CES 2022: AMD kündigt Ryzen 7 5800X3D mit 3D-V-Cache an

Bereits im Som­mer 2021 hat­te AMD die Hard­ware-Welt damit über­rascht, die Ryzen-5000-Pro­zes­sor-Serie mit einem zusätz­li­chen, in die drit­te Dimen­si­on nach oben gesta­pel­ten L3-Cache erwei­tern zu wol­len. Damals wur­de die 3D-V-Cache genann­te Tech­no­lo­gie anhand eines Ryzen 9 5900X prä­sen­tiert. Im Okto­ber hat­te AMD bestä­tigt, die Tech­nik Anfang 2022 auf den Markt brin­gen zu wol­len. Auf der CES 2022 gab es nun eine kon­kre­te Produktankündigung.

Dem­nach plant AMD zunächst ein­mal mit nur einem Modell, dem Ryzen 7 5800X3D. Das voll auf den Gaming-Markt zie­len­de Modell soll dank des 3 Mal so gro­ßen L3-Caches ins­be­son­de­re bei latenz­emp­find­li­chen Spie­len deut­li­che Vor­tei­le brin­gen und dort den kürz­lich ein­ge­führ­ten Intel Alder-Lake-CPUs das Leben schwer machen. Abge­se­hen von der Grö­ße des L3-Caches unter­schei­det sich die CPU nicht vom regu­lä­ren Ryzen 7 5800X. Ob es sich dabei nun um das B2-Step­ping han­delt wie von uns ver­mu­tet, hat AMD noch nicht kommuniziert.

Dass es aus­ge­rech­net die­ses Modell gewor­den ist und kein Ryzen 9 5950X3D oder 5900X3D, dürf­te Metho­de haben. Zum einen sind 8 Ker­ne und 16 Threads für den Ziel-Markt Gaming völ­lig aus­rei­chend. Die wenigs­ten Spie­le pro­fi­tie­ren von noch mehr Ker­nen. Zum zwei­ten befin­den sich beim Ryzen 7 5800X3D alle Ker­ne in einem CCD, es fin­det also kei­ne CCD-über­grei­fen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on statt. Damit sind die Kern-zu-Kern-Laten­zen gleich­blei­bend nied­rig. Und zum drit­ten benö­tigt AMD für den Ryzen 7 5800X3D nur ein CCD und kann so die Fer­ti­gungs­kos­ten nied­rig hal­ten und die CCDs dem mar­gen­träch­ti­gen Ser­ver-Seg­ment, also Epyc Milan‑X, der die glei­chen Com­pu­te-Dies mit 3D-V-Cache ver­wen­det, zuschanzen.

Im Som­mer hieß es noch Ende 2021 könn­te es so weit sein, inzwi­schen spricht AMD nur noch all­ge­mein von Früh­jahr 2022. Eine UVP hat AMD noch nicht genannt. Da als Gegen­spie­ler der Intel Core i9 12900K aus­ge­macht wur­de (sie­he Dia­gramm), dürf­te sich der Preis dar­an ori­en­tie­ren. Der Vor­teil auf Sei­te von AMD ist, dass kei­ne neue Platt­form not­wen­dig ist. Der Pro­zes­sor soll auf allen Main­boards lau­fen, die auch den 5800X unter­stüt­zen, also offi­zi­ell bis zurück zu B450.