Alle AM4-Chipsätze im Überblick

Am heutigen Tag überschlagen sich die Informationshäppchen zu AMD Vega, Ryzen und zur AM4-Plattform generell. Zu letzterer wurden heute bereits einige Mainboards angekündigt, teils mit bekannten Chipsätzen, teils mit bisher völlig neuen Namen. Daher wollten wir an dieser Stelle das Durcheinander etwas entwirren.

Bekannt war bereits seit einigen Monaten, dass AMD für den Sockel AM4 drei Chipsätze vorgesehen hat: X370 für Enthusiasten, B350 für die Mittelklasse und A320 für Einsteiger/Office. Wobei man bei der AM4-Plattform zunächst einmal differenzieren muss, was „Chipsatz“ eigentlich bedeutet, denn den klassischen Chipsatz auf dem Mainboard wird es bei der AM4-Plattform nicht mehr geben, da Ryzen „Summit Ridge“ ein SoC (System-on-a-Chip) werden wird. Wie bei Kabini sitzen alle grundsätzlichen Elemente eines Chipsatzes, die früher auf dem Mainboard verbaut waren, wie Memory-Controller, PCI-Express-Controller, SATA-Controller usw., direkt im Prozessor.

Mit „Chipsatz“ sind hier also nur Zusatzchips oder die grundsätzliche Marktausrichtung gemeint, die bestimmt, ob z.B. Overclocking-Features freigeschaltet werden, wieviel Reserven bei der Stromversorgung vorgehalten werden (Anzahl der Phasen) und dergleichen.

Inzwischen sind für den Sockel AM4 mindestens 5 verschiedene Chipsätze oder Ausrichtungen bekannt, wie The Techreport vermeldet:

  • AMD X370 (Enthusiast)
  • AMD B350 (Mittelklasse)
  • AMD A320 (Einsteiger/Office)
  • AMD X300 (Enthusiast SFF)
  • AMD A300 (Einsteiger SFF)

AMD geht mit dem X300 offenbar davon aus, dass es auch im Bereich SFF (Small-Form-Factor) genügend Enthusiasten geben wird, die High-End-Ausstattung mit möglichst kleinen Abmessungen haben wollen, um einen eigenen „Chipsatz“ (=Ausrichtung) zu rechtfertigen. Analog dazu soll es für SFF-Systeme auch noch den A300 geben, quasi einen A320 für kleine Abmessungen.

Folgende Sheets existieren von AMD derzeit dazu, die beleuchten, welcher Chipsatz welche Features und Funktion freischalten wird: