Gerüchte über Matisse Refresh verdichten sich (Update)

Kürz­lich hat Intel sei­ne Desk­top-Pro­zes­so­ren der “Comet Lake‑S”-Serie vor­ge­stellt. Obwohl Intel von den meis­tern Review­ern ordent­lich Kri­tik ein­ste­cken muss­te für den aber­ma­li­gen Neu­auf­guß der mitt­ler­wei­le 5 Jah­re alten Sky­la­ke-Archi­tek­tur, die hohe Leis­t­ung­auf­nah­me bedingt durch den 14-nm-Pro­zess und die schlep­pen­de Infor­ma­ti­ons­po­li­tik, so wur­de ein Fak­tum in den Tests aber­mals bestä­tigt: AMD mag die schnells­ten Pro­zes­so­ren für Anwen­dun­gen haben, die bes­se­re Ener­gie­ef­fi­zi­enz (unter Last) und das güns­ti­ge­re Preis-/Leis­tungs­ver­hält­nis, in Spie­len jedoch sind die neu­en Intel-CPUs eine Macht.

Mit ein Grund ist, dass 3D-Spie­le bei ver­gleich­ba­rer IPC noch immer güns­ti­ger auf höhe­re Takt­ra­ten reagie­ren als auf sehr vie­le Ker­ne und in Sachen Takt hat Intel das Maxi­mum aus Comet Lake‑S her­aus­ge­holt. Bis zu 5,3 GHz Tur­bot­akt ste­hen zur Ver­fü­gung, natür­lich auch des­we­gen, da Intel den Begriff TDP mitt­ler­wei­le sehr weit dehnt. Zwar ist das Top­mo­dell Core i9-10900K in der 125-W-Klas­se ein­ge­stuft, aller­dings darf sich die CPU 56 Sekun­den lang 250 W elek­tri­sche Leis­tung gön­nen, ganz offi­zi­ell. Das ist mehr als AMDs sei­ner­zeit viel­ge­schol­te­ne FX-9590-Brech­stan­ge. Man­che Main­boards hal­ten sich nicht ein­mal dar­an und spei­sen die CPU durch­ge­hend ohne Limit. Hier die Spie­le-Per­for­mance in Full-HD-Auf­lö­sung exem­pla­risch aus dem Test von Com­pu­ter­Ba­se:


Quel­le: Com­pu­ter­Ba­se

Das kann AMD nicht gefal­len. Die neue Ver­meer-Fami­lie auf Zen-3-Basis steht für Ende 2020 auf der Road­map. Genau­er wur­de es bis­her noch nicht kom­mu­ni­ziert. Die Gerüch­te­kü­che will Sep­tem­ber 2020 wis­sen, coro­nabe­dingt dürf­te aber auch ein spä­te­rer Zeit­punkt nicht ver­wun­dern.

Im güns­tigs­ten Fall sind also noch drei Mona­te zu über­brü­cken, im ungüns­tigs­ten sechs. So lan­ge möch­te AMD der Kon­kur­renz offen­bar den Platz an der Gaming-Son­ne nicht kampf­los über­las­sen, denn es ver­dich­ten sich die Gerüch­te, dass AMD bereits im Juni einen Refresh der Matis­se-Fami­lie auf­le­gen könn­te. Im unte­ren Preis­seg­ment wur­den ja mit Ryzen 3 3300X und 3100 gera­de erst zwei neue Model­le ein­ge­führt, nun könn­te auch am ande­ren Ende der Fah­nen­stan­ge noch ein­mal Hand ange­legt wer­den. Die Gerüch­te­kü­che auf Chip­hell will bereits die fina­len Takt­ra­ten ken­nen, nach­dem zuvor die Mög­lich­keit eines Refreshs anhand einer angeb­lich von Giga­byte stam­men­den Folie gele­akt wor­den war:

Dem­nach soll es fol­gen­de Matis­se Refresh-Model­le geben:

RYZEN 9 3900XT — 4.1 GHz Basis, 4.8 GHz Tur­bo
RYZEN 7 3800XT — 4.2 GHz Basis, 4.7 GHz Tur­bo
RYZEN 5 3600XT — 4.0 GHz Basis, 4.7 GHz Tur­bo

Zum Ver­gleich die äqui­va­len­ten alten Model­le:

RYZEN 9 3900X — 3.8 GHz Basis, 4.6 GHz Tur­bo
RYZEN 7 3800X — 3.9 GHz Basis, 4.5 GHz Tur­bo
RYZEN 5 3600X — 3.8 GHz Basis, 4.4 GHz Tur­bo

Wie man sieht gibt es sowohl beim Basistakt als auch beim Tur­bo ein paar Hun­dert MHz extra oben­drauf. Mög­lich machen soll dies ein bes­se­res Bin­ning. Nach fast einem Jahr Pro­duk­ti­on dürf­te sich der Her­stel­lungs­pro­zess bei TSMC mitt­ler­wei­le gut ein­ge­spielt haben. Durch bes­se­re Vor­auswahl der Dies könn­te AMD beson­ders gute Exem­pla­re selek­tie­ren und die­se für die Refresh-Model­le ver­wen­den. Am 16.06.2020 soll es los­ge­hen laut wccf­tech. Dabei sol­len die Refresh-Model­le die UVPs der alten über­neh­men, wäh­rend die­se im Preis etwas nach unten jus­tiert wer­den sol­len. Wir wer­den sehen.

Update 27.05.2020
Die von Chip­hell gele­ak­ten Takt­ra­ten könn­ten zu opti­mis­tisch gewe­sen sein. Laut neue­ren Gerüch­ten soll sich der Basistakt nicht ändern, ledig­lich der maxi­ma­le Tur­bot­akt sowie mög­li­cher­wei­se das Boost­ver­hal­ten dazwi­schen:

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