AMD Ryzen 7 1800X Review – Teil 1

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Über AMDs Firmensitz in Sunnyvale, Kalifornien, geht am 2. März 2017 um 06:38 Uhr Ortszeit die Sonne auf. Fast zur gleichen Zeit endet das NDA zu AMDs lang erwarteter Prozessorgeneration Ryzen. Ob die Prozessoren samt neuer Plattform auch zu einem finanziellen Sonnenaufgang bei AMD führen werden?!

Im Jahre 2011 stellte AMD mit der Bulldozer-Architektur bis heute letztmalig eine von Grund auf neu entwickelte Prozessor-Architektur vor. Im Fazit unseres umfangreichen Launch-Reviews hielten wir damals fest:

Es ist unumstritten, dass Potenzial in den FX-Prozessoren schlummert. Ob dieses aber jemals konstant abgerufen werden kann, wird sich erst in einigen Monaten, wenn nicht gar Jahren zeigen. Zum jetzigen Zeitpunkt sollte daher gut überlegt werden, ob der Einsatz eines FX-Prozessors sinnvoll ist oder nicht.

Auch wenn wir grundsätzlich optimistisch waren, so zeigt dieses Zitat im Vergleich zum „Erfolg” der Bulldozer-Architektur, dass die Zweifel während der ersten Bulldozer-Tests durchaus angebracht waren. Jetzt, mehr als fünf Jahre später, soll genau die Durststrecke für AMD enden, welche mit der Vorstellung des AMD FX-8150 ihren Anfang nahm. Doch nicht nur der finanzielle Aspekt rund um Ryzen lässt den heutigen Tag zu einem besonderen in der Firmengeschichte von AMD werden. Nicht nur, dass eine von Grund auf neu entwickelte Prozessorarchitektur vom Stapel gelassen wird, gleichzeitig wird erstmals der für AMD neue Speicherstandard DDR4 unterstützt. Garniert wird das Ganze durch eine neue Fertigung in 14 Nanometern und den neuen Sockel AM4. Kurzum: Die Vergangenheit wird komplett über Bord geworfen, alte Zöpfe abgeschnitten. Auf den kommenden Seiten schauen wir uns daher viele Aspekte der neuen Architektur und der ebenfalls brandneuen Plattform rund um den Sockel AM4 an.

Viel Vergnügen beim Lesen!

» Das geht besser, AMD!