro­zes­sor Hygon Dhya­na von Tha­tic — einem Joint Ven­ture von AMD und meh­re­ren chi­ne­si­schen Part­nern — und damit auf Zen-Tech­nik. 

Mit dem Joli­ot-Curie und dem Spar­tan basie­ren aller­dings zwei Super­com­pu­ter bereits auf dem AMD 7H12 — einem Pro­zes­sor der zwei­ten Epyc Genera­ti­on (“Rome”). Ers­te­rer belegt dabei sogar den 59. Platz, dürf­te aller­dings in der nächs­ten TOP500-Lis­te nicht mehr das schnells­te AMD-Sys­tem sein.

Eben­so dürf­te die Anzahl der Sys­te­me mit Pro­zes­so­ren von AMD in der Lis­te deut­lich zuneh­men, wenn man die zahl­rei­chen Ankün­di­gen von Super­com­pu­tern mit AMD Insi­de der letz­ten Mona­te bedenkt.