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Ungeachtet der erschreckend schwachen Performance, die AMDs neueste Kreation mit Codenamen Bulldozer heute bei den meisten für Performance-Endkunden relevanten Anwendungen (Spiele!) abgeliefert hat, ist der AMD FX 8150 bei den einschlägigen Preisvergleichern bereits in den Top 10 der am häufigsten gesuchten Produkte zu finden. Das Kunden-Interesse scheint also grundsätzlich da zu sein.
Quelle: gh.de
Noch schwankt der Straßenpreis natürlich minütlich, da ständig neue Anbieter hinzu kommen und andere Anbieter ihre Preise denen der Konkurrenz anpassen. Zum Zeitpunkt dieses Artikels scheinen 236 EUR inkl. Versand das untere Limit zu sein.
Wer es allerdings eilig hat mit einem Bulldozer, dürfte enttäuscht werden. Aktuell ist die CPU bei keinem einzigen Anbieter lagernd verfügbar. Wer sich die Mühe macht ein paar Telefonate zu führen oder die Anbieter zu durchstöbern, erhält auch einen unverbindlichen Liefertermin: der lautet aktuell 25.10.2011, also erst in der übernächsten Woche.
Für Interessenten am Bulldozer sei der wohlwollende Hinweis erlaubt: auf jeden Fall per Nachnahme bestellen! Wir haben damals bei der Einführung der Radeon HD 5870 die Erfahrung gemacht, dass Nachnahme-Kunden bei Knappheit bevorzugt werden, denn das Geld der Paypal- und Vorkasse-Kunden hat man ja bereits auf dem Konto; das der Nachnahme-Kunden bekommt man erst bei Lieferung. Natürlich trifft dieses Gebaren nicht auf alle Anbieter zu, dennoch ist man bei Bestellung per Nachnahme hier auf der sicheren Seite wenn es schnell gehen soll.
Nach einer gefühlten Ewigkeit des Wartens und mehreren Verschiebungen ist es heute also so weit, AMD hat die ersten Desktop-Prozessoren basierend auf der von Grund auf neu entwickelten Bulldozer--Architektur vorgestellt. Der neue "High-Performance Core" ist das Gegenstück zum "Bobcat"-Kern, der vor allem für besonders energieeffiziente APU-Designs ("Ontario") im Notebook- und Tablet-Markt gedacht ist. AMD selbst spricht bei der ersten Inkarnation der "Bulldozer-Architektur" von einem Serverdesign und umschreibt die Designziele wie folgt:
"Bulldozer" was designed to balance performance, cost and power consumption on multi-threaded applications. The architecture focuses on high-frequency and resource sharing to achieve optimal throughput and blistering speed in next generation applications.
Das eine solche Architektur mit Fokus auf den Server- und HPC-Markt sich aber aktuell mit gewöhnlicher Desktop-Software nicht wirklich gut verträgt, zeigt unser heutiger Review-Artikel (AMD FX - Codename "Bulldozer"). Gerade in unseren Computerspieletests weiß AMD neuester Sprössling nicht so recht zu überzeugen. Er muss sich mit der alten Generation herumschlagen, die Intel-Kontrahenten liegen deutlich in Front. Nicht zuletzt die Hardwareanforderungen neu erscheinender Computerspiele sind aber sehr häufig der Grund für Neuanschaffungen. Ob der Bulldozer hier zukünftig eher überzeugen können wird, kann Stand heute nicht beantwortet werden. Aktuell muss festgehalten werden, dass die AMD-FX-Prozessoren das Kürzel FX eher nicht verdient haben. Ob eventuell erscheinende Updates für den Scheduler von Windows 7 daran noch was ändern können, bleibt ungewiss.
Da sich AMD aber wohl durchaus der Probleme mit der ersten "Bulldozer"-Generation bewusst ist, hat das Unternehmen einen Ausblick auf die geplante künftige Weiterentwicklung der Architektur bis 2014 gewährt. Demnach soll in den nächsten Jahren stark an der IPC (Instructions per Cycle) und Energieeffizienz gearbeitet werden. Mit den Kern-Architekturen "Piledriver", "Steamroller" und "Excavator" soll die Energieeffizienz jährlich um 10 bis 15 % steigen. Wie immer bleibt aber abzuwarten, ob AMD diese ambitionierten Ziele erreichen kann.
In unserer neuen Artikelserie "AMD FX - Top oder Flop?" wird sich unser Gastautor "Dresdenboy", der sicherlich einigen unserer Leser aus dem Spekulationsforum und von dem spekulativen Artikel "AMDs Bulldozer-Architektur - ein Puzzle zusammengesetzt" bekannt sein dürfte, tiefergehend mit der neuen "Bulldozer"-Architektur auseinandersetzen und dabei auch versuchen die Designentscheidungen von AMD zu analysieren. Wie ist das gezeigte Abschneiden eines 315 mm2 großen und ca. 2 Mrd. Transistoren schweren Dies in den Benchmarks zu erklären? Welche Potentiale können in den kommenden Jahren noch gehoben werden? Diese und weitere Fragen wird unser Gastautor in den kommenden Wochen versuchen zu beantworten. Mit dem heutigen ersten Teil sollen die Grundlagen erarbeitet werden.
Zuvor wollen wir aber noch einen kurzen Blick darauf werfen, was AMD heute offiziell gelauncht hat:
Mit den heute vorgestellten FX-Prozessoren (Codename "Zambezi") vervollständigt AMD seine diesjährige Enthusiasten-Plattform "Scorpius", zu der auch die AMD-Radeon-Grafikkarten aus der HD-6000-Serie und die Chipsätze aus der 9er-Serie gehören. Bei den "neuen" Chipsätzen handelt es sich um umbenannte Versionen der Vorgängergeneration. Neu ist nur, dass NVIDIA einigen Mainboardherstellern die Freischaltung von SLI erlaubt. Offiziell unterstützt AMD den Betrieb der FX-Prozessoren nur auf den neuen Mainboards mit einem AM3+-Sockel und einem 9er Chipsatz, wobei er laut einigen Mainboardherstellern auch auf AM3-Brettern nach einem entsprechenden BIOS-Update laufen soll. Letzteres konnten wir bisher noch nicht erfolgreich überprüfen.
Zum Start bietet AMD vier Modelle mit acht, sechs oder vier Integer-Kernen (vier, drei oder zwei Module) mit einer TDP zwischen 125 und 95 Watt. Alle Modelle besitzen einen freien Multiplikator, was das Übertakten der Prozessoren erleichtern kann. Für das Topmodell, den AMD FX-8150, ruft AMD in seiner offiziellen Preisliste 245 US-Dollar auf. In den kommenden Wochen sollen weitere Modelle nachgeschoben werden. Laut AMD kann mit einer Verfügbarkeit der FX-Prozessoren ab Mitte Oktober gerechnet werden. Aktuell führt Geizhals einige Händler auf, die die neuen Prozessoren bereit gelistet haben.
Im Juni zeichnete sich bereits ab, dass es mit einem Launch der AMD FX-Serie Prozessoren (Codename "Zambezi") im zweiten Quartal nichts werden würde, obwohl AMD dieses Zeitfenster vor Analysten auf seinem Financial Analyst Day im November 2010 nannte. Später sprach man lediglich von "early summer" für die Desktop-Versionen und "late summer" für die Serverversionen. Aber auch diesen Zeitplan konnte AMD nicht einhalten, was auf der Computex 2011 erneut zu einer Verschiebung des offiziellen Zeitfensters für einen Launch führte. Hier bestätigte das Unternehmen am 1. Juni erstmals die Verspätung. Als neuer Zeitplan wurde ausgegeben, dass die AM3+-Mainboards in 30 Tagen, also Anfang Juli, auf den Markt kommen sollten und die Verfügbarkeit der Boxed-Versionen (PIB) von den AMD FX-Serie Prozessoren wurde für "late summer" angekündigt. Dies präzisierte Rick Bergman noch auf 60 bis 90 Tage ausgehend vom 1. Juni, was einen Launch im August nahelegt. Heute wissen wir, dass AMD diesen Zeitplan auch nicht einhalten konnte.
X-bit labs und unsere Partnerseite HT4U wollen jetzt unabhängig voneinander in Erfahrung gebracht haben, dass AMD aktuell zwar noch einen (Paper-)Launch im September plant, mit einer Verfügbarkeit allerdings erst im Oktober zu rechnen sei. Ähnliche Gerüchte wollte zuvor auch schon Donanimhaber Ende Juli und die DIGITIMES Anfang August aus dem Kreise der Mainboardhersteller vernommen haben. Damit verfehlt AMD das ursprünglich genannte Launchfenster für den "Zambezi" nun bereits um zwei Quartale. Andererseits hat AMD mehrfach betont, die Serverversionen lägen im Zeitplan und würden auf jeden Fall noch im September gelauncht. Das legt die Vermutung nahe, dass die Desktop-Versionen offenbar verschoben werden mussten, um den vertraglichen Verpflichtungen im Servermarkt nachkommen zu können. Schließlich will beispielsweise Cray einige Supercomputer mit den AMD Opteron 6200 (Codename "Interlagos") ausstatten. Gerade der Großkunde Cray dürfte sich noch gut an die Komplikationen (TLB-Bug) beim "Barcelona"-Launch und die daraus resultierenden eigenen Schwierigkeiten erinnern. Auch die immer mal wieder auftauchenden Benchmarks aus mehr oder weniger vertrauenswürdigen Quellen zeigen nicht den von vielen erhofften großen Leistungssprung gegenüber den aktuellen Angeboten. Ob die eher enttäuschenden Messwerte auf Software- oder Hardwareprobleme zurück zu führen sind, bleibt bisher unklar. Hier werden die ersten unabhängigen Benchmarks (hoffentlich bald) Aufschluss geben können.
Der Nutzer Ronny145 aus dem Forum vom 3DCenter hat jetzt jedenfalls in der Kompatibilitätsliste von GIGABYTE für das Mainboard GA-990FXA-UD5 (rev. 1.0) die vermeintlich ersten Modelle der AMD FX-Serie Prozessoren entdeckt. Die genannten Modelle bestätigen im wesentlichen die Daten von Donanimhaber. Zusätzlich nennt GIGABYTE die Basistaktraten, verschweigt aber die maximalen Turbo-Frequenzen. Demnach soll das Topmodell mit vier "Bulldozer"-Modulen AMD FX-8150 bei einer TDP von 125 Watt einen Basistakt von 3.6 GHz besitzen. Alle Modelle sollen laut GIGABYTE zum Start auf dem B2-Stepping basieren und über einen auf 5200 MT/s beschleunigten HT-Link mit dem Chipsatz kommunizieren. Außerdem plant AMD offenbar nicht, die unterschiedlichen Cache-Stufen für die kleineren Modelle zu beschneiden. Allen AMD FX-Serie Prozessoren werden zum Start die vollen 8 MiB L3-Cache und 2 MiB L2-Cache pro Modul zur Verfügung stehen.
Offizielle Daten AMDs stehen noch aus, sodass die Angaben wie immer mit Vorsicht zu genießen sind.
Die Slip-Stream-Serie des japanischen Herstellers Scythe dürfte vielen Nutzern bekannt sein. Die Modelle kommen bei den hauseigenen Kühlern regelmäßig zum Einsatz und offerieren laut den allgemein so umhergehenden Meinungen ein passendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit dem Slip Stream 140 PWM Adjustable VR (adjustable voltage regulation - flexible Spannungsregulierung) und Slip Stream 120 PWM Adjustable VR bietet der Hersteller gleich zwei neue Modelle an, die dem Nutzer die Regulierung der Drehzahl auf zweifache Art ermöglichen und folglich leise oder leistungsstark zu Werke gehen können.
Durch die Möglichkeit, beide Lüfter an bekannten 120-mm-Halterungen zu befestigen, erhöht der Hersteller vor allem beim 140-mm-Modell die Kompatibilität zu den Kühlern oder auch Gehäusen. Die kleine Variante ermöglicht laut Herstellerangabe Luftfördermengen im Bereich zwischen 41 und 187 Kubikmetern pro Stunde bei einer entsprechenden Drehzahl von 500 - 1900/min. Den dabei herrschenden Geräuschpegel gibt der Hersteller mit 7,5 bis 37,0 dBA an. Das größere Modell geht mit höheren Leistungswerten an den Start. Während die Drehzahl zwischen 500 und 1700/min agiert, fördert der Lüfter 46 bis 157 m³/h. Eine dazugehörige Lautstärkeangabe fehlt, dürfte aber in ähnlichen Bereichen liegen wie beim kleineren Slip Stream 120 PWM Adjustable VR. Die schon in einem unserer Kühlertests bekanntgewordene Regelmöglichkeit durch eine Erweiterungskartenblende samt Potentiometer erlaubt es, den Lüfter im PWM-Modus leicht zu regeln. Dadurch ist ein größerer Drehzahl-Spielraum möglich. Ohne die Blende wäre das 140-mm-Modell auf 500-1200/min oder 650-1700/min limitiert. Wie schon in unserem Test zu sehen war, dient es meist lediglich dem Feintuning bei schlecht ausgearbeiteten automatischen Lüftersteuerungen seitens der Mainboardhersteller. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 11,95 Euro sind die beiden Lüfter ab sofort erhältlich. Damit bewegen sich die beiden in einem mittleren Preissegment.
Am gestrigen Tag veröffentlichte Enermax sein neues CPU-Kühler-Modell in Form des ETS-T40. Bereits dort wurde eine Kühlleistung auf hohem Niveau versprochen, doch GELID geht scheinbar einen Schritt weiter. Gebhard Scherrer von GELID gesteht dem neuen Kühler mit der Bezeichnung GX-7 eine Kühlleistung zu, die mit einer Wasserkühlung vergleichbar sei. Unser letzter GELID-Kühler überrraschte im Test trotz des niedrigen Preises mit einer guten Kühlleistung. Es ist also durchaus möglich, dass der Hersteller nicht zuviel verspricht.
Der Kühler aus der GAMER-Serie von GELID vertraut dabei auf sieben Heatpipes, die mit einer speziellen Anordnung für eine verbesserte Wärmeabfuhr sorgen sollen. Von unten und oben eingebrachte V-förmige Öffnungen erinnern uns an den gestern bereits betrachteten Vakuumeffekt von Enermax, bei dem die kalte Außenluft in den warmen Innenraum gezogen wird. Der Druckunterschied sorgt für einen Vakuumsog. Durch das symmetrische Design sind zwei Lüfter möglich. Im Lieferumfang des Kühlers befindet sich ein GELID Wing 12 PL Blue mit blauer LED-Beleuchtung. Laut Herstellerangabe verfügt dieser über ein einzigartiges Nanoflux-Lager, dass durch sein intelligentes Design und ein Magnetlager eine problemlose Reinigung möglich machen soll. Wie bei vielen Herstellern zu sehen, verwendet GELID auch bei diesem Lüfter ein spezielles Flügeldesign, mit dem größere Lüftströme und höhere statische Drücke möglich seien. Eine Steuerung per Pulsweitenmodulation (PWM) gehört ebenso zur Ausstattung des Lüfters. Für hohe Kompatibilität liefert GELID beim GX-7 Halterungen für AMDs AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1 sowie Intels Sockel 775, 1366, 1155 und 1156. Bei Intel-Systemen liegt zusätzlich eine Backplate bei, da diese bei den Boxed-Kühlern des Herstellers nicht benötigt wird. Die Verfügbarkeit gibt GELID mit dem heutigen Tag an. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 45,00 Euro.
AMD hat erstmals eine offizielle Preisliste für die A-Serie APUs (Codename Llano) auf seiner offiziellen Unternehmensseite eingestellt. Darauf befinden sich nicht nur die bereits vor einigen Wochen gelaunchten Modelle mit einer TDP von 100 Watt, die wir bereits in zwei Artikeln genauer unter die Lupe genommen haben, sondern auch die ersten beiden Modelle mit abgesenkter TDP. Die AMD A8-3800 und die AMD A6-3600 APUs erreichen ihre niedrigere TDP von 65 Watt durch eine Absenkung der CPU-Taktraten, bei der Anzahl an Stream Prozessoren (400 bzw. 320) und beim GPU-Takt (600 bzw. 444 MHz) bleibt alles beim alten. Dafür bekommen beide Modelle einen Turbo-Modus spendiert, der die CPU-Kerne automatisch übertaktet, wenn die TDP der APU nicht vollständig ausgeschöpft wird. Das dritte neue Modell im Bunde ist überraschenderweise eine APU mit drei x86-Kernen. Alle aktuell verfügbaren A-Serie APUs sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst, dabei wurden die offensichtlichen, bei AMD aber leider üblichen Fehler korrigiert:
Zudem findet sich jetzt in der Preisliste der Athlon II Prozessoren der AMD Athlon II X4 631 für 79 US-Dollar, der bereits von einigen Händlern gelistet wird. Der neue Prozessor ist ein "Llano" mit deaktivierter GPU, welcher sich als Athlon tarnt. Da dem "Llano"-Die ein HT-Link fehlt, kann dieser neue Athlon-Prozessor nicht wie alle anderen Athlons auf AM3 bzw. AM3+ Mainboards verbaut werden. Es wird vielmehr die neue FM1-Infrastrutur benötigt, die AMD eigentlich für seine A-Serie APUs eingeführt hatte. Wie dieses merkwürdige Konstrukt in AMDs Marketingstrategie passt, ist unklar. Schließlich sollten doch die Produktnamen abgeschafft werden.
Die türkische Seite donanimhaber möchte wieder einmal mehr als alle anderen in Erfahrung gebracht haben, wie das weitere Vorgehen AMDs aussieht. Dabei handelt es sich um einen Produktionsplan für die kommende AM3+-Plattform "Scorpius", die die "Bulldozer"-CPUs der FX-Serie beinhaltet, aber auch um ungefähre Daten zu neuen APUs auf Basis des "Llano" für den Sockel FM1. Schlussendlich soll der durch die Foren und Newsberichte geisternde 19.09.2011 als Veröffentlichungsdatum der FX-Serie nicht der Wahrheit entsprechen. Vielmehr ist vom Oktober die Rede und der August wird als Produktionsstart anvisiert. Das würde auch mit den Berichten über die Auslieferung erster Opteron-Produkte im gleichen Monat übereinstimmen.
Neben den Informationen zur "Scorpius"-Plattform dürften die Daten für den Launch weiterer Ableger der A- und E-Serie für viele Nutzer interessant sein. Während die beiden Modelle A8-3800 und A6-3600 immer noch nicht verfügbar sind, sollen die Einstiegsmodelle A4-3400 und E2-3200 weiter auf sich warten lassen und sind eher für das vierte Quartal angepeilt, das im Oktober beginnt. Überarbeitete Modelle der kleinen APUs, namentlich E-450 und E-300, sollen im September folgen.
Offizielle Daten AMDs stehen noch aus, so dass die Angaben wie immer mit Vorsicht zu genießen sind.
Scythe hat sich hierzulande mit seinen Kühlern mit einem recht ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis einen Namen gemacht, versucht aber auch wie andere Hersteller hin und wieder Produkte abseits des Kerngeschäfts zu positionieren. Ein Beispiel dafür ist die heute veröffentlichte Kama Dock, eine Docking-Station für 2,5- und 3,5-Zoll-Festplatten mit SATA-Schnittstelle. Die Verbindung zum PC erfolgt über die USB-Schnittstelle, wobei die Kama Dock den aktuellsten Standard der Version 3.0 unterstützt.
Im Falle einer 2,5"-Festplatte wäre womöglich keine zusätzliche Stromversorgung notwendig, da diese mit einer Leistungsaufnahme von zirka 2,0 Watt im Betrieb mit den maximal zur Verfügung stehenden 5,0 Watt eines USB-Ports funktionsfähig wäre. Bei einem 3,5"-Modell sieht die Sache aber so aus, dass in diesem Fall das externe Netzteil notwendig wird, um ungefähr 8,0 Watt im Betrieb zu ermöglichen. Die Kunststoffkonstruktion ermöglicht das Ankippen der Festplatte und erhöht die Bedienungsfreundlichkeit. Der Schlitten, auf dem die Festplatte liegt, verfügt linksseitig über einen Anschlag, womöglich um das Einsetzen zu erleichtern. Die Verarbeitung der Kama Dock ist aber laut dem Eindruck auf den Bildern eher als durchschnittlich zu betrachten. Das Gehäuse scheint sehr einfach gehalten zu sein.
Der praktische Nutzen einer solchen Konstruktion beschränkt sich auf die schnelle Sicherung einer Festplatte oder anderen Funktionstests. Die Kama Dock ist ein sehr spezielles Produkt, dass aber aufgrund der USB-3.0-Schnittstelle womöglich seine Kundschaft finden wird. Die UVP von 27,95 Euro liegt im mittleren Segment solcher externer Lösungen. Der Endkundenpreis wird in den meisten Fällen aber noch ein wenig darunter angesetzt.
Auch wenn der Start der neuen Bulldozer-Prozessoren von AMD verschoben wurde, der Tag X rückt näher und so verwundert es auch nicht, dass sich die Gerüchte dazu mehr und mehr häufen. Prospekte und technische Unterlagen müssen geschrieben, Systempartner mit Test-Hardware versorgt werden und so weiter. Mit zunehmendem Kreis der Involvierten wird es immer schwieriger, Geheiminformationen auch geheim zu halten. Irgendwo plaudert immer einer, sei es bei einer Wahl in der Politik oder bei der Vorstellung neuer Hardware. Wie aussagekräftig das dann jeweils ist, gerade bei Benchmarks von Vorserien-Samples, sei mal dahingestellt. Manchmal jedoch geht auch nur die Phantasie mit irgendeinem Autor durch und frei erfundende Informationen werden als brandneue Infos ins Internet gepostet. Hier den Überblick zu behalten und Sinnvolles von Mumpitz zu unterscheiden, ist oft nicht einfach. Dennoch wollen wir unseren Lesern die letzten Gerüchte natürlich nicht vorenthalten.
ComputerTechTV hat heute auf seiner Youtube-Seite ein Video gepostet, in dem erstmals auch Steppings und Taktfrequenzen genannt werden:
Dabei sollte der Ton aktiviert werden, da die Infos lediglich gesprochen, nicht gezeigt werden. Folgende Prozessoren sollen demnach kommen:
Alle vier genannten CPUs sollen AM3+ Sockel CPUs sein. Sie sollen 4x 2 MB L2-Cache und 8 MB L3-Cache haben und einen HyperTransport-Link mit 3200 MHz.
FX-8150P (C0) - 4.0 GHz, Max T.C 4.4 GHz, 125 W (?) FX-8130P (B2) - 3.8 GHz, Max T.C 4.2 GHz, 125 W (320$) FX-8110 (B2) - 3.6 GHz, Max T.C 4.0 GHz, 95 W (290$) FX-8100 (C0) - 3.5 GHz, Max T.C 3.9 GHz, 95 W (?)
Die genannten Eckdaten, also 2 MB L2-Cache je Modul, den sich zwei Kerne teilen müssen, die 8 MB L3-Cache, sowie der Preis für den FX-8130P decken sich mit früheren Meldungen. Neu sind hier die Taktfrequenzen, die Taktfrequenzen im Turbo-Modus, sowie die Stepping-Angaben.
Dass Bulldozers Architektur auf höhere Taktfrequenzen hin optimiert ist - Zyniker verspotten ihn deshalb bereits als Pentium 4 reloaded - ist bekannt. Dennoch wäre es überraschend, wenn AMD die neue Architektur aus dem Stand mit 4 GHz Taktfrequenz auf den Weg bringen könnte. Der schnellste Sixcore AMD Phenom II X6 1100T der Vorgänger-Architektur K10 ist derzeit mit 3,3 GHz getaktet, der schnellste Quad-Core AMD Phenom II X4 980 andererseits auch schon mit 3,7 GHz, was die 4 GHz des Bulldozer wieder in einem etwas realistischeren Licht erscheinen lässt. Der Vergleich mit dem Phenom II X4 hinkt nicht so arg, wie es zunächst scheint, denn man darf nicht vergessen, dass der Bulldozer kein lupenreiner 8-Kern Prozessor ist, als den AMD ihn vermarktet, sondern eigentlich ein Quad-Core mit Cluster-based Multi-Threading (CMT). Mehr dazu in unserem Bulldozer-Preview. Man darf also gespannt sein.
Welche Unterschiede sich zwischen dem B2- und dem C0-Stepping ergeben, ist in Ermangelung eines frei verfügbaren Revision-Guides natürlich noch nicht publik. Frühere Gerüchte sprachen davon, dass zumindest das A-Stepping des Bulldozer noch arge Stabilitäts- und Performance-Probleme hatte und auch B1 noch nicht Release fähig gewesen sein soll, wohingegen das B2-Stepping dem Vernehmen nach das Release-Stepping sein sollte, wenn die Markteinführung nicht verschoben worden wäre. Wieso AMD dennoch bereits nach so kurzer Zeit ein neues C0-Stepping nachschieben sollte (vgl. das C3-Stepping des Phenom II X4 ist jetzt seit anderthalb Jahren unverändert auf dem Markt), lässt Raum für weitere Spekulationen.
Wer tiefer in die Welt der Spekulationen rund um Bulldozer einsteigen möchte, sollte sich den inzwischen 119 Seiten langen Thread in unserem CPU-Forum durchblättern, in dem unsere Leser seit Monaten rund um Bulldozer diskutieren und Gerüchte und Fakten sammeln.
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