Sockel AM4 – Bristol Ridge für Endkunden im User-Review

Die letzte Inkarnation der Bulldozer-Architektur namens Bristol Ridge muss derzeit für AMD die Wartezeit bis zur brandneuen Zen-Architektur überbrücken. Doch statt Bristol Ridge für den Desktop und die neue Plattform AM4 offiziell freizugeben, auf der später auch die Zen-basierenden CPUs und APUs arbeiten sollen, versteckt AMD beides im OEM-Markt. Eine Hand voll Tests dieser Fertig-PCs gibt’s bereits, aber bisher hatte noch niemand Endkunden-Komponenten von Bristol Ridge AM4 zum testen in Händen.

Eines unserer langjährigen Community-Mitglieder „Crashtest“ konnte nun ein AM4-Bundle im freien Handel erwerben, namentlich einen AMD A12-9800 Quad-Core und ein ASUS A320M-C AM4-Mainboard. In folgendem Thread im Forum hat er seine Erfahrungen gepostet und nimmt auch Anfragen von Usern entgegen, die einen bestimmten Benchmark getestet haben möchten:

So konnte „Crashtest“ etliche BOINC Distributed-Computing Projekte antesten und beinahe die komplette AIDA64-Suite. Hier liegt Bristol Ridge CPU-seitig auf dem erwarteten Level für eine Excavator-CPU. In Sachen GPU wurde die kürzlich entdeckte hohe Double-Precision-Leistung bestätigt, die im Verhältnis zu Single Precision bei 1/2 liegt, was ein enorm guter Wert ist wie man ihn sonst nur bei Profi-Grafikkarten findet.

In einem parallelen Diskussionsthreads stellte sich dabei heraus, dass wohl auch Carrizo bereits denselben guten DP-Wert erzielte, ohne dass es jemandem aufgefallen wäre. Zumindest konnte User sompe mit seinem FX-8800P „Carrizo“ ebenfalls Werte im Bereich 1/2 erzielen.

Interessant ist auch, dass sich beim Sockel AM4 zwar die Löcher für Retention-Module und verschraubte Kühler geändert haben, jedoch Kühler mit den üblichen Nasen weiterhin passen. Wer also bereits einen „Nasen-Kühler“ für Sockel AM2, AM3 oder FM2 besitzt, braucht für AM4 wohl keinen neuen Kühler zu kaufen. Eine weitere Erkenntnis ist, dass der Promontory Zusatz-Chip über vier PCI-Express 3.0 Lanes am PCIe-Controller der CPU angebunden ist.