Kein echtes DirectX 12 bei aktuellen NVIDIA-Karten?

Vor einer Woche berich­te­ten wir über die über­ra­schend hohe Mehr­leis­tung von AMD-Gra­fik­kar­ten unter Direc­tX 12. Eben­falls nicht uner­wähnt blieb, dass die Kon­kur­renz aus dem Hau­se NVIDIA ein wesent­lich gerin­ge­res Leis­tungs­plus ein­fah­ren kann und teils sogar lang­sa­mer zu Wer­ke geht als unter Direc­tX 11. Nach vie­len Spe­ku­la­tio­nen und gegen­sei­ti­gen Anschul­di­gun­gen von Spie­le­ent­wick­lern und NVIDIA, scheint sich her­aus­zu­kris­tal­li­sie­ren, dass die GPUs der Gra­fik­schmie­de ein Fea­ture von Direc­tX 12 nicht beherrschen.

Unter der Bezeich­nung Asyn­chro­nous Com­pu­te (kurz: Async Com­pu­te) ver­steht man die Fähig­keit der GPU neben der Tex­tur­dar­stel­lung unge­nutz­te Rechen­leis­tung für zusätz­li­che Berech­nun­gen zu nut­zen. Der Spie­le­ent­wick­ler Oxi­de Games, der hin­ter dem ers­ten Direc­tX-12-Bench­mark steht, unter­stell­te NVIDIA, der GeFor­ce-Trei­ber habe dem Spiel Ashes of Sin­gu­la­ri­ty eine Unter­stüt­zung der Funk­ti­on nur vor­ge­gau­kelt. Daher sei es zu Pro­ble­men gekom­men und man habe Async Com­pu­te für NVI­DIA-Kar­ten deak­ti­viert. Dadurch müs­sen Berech­nun­gen, die auf AMDs GCN-Gra­fik­kar­ten kor­rekt aus­ge­führt wer­den, in der CPU berech­net wer­den. Damit lie­ße sich die erheb­li­che Leis­tungs­stei­ge­rung gegen­über dem Kon­tra­hen­ten erklären.

Asynchronous-Shader

NVIDIA hat der­weil einen neu­en GeFor­ce-Trei­ber ange­kün­digt, der Async Com­pu­te nach­rei­chen soll. Hier blie­be anzu­mer­ken, dass NVIDIA noch vor einer Woche auf der Feh­ler­lo­sig­keit des eige­nen Trei­bers beharrt hat­te. Im 3DCenter wird hin­ge­gen dis­ku­tiert, ob Max­well denn wirk­lich Async Com­pu­te in Hard­ware unter­stützt und ob der neue Trei­ber die­se Funk­ti­on nicht ein­fach in Soft­ware emu­lie­ren wird, wodurch natür­lich erneut die CPU ver­stärkt bean­sprucht wür­de. Soll­ten NVI­DI­As aktu­el­le Pro­duk­te Async Com­pu­te beherr­schen, wird wei­ter ver­mu­tet, dass der Zuge­winn den­noch gerin­ger sein könn­te als bei AMDs Gra­fik­kar­ten, denn die­se kön­nen durch die ACEs (Asyn­chro­nous Com­pu­te Engi­nes) die Auf­ga­ben fle­xi­bler auf die Shader verteilen.

Wir dür­fen daher gespannt sein, ob NVIDIA mit einem neu­en Trei­ber tat­säch­lich eine für Direc­tX 12 wich­ti­ge Funk­ti­on nach­rei­chen kann.

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