AMD Phenom II X4 Deneb 45 nm f체r den Desktop

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Der Deneb im Detail R체ckblende K8 und K9

AMD K8
Im Jahr 2003 brach짯te AMD den lan짯ge ersehn짯ten K8 ali짯as 쁇am짯mer; im April zuerst in Form des Ser짯ver-Pro짯zes짯sors Opte짯ron (Code짯na짯me Sled짯ge짯ham짯mer), sp채짯ter im Sep짯tem짯ber in Form des Ath짯lon 64 (Sockel 754; Code짯na짯me Cla짯wham짯mer). In Sachen Infra짯struk짯tur wur짯de erheb짯lich umge짯baut. So ver짯pflanz짯te AMD den Memo짯ry-Con짯trol짯ler, der bei einer klas짯si짯schen Platt짯form im Chip짯satz auf dem Main짯board sa횩, direkt in den Pro짯zes짯sor. So fiel nicht nur der Fla짯schen짯hals Fronts짯ide-Bus weg, auch die Latenz짯zei짯ten beim Zugriff auf den Arbeits짯spei짯cher konn짯ten so dra짯ma짯tisch ver짯k체rzt wer짯den. W채h짯rend die damals g채n짯gi짯ge Ath짯lon XP Platt짯form mit VIA KT600 Chip짯satz (exter짯ner Memo짯ry-Con짯trol짯ler in der North짯bridge) bei unse짯ren Latenz짯tests im Mit짯tel etwa 130 CPU-Tak짯te von der Anfor짯de짯rung bis zur Lie짯fe짯rung der Daten ver짯schwen짯de짯te, lagen die Wer짯te beim Ath짯lon 64 mit inte짯grier짯tem Memo짯ry-Con짯trol짯ler nur noch bei ca. 65. Kur짯ze Zeit sp채짯ter wur짯de der Memo짯ry-Con짯trol짯ler von 64-Bit auf 128-Bit Dual-Chan짯nel auf짯ge짯wei짯tet (Sockel 939), was zus채tz짯lich zu den kur짯zen Laten짯zen auch noch den Daten짯durch짯satz verbesserte.


Fla짯schen짯hals FSB: AMD Ath짯lon XP Sys짯tem mit nForce2 Chipsatz


AMD Ath짯lon 64 System

Um trotz짯dem noch mit dem Rest der Infra짯struk짯tur kom짯mu짯ni짯zie짯ren zu k철n짯nen, spen짯dier짯te AMD dem K8 bis zu drei Hyper짯Trans짯port-Links, die nicht nur f체r CPU-zu-Chip짯satz Kom짯mu짯ni짯ka짯ti짯on (Sin짯gle Sockel Platt짯form) genutzt wur짯den, son짯dern auch f체r CPU-zu-CPU Kom짯mu짯ni짯ka짯ti짯on in Mul짯ti-Sockel Platt짯for짯men. Das war der Durch짯bruch f체r AMD auf dem Ser짯ver짯markt, auf dem AMD bis dahin kei짯nen Fu횩 in die T체r brach짯te. Dem Opte짯ron-Pro짯zes짯sor waren die Vor짯aus짯set짯zun짯gen f체r idea짯le Mul짯ti-Sockel-F채hig짯keit auf den Leib geschnei짯dert. Erst짯mals konn짯te im x86-Bereich eine ccNU짯MA-Platt짯form rea짯li짯siert wer짯den, in der jede Opte짯ron-CPU einen Node dar짯stell짯te. Die Ska짯lier짯f채짯hig짯keit 체ber짯traf die der Kon짯kur짯renz mit klas짯si짯schem FSB, auf dem s채mt짯li짯cher Daten짯trans짯fer abge짯wi짯ckelt wer짯den muss짯te, deut짯lich. Dass AMD mit dem K8 auch den neu짯en 64-Bit Betriebs짯mo짯dus x64-64 ali짯as AMD64 ali짯as Long-Mode ein짯f체hr짯te, der heu짯te auch bei Intel-Pro짯zes짯so짯ren Indus짯trie짯stan짯dard ist und der Grund짯stein daf체r, dass x64-kom짯pa짯ti짯ble Ser짯ver auch mit deut짯lich mehr als 4 GB RAM noch auf dem Markt mit짯mi짯schen d체r짯fen, ist nur als zus채tz짯li짯ches Pfund zu werten.

Doch nicht nur im Ser짯ver-Markt konn짯te der K8 punk짯ten, auch im Desk짯top-Bereich hat짯te AMD nach dem Erschei짯nen etwa drei Jah짯re lang wie짯der prak짯tisch durch짯ge짯hend die Per짯for짯mance-Kro짯ne inne. Nat체r짯lich nicht nur durch eige짯nen Ver짯dienst, son짯dern auch, weil Intel sich in ein Aben짯teu짯er namens Net짯burst-Archi짯tek짯tur (Pen짯ti짯um 4) ver짯stie짯gen hat짯te und erst sp채t erkann짯te, dass der ein짯ge짯schla짯ge짯ne Weg eine Sack짯gas짯se war.

Aber bei allem Drum짯her짯um: in Sachen Kern짯ar짯chi짯tek짯tur m체s짯sen selbst Insi짯der schon sehr genau auf das Design-Dia짯gramm bli짯cken, um zu erken짯nen, ob sie einen K7 oder K8 vor sich lie짯gen haben so 채hn짯lich sind sich die bei짯den hier.

AMD Dual-Core K8 (inof짯fi짯zi짯ell K9)

Urspr체ng짯lich soll짯te der K9 쁆rey짯hound ein kom짯plett neu짯es CPU-Design wer짯den. Als AMD jedoch 2005 sei짯nen ers짯ten Dual-Core K8 in Form der AMD Ath짯lon 64 X2 Pro짯zes짯so짯ren auf den Markt brach짯te, wur짯de die짯se Bezeich짯nung inof짯fi짯zi짯ell f체r die Dual-Core K8 Pro짯zes짯so짯ren ver짯wen짯det. Offi짯zi짯ell taucht die Bezeich짯nung K9 nir짯gend짯wo bei AMD auf.

Inter짯es짯sant ist, dass AMD bereits auf der CeBIT 2001 hin짯ter vor짯ge짯hal짯te짯ner Hand ver짯lau짯ten lie횩, dass beim K8 zwei CPU-Ker짯ne auf einem Sili짯zi짯um-Pl채tt짯chen (쏡ie) m철g짯lich sind. Aller짯dings war der Her짯stel짯lungs짯pro짯zess damals noch nicht so weit, um das rea짯li짯sie짯ren zu k철n짯nen. Das Die w채re zu gro횩 gewor짯den, der Strom짯ver짯brauch zu hoch. Erst mit der Ein짯f체h짯rung des 90 nm Her짯stel짯lungs짯ver짯fah짯rens wur짯den die Struk짯tu짯ren kom짯pakt genug, um zwei K8-Ker짯ne auf ein Die belich짯ten zu k철n짯nen. Die짯se CPUs sind ent짯spre짯chend wei짯ter짯ent짯wi짯ckelt bis heu짯te auf dem Markt.

65 nm Pro짯zess ein Flop?

Im Jahr 2006 stell짯te AMD die Pro짯duk짯ti짯on der Dual-Core Pro짯zes짯so짯ren von 90 nm auf 65 nm um. Ein g채n짯gi짯ger Rou짯ti짯ne-Pro짯zess alle paar Jah짯re m철ch짯te man mei짯nen. Doch die짯ses Mal waren die Umst채n짯de anders. Nor짯ma짯ler짯wei짯se schl채gt man mit einem soge짯nann짯ten Die-Shrink gleich meh짯re짯re Flie짯gen mit einer Klap짯pe. Durch die klei짯ne짯ren Ker짯ne pas짯sen mehr auf einen Wafer, wes짯halb die Kos짯ten f체r den Her짯stel짯ler sin짯ken. Inter짯es짯san짯ter f체r den Kun짯den dage짯gen ist, dass ein Die-Shrink nor짯ma짯ler짯wei짯se weni짯ger Strom짯ver짯brauch und/oder h철he짯re Takt짯fre짯quen짯zen bei glei짯cher Archi짯tek짯tur bedeu짯tet. Die짯ses Mal jedoch muss irgend짯et짯was schief짯ge짯gan짯gen sein, denn weder konn짯ten die 65 nm AMD-Pro짯zes짯so짯ren h철her getak짯tet wer짯den, noch ver짯brauch짯ten sie weni짯ger Strom. So ist bis heu짯te der am h철chs짯ten getak짯te짯te Dual-Core K8 ein 90 nm Pro짯dukt (Ath짯lon 64 X2 6400+ mit 3,2 GHz). Auf der ande짯ren Sei짯te wer짯den die extrem Strom spa짯ren짯den SFF Pro짯zes짯so짯ren mit ledig짯lich 35 W TDP (z.B. Ath짯lon 64 X2 3800+ EE SFF) eben짯falls noch in 90 nm gefer짯tigt bis heu짯te. Wie gesagt: das ist kei짯ne Visi짯ten짯kar짯te f체r den 65 nm Pro짯zess von AMD.