AMD Phenom II X4 Deneb 45 nm f체r den Desktop

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Der Deneb im Detail R체ckblende K7

Ein Blick zur체ck
Wenn wir heu짯te 체ber die Tech짯nik des AMD Phe짯nom II 쏡eneb phi짯lo짯so짯phie짯ren, kom짯men wir nicht umhin auch sei짯ne direk짯ten Vor짯g채n짯ger wenigs짯tens kurz zu strei짯fen, um zu ver짯ste짯hen wie짯so der Deneb so kon짯zi짯piert ist und nicht anders.

AMD K7
Die Kon짯zep짯ti짯on, die Inten짯ti짯on hin짯ter der Archi짯tek짯tur des Phe짯nom II, ist nicht neu. Deneb ist kein Pro짯zes짯sor, der auf dem wei짯횩en Blatt Papier ent짯stan짯den ist. Nicht des짯we짯gen, weil der neue 45 nm Pro짯zes짯sor-Kern im Prin짯zip bereits vor eini짯gen Wochen in Form des Ser짯ver-Pro짯zes짯sors Shang짯hai ein짯ge짯f체hrt wur짯de. Nein, der Deneb hat sei짯ne Wur짯zeln im K7, der bereits 1999 das Licht der Welt erblick짯te. Damals hat AMD sei짯ne letz짯te wirk짯lich auf kei짯nem Vor짯g채n짯ger basie짯ren짯de, nagel짯neue Kern-Archi짯tek짯tur pr채짯sen짯tiert. Ent짯spre짯chend erfolg짯reich war der unter dem Label 쁀th짯lon fir짯mie짯ren짯de Pro짯zes짯sor. Nicht nur, dass er den damals Markt f체h짯ren짯den Intel Pen짯ti짯um III Pro짯zes짯sor in Sachen Leis짯tung 체ber짯fl체짯geln konn짯te, AMD gelang es mit der ers짯ten Aus짯bau짯stu짯fe des K7 auch das pres짯ti짯ge짯tr채ch짯ti짯ge Giga짯hertz-Ren짯nen f체r sich zu ent짯schei짯den, das damals auch weit 체ber die IT-Pres짯se hin짯aus f체r gro짯횩es Auf짯se짯hen sorgte.

AMD hat짯te die Jah짯re zuvor mit dem K5 und dem K6 viel Lehr짯geld bezah짯len m체s짯sen. Zwar konn짯ten die짯se CPUs in bestimm짯ten Teil짯be짯rei짯chen sehr gute bis her짯vor짯ra짯gen짯de Leis짯tung erzie짯len, aller짯dings waren ihre Talen짯te zu ein짯sei짯tig. Das extre짯me Low-Laten짯cy Lay짯out zusam짯men mit den auf짯w채n짯di짯gen Branch-Pre짯dic짯tors war kom짯pro짯miss짯los auf hohe Leis짯tung pro Takt und kur짯ze Durch짯lauf짯zei짯ten durch die Pipe짯lines aus짯ge짯legt. Die Fol짯ge war, dass AMD erheb짯li짯che Schwie짯rig짯kei짯ten hat짯te den K6 und noch mehr den K5 auf eine kon짯kur짯renz짯f채짯hi짯ge Takt짯fre짯quenz zu bekom짯men. Zudem hat짯te AMD bzw. Nex짯Gen, die f체r den K6 ver짯ant짯wort짯lich zeich짯ne짯ten, das The짯ma Flie횩짯kom짯ma-Leis짯tung ver짯nach짯l채s짯sigt, was aus dama짯li짯ger Sicht ver짯st채nd짯lich war, sich im R체ck짯blick jedoch als Boo짯ma짯rang ent짯pupp짯te. Bis Mit짯te der 90er Jah짯re spiel짯ten mathe짯ma짯ti짯sche Co-Pro짯zes짯so짯ren im End짯kun짯den-Markt noch kaum eine Rol짯le. Bis zum 386er war der Co-Pro짯zes짯sor nicht ein짯mal zwin짯gend Bestand짯teil der CPU, son짯dern wur짯de bei Bedarf als zus채tz짯li짯cher Chip in einen zwei짯ten CPU-Sockel gesteckt. Flie횩짯kom짯ma-Leis짯tung wur짯de (f체r End짯kun짯den) erst wich짯tig, als die ers짯ten 3D-Spie짯le auf짯ka짯men und das f채llt genau in die Zeit, in der K5 und K6 auf den Markt kamen. Ent짯spre짯chend schlecht schnit짯ten die짯se Pro짯zes짯so짯ren auf die짯sem Gebiet ab. Dar짯an 채nder짯te auch die sp채짯ter nach짯ge짯scho짯be짯ne 3DNow! SIMD-Ein짯heit f체r den K62 nichts, da kaum ein Spie짯le-Ent짯wick짯ler die짯se zus채tz짯li짯chen Befeh짯le nutzte.

Die jah짯re짯lan짯ge Unter짯le짯gen짯heit der K5 und K6 Pro짯zes짯so짯ren auf dem immer wich짯ti짯ger wer짯den짯den Spie짯le-Markt scheint damals ihre Spu짯ren hin짯ter짯las짯sen zu haben, denn bei der Ent짯wick짯lung des Nach짯fol짯gers namens K7 galt f체r die AMD-Ent짯wick짯ler ganz offen짯bar 쐊lot짯zen, nicht kle짯ckern. W채h짯rend der K6 nur eine non-pipe짯lined FPU besa횩, durf짯te der K7 auf nicht weni짯ger als drei Flie횩짯kom짯ma-Pipe짯lines zur체ck짯grei짯fen. Unter ande짯rem aus die짯sem Grund wur짯de der Ath짯lon in den Jah짯ren 1999 und 2000 der Lieb짯ling der Gamer ein Ruf, der in Stamm짯tisch짯ge짯spr채짯chen noch heu짯te nach짯hallt wenn mal wie짯der die ewi짯ge Fra짯ge AMD oder Intel debat짯tiert wird.

Auch sonst blieb bei der Ent짯wick짯lung des K7 kein Stein auf dem ande짯ren. Das Three-Issue Design mit einem 3멹ach Deko짯der, dop짯pelt so lan짯gen ALU-Pipe짯lines wie beim K6 und rie짯si짯gen Level 1 Caches von je 64 KB f체r Code und Daten sorg짯te f체r ordent짯lich Durch짯satz. Zudem fu횩짯te der K7 nicht mehr auf einer abge짯leg짯ten, ver짯al짯ter짯ten Infra짯struk짯tur von Intel, son짯dern auf einer brand짯neu짯en Platt짯form (zuerst Slot A, sp채짯ter Sockel A) mit DDR-Fronts짯ide-Bus und viel Ent짯wick짯lungs짯po짯ten짯zi짯al. Neben dem Sockel 7 hat bis짯her kei짯ne x86-Infra짯struk짯tur l채n짯ger 체ber짯lebt als der Sockel A.